chronik
widerständische momente festgehalten (spiegelung von chronik.blackblogs.org)
Browse: Home / Farbanschlag auf Landesamt für Verfassungsschutz

Farbanschlag auf Landesamt für Verfassungsschutz

By chronik on January 2, 2020

Stuttgart, 2. Januar 2020

In der Nacht auf den 2. Januar haben wir dem Landesamt für Verfassungsschutz in der Taubenheimerstr. 85A in Stuttgart Bad-Cannstatt einen Besuch abgestattet.

Im Innenhof des Gebäudekomplexes, in dem auch das LKA Baden-Württemberg untergebracht ist, verteilten wir breitflächig über 40 Farbkugeln an der Fassade, färbten das biedere Schild vor der Eingangstüre – passend zum Geschäft der Schreibtischtäter – blutrot und hinterließen den Schriftzug “Nazischützer” an der Außenfassade. Ehrlichkeit ist schließlich unerlässlich für ein gutes Nachbarschaftsverhältnis. Grüße an den Pförtner! Vernünftig, die Sache aus der Distanz zu betrachten. Der Scheißjob wäre den Ärger nicht wert gewesen…

Verfassung hin oder her, dieser Inlandsgeheimdienst wurde aufgebaut, um die herrschenden Eigentumsverhältnisse mit allen Mitteln zu schützen und brennt eine tiefbraune Linie der Kontinuität in das Deutschland nach ’45. Weil bewaffnete Nazis schon immer gut darin waren die Bemühungen und Kämpfe um eine solidarische Gesellschaft jenseits der Herrschaft des Kapitals in Schach zu halten, pflegte der Dienst ein kollegiales Verhältnis zur NSU-Connection, darunter auch Nazibullen, die den Ku-Klux-Klan in der schwäbischen Provinz aufleben lassen wollten. Aber damit nicht genug: Im Baden-Württembergischen Landesamt arbeitete einer der Gründer des “Uniter e.V.”. Ein Verein, der im Zentrum eines rechten Netzwerkes steht, das sich auf den Bürgerkrieg gegen Links vorbereitet, dafür Waffen sammelt und Soldaten, wie auch Mitarbeiter staatlicher “Sicherheitsbehörden” rekrutiert.
“Wegen zunehmender Gefahren von allen Seiten” forderte Baden-Württembergs Innenminister Strobl im vergangenen Sommer über 3 Millionen Euro für neue Technik und 36 neue Stellen für’s Landesamt. Zynismus at it’s best. Von uns gab’s als Belohnung jetzt auf jeden Fall erstmal einen kleinen Sachschaden.

Eines noch: Wenn es jetzt zur Stuttgarter Gewohnheit werden sollte, komplette Demos zu kriminalisieren und dem absurden Kontrollwahn deutscher Bürokratenkultur auszusetzen – wie in der Silvesternacht vor der Stammheimer JVA geschehen – müssen wir alle halt verstärkt nach neuen Möglichkeiten der politischen Kommunikation suchen…
Es mag Thomas Strobl und seiner Gefolgschaft feuchte Träume bereiten, wenn die vielen sozialen und vereinzelten politischen Gefangenen seiner Hochsicherheitsknäste in Isolation vor sich hinvegetieren müssen – uns macht das stinksauer!
Ruhig halten werden wir auch weiterhin sicherlich nicht.

Quelle: Indymedia (Tor)

Posted in Deutsch | Tagged Stuttgart

« Previous Next »

Suche

Tags

Aachen Berlin Bielefeld Bochum Bonn Bremen Chemnitz Dortmund Dresden Duisburg Erfurt Essen Flensburg Frankfurt am Main Freiburg Gießen Greifswald Göttingen Halle Hambacher Forst Hamburg Hannover Jena Karlsruhe Kassel Kiel Köln Leipzig Lübeck Lüneburg Magdeburg Mainz Mannheim Marburg München Münster Neumünster Nürnberg Potsdam Rostock Stuttgart Tübingen Weimar Wuppertal Würzburg

chronik.blackblogs.org

Archiv von Indymedia Linksunten
linksunten.indymedia.org
xrlvebokxn22g6x5gmq3cp7r...

Spiegel von de.indymedia.org
raxuatgmxdvnp4no.onion
mphvik4btkr2qknt.onion

RSS Barrikade.info (CH)

  • Eingeschlagene Scheiben bei der UBS in Oberwil (BL) January 31, 2026
  • Bannerdrop im Bahnhof Bern - RiseUp4Rojava January 31, 2026
  • Communiqué von der Solidaritätsakiton zu Rojava in Aarau vom 28.01.2026 January 31, 2026
  • Veranstaltungen in Zug January 31, 2026
  • KuZeB Monatsprogramm Februar 2026 January 28, 2026
  • Defend Rojava Transpi Aktion January 26, 2026
  • ZH: Farbe gegen das Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland January 23, 2026
  • „Antifa heißt reflektieren, diskutieren und streiten“ January 23, 2026
  • Keine Bühne für Rammstein und Coverbands in Basel! January 21, 2026

RSS Emrawi.org (AT)

  • a-radio - Krieg in Rojava und Femi(ni)zid Gedenken January 28, 2026
  • Heraus zum feministischen Kampftag. Für einen universellen Feminismus. January 28, 2026
  • „Niemand muss eine Knarre in die Hand nehmen, wenn er das nicht will.” – Von wegen! January 27, 2026
  • Kriminelle Vereinigung Verfassungsschutz - Bremer Spitzel enttarnt! January 26, 2026
  • Kritik: Linkswende Benefiz-Veranstaltung im Café Carina January 25, 2026
  • DEFEND ROJAVA! Alle gemeinsam gegen Faschismus, Islamismus und Patriarchat! January 25, 2026
  • a-radio.net Portugal Die unmögliche Revolution? January 24, 2026
  • Grenzen töten! January 23, 2026
  • Heraus zur CommemorAction gegen das tödliche Grenzregime! January 22, 2026

RSS Indymedia (DE)