{"id":9303,"date":"2018-12-17T00:00:52","date_gmt":"2018-12-16T22:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=9303"},"modified":"2018-12-17T00:00:52","modified_gmt":"2018-12-16T22:00:52","slug":"thyssenkrupp-auto-angezuendet-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=9303","title":{"rendered":"ThyssenKrupp-Auto angez\u00fcndet"},"content":{"rendered":"<p><strong>Leipzig<\/strong>, 17. Dezember 2018<\/p>\n<blockquote><p>Vor wenigen Tagen k\u00fcndigte der faschistische Diktator Erdogan an, erneut einen Angriffskrieg gegen die kurdischen Autonomiegebiete Rojavas in Nordsyrien f\u00fchren zu wollen. Zur Einordnung dieses bevorstehenden Krieges siehe z.B. dieses Interview im Lower Class Magazine lowerclassmag.com\/2018\/12\/das-wird-der-groesste-krieg-der-uns-je-aufgezwungen-wurde\/<\/p>\n<p>In diesem Sinne folgten wir dem Aufruf, die internationale Solidarit\u00e4t praktisch werden zu lassen und setzten heute Mittag einen Wagen der Firma ThyssenKrupp in der Leipziger S\u00fcdvorstadt in Brand.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAbgesehen davon, dass ThyssenKrupp f\u00fcr skrupellose globale Ausbeutung steht, mit den Nazis kollaboriert und von deren Herrschaft profitiert hat (Allein die Firma Krupp versklavte zwischen &#8217;33 und &#8217;45 mehr als 90.000 Zwangsarbeiter_Innen, KZ-Inhaftierte und Kriegsgefangene, finanzierte die NSDAP mit \u00fcber 60 Mio. Reichsmark und war federf\u00fchrend in der Planung der deutschen Aufr\u00fcstung vor und w\u00e4hrend des 2. Weltkrieges). Mit Blick auf diese Historie ist es kaum verwunderlich, dass die Zusammenarbeit mit dem Faschisten Erdogan begr\u00fc\u00dft wird und ThyssenKrupp neben weiteren deutschen Gro\u00dfkonzernen durch die Hochr\u00fcstung des t\u00fcrkischen Milit\u00e4rs Profite erbeutet. Der Konzern ist dabei immernoch einer der zentralen Player der deutschen Waffenindustrie, zu deren gr\u00f6\u00dften Abnehmern die T\u00fcrkei z\u00e4hlt.<br \/>\nDas t\u00fcrkische Militaer setzt zunehmend auf unabh\u00e4ngige Produktion im eigenen Land und schlie\u00dft mit deutschen R\u00fcstungskonzernen Kooperationsvertr\u00e4ge zum Bau von Waffen, Panzern und &#8211; im Fall von ThyssenKrupp &#8211; ua. sechs Kampf-U-Booten ab. Letztere wurden nach den Angriffen auf Efr\u00een (Afrin) dieses Jahr gefliefert. Zuletzt wurde nach dem t\u00fcrkischen Einmarsch in Efr\u00een ein Vertrag von \u00fcber 4 Millionen Euro geschlossen.<br \/>\nEine Liste der Akteure im Angriffskrieg gegen Efr\u00een, die in der momentanen Phase nicht an Aktualit\u00e4t verloren hat, findet sich auf fight4afrin.noblogs.org.<\/p>\n<p>Der Angriff auf ThyssenKrupp ist somit mehr als nur ein Beitrag zur Solidarit\u00e4t mit dem Kampf um Rojava, er soll auch erinnern an die Toten von Cizre, Diyarbak\u0131r, Nusaybin, \u0130dil und Silopi und die Held_innen die sich dort verteidigt haben. Denn jeder Tropfen Blut, den t\u00fcrkische Spezialkommandos, Soldaten und ihre Milizen in Kurdistan vergie\u00dfen, klebt auch an den H\u00e4nden deutscher PolitikerInnen und Unternehmen, die weiter mit der T\u00fcrkei Deals um Kapital und Einflu\u00df abschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Wir best\u00e4rken hiermit die folgenden Worte des kurdischen Genossen aus oben genanntem Interview:<\/p>\n<p>\u201eFabriken in Deutschland, die die f\u00fcr Erdogans Krieg notwendigen Waffen herstellen, m\u00fcssen gestoppt werden. Wenn der deutsche Staat nicht die Waffenexporte an die T\u00fcrkei stoppt und die bisher verkauften zur\u00fcckholt, dann muss die Jugend Deutschland in einen Zustand versetzen, dass dort keine Waffen mehr produziert werden. Das ist ihre Aufgabe. In Aktion sein. Die Angst vor dem Gef\u00e4ngnis zu verlieren, denn die Geschichte wird uns frei sprechen.<br \/>\nDie Jugend sollte nicht vor dem Staat und der Regierung Angst haben. Der Staat und die Regierung sollte Angst vor der Jugend und dem Volk haben. Die Jugend sollte Deutschland und die anderen europ\u00e4ischen Staaten und NATO-Partner daf\u00fcr bestrafen, dass sie sich aktiv oder passiv an diesen Kriegsverbrechen der T\u00fcrkei beteiligen. Wenn ein Staat gegen\u00fcber dieser Praxis der T\u00fcrkei schweigt, k\u00f6nnen wir es nicht anders verstehen als Zustimmung. Und damit machen sie sich ebenfalls zu Kriegsverbrechern.<br \/>\nF\u00fcr das kurdische Volk wird der Krieg gegen Rojava wahrscheinlich der gr\u00f6\u00dfte Krieg, der uns je aufgezwungen wurde. Einen Krieg in diesem Ausma\u00df hat wahrscheinlich noch nie in unserer Geschichte stattgefunden. Die Rolle der imperialistischen Staaten ist auch klar. Von ihnen k\u00f6nnen und werden wir keine Hilfe erwarten. Von wem wir Hilfe und Solidarit\u00e4t erwarten, sind nicht die Staaten, sondern die V\u00f6lker dieser Welt!\u201c<\/p>\n<p>Diese Aktion ist auch Ausdruck unserer Solidarit\u00e4t mit den vier jungen kurdischen Genossen, die zur Zeit in Celle vor Gericht stehen. Ihnen wird vorgeworfen, in Solidarit\u00e4t mit der Verteidigung Efr\u00eens am 11. M\u00e4rz ein Auto t\u00fcrkischer Nationalist_innen angez\u00fcndet zu haben und am 13. M\u00e4rz das Gesch\u00e4ft eines t\u00fcrkischen Faschisten mit Steinen und Molotowcocktails angegriffen zu haben. Unser Kampf geht weiter, egal wie viele von uns sie einsperren! Wir Gedenken au\u00dferdem an die Gefallenen Mazlum Efr\u00een und Zagros Efr\u00een. Sie starben am Sonntag in \u015e\u00earawa, ein nicht vollst\u00e4ndig von der T\u00fcrkei besetzter Bezirk Efr\u00eens, im Widerstand gegen die t\u00fcrkische Besatzungsarmee.<\/p>\n<p>Solidarit\u00e4t mit den K\u00e4mpfenden!<\/p>\n<p>Ehre den Gefallenen!<\/p>\n<p>Tod dem Faschismus!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/27140\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Erneut haben mutma\u00dfliche Linksextremisten in Leipzig einen Brandanschlag ver\u00fcbt. Aus Solidarit\u00e4t mit den kurdischen Autonomiegebieten in Syrien, wie es in einem Bekennerschreiben hei\u00dft.<\/p>\n<p>Brandanschlag auf ein Firmenfahrzeug in der Leipziger S\u00fcdvorstadt: Unbekannte z\u00fcndeten am Montag gegen 14.45 Uhr in der Kantstra\u00dfe einen Ford Transit von Thyssen-Krupp an. Einem Bekennerschreiben zufolge, welches auch die LVZ via E-Mail in der Nacht zum Dienstag erreichte, ging es den T\u00e4tern um Protest gegen den t\u00fcrkischen Milit\u00e4reinsatz in den kurdischen Autonomiegebieten in Nordsyrien. Die Brandstiftung sei \u201emehr als nur ein Beitrag zur Solidarit\u00e4t mit dem Kampf um Rojava\u201c, hei\u00dft es in dem Bekennerschreiben, ThyssenKrupp profitiere neben weiteren deutschen Gro\u00dfkonzernen durch die Hochr\u00fcstung des t\u00fcrkischen Milit\u00e4rs. Bereits in den vergangenen Monaten war es vor diesem Hintergrund auch in Leipzig zu linksextremen Anschl\u00e4gen auf Bankfilialen und Parteib\u00fcros gekommen.<br \/>\nZeugen beobachten Brandstifter<\/p>\n<p>Am Montagnachmittag wurden die zwei Brandstifter von Zeugen beobachtet, so dass die Flammen nach Angaben der Polizei gel\u00f6scht werden konnten, bevor sie auf das gesamte Auto \u00fcbergriffen. Zur H\u00f6he des Schadens lagen noch keine Informationen vor. Die Kripo ermittelt wegen Brandstiftung gegen Unbekannt. Das Bekennerschreiben sei bekannt, hie\u00df es auf Anfrage.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/www.lvz.de\/Leipzig\/Polizeiticker\/Polizeiticker-Leipzig\/Bekennerschreiben-nach-Brandanschlag-in-Leipzig\">LVZ<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leipzig, 17. Dezember 2018 Vor wenigen Tagen k\u00fcndigte der faschistische Diktator Erdogan an, erneut einen Angriffskrieg gegen die kurdischen Autonomiegebiete Rojavas in Nordsyrien f\u00fchren zu wollen. 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