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Luxus-Immobilienbüro zerstört

By chronik on March 17, 2015

vonPollFrankfurt am Main, 17. März 2015

FFM: Luxus-Immobilienbüro im Frankfurter Westend zerstört

„Für alle nur das Beste“ – Im Rahmen der Feierlichkeiten zur Einweihung des EZB-Neubaus haben wir gestern, am 17.3.2015 den Sitz der von Poll-Immobiliengesellschaft verwüstet und das großzügige Maklerbüro für längere Zeit unbrauchbar gemacht. MitstreiterInnen haben uns mit Krähenfüßen in den benachbarten Straßen die aufgebrachte Polizei vom Hals gehalten.

„Von allem nur das Beste“, so lautet die Philosophie der von Polls, einem der größten Premium-Maklerunternehmen Deutschlands mit über 150 Büros in den meisten deutschen Großstädten und mehr als 700 MitarbeiterInnen. Als Exklusivpartner von Christie’s International Real Estate, der Maklersparte des renommierten Auktionshauses hat sich von Poll auf das lukrative Geschäft mit Luxus-Immobilien in bevorzugten Wohn- und Geschäftslagen konzentriert. Und weil sich in den europäischen Metropolen auf dem Immobiliensektor astronomische Gewinne erzielen lassen, sind europaweit Hunderttausende Menschen von Zwangsräumungen bedroht. Familien mit niedrigem Einkommen werden an die Peripherie der Ballungszentren gedrängt. Das Erwirtschaften von Rendite mit Wohnungen ist mit einer sozialen Wohnungspolitik nicht zu vereinbaren – es ist ein nicht akzeptabler Widerspruch.

Die europäische Krisenpolitik befördert das Geschäft mit diesen Verdrängungsinvestitionen. Vorgeblich „alternativlos“ setzt die Troika aus Europäischer Zentralbank (EZB), Internationalem Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Kommission ihre Politik der Zerstörung des Sozialen fort: eine zielgerichtete Verelendung, eine beschleunigte Konzentration von Reichtum und Macht.

Je unverholener die Plünderung von statten geht, die Gewalt von Unterwerfung und Disziplinierung allgegenwärtig wird, umso nötiger wird es zurückzuschlagen – unsere Strukturen, Nachbarschaften und Freundschaften überall dort zu verteidigen, wo dieser soziale Angriff in großem Stil geplant, vorbereitet und in die Tat umgesetzt wird. Deshalb sind wir nach Frankfurt gekommen, nach Deutschland, dem europäischen Taktgeber dieser sozialen Verwüstungspolitik. Weil unsere Verteidigung des Angriffs bedarf. Es wird Zeit, uns unser Leben zurückzuholen, Gemeinschaft neu zu erfinden und zu organisieren.

Wir rufen mit unserer kleinen, aber deutlichen Aktion dazu auf, die Aufwertungs- und Verdrängungspolitik in Europas Metropolen offensiv anzugreifen. Verwandeln wir unsere Städte in Risikokapital und ziehen damit die „Verwertungsbremse“ von unten!

In Italien und Spanien wehren sich bereits Zehntausende, in dem sie gemeinsam ihre Häuser und Wohnungen, die Banken und Immobilenwirtschaft nach der Zwangsräumung versiegeln ließen, zurückbesetzen. In Berlin halten Frauen und Männer zwischen 65 und 90 Jahren mehrere Wochen ihren Seniorentreffpunkt, der geschlossen werden sollte, besetzt. In vielen Städten blockieren Menschen zu Hunderten die Zwangsräumungen in ihrer Nachbarschaft – es regt sich selbstorganisierter Widerstand gegen die menschenverachtende Wohnungspolitik als Teil des europäischen Angriffs.

Im Februar haben uns Tausende DemonstrantInnen in Griechenland zugerufen „Wir werden die neue Erpressung nicht akzeptieren. Wir werden die Rückkehr der Memorandenpolitik nicht akzeptieren. Wir werden nicht akzeptieren, dass unsere Gesellschaft zerfällt und die Zerstörung unseres Landes weitergeht.“ Auch wenn wir keinerlei Hoffnung mit der griechischen „Linksregierung“ verbinden, rufen wir dazu auf, ein Zeichen der Selbstachtung gegen die Troika und ihre Politik der Entwertung alles Lebendigen zu setzen.

Sie glauben, ihre Rechnung ohne uns machen zu können – dabei verstehen sie nicht einmal, was wir damit meinen, dass wir uns nicht mehr fügen in ihre Welt fortwährender Selbstentwertung, dass wir uns der Vermessenheit ihres Zugriffs entziehen. Sie werden ihre Quittung bekommen …

Eine der zahlreichen Banden zur Zerschlagung der Troika

Quelle: Linksunten

 

Video:
https://vid.me/ISmM

 

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