{"id":9060,"date":"2018-09-24T00:00:01","date_gmt":"2018-09-23T22:00:01","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=9060"},"modified":"2018-09-24T00:00:01","modified_gmt":"2018-09-23T22:00:01","slug":"brandanschlaege-auf-kabelschaechte-der-bahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=9060","title":{"rendered":"Brandanschl\u00e4ge auf Kabelsch\u00e4chte der Bahn"},"content":{"rendered":"<p><strong>D\u00fcsseldorf<\/strong>, 24. September 2018<\/p>\n<blockquote><p>Angriff auf die Infrastruktur rund um den Abschiebe-Flughafen D\u00fcsseldorf: Ein Akt der Menschlichkeit<\/p>\n<p>Menschenverachtung macht Krieg macht Flucht Menschenverchtung macht Aubeutung macht Armut macht Flucht Menschenverachtung macht aus Flucht Abschiebung Wir haben uns daran &#8220;gew\u00f6hnt&#8221;. Die Realit\u00e4t von Abschiebungen ist &#8220;allt\u00e4glich&#8221; geworden. Es interessiert auch nicht weiter, was &#8220;den Abgeschobenen&#8221; im Zielland der Abschiebung erwartet. Mit viel Geld und Ignoranz der dortigen Verh\u00e4ltnisse wird die Liste der Abschiebel\u00e4nder unter dem Namen &#8220;sichere Herkunftsl\u00e4nder&#8221; erweitert. Auch Afghanistan geh\u00f6rt dazu. Jamal Naser Mahmodi hat seine Abschiebung dorthin nicht \u00fcberlebt.<!--more--> Er war eines der zynischen 69 Geburtstagsgeschenke, die die Abschiebeindustrie im Juli Horst Seehofer zu seinem 69. Geburtstag machte. Jamal war in Hamburg wegen psychischer Probleme in Behandlung und wurde dennoch als &#8220;Abschiebe-tauglich&#8221; gestempelt. Jamal sollte sich wegen verschiedener Vergehen vor Gericht verantworten. Bevor das Verfahren vor Gericht ging, wurde Jamal abgeschoben. In Kabul angekommen nahm er sich das Leben. In NRW beugt die Landesregierung das aus ihrer Sicht immer noch zu beschr\u00e4nkte &#8220;Abschieberecht&#8221; und schiebt auch &#8220;Nicht-Abzuschiebende&#8221; als Gef\u00e4hrder ab, weil sie meint dem &#8220;Willen des Volkes&#8221; damit gerechter zu werden. Statt von einer Krise der Menschlichkeit zu sprechen, beschreiben &#8220;Fl\u00fcchtlingskrise&#8221;, &#8220;Illegale Masseneinwanderung&#8221; und &#8220;Asyltourismus&#8221; die Normalisierung der rassistischen Hetze. Der noch amtierende Staatssekret\u00e4r im Innenministerium und ehemalige oberste Verfassungssch\u00fctzer Maa\u00dfen schrieb bereits 1997 in seiner Doktorarbeit vom &#8220;Asyltourismus&#8221;. Nicht der einzige Ankn\u00fcpfungspunkt an die &#8220;Fl\u00fcchtlingsdebatte&#8221; der 90er. In einer zunehmend nach rechts driftenden politischen Landschaft, in der sich der Ausschluss und die Menschenverachtung zum herrschenden Normalzustand verfestigen, m\u00fcssen wir den bewussten Versuch, diesen Normalzustand im Protest zu durchbrechen, als Akt der Menschlichkeit werten. St\u00f6rungen des Normalen sind immer unpopul\u00e4r und gest\u00f6rt wurde hier heute morgen jedermann. Jedermann -also wir alle- m\u00fcssen aber auch mitentscheiden, wie es hier weitergehen soll; menschlich oder kapitalistisch unmenschlich. Wir d\u00fcrfen uns nicht mehr verstecken hinter dem derzeit angeblich unabwendbaren Rassismus der Mehrheit der politischen Entscheidungstr\u00e4ger. Nichts ist unver\u00e4nderlich. Es ist auch nicht lediglich der &#8220;Ausnahmezustand&#8221; eines von Horst Seehofer gef\u00fchrten und von noch weiter rechts getriebenen Innenministeriums. Es ist der von uns allen mitgetragene und damit mitverantwortete &#8220;Normalzustand&#8221;, der den rassistischen Exzess der fortw\u00e4hrenden Abschottung und Abschiebung hervorbringt. Erst wenn der quasi-ungest\u00f6rte &#8220;Normalzustand&#8221; von h\u00e4ufigen oder schwer wiegenden politischen Unterbrechungen zerfressen wird, l\u00e4sst sich das unmenschlich Abnorme dieses vermeintlichen Normalzustandes \u00f6ffentlich in Frage stellen. Das in unseren Alltag eingebundene Geschehen an Deutschlands Abschiebeflugh\u00e4fen ist ein solcher vermeintlicher Normalzustand. Hier kommen unter unmenschlichen Ausbeutungsbedingungen geraubte Roh-Waren aus L\u00e4nder an, deren Weiterverarbeitung uns reich und sie arm nacht. Von hier werden G\u00fcter in die gleichen L\u00e4nder exportiert, die dort f\u00fcr weitere Armut, Krieg und damit Flucht verantwortlich sind. Gleicherma\u00dfen werden eben jene als illegal deklarierte Gefl\u00fcchtete in als legal gestempelte Abschiebel\u00e4nder &#8220;zur\u00fcckgef\u00fchrt&#8221;. Ein komplexes Geflecht aus Waren- und Personenstr\u00f6men, welches Mensch und Ware ungeachtet von Ursache und Wirkung zur sachlichen &#8220;Transporteinheit&#8221; reduziert. Der reibungslose Betrieb eines solchen Flughafens ben\u00f6tigt f\u00fcr das optimierte Umschlagen dieser &#8220;Transporteinheiten&#8221; die ungehinderte Zu- und Abfuhr von reichlich Bord- und Bodenpersonal, Kerosin, Daten und eben jener &#8220;Transporteinheiten&#8221; selbst. Vieles davon kommt \u00fcber die Schiene. Die ben\u00f6tigten Daten flie\u00dfen gro\u00dfteils in Sch\u00e4chten neben der Schiene. Daher haben wir heute morgen an mehreren Bahnstrecken rund um den D\u00fcsseldorfer Flughafen, den Daten- und Bahnverkehr f\u00fcr viele Stunden unterbrochen. Durch die Art unseres Eingriffs haben wir eine Gef\u00e4hrdung von Menschen ausgeschlossen: die von uns gekappten Signalleitungen neben den Bahngleisen f\u00fchren (wie bei Sturmsch\u00e4den oder missgl\u00fcckten Erdarbeiten) automatisch zum sofortigen Halt des Bahnverkehrs auf der betroffenen Strecke. Wir bezeichnen unsere Unterbrechung des &#8220;Normalen&#8221; provokativ als Akt der Menschlichkeit. Andere werden unseren Akt in wenigen Stunden als willk\u00fcrliche Sabotage oder entpolitisierten Vandalismus bezeichnen. Das ist Teil der Aufrechterhaltung dieses Normalzustands &#8211; ohne uns jeglicher Kritik an unserem Vorgehen entziehen zu wollen. Wir wollen mit unserer Aktion die Ohnmacht und die Gew\u00f6hnung an Menschenverachtung unterbrechen. &#8220;Die Welt ist derzeit ein schei\u00df-dunkler Ort. Deshalb m\u00fcssen wir Leuchtfeuer anz\u00fcnden&#8221;. Unser (zugegeben der Sache unangemessen) kleines Leuchtfeuer soll ermutigen, ein anlassunabh\u00e4ngiges, grunds\u00e4tzliches &#8220;Abschiebehindernis&#8221; zu organisieren. Wir wollen eine in die Defensive geratende Debatte um Menschlichkeit anschieben. Eine Debatte um uneingeschr\u00e4nkte Freiz\u00fcgigkeit eines jeden &#8211; unabh\u00e4ngig von \u00f6konomischer Verwertbarkeit oder erzwungenem Wohlverhalten. Weder die Leuchtfeuer, noch die zu befeuernde Debatte k\u00f6nnen sich derzeit auf Mehrheiten berufen, dessen sind wir uns bewusst &#8211; es geht uns um die Ermutigung einer aktuellen Minderheit derer, die sich in grunds\u00e4tzlicher Opposition zur Normalit\u00e4t der Menschenverachtung sehen. Die Geschichte hat gezeigt, wie gef\u00e4hrlich es ist, seine Stimme nicht zu erheben, so lange man noch kann &#8211; auch jenseits von tr\u00fcgerischen Mehrheiten. Wir widmen diese Aktion dem in Kabul verstorbenen Jamal Naser Mahmodi und gr\u00fc\u00dfen nebenbei die Aktivisten, die mit dem Hambacher Forst aktuell der NRW-Landesregierung und RWE das politsche Welcome to Hell bereiten. namenlose Abschiebegener<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/24588\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Deutsche Bahn: Kein Zug zum Flughafen D\u00fcsseldorf<\/p>\n<p>Am fr\u00fchen Morgen fuhr kein Zug vom Hauptbahnhof D\u00fcsseldorf zum Flughafen, auch aus anderen Richtungen ist die Verbindung gest\u00f6rt. Um kurz nach 7 Uhr steht zumindest wieder die S 11 Richtung Terminal bereit.<\/p>\n<p>Seit kurz nach 7 Uhr f\u00e4hrt auch der RE 5 wieder, h\u00e4lt aber nicht am Flughafen.<\/p>\n<p>Die Z\u00fcge der Linien RE 2 und RE 11 aus Richtung M\u00fcnster Hbf\/ Hamm Hbf enden und beginnen am Hauptbahnhof Duisburg. Manche wenden auch am Hauptbahnhof Essen. Es kann also Teilausf\u00e4lle zwischen Duisburg Hbf, Essen Hbf und D\u00fcsseldorf Hbf geben.<\/p>\n<p>Die Z\u00fcge der Linie S 1 aus Richtung Solingen Hauptbahnhof endeten und begannen zun\u00e4chst in D\u00fcsseldorf-Unterrath. Aus Richtung Dortmund Hauptbahnhof enden und beginnen die Z\u00fcge in Duisburg-Gro\u00dfenbaum. Dazwischen fahren die Z\u00fcge abwechselnd auf dem Regelweg.<\/p>\n<p>Signalst\u00f6rung auch zwischen D\u00fcsseldorf-Benrath und Langenfeld<\/p>\n<p>Auch auf der Strecke von D\u00fcsseldorf-Benrath in Richtung Langenfeld sind Signale gest\u00f6rt. Die Z\u00fcge werden von D\u00fcsseldorf-Benrath in Richtung Langenfeld ohne Zwischenhalt umgeleitet. Die Bahn bittet, mit Z\u00fcgen in die Gegenrichtung zur\u00fcckzufahren und in D\u00fcsseldorf-Benrath oder in Langenfeld umzusteigen.<\/p>\n<p>Deutsche Bahn: Feuerwehreinsatz zwischen D\u00fcsseldorf und Wuppertal<\/p>\n<p>Zudem gab es einen Feuerwehreinsatz zwischen D\u00fcsseldorf und Wuppertal. Auch hier kam es zu Versp\u00e4tungen, denn zwischen D\u00fcsseldorf-Flingern und Erkrath war die Strecke gesperrt. Die Z\u00fcge hielten am n\u00e4chsten Bahnhof und warteten erstmal.<\/p>\n<p>Durchsagen am D\u00fcsseldorfer Hauptbahnhof teilten den Fahrg\u00e4sten mit, dass es entlang der Strecke brenne.<\/p>\n<p>Gegen 6.50 Uhr war der Feuerwehreinsatz beendet. Auch wenn die Z\u00fcge \u201eohne Einschr\u00e4nkungen\u201c fahren, kann es weiter Versp\u00e4tungen geben, bis sich der Rhythmus wieder eingependelt hat.<\/p>\n<p>Fernverkehr: Kein Halt in Bochum, Essen, Duisburg und D\u00fcsseldorf<\/p>\n<p>Wegen der Vandalismussch\u00e4den ist auch die ICE-Strecke von Dortmund \u00fcber Essen nach K\u00f6ln derzeit unbefahrbar. Die Z\u00fcge des Fernverkehrs werden \u00fcber Wuppertal umgeleitet. So entfallen die Halte Bochum Hbf, Essen Hbf, Duisburg Hbf, D\u00fcsseldorf Flughafen und D\u00fcsseldorf Hbf.<\/p>\n<p>Der Zugverkehr der RB 37 zwischen Duisburg und D\u00fcsseldorf ist eingestellt. Ein Ersatzverkehr mit Taxen zwischen Duisburg Hbf und Duisburg-Entenfang ist eingerichtet.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/derwesten.de\/staedte\/duisburg\/deutsche-bahn-verspaetung-sperrung-feuerwehreinsatz-signalstoerung-id215401601.html\">DerWesten<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>D\u00fcsseldorf, 24. September 2018 Angriff auf die Infrastruktur rund um den Abschiebe-Flughafen D\u00fcsseldorf: Ein Akt der Menschlichkeit Menschenverachtung macht Krieg macht Flucht Menschenverchtung macht Aubeutung macht Armut macht Flucht Menschenverachtung macht aus Flucht Abschiebung Wir haben uns daran &#8220;gew\u00f6hnt&#8221;. Die Realit\u00e4t von Abschiebungen ist &#8220;allt\u00e4glich&#8221; geworden. 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