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Bitumen gegen Neubau

By chronik on May 1, 2020

Berlin, 1. Mai 2020

Wir haben in der Nacht vom 30.4 zum 1.5 den Neubau in der Flutstraße 3-5 in Schöneweide mit zwei Feuerlöschern und reichlich Bitumen markiert als das was er ist: ein teurer Luxusbau, mitunter gebaut vom Unternehmen “Hentschke Bau GmbH”, deren Geschäftsführer ein abartiger Faschist und Knastprofiteur ist.

Die Fassaden des U-Förmigen Neubaus sind nun nicht mehr weiß sondern schwarz eingefärbt. Zusätzlich ist an der Fassade zur Straße “Faschos haben mitgebaut” zu lesen.

Jörg Drews, Geschäftsführer von Hentschke Bau GmbH ist ein Nazi, wie er im Bilderbuch zu finden ist. ¹ Er organisiert in Bautzen Vorträge, “in welchen er Verschörungstheprien und rassistischen Müll verbreitet. Dabei nutzt Drews die Firma – und damit den Namen Hentschke – als Basis und Instrument für die Verbreitung seiner Ansichten.” Ihm wurde “in der Vergangenheit immer wieder die Nähe zu Reichsbürger*innen vorgeworfen”, er ist “Mitglied bei Wir sind Deutschland”, unterstützt das Magazin Denkste mit?” und war wiederholt auf Kundgebungen zu hören, “die sich gegen den UN-Migrationspakt richteten und an denen auch Mitglieder der rechtsextremen Identitären Bewegung teilnahmen”.

Drews übt großen Einfluss auf die Stadt aus, “denn seine Firma Hentschke Bau ist einer der größten Arbeitsgeber der Region mit 700 Mitarbeiter*innen. Außerdem steckt Drews seinen erwirtschafteten Profit in viele Liegenschaften in Bautzen, so zum Beispiel auch in den Fußballverein FSV Budissa Bautzen. Drews erkauft sich damit nicht nur „Sympathisant*innen“ und Anhänger*innen vor Ort, die Bautzener Einwohner*innen und Lohnarbeiter*innen sind vor allem auch abhängig von ihm und seinem Unternehmen. Die Sympathien sowie die wirtschaftliche und kapitalistische Abhängigkeit nutzt Hentschke für die Verbreitung seiner rassistischen Ansichten. Den akkumulierten Profit steckt er unter anderen nicht nur in die Stadt, sondern vor allem in die AfD und anderen rechtspopulistischen und verschwörungstheoretischen Organisationen, Zeitungen, Magazinen.” In der Konsequenz gehört sein Unternehmen “zu den drei größten Einzelspendern aus der Wirtschaft, welche die AfD im Bundestagswahljahr 2017 unterstützt haben”. Gleichzeitig wird durch die erkauften Sympathisanten “Kritik an seinen politischen Einfluss eingedämmt. Viele tanzen nach Drews Nase, weil er für die Menschen vor Ort Lohnarbeit schafft und die Stadt mit seinem Gelf ein bisschen aufmöbelt”. Dass dieser Ort ein absolutes Nazi Kaff ist, liegt also auch an Jörg Drews.

Das gilt auch für den Knastneubau in Zwickau-Marienthal. Hier baut Hentschke Bau GmbH die Knastmauer mit.² Somit ist er auch verantwortlich für einen neuen Riesen Knast, der Menschen einsperren, ihrer Freiheit berauben, isolieren und brechen soll. Durch Bestrafung sollen aus unangepassten angepasste Menschen erzwungen werden. Der Staat kann sein Machtmonopol damit demonstrieren und seine Herrschaft über die Menschen noch einmal klarer stellen. Der Staat und Faschos wie Jörg Drews unterscheiden sich also in keinster Weise. Augenscheinlich arbeiten sie auf das selbe Ziel hinaus: ein faschistisches ausschließendes autoritäres Regime.

Aber Hetnschke Bau GmbH baut nicht nur Knäste, das Unternehmen wirkt an vielen Baustellen in Deutschland mit. Zum Beispiel auch bei dem Wohnkomplex in der Flutstraße 3-5. Bei dem Objekt handelt es sich aber nicht um irgendwelche Mietwohnungen. Es geht um “hochwertige Wohnungen in Spreenähe”, wie sie die Maklerin Rebecca Succo auf Immobilienscout24.de bewirbt. “Der neue Wohnkomplex liegt im aufstrebenden Berliner Stadtteil”, heißt es weiter auf ihrer Seite [ https://www.vermietung-succo.de/ ]. Und weil der Stadtteil so “aufstrebend” ist, kosten die Mieten in der Flutstraße 3-5 für eine drei Zimmer Wohnung auch gleich mal 1300 bis 1700 Euro. Für wenig Verdienende oder garnicht Verdienende also nicht zu finanzieren.

Solche Preise in einer Zeit, in der das Wohnen in Berlin ein Luxus und Verdrängung alltäglich geworden ist, sind durchaus Normalität. Trotzdem machen sie uns, nochmal mehr mit Blick auf die vielen Wohnungslosen in Covid19 Zeiten unglaublich wütend. Die Wohnungen stehen übrigens auch fast alle noch leer – so attraktiv für Mehrverdienende scheint Schöneweide also doch nicht zu sein, wie Rebecca Succo sagt.

Jörg Drews ist auf jeden Fall aus vielen Gründen ein absolutes Schwein und hassenswert. Er ist Faschist, Knast- und Verdrängungsprofiteur. Deswegen wurde er und sein Unternehmen in der Vergangenheit schon öfter angegriffen, wie zum Beispiel im November 2019 in Bautzen [ https://de.indymedia.org/node/44428 ] und im August 2019 auf dem Gelände der JVA Zwickau Marienthal [ https://de.indymedia.org/node/36448 ].

Mit unserer Aktion wollen wir ein solidarisches Zeichen setzen: an alle Antifaschisten, die durch gezielte Anrgiffe den Faschismus als generelles Problem entlarven anstatt als sogenannten Einzellfall, gleichzeitig Faschisten outen und für die geistige Nährung des Faschismus verantwortlich machen [ https://de.indymedia.org/node/75889 ]. Unsere Solidarität gilt auch allen Gefangenen, die während Covid19 in Knästen eingekerkert werden und allen Miet- und Stadtrebellen, die für eine soziale Stadt von unten, gegen Miete und Verdrängung kämpfen.

Unsere Herzen sind bei euch allen und all jenen, die in der Krise widerständig und wütend bleiben.

¹ die folgenden Infos haben wir von der Seite https://ggboberlin.blackblogs.org/ergaenzung-zu-unserem-beitrag-neubau-eines-riesen-knastes-in-zwickau-marienthal-fuer-sachsen-und-thueringen/

² https://ggboberlin.blackblogs.org/neubau-eines-riesen-knastes-in-zwickau-marienthal-fuer-sachsen-und-thueringen/

Source: Indymedia (Tor), Spiegelung (Tor)

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