{"id":8811,"date":"2018-07-31T00:00:22","date_gmt":"2018-07-30T22:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=8811"},"modified":"2018-07-31T00:00:22","modified_gmt":"2018-07-30T22:00:22","slug":"farbe-gegen-rheinmetall-werk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=8811","title":{"rendered":"Farbe gegen Rheinmetall-Werk"},"content":{"rendered":"<p><strong>Trittau<\/strong>, 31. Juli 2018<\/p>\n<blockquote><p>In der Nacht vom 30. auf den 31. Juli 2018 wurde das Rheinmetall Werk in Trittau mit Farbe markiert, um auf die Kriegsbeteiligung von Rheinmetall aufmerksam zu machen und ihre Waffenproduktion zu st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Rheinmetall AG ist eine der gr\u00f6\u00dften europ\u00e4ischen R\u00fcstungsunternehmen. Sie liefert Waffen, Munition, Tr\u00e4nengas, Bomben und Panzer in krisenhafte Regionen auf der ganzen Welt. Sie ist die wichtigste deutsche Produzentin von Munition f\u00fcr die Kriegsindustrie.<!--more--> Hier in Trittau befindet sich eine von vier innerdeutschen Produktionsst\u00e4tten, in der Munition entwickelt und erprobt wird. Das Gesch\u00e4ft von Rheinmetall basiert damit auf der Grundlage, dass anderswo Menschen durch Waffengewalt unterdr\u00fcckt werden, sterben oder fliehen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Rheinmetall verleumdet diese Realit\u00e4t und streitet ihre Verantwortung der Kriegsbeteiligung ab. Stattdessen br\u00fcstet sich das Unternehmen sogar mit der Behauptung, ihre Produkte w\u00fcrden zu &#8220;friendensschaffenden und friedenserhaltenden Missionen&#8221; beitragen. Der Konzern kauft gezielt ausl\u00e4ndische Munitionshersteller auf und gr\u00fcndet Tochterunternehmen und internationale Gemeinschaftsfirmen. Dar\u00fcber exportiert Rheinmetall ihre Kriegsg\u00fcter unter anderem an autorit\u00e4re Staaten und diktatorische Regime und umgeht politische Richtlinien des Waffenexports.<\/p>\n<p>Doch Rheinmetall ist keine Ausnahme im kapitalistischen Alltag. Der Reichtum und Wohlstand, den wir heute in westlichen L\u00e4ndern auffinden, basiert zum gro\u00dfen Teil auf der Ausbeutung von Menschen und ihrer Arbeitskraft sowie auf \u00f6kologischer Zerst\u00f6rung im globalen S\u00fcden. Die ungleichen globalen Machtverh\u00e4ltnisse und kapitalistische Konkurrenz verursachen auf regionaler Ebene kriegerische Auseinandersetzungen, die all zu oft auf ethnische oder religi\u00f6se Konflikte reduziert werden.<\/p>\n<p>Krieg ist nicht etwas, was unabh\u00e4ngig von unserer Gesellschaft in fernen Teilen der Welt passiert, sondern ist unmittelbar verbunden mit der Aufrechterhaltung bestehender Herrschaftsverh\u00e4ltnisse. Er ist ein Mittel der Verteidigung globaler Privilegien und f\u00fchrt zur Abschottung Europas. Ein harmonisches Nebeneinander im Kapitalismus ist nicht m\u00f6glich. Eine ganze Produktionsweise, in der das Warenverh\u00e4ltnis menschliches Leben entfremdet und Leiden verschleiert, muss sich \u00e4ndern. Um diesen Schritt zu gehen ist es notwendig, die Eigentumsverh\u00e4ltnisse anzugreifen.<\/p>\n<p>Konsequenterweise fordern wir: Kapitalismus abschaffen und Rheinmetall entwaffnen! Ebenso fordern wir auch die Bev\u00f6lkerung Trittaus auf, Waffenproduktion in ihrer direkten Nachbarschaft nicht zu akzeptieren und gegen Rheinmetall zu protestieren.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/23223\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trittau, 31. Juli 2018 In der Nacht vom 30. auf den 31. 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