{"id":9523,"date":"2019-02-01T00:00:43","date_gmt":"2019-01-31T22:00:43","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=9523"},"modified":"2019-02-01T00:00:43","modified_gmt":"2019-01-31T22:00:43","slug":"farbe-und-glasbruch-bei-brasilianischer-botschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=9523","title":{"rendered":"Farbe und Glasbruch bei Brasilianischer Botschaft"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/02\/36838.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-9524\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/02\/36838-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"><\/a>Berlin<\/strong>, 1. Februar 2019<\/p>\n<blockquote><p>Der Faschist Jair Bolsonaro ist seit genau einem Monat neuer brasilianischer Pr\u00e4sident. In Solidarit\u00e4t mit dem feministischen, queeren und antifaschistischen Widerstand in Brasilien haben wir gestern Nacht die brasilianische Botschaft in Berlin angegriffen.<\/p>\n<p>Seit einem Monat regiert in Brasilien der Faschist Jair Bolsonaro. Nachdem der Rassist und homophobe Frauenfeind den zweiten Wahlgang gewann, stellte er ein Kabinett des Grauens zusammen mit dem Reaktion\u00e4rstem das Brasilien zu bieten hat: Faschist*innen, religi\u00f6se evangelikale Fanatiker*innen, Ultraneoliberale, Folterknechte und Gro\u00dfgrundbesitzer*innen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nSchon der Wahlkampf wurde von einem unglaublichen Ausma\u00df politischer Gewalt begleitet. Der Hass von Bolsonaros Anh\u00e4ngern richtete sich vor allem gegen Afrobrasilianer*innen, LGBTQI-Aktivist*innen und Personen, Frauen, Antifaschist*innen und Linke im Allgemeinen.<\/p>\n<p>Selbst in die Ermordung der Schwarzen LGBT-Aktivistin und PSOL-Abgeordneten Marielle Franco im M\u00e4rz letzten Jahres scheint Bolsonaro durch seinen Sohn Fl\u00e1vio verwickelt zu sein.<\/p>\n<p>Der neue Pr\u00e4sident droht seinen politischen Gegnern offen mit Mord. Das einzige Problem an der Milit\u00e4rdiktatur sei gewesen, dass sie ihre Opfer nur gefoltert und nicht umgebracht h\u00e4tte. Er h\u00e4tte mindestens 30.000 umgebracht , so der bekennende Folter-Bef\u00fcrworter.<\/p>\n<p>Zu seinen ersten Amtshandlungen geh\u00f6rte die Liberalisierung des Waffengesetzes und die faktische Legalisierung t\u00f6dlicher Polizeigewalt. Gegen die Landlosenbewegung MST \u2013 die gr\u00f6\u00dfte soziale Bewegung des Landes \u2013 plant Bolsonaro eine Kampagne, die auf ihre Ausl\u00f6schung zielt. Er will nicht nur ihre Schulen schlie\u00dfen, sondern auch den Einsatz von Schusswaffen bei Landbesetzungen legalisieren. Die Demarkation der Indigenen Gebiete wird k\u00fcnftig dem Landwirtschaftsministerium unterstellt. Dieses ist ein Sprachrohr des Agro-Business und der Gro\u00dfgrundbesitzer*innen. Die zust\u00e4ndige Ministerin Castro-Dias (eine von zwei Frauen der neuen Regierung) geh\u00f6rt selbst zum Gro\u00dfgrundbesitz. Den Klimawandel h\u00e4lt Bolsonaro \u00fcbrigens f\u00fcr eine Erfindung von Marxist*innen.<\/p>\n<p>\u00d6konomisch orientieren sich die neuen faschistischen Herrscher am neoliberalen Modell der Pinochet-Diktatur. 1000 staatseigene Unternehmen und das Rentensystem sollen privatisiert und Arbeiter*innenrechte massiv beschnitten werden. Kein Wunder, dass sich das Kapital die H\u00e4nde reibt. Auch die deutsche Wirtschaft freut sich sehr \u00fcber Bolsonaro.<\/p>\n<p>Das Leben in Brasilien wird gerade sehr gef\u00e4hrlich f\u00fcr Alle, die nicht ins faschistisch-fanatische Weltbild der neuen Herrscher passen. Vor ein paar Tagen erst fl\u00fcchtete sich der einzig offen homosexuell lebende Abgeordnete des Nationalkongresses Jean Whyllys au\u00dfer Landes. F\u00fcr Bolsonaro und seine Anh\u00e4nger stand er weit oben auf der Feindesliste, nachdem er dem heutigen Pr\u00e4sidenten 2016 ins Gesicht gespuckt hatte. Dieser hatte sein \u201eJa\u201c zur Amtsenthebung Dilma Roussefs einem der gr\u00f6\u00dften Folterer der Milit\u00e4rdiktatur gewidmet.<\/p>\n<p>In Solidarit\u00e4t mit der MST, dem feministischen, queeren und antifaschistischen Widerstand in Brasilien haben wir gestern Nacht die brasilianische Botschaft angegriffen. Farbe und Glasbruch sorgten f\u00fcr ordentlich Sachschaden.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/28740\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Here be dragons but no images. -->\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Mit Farbe und Gegenst\u00e4nden haben mehrere Unbekannte die brasilianische Botschaft in Mitte attackiert. Nach Aussagen des Sicherheitsdienstes warfen mindestens vier Menschen am fr\u00fchen Freitagmorgen gegen 1.00 Uhr Farbbeutel und Gegenst\u00e4nde gegen die Fassade des Geb\u00e4udes in der Wallstra\u00dfe, wie die Polizei am Freitag mitteilte.<\/p>\n<p>Dabei wurden 16 Fenster zerst\u00f6rt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen \u00fcbernommen, da es sich um eine politisch motivierte Tat handeln k\u00f6nnte. Es werde auch gepr\u00fcft, ob es einen Zusammenhang zu dem Angriff auf das Amazon-Geb\u00e4ude in der nahen Krausenstra\u00dfe am Donnerstagmorgen gebe, hie\u00df es weiter.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/polizei-justiz\/berlin-mitte-brasilianische-botschaft-mit-farbbeuteln-attackiert\/23936764.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 1. Februar 2019 Der Faschist Jair Bolsonaro ist seit genau einem Monat neuer brasilianischer Pr\u00e4sident. In Solidarit\u00e4t mit dem feministischen, queeren und antifaschistischen Widerstand in Brasilien haben wir gestern Nacht die brasilianische Botschaft in Berlin angegriffen. Seit einem Monat regiert in Brasilien der Faschist Jair Bolsonaro. 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