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Farbe gegen Kriegerdenkmäler

By chronik on May 8, 2020

Berlin, 8. Mai 2020

In der Nacht vom 7.5 auf den 8.5. sind wir dem Aufruf des diesjährigen Mottos zum 8. Mai #tagdeszorns gefolgt und haben 5 Opferkultstätten in Süd- und Westberlin markiert und verschönert. In Schöneberg, Charlottenburg und Wilmersdorf haben versteinerte Wehrmachtssoldaten, Reichsadler und eiserne Kreuze eine neue Lackschicht bekommen.

Pink-red-chrome-Antifa-Farbkommando schlägt zu!
In der Nacht vom 7.5 auf den 8.5. sind wir dem Aufruf des diesjährigen Mottos zum 8. Mai #tagdeszorns gefolgt und haben 5 Opferkultstätten in Süd- und Westberlin markiert und verschönert. In Schöneberg, Charlottenburg und Wilmersdorf haben versteinerte Wehrmachtssoldaten, Reichsadler und eiserne Kreuze eine neue Lackschicht bekommen.

#entnazifizierungjetzt!
Die Vielzahl an öffentlichen Huldigungen deutscher Kriegsgeschichte zeigt auf, dass rassistische und faschistische Ideologie nicht nur ein Teil politischer Entwicklungen in Deutschland, sondern tief in einem kulturellen Verständnis vom “deutsch sein” verankert sind. Neben Reichs-Fetischisierungen in Denkmalform, lässt sich die materielle Manifestation deutscher Schuldverdrängung auf allen Ebenen feststellen: Ein Neubau des Berliner Schlosses, die Verweigerung der Umbenennung der M-Straße, die stolz gehorteten Sammlungen von geraubtem Kulturgut und Gebeinen aus kolonialisierten Gebieten…All dies zeigt, der Deutsche hat Blut an seinen Händen und leckt gerne dran!

Looser-Deutschland!
In der Umkehrung des Verständnisses von historischen Ereignissen waren die Deutschen immer schon Weltmeister. Es wundert uns nicht mehr, dass die Zerschlagung des durchnazifizierten Hitler-Deutschlands heute, am 8. Mai, als “Tag der Befreiung” von eben denselben gefeiert werden soll. Dass Deutschland weit davon entfernt ist einen einigermaßen humanen und geschichtlich-fundierten Umgang mit seinen Genoziden, Kriegs- und Kolonialverbrechen zu finden, zeigen neben den verherrlichenden Darstellugen im öffentlichen Raum, auch die Anbiederung an den Opfermythos als Narrative. Von der “Wir haben ja nichts gewusst”-Rhetorik, bis hin zum Sowjetunion-NaziD Vergleich, von der Nicht-Anerkennung von Kriegsverbrechen, bis hin zur Zahlungsverweigerung von Reperationen…. die Vermeidung einer Auseinandersetzung mit deutschem Terror zieht sich durch ihre Geschichte bis heute.

Love Migrantifa – Hate Germany!
Wir sind der Meinung, dass der deutsche Opfermythos einen großen Teil dazu beiträgt, dass rassistische Morde an Menschen mit migrantischem Background, BIPOCs und Geflüchteten weiterhin als Einzelfälle behandelt werden. Dazu kommt, dass jene Menschenleben, die in Polizeizellen, in Shishabars, oder auf offener Straße ausgelöscht wurden, in der Öffentlichkeit instrumentalisiert und objektifiziert werden, um möglichst den Finger auf andere zu zeigen. Deutschland hat ein Problem! Nicht nur die NoAfd und Neo-Nazis sorgen dafür, das Rassismus als eine gängige Form des Umgangs in Deutschland bestehen bleibt. Wenn wir mit offenen Augen auf den öffentlichen Raum, die Institutionen und die kulturelle Darstellung dieses Landes schauen, wird uns schnell klar, dass es auf diesen Staat kein Verlass gibt.

In diesem Sinne solidarisieren wir uns mit Migrantifa und allen Menschen, die von Rassismus betroffen sind und täglich mit der Gewalt dieses Landes umgehen müssen. Love Migrantifa – Hate Germany!

Quelle: Indymedia (Tor)

 

 

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