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Bitumen gegen Polizeistation

By chronik on January 23, 2020

Tübingen, 23. Januar 2020

Wir haben den Schutz der letzten Nacht genutzt und sind mit Wut im Bauch und Bitumen bepackt los gezogen.

Unser Ziel war die Polizeistation in der Südstadt von Tübingen. Dort haben wir die Fassade ordentlich eingeschmiert.

Gründe dafür finden wir jeden Tag zu viele. Denn die Polizei ist ein autoritärer Haufen und obendrein auch noch mit allerlei (Rechts-)Konservativen und Nazis durchsetzt. Sie schiebt ab, verprügelt Menschen und verbreitet Lügen. Zum Beispiel nach Silvester in Leipzig.

Konkret wollen wir uns mit der Aktion gegen das neue Polizeigesetz Ba-Wü richten und Grüße an die drei von der Parkbank senden. Ihr Prozess hat vor Kurzem in Hamburg begonnen. Wir wünschen euch viel Kraft!

Jedoch bleibt fest zu halten, dass es keine “gute” Polizei geben kann sondern sie langfristig abgeschafft gehört und wir andere Konzepte von Zusammenleben und (so genannter) Gerechtigkeit ausprobieren müssen.

Oder wie es die Leute sehr treffend formuliert haben die den Grünen letzte Woche den Bauschaum in den Briefkasten gejagt haben: Wir gehen nicht davon aus “dass weniger repressive Polizeigesetze uns ein gutes Leben ermöglichen würden, denn das kann es nur ohne Polizei, Staat und Patriarchat geben.
Trotzdem denken wir, dass es nicht schadet, den Feind*innen der Freiheit ab und an einen kleinen Denkzettel zu verpassen.” (https://de.indymedia.org/node/59736)

Freiheit für die drei von der Parkbank und alle Gefangenen!
Für eine Gesellschaft die keine Polizei oder Knäste braucht!

Weitere Infos:
Polizeigesetz: https://nopolgbw.org/
Die drei von der Parkbank: https://parkbankprozess.blackblogs.org/

ps: Grüße auch an die Leute die vor ein paar Tagen Mercedes in Tübingen besucht haben, hat uns gefallen. (https://de.indymedia.org/node/60413)

Quelle: Indymedia (Tor)

 

Wieder wurde in Tübingen ein Gebäude mit schwarzer Bitumenfarbe beschmiert: In der Nacht zum Donnerstag verspritzten Unbekannte sie am Polizeiposten Südstadt am Lorettoplatz. Dabei entstand nach Polizeiangaben ein Schaden von mehreren Tausend Euro. Bereits in der Nacht zum Montag war das Autohaus Seeger Ziel eines Farbanschlags geworden. Auf der linken Internetplattform „Indymedia“ tauchte kurz darauf ein Bekennerschreiben auf, in dem sich die anonymen Autoren dazu bekannten. Sie begründeten die Sachbeschädigung am Familienunternehmen damit, dass die Daimler AG Ausrüstung an das türkische Militär liefere. Dabei handelt sich bei Seeger nicht um eine Niederlassung, was die Angreifer behaupteten.

Auch zu dem beschmierten Polizeiposten wurde auf „Indymedia“ ein Bekennerschreiben veröffentlicht. Man wolle sich damit gegen das geplante Polizeigesetz in Baden-Württemberg richten, so die Autoren, die sich auch positiv auf den Anschlag vom Sonntagabend beziehen. Das Schreiben ist der Kriminalpolizei bekannt. Sie hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft einen Zusammenhang. Die Täter müssen in der Zeit zwischen Mittwoch, 17.30 Uhr, bis Donnerstag, 7.30 Uhr, die Farbe verspritzt haben. Die Polizei sucht Zeugen. Wer in dieser Zeit etwas Verdächtiges bemerkt hat, kann sich unter der Telefonnummer xxx melden.

Nach einem Brandanschlag auf ein Fahrzeug der Tübinger TOS-Gemeinde, zwei beschädigten Ticketautomaten und der beschmierten Autohausfassade ist der Vandalismus am Polizeiposten der vierte Fall von Sachbeschädigung innerhalb weniger Wochen, zu dem anschließend linke Bekennerschreiben aufgetaucht sind.

Quelle: Tageblatt

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