{"id":9469,"date":"2019-01-14T00:00:22","date_gmt":"2019-01-13T22:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=9469"},"modified":"2019-01-14T00:00:22","modified_gmt":"2019-01-13T22:00:22","slug":"rechter-brandstifter-enttarnt-und-wohnung-angegriffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=9469","title":{"rendered":"Rechter Brandstifter enttarnt und Wohnung angegriffen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frankfurt am Main<\/strong>, 14. Januar 2019<\/p>\n<blockquote><p>Wir haben heute am 14.01.2019 Joachim Scholz einen antifaschistischen Besuch abgestattet. Scholz wohnt in der Auerfeldstra\u00dfe 29 in Frankfurt im 1. Stock. Wir markierten das Geb\u00e4ude mit Farbe, machten mit einer Spr\u00fcherei auf Joachim Scholz aufmerksam, verteilten Flugbl\u00e4tter um \u00fcber ihn aufzukl\u00e4ren und klopften mit Farbe und Steinen an sein Fenster.<\/p>\n<p>Wir haben heute am 14.01.2019 Joachim Scholz einen antifaschistischen Besuch abgestattet. Scholz wohnt in der Auerfeldstra\u00dfe 29 in Frankfurt im 1. Stock. Wir markierten das Geb\u00e4ude mit Farbe, machten mit einer Spr\u00fcherei auf Joachim Scholz aufmerksam, verteilten Flugbl\u00e4tter um \u00fcber ihn aufzukl\u00e4ren und klopften mit Farbe und Steinen an sein Fenster. M\u00f6glicherweise wurde auch ein falsches Fenster getroffen. Sollte das so sein, m\u00f6chten wir uns daf\u00fcr entschuldigen.anonym<br \/>\n<!--more--><br \/>\nJoachim Scholz ist involviert in eine Serie von insgesamt neun Br\u00e4nden, bei denen es nur einem gl\u00fccklichen Zufall zu verdanken ist, da\u00df niemand schwer verletzt oder zu Tode gekommen ist. Weder die Staatsanwaltschaft Hanau, Schwalbach oder Frankfurt scheinen Willens oder in der Lage zu sein, die Dimension dieser Brandserie zu erkennen und dementsprechend gegen Joachim Scholz zu ermitteln. Doch uns ist eh klar, da\u00df wir einen antifaschistischen Selbstschutz brauchen und uns nicht auf den deutschen Staat verlassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Brandserie<\/p>\n<p>Die Brandanschl\u00e4ge gegen linke Projekte begannen im September 2018. Bereits Monate vorher gab es zwei Brandanschl\u00e4ge auf das Camp von Klimaktivist*innen im Treburer Wald am Frankfurter Flughafen und 2016 einen Brandanschlag auf ein von Roma bewohntes Haus in Fechenheim mit \u00e4hnlichem Vorgehen des T\u00e4ters.<\/p>\n<p>&#8211; Am 14.09 wurde ein Holzstapel auf dem Grundst\u00fcck des Projektes \u201eKnotenpunkt\u201c in Schwalbach angez\u00fcndet. Das Feuer griff auf die angrenzende Scheune und das Wohnhaus \u00fcber und das Projekt brannte komplett ab. \u00dcber 200 Kr\u00e4fte der Feuerwehr waren im Einsatz um ein \u00dcbergreifen des Feuers auf weitere Nachbarh\u00e4user zu verhindern. Verletzt wurde gl\u00fccklicherweise niemand.<\/p>\n<p>&#8211; Am 13. November wurde in zwei Frankfurter Wohnprojekten Br\u00e4nde gelegt: Im seit \u00fcber 35 Jahren besetzten Haus In der AU wurde gegen 22 Uhr ein Brand an der R\u00fcckwand eines Schuppens entdeckt, der rechtzeitig gel\u00f6scht werden konnte. Ungef\u00e4hr 45 Minuten sp\u00e4ter brannte, beim ebenfalls im Stadtteil R\u00f6delheim gelegenen Hausprojekt Assenland, ein Sichtschutzzaun.<\/p>\n<p>&#8211; Zwei Tage sp\u00e4ter, am 15. November, wurde um 23 Uhr eine H\u00fctte im Vorgarten der AU angez\u00fcndet. Auch dieser Brand wurde sofort entdeckt und gel\u00f6scht.<\/p>\n<p>&#8211; Am 16. November wurden Brandspuren am Reifen eines in der Seitenstra\u00dfe der AU stehenden Fahrzeuges entdeckt, welches offensichtlich der AU zugeordnet wurde.<\/p>\n<p>&#8211; Am 03.12 wurde ein als Gartenh\u00fctte genutzter Bauwagen auf dem Grundst\u00fcck des Projektes \u201eSchwarze 79\u201c durch ein gelegtes Feuer schwer besch\u00e4digt.<\/p>\n<p>&#8211; Am 09.12 und 10.12 wurde versucht das linke Zentrum \u201eExzess\u201c in Bockenheim anzuz\u00fcnden. Beide mal wurde das Feuer rechtzeitig durch Besucher*innen entdeckt, gel\u00f6scht und damit schlimmeres verhindert.<\/p>\n<p>&#8211; Am 12.12 wurde im Frankfurter Nordend im Keller des Frauenwohnprojektes \u201eLilaLuftschloss\u201c gegen 21:30 Uhr Feuer gelegt. Die Bewohner*innen wurden durch die Feuerwehr evakuiert und blieben unverletzt.<\/p>\n<p>&#8211; Am 21.12 versuchte Joachim Scholz im Autonomen Zentrum \u201eMetzgerstrasse\u201c in Hanau, w\u00e4hrend des laufenden Barbetriebes, ein Feuer zu legen. Auch dieses konnte rechtzeitig gel\u00f6scht werden. Au\u00dferdem gelang es engagierten Antifaschist*innen den T\u00e4ter auf der Flucht zu stellen und anhand seiner Papiere zu identifizieren. Joachim Scholz wurde von der eintreffenden Polizei verhaftet und f\u00fcr eine Nacht inhaftiert.<\/p>\n<p>Der Zusammenhang<\/p>\n<p>Joachim Scholz begann bereits vor mehren Jahren sich dem Kampf gegen linke Projekte zu widmen, wie aus einer Pressemitteilung des Mietsh\u00e4usersyndikates (MHS) vom 07.01.2019 hervor geht. Das MHS schreibt darin:<\/p>\n<p>Zwar ist unstrittig, dass Joachim S., das Feuer in der Metzgerstra\u00dfe gelegt hat, jedoch erkannten Polizei und Staatsanwaltschaft keinen unmittelbaren Zusammenhang mit der Anschlagsserie. Diese Erkenntnis ist nicht nachvollziehbar. Tats\u00e4chlich ist Joachim S. den Projekten des MHS seit 2015 bekannt. Von dieser Zeit an versuchte er Wohnprojekte des MHS existenziell zu sch\u00e4digen.<\/p>\n<p>Er denunzierte von 2015 bis 2017 dutzende MHS-Projekte wegen Formfehlern bei den Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p>Er durchforstete akribisch die \u00f6ffentlich einsehbaren Bilanzen und Internetseiten der Projekte und meldete kleinste Fehler \u2013 wie zum Beispiel fehlerhafte Impressen und Disclaimer oder Rechen- und \u00dcbertragungsfehler in Bilanzen \u2013 den Amtsgerichten oder der Bundesanstalt f\u00fcr Finanzdienstleistungaufsicht (Bafin). Betroffen hiervon war 2015 unter anderem der Knotenpunkt in Schwalbach im Taunus, der von S bei der Bafin wegen eines Rechenfehlers gemeldet wurde \u2013 am 14. September brannte das Projekt infolge von Brandstiftung fast v\u00f6llig aus. In einigen F\u00e4llen beschaffte er sich auch die Namen von Gesellschafter*innen von Syndikatsprojekten \u2013 betroffen war auch das Wohnprojekt Assenland in Frankfurt, bei dem am 13. November ein Feuer gelegt wurde. Dar\u00fcber hinaus sp\u00e4hte S mutma\u00dflich Wohnh\u00e4user aus, schaute sich Klingelschilder an und verfasste gef\u00e4lschte Schreiben mit haltlosen Unterlassungsgeboten. Ohne Zweifel pflegt S eine Obsession gegen Projekte des MHS. Vor diesem Hintergrund m\u00fcssen wir davon ausgehen das S in die gesamte Anschlagsserie involviert ist.<\/p>\n<p>Hinzu kommen das \u00e4hnliche Vorgehen bei allen Anschl\u00e4gen und die Tatsache, da\u00df Joachim Scholz kurz nach dem Brand am 15.11 in der AU am R\u00f6delheimer Bahnhof gesehen wurde. Scholz passt in die T\u00e4terstruktur eines allein handelnden Rechtsterroristen, der durch die Hetze von AfD, FDP und CDU und Teilen der Presse gegen linke Projekte wie das Cafe Exzess oder die Au, angefangen hat auch gegen andere linke Projekte welche nicht Teil des MHS sind vorzugehen.<\/p>\n<p>Wer ist Joachim Scholz?<\/p>\n<p>Joachim Scholz wurde am 16.12.1972 geboren und wuchs in Oberursel auf. Er studierte in Darmstadt an der TU Physik, kam aber \u00fcber das Vordiplom nicht hinaus und machte schlie\u00dflich eine Ausbildung als physikalisch technischer Assistent.<\/p>\n<p>Joachim Scholz lebt schon viele Jahre in Frankfurt und ist Vollzeit berufst\u00e4tig. Er hat wenig soziale Kontakte und verbringt wohl viel Zeit alleine. Er ist starker Raucher und seine Sehkraft ist stark eingeschr\u00e4nkt. Scholz ist klein und unauff\u00e4llig, er kann sich gut ausdr\u00fccken und w\u00fcrde weder auf einem Konzert noch bei einem Barabend im \u00f6rtlichen linken Zentrum auffallen. Er ist antifaschistischen Recherchestrukturen bis zum 21.12 nicht bekannt gewesen und nicht bei \u00f6ffentlichen rechten Veranstaltungen in Erscheinung getreten.<\/p>\n<p>Wir wissen nicht was Scholz dazu antreibt H\u00e4user anzuz\u00fcnden in denen Menschen leben. Wir wissen nicht wieso Joachim Scholz ein linkes Zentrum anz\u00fcndet, in dem sich zum Tatzeitpunkt beinahe 50 Menschen aufhalten und woher sein Hass auf Linke kommt. Klar ist aber, da\u00df es sich bei ihm um einen Mann handelt der beschlossen hat linke Strukturen zu bek\u00e4mpfen und dabei auch den Tod von Menschen billigend in Kauf nimmt. Joachim Scholz hat einen strukturierten Alltag. Er ist Vollzeit berufst\u00e4tig, f\u00e4hrt in den Urlaub und hat zumindest eingeschr\u00e4nkte soziale Kontakte. Er ist also in der Lage die Konsequenzen seiner Taten und die Tragweite abzusch\u00e4tzen. Auch wenn das genaue Motiv unklar ist, sind die Taten ein politisches Statement und die Tat somit als politisch zu werten.<\/p>\n<p>Und nun?<\/p>\n<p>Solange Joachim Scholz nicht in Haft sitzt, stellt er eine Gefahr f\u00fcr die linke Szene im Rhein-Main Gebiet dar. Dieser Mann hat eine klare Mission und ist bisher nicht davor zur\u00fcck geschreckt den Tod von Menschen in Kauf zu nehmen. Warum sollte sich dies \u00e4ndern? Diese klare Ansage heute war ein Anfang um ihm deutlich zu machen, dass wir sehr viel \u00fcber ihn wissen und ihn bei weiteren Taten sofort zur Rechenschaft ziehen werden. Au\u00dferdem halten wir es f\u00fcr unabdingbar, dass alle das Gesicht und die Adresse dieses Mannes kennen. Nur so kann er erkannt werden, falls er es noch einmal wagt, sich im Umfeld von linken Projekten oder L\u00e4den zu bewegen.<\/p>\n<p>Antifa hei\u00dft Angriff \u2013 Wir kriegen euch ALLE!!!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/28281\">Indymedia<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Here be dragons but no images. -->\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt am Main, 14. Januar 2019 Wir haben heute am 14.01.2019 Joachim Scholz einen antifaschistischen Besuch abgestattet. Scholz wohnt in der Auerfeldstra\u00dfe 29 in Frankfurt im 1. Stock. 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