chronik
widerständische momente festgehalten (spiegelung von chronik.blackblogs.org)
Browse: Home / Molotowcocktail gegen Polizeirevier geworfen

Molotowcocktail gegen Polizeirevier geworfen

By chronik on June 8, 2020

Greifswald, 8. Juni 2020

Auf die Polizei in Greifswald ist ein Brandanschlag verübt worden. Wie es am Montag hieß wurde vermutlich ein Molotowcocktail auf das Hauptrevier Greifswald in der Brinkstraße geworfen und dadurch die Fassade beschädigt. Der weltweite Aktionstag gegen Rassismus und Polizeigewalt könne als Anlass dieses Angriffs nicht ausgeschlossen werden, teilte die Polizei weiter mit. Der Staatsschutz ermittelt nun wegen vorsätzlicher Brandstiftung aufgenommen.

Am Wochenende sind auch in Deutschland tausende Menschen auf die Straßen gegangen, um zu demonstrieren. Anlass war der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA, der bei einer Festnahme durch US-Polizisten getötet wurde. Vor allem in den Vereinigten Staaten, aber auch weltweit führte dies zu zahlreichen Protesten unter dem Motto „Black Lives Matter”.
Rassismus darf in Polizei nicht stattfinden

In Mecklenburg-Vorpommern gab es insbesondere in Rostock, Neubrandenburg sowie auch in Stralsund Proteste, die laut der Polizei störungsfrei verliefen. „Die Ereignisse in Amerika um den Tod von George Floyd sind entsetzlich und bedürfen der uneingeschränkten Aufklärung”, sagt Polizeipräsident Nils Hoffmann-Ritterbusch.

Jeder anständige Polizist könnte sich dem nur anschließen, Gewalt und Rassismus dürfen in keiner Polizei Platz haben und müssen konsequent verfolgt werden, so Hoffmann-Ritterbusch. Angriffe wie durch einen Molotowcocktail in Greifswald dürften aber nicht Teil der Proteste sein. „Die Polizeien in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern zeigen täglich bei unzähligen Einsätzen, dass pauschale Beschuldigungen nicht gerechtfertigt sind”, sagt Hoffmann-Ritterbusch.
Auf Banner wird Polizisten Mord vorgeworfen

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) verurteilte den Brandanschlag: “Diese Tat richtet sich gegen die Landespolizei und damit auch gegen unseren Rechtsstaat. Es sind eindeutig Grenzen überschritten worden. Wir können von Glück reden, dass niemand verletzt wurde. Hier müssen ganz klare Konsequenzen folgen.”

Polizeifeindlichkeit kritisierte auch der der Kreisvorsitzende der CDU Vorpommern-Greifswald und Landtagsabgeordnete Franz-Robert Liskow, nachdem in Greifswald ein Banner mit der Aufschrift “Rassismus tötet, Polizei mordet!” am Ikuwo (Internationales Kultur- und Wohnprojekt in Greifswald) aufgehangen wurde. “Selbstverständlich verurteilt die CDU jegliche Form des Rassismus. Niemand darf aufgrund seiner Abstimmung [sic] oder äußerlichen Merkmale diskriminiert werden. Gleichzeitig ist die in diesem Zusammenhang mit dem Banner am Ikuwo geäußerte Pauschalkritik an der Polizei weder sachlich richtig noch berechtigt”, so Liskow. Der Fall George Floyd sei zweifelsohne tragisch, aber er sollte nicht genutzt werden, um Polizisten pauschal zu diffamieren, so Liskow weiter. “Unsere Polizisten halten tagtäglich ihren Kopf für uns hin, weshalb sie unsere Unterstützung benötigen.” Liskow forderte das Ikuwo auf, das Banner zu entfernen und sich zu entschuldigen.

Quelle: Nordkurier

Posted in Deutsch | Tagged Greifswald

« Previous Next »

Suche

Tags

Aachen Berlin Bielefeld Bochum Bonn Bremen Chemnitz Dortmund Dresden Duisburg Erfurt Essen Flensburg Frankfurt am Main Freiburg Gießen Greifswald Göttingen Halle Hambacher Forst Hamburg Hannover Jena Karlsruhe Kassel Kiel Köln Leipzig Lübeck Lüneburg Magdeburg Mainz Mannheim Marburg München Münster Neumünster Nürnberg Potsdam Rostock Stuttgart Tübingen Weimar Wuppertal Würzburg

chronik.blackblogs.org

Archiv von Indymedia Linksunten
linksunten.indymedia.org
xrlvebokxn22g6x5gmq3cp7r...

Spiegel von de.indymedia.org
raxuatgmxdvnp4no.onion
mphvik4btkr2qknt.onion

RSS Barrikade.info (CH)

  • KuZeB Monatsprogramm Januar 2026 December 30, 2025
  • Antwort auf die „Petition” der kriegsbefürwortenden Linken December 27, 2025
  • No WEF Winterquartier in Bern December 27, 2025
  • NO WEF Winterquartier 2026 December 27, 2025
  • Der SGB muss Grenzen setzen December 25, 2025
  • Veranstaltungen in Zug December 25, 2025
  • Demo in Solidarität mit Venezuela December 25, 2025
  • Communiqué zur „Gisi bleibt! Kein Profit mit Wohnraum“-Demo December 25, 2025
  • SMASH WEF! December 25, 2025

RSS Emrawi.org (AT)

  • a-radio 28/12/2025 – Debanking als Repression January 1, 2026
  • Antwort auf die „Petition” der kriegsbefürwortenden Linken January 1, 2026
  • Wahlen in #Guinea - Présidentielle 2025: zivile Transformation oder Festigung der Macht des Militärs? December 25, 2025
  • Die Rückkehr der Sozialproteste December 25, 2025
  • Debanking – Angriff auf die Solidaritätsarbeit vom Anarchist Black Cross Dresden December 25, 2025
  • Kontokündigung wegen Antifa: Banken vollstrecken US-Politik in Deutschland December 25, 2025
  • (A-Radio) Libertärer Podcast Novemberrückblick 2025 December 25, 2025
  • Big Tech goes MAGA December 25, 2025
  • “Sagen Sie allen, dass wir massakriert werden”: übersehene Kriegsverbrechen in der Demokratischen Republik Kongo December 23, 2025

RSS Indymedia (DE)