chronik
widerständische momente festgehalten (spiegelung von chronik.blackblogs.org)
Browse: Home / Brandanschlag auf Möbelkette Istikbal

Brandanschlag auf Möbelkette Istikbal

By chronik on March 28, 2018

Berlin, 28. März 2018

Wir, das „Rachekommando Barbara Kistler“, sind in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, den 28.03., los gezogen faschistische Strukturen anzugreifen und unsere Verbundenheit mit den Kämpfenden in den kurdischen Gebieten auszudrücken.

Als Ziel unseres Angriffs haben wir eine Filiale der Möbelkette Istikbal, Tochterunternehmen der Boydak Holding, ausgewählt. Vor der Filiale an der Sonnenallee in Berlin Neukölln haben wir einen Brandsatz abgelegt, der zwei Lastwagen der Firma völlig verbrannte und einen weiteren beschädigte, wobei auch die Fassade des Lagers kaputt ging.

Boydak Holding ist seit dem Vorgehen Erdogans gegen den Gülen Putsch 2016 in türkischer Staatshand und finanziert als milliardenschwerer Konzern direkt das faschistische Regime. Ein Regime, deren Kerker täglich mit hunderten Menschen mehr gefüllt werden, die es wagen die Stimme gegen den Faschismus zu erheben. Während jegliche Opposition im Inneren des Landes zum Schweigen gebracht wird, führt die türkische Armee einen brutalen Angriffskrieg und bombardiert in Zusammenarbeit mit dem IS, die Hand gefüttert mit deutschen Waffen und gesegnet von NATO-Partnern und jeglichen Staaten dieser Welt die kurdischen Gebiete in Syrien und Irak.

Wir werden nicht schweigen und unsere Hände abwartend zusammen falten. Es ist notwendig, hier und jetzt, dem Faschismus die Stirn zu bieten.

Was den Krieg in den von Syrien und Türkei beanspruchten kurdischen Gebieten von anderen heißen Kriegen unterscheidet: Normalerweise bieten die Kriege der Gegenwart keine Möglichkeit sich mit einer der Konfliktparteien zu solidarisieren. Alle kriegsführenden Mächte verfolgen Ziele, die nicht die unseren sind. Der von der YPG / YPJ und weiteren Gruppen gelieferte Kampf gegen die Despoten der Region zwingt uns jedoch zur Teilnahme. Denn bei aller Kritik an der PKK und den von ihr inspirierten gesellschaftlichen und militärischen Strukturen – unsere Revolution, die anarchistische, ist nicht weiter entwickelt. Im Gegenteil haben wir weniger Befreiung erreicht als diese Linie es unter den dortigen Verhältnissen geschafft hat. Wer jetzt keinen Bezug zu diesem Kampf verspürt, wird es niemals spüren.

Seit dem Angriff der Türkei auf Afrin hat es viele gewagte Schläge in Europa gegen die Verantwortlichen gegeben. Um ihnen und auch allen die seit Jahren den Kampf in Kurdistan führen, eine Referenz zu erweisen, haben wir diesen Brandanschlag verübt.

Es wird notwendig sein, bis zu einer friedlichen Phase der Revolution in den jetzt von der Türkei/NATO/Russland/Daesh besetzten Region, das Feuer pausenlos in den Nächten der europäischen Städte zu verbreiten. Denn der Krieg lässt sich nicht auf eine bestimmte Region begrenzen. Er wird hier in Europa mit geplant, finanziert und unterstützt. Wenn wir hier los ziehen, dann tragen wir den Krieg zurück ins Herz der Bestie. Nehmen wir die aktuelle Situation zum Anlass, die Strukturen der Unterdrückung aller freiheitsliebenden Menschen zur Rechenschaft zu ziehen. Beschränken wir uns nicht nur auf den Moment der Verteidigung, sondern greifen wir täglich an.

Bedanken wollen wir uns bei den Leuten aus Athen, die am 2. Februar eine ähnliche Aktion gegen Istikbal durchführten https://insurrectionnewsworldwide.com/2018/02/11/athens-greece-incendiary-attack-against-turkish-state-owned-company-istikbal-in-solidarity-with-the-defenders-of-afrin/ und uns damit erst auf die Spur dieser Finanzquelle Erdogans brachten. Was hier verbrennt, bringt seinem Krieg keine Devisen mehr.

 
Rachekommando Barbara Kistler

Quelle: Indymedia

Posted in Deutsch | Tagged Berlin

« Previous Next »

Suche

Tags

Aachen Berlin Bielefeld Bochum Bonn Bremen Chemnitz Dortmund Dresden Duisburg Erfurt Essen Flensburg Frankfurt am Main Freiburg Gießen Greifswald Göttingen Halle Hambacher Forst Hamburg Hannover Jena Karlsruhe Kassel Kiel Köln Leipzig Lübeck Lüneburg Magdeburg Mainz Mannheim Marburg München Münster Neumünster Nürnberg Potsdam Rostock Stuttgart Tübingen Weimar Wuppertal Würzburg

chronik.blackblogs.org

Archiv von Indymedia Linksunten
linksunten.indymedia.org
xrlvebokxn22g6x5gmq3cp7r...

Spiegel von de.indymedia.org
raxuatgmxdvnp4no.onion
mphvik4btkr2qknt.onion

RSS Barrikade.info (CH)

  • Support the hungerstrikers January 11, 2026
  • Filmscreening: COMPTER SUR SES PROPRES FORCES 1972 January 10, 2026
  • FILMSCREENING: ATTENTION AUX PROVOCATEURS, 1973 January 10, 2026
  • (A-Radio) Libertärer Podcast Dezemberrückblick 2025 January 10, 2026
  • Online: Basics Kampagnenplanung January 8, 2026
  • Fossile Kraftwerke abschalten ist Handarbeit Nur Mut. Militante Neujahrgrüsse January 7, 2026
  • Anti-WEF-Winterquartier (Zürich) January 7, 2026
  • Jahresbericht des Sanitätskollektivs Zürich 2025 January 3, 2026
  • KuZeB Monatsprogramm Januar 2026 December 30, 2025

RSS Emrawi.org (AT)

  • (A-Radio) Libertärer Podcast Dezemberrückblick 2025 January 11, 2026
  • a-radio - 04/01/2026 – Evangelikale in den USA (englisch) January 8, 2026
  • Grenzen töten! January 8, 2026
  • 🔥ANTIFA SOLI PARTY🔥 January 4, 2026
  • Cables of Resistance - Bewegungskonferenz gegen Big Tech January 4, 2026
  • a-radio 28/12/2025 – Debanking als Repression January 1, 2026
  • Antwort auf die „Petition” der kriegsbefürwortenden Linken January 1, 2026
  • Wahlen in #Guinea - Présidentielle 2025: zivile Transformation oder Festigung der Macht des Militärs? December 25, 2025
  • Die Rückkehr der Sozialproteste December 25, 2025

RSS Indymedia (DE)