chronik
widerständische momente festgehalten (spiegelung von chronik.blackblogs.org)
Browse: Home / Rechte Kneipe besprüht

Rechte Kneipe besprüht

By chronik on October 10, 2019

Herne, Oktober 2019

In dieser Woche wurde die Kneipe „Markt Treff“ im Herner Zentrum als das markiert was sie ist: Nazitreff! Von dieser Kneipe ging der Angriff auf Nazigegner*innen am Dienstag, 08.10.19, aus und in diese Kneipe zogen sich die Nazis anschließend auch wieder zurück.

Diese Kneipe in der Freiligrathstraße 19 dient den gewaltsuchenden Nazis aus Herne als Treffpunkt, Planungs- und Rückzugsraum. Seit Wochen treffen sich dort die Strippenzieher, die hinter den wöchentlichen Dienstagsaufmärschen in Herne stecken, um ihre rassistischen, gewaltstrotzenden Provokationen zu planen. Zu diesen kommt wöchentlich eine Mischung aus 60-90 rechten Personen – Tendenz abnehmend. Diese krude und hasserfüllte Ansammlung besteht aus organisierten Rockern, Nazi-Hooligans, altbekannten Herner Neonazis und Wutbürgern. Unterstützt wurden diese dabei in der Vergangenheit bereits durch bekannte Neonazis aus Dortmund-Dorstfeld, der Nazipartei „Die Rechte“ und von Mitgliedern der Identitären Bewegung.
Jeden Dienstag treffen sich die OrganisatorInnen und AnmelderInnen der Naziaufmärsche ab 17 Uhr in dieser Kneipe, um sich auf ihre Gewaltdemonstration einzustimmen. Gegen 17:30 Uhr zieht der harte Kern von etwa 25 rechten Personen mit Bannern zum Start ihres Aufmarsches am Herner Bahnhof. Auch nach der Demonstration findet sich hier der harte Kern der Rechtsextremen ein. Dieser harte Kern, die OrganisatorInnen und AnmelderInnen des wöchentlichen Naziaufmarsches, verübten am Dienstag, den 08.10.19, einen Angriff auf Nazigegner*innen im Anschluss an ihren Aufmarsch. Dabei bedrohten, beleidigten die teils vermummten Nazis ihre Gegner*innen, schlugen ein Handy aus der Hand und traten gegen ein Auto. Die Aktion war geplant, die Täter waren mit Schutzausrüstung und Quarzsandhandschuhen bewaffnet und vermummten sich. Der besonnenen Reaktion der Nazigegner*innen ist es zu verdanken, dass die Nazis nicht auf sie einschlugen, wie sie es beabsichtigten. Beteiligt war die Führungscrew der Herner Nazis, die dienstags immer ihren eigenen Aufmarsch anführt. Offensichtlich stört sie der Gegenprotest so stark, dass sie nun zum Mittel der Gewalt greifen und versuchen ihre Gegner*innen einzuschüchtern. Die Polizei nahm schließlich die Personalien der Angreifer in der Kneipe auf und fertigte Anzeigen. (https://www.halloherne.de/artikel/besorgte-buerger-lassen-ihre-maske-fallen-39900.htm)
Als naiv, ahnungslos und gefährlich ist nun das Angebot der bürgerlichen Herner Jugendparteien zu sehen, während die WAZ selbst nach diesem Angriff immer noch von „besorgten Bürgern“ schreibt. Beide reichen damit den gewaltbereiten RassistInnen die Hand und legitimieren ihre Aktionen mit dieser Rhetorik ein Stück weit. Diese RassistInnen und gewaltbereiten Neonazis haben keine Forderungen, sie möchten lediglich alle Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen, einschüchtern. Wozu das am Ende führt, haben wir gestern leidvoll an dem rassistisch und antisemitisch motivierten Terrorakt erfahren. Auch die Herner Neonazis haben Kontakt in das kriminelle Milieu, zu Rockern, zu den Steeler-Jungs und organisierten Neonazis aus Dortmund. Sie haben Zugang zu Waffen und ihre Gewaltbereitschaft stellen sie jeden Dienstag zur Schau.
Deswegen lassen wir ihnen keine Ruhe und sind solidarisch mit allen Menschen, die sich jeden Dienstag auf der Straße dem rechten Mob entgegenstellen, ihn auspfeifen und der Menschenverachtung die rote Karte zeigen.
Kommt am nächsten Dienstag, 15.10. alle nach Herne und setzt ein Zeichen!
Herne gegen Menschenhass!

P.S.: Die WAZ sollte besser mal bei dem Betreiber der Kneipe nachfragen, was er denn von seinen Gästen hält.

Quelle: Indymedia (Tor)

Posted in Deutsch | Tagged Herne

« Previous Next »

Suche

Tags

Aachen Berlin Bielefeld Bochum Bonn Bremen Chemnitz Dortmund Dresden Duisburg Erfurt Essen Flensburg Frankfurt am Main Freiburg Gießen Greifswald Göttingen Halle Hambacher Forst Hamburg Hannover Jena Karlsruhe Kassel Kiel Köln Leipzig Lübeck Lüneburg Magdeburg Mainz Mannheim Marburg München Münster Neumünster Nürnberg Potsdam Rostock Stuttgart Tübingen Weimar Wuppertal Würzburg

chronik.blackblogs.org

Archiv von Indymedia Linksunten
linksunten.indymedia.org
xrlvebokxn22g6x5gmq3cp7r...

Spiegel von de.indymedia.org
raxuatgmxdvnp4no.onion
mphvik4btkr2qknt.onion

RSS Barrikade.info (CH)

  • Gefangenen Schreiben March 21, 2026
  • Cables of Resistance – Bewegungskonferenz gegen Big Tech March 20, 2026
  • Sabotage bei Prosec Security March 20, 2026
  • Against War Posters - Plakate gegen den Krieg March 18, 2026
  • Veranstaltung & Diskussion: Self-Organization and the Legacy of Euromaidan March 13, 2026
  • Communiqué vom 8.mrz Unite Zürich March 12, 2026
  • (A-Radio) Libertärer Podcast Februarrückblick 2026 March 11, 2026
  • Gegen die geistige Mobilmachung March 11, 2026
  • Communiqué 8. März Demo Bern March 10, 2026

RSS Emrawi.org (AT)

  • ​(D​​E) Nehmt ihr uns eine*, antworten wir alle! Keine* einzige* weniger! +++Gedenken & Erinnern an Femi(ni)zide im März: Sonntag, 22.3.2026, 17:00 Uhr, am ehem. Karlsplatz +++ March 22, 2026
  • Solievent: Defend Prosfygika! March 22, 2026
  • 18.3. Tag der politischen Gefangenen March 20, 2026
  • Cables of Resistance – Bewegungskonferenz gegen Big Tech March 20, 2026
  • Sozialdarwinistische Zustände. Tödliche Gewalt gegen wohnungslose Menschen March 16, 2026
  • Erinnern heißt Kämpfen March 16, 2026
  • (A-Radio) Libertärer Podcast Februarrückblick 2026 March 13, 2026
  • Repressionsbehörden zwischen Pfuscherei und Willkür March 13, 2026
  • „Die Lösung ist die Dezentralisierung der Macht“ March 11, 2026

RSS Indymedia (DE)