{"id":7810,"date":"2018-03-06T00:00:37","date_gmt":"2018-03-05T22:00:37","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=7810"},"modified":"2018-03-06T00:00:37","modified_gmt":"2018-03-05T22:00:37","slug":"autos-von-bosch-und-tyco-angezuendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=7810","title":{"rendered":"Autos von Bosch und Tyco angez\u00fcndet"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2018\/03\/bosch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7692\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2018\/03\/bosch-300x167.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"167\" srcset=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2018\/03\/bosch-300x167.jpg 300w, https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2018\/03\/bosch-768x427.jpg 768w, https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2018\/03\/bosch-1024x569.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Berlin<\/strong>, 6. M\u00e4rz 2018<\/p>\n<blockquote><p>Das Abbrennen von Sicherheitsfahrzeugen in Berlin als n\u00fctzliches Instrument der Kommunikation.<\/p>\n<p>Durch das Auff\u00fchren anderer Erkl\u00e4rungen folgen wir dem Vorschlag der Bezugnahme, um eine weitgehendere Mobilisierung militanter Grupppen in Europa sowie um unsere theoretischen Grundlagen zu entwickeln.<!--more--><\/p>\n<p>Wir verstanden eure W\u00f6rter \u00fcber Solidarit\u00e4t und teilen diese, als Rouvikonas \u00fcber den Angriff auf die Saudi Arabische Botschaft in Athen vom 19.12.17 schrieb:<\/p>\n<p>\u201eAls Anarchist*innen wissen wir, dass die einzige definitive Antwort in der internationalistischen Solidarit\u00e4t zwischen organisierten, k\u00e4mpfenden, unterdr\u00fcckten Menschen besteht. Wir machen uns keine Illusionen, dass an diesem Punkt die nach wie vor junge Solidarit\u00e4t die Pl\u00e4ne der globalen Machthaber*innen umst\u00fcrzen kann. Unter den gegenw\u00e4rtigen Gegebenheiten sind kleine K\u00e4mpfe, dort, wo es m\u00f6glich ist, das, was erreicht werden kann, um den laufenden Kriegsprozess zu sabotieren. (Dies ist notwendig), um das soziale Bewusstsein zu bewahren, das f\u00fcr den Fall, dass die vermeidbare H\u00f6lle unumg\u00e4nglich wird, genutzt werden kann. (i. engl.: [This is necessary in order] to preserve social awareness, [in order] to be capitalized in case avoiding hell becomes inevitable.)\u201c<\/p>\n<p>Einige Menschen in Rom dr\u00fcckten unsere Gedanken aus, als sie die Verantwortung als Santiago Maldonado Zelle FAI-IRF f\u00fcr den explosiven Angriff auf eine Kaserne der Carabinieri in San Giovanni \u00fcbernahmen:<\/p>\n<p>\u201eDiejenigen, die zuschauen wollen, werden weiterhin zuschauen. Diejenigen, die nicht handeln wollen und dies politisch rechtfertigen, werden weiterhin nicht handeln. Wir warten auf keinen Zug der Hoffnung, wir warten nicht auf reife Zeiten. Die Bedingungen ver\u00e4ndern sich mittels der Konfrontation. Die Bewegung ist, wenn sie handelt, andernfalls steht sie still. Die Emanzipation des Individuums von der Autorit\u00e4t und der Ausbeutung wird von denen gemacht, die direkt betroffen sind.<\/p>\n<p>Die direkte, destruktive Aktion ist die elementare Antwort angesichts der Represssion. Aber nicht die einzige. Die anarchistische Praxis ist auch eine Wiederbelebung, ein Vorschlag, der \u00fcber die Solidarit\u00e4t hinausgeht, der mit der Spirale Repression-Aktion-Repression bricht. Die Aktionen der Solidarit\u00e4t sind wichtig, doch k\u00f6nnen wir uns nicht in der Kritik, auch der bewaffneten, irgendeiner repressiven Aktion oder irgendeines Prozesses einschliessen.<\/p>\n<p>Dort zuschlagen, wo sie dich nicht erwarten. Heute greifen wir im Herzen der militarisierten Hauptstadt an, um das Sicherheitsdelirium herauszufordern. Morgen, wer weiss, vielleicht in der Peripherie, wo es sich niemand vorstellen kann. Ohne eine Waffenruhe zu gew\u00e4hren, aber indem wir selbst die Momente aussuchen. Seit jeher ist dies das Prinzip der metropolitanen Guerilla.<\/p>\n<p>Mit dieser Aktion lancieren wir eine internationale Kampagne des Angriffs gegen die Menschen, Strukturen und Mittel der Repression. Jede und jeder mit den Instrumenten, die er\/sie als die geeignetsten h\u00e4lt und, wenn er\/sie dies w\u00fcnscht, mit der Beteiligung an der Debatte.\u201c<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten nicht nur \u00fcber den Feind, sondern auch \u00fcber uns sprechen, wie dies einige Gef\u00e4hrt*innen taten, als sie die Gendarmerie in Meylan\/Frankreich angriffen:<\/p>\n<p>\u201eWeil wir nicht in der Position des Opfers verbleiben wollen, in die und die Gesellschaft hineinzw\u00e4ngen m\u00f6chte, indem sie uns als Frauen erkennt. Opfer, weil wir nicht f\u00e4hig w\u00e4ren, autonom zu sein, uns zu verteidigen, unser Leben so zu f\u00fchren, wie wir das beabsichtigen. Wir w\u00e4ren schwache Wesen, zu sensibel, den hormonellen Launen ausgesetzt, abh\u00e4ngig und anf\u00e4llig. Wir br\u00e4uchten starke Figuren, um uns daraus zu befreien, \u00c4rtzte, um uns zu versorgen, M\u00e4nner, um uns zu unterst\u00fctzen, Kinder, um aufzubl\u00fchen, Bullen, um uns zu besch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Wir bereiten unsere Revanche f\u00fcr all die F\u00e4lle vor, in denen wir entmutigt wurden, indem wir uns davon \u00fcberzeugten, dass wir nicht f\u00e4hig waren, dass wir nicht die Kompetenzen hatten, nicht die Kraft, nicht die Mittel, um uns von dieser Logik abzuwenden, die den Moment, in dem wir unsere Wut und W\u00fcnsche auszudr\u00fccken, immer weiter hinausschiebt.<\/p>\n<p>Wir zielten, zur Emp\u00f6rung einiger Medien, auf die privaten Fahrzeuge der Bullen ab, da wir Lust hatten, vielmehr die Individuen, die die Uniformen tragen, als die Funktion, vielmehr ihre pers\u00f6nlichen G\u00fcter, als ihre Arbeitsmittel zu attackieren. Wir denken, dass die Rollen bestehen, weil es Menschen gibt, die sie f\u00fcllen. Wenn sich hinter der Uniform eine Person verbirgt, so ist es diese, der wir schaden wollten.<\/p>\n<p>Wir sind \u00fcberzeugt, dass unsere Einschr\u00e4nkungen sowohl mental als auch sozial sind, dass wir unsere eigenen Bullen werden, wenn wir diese Rollen annehmen. Durch die affinit\u00e4re Organisation und durch den Angriff weisen wir diese Einschr\u00e4nkungen zur\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p>Zeitweise ist es notwendig, den Rahmen zu definieren, in dem wir handeln. Dies taten Anarchist*innen in Bar-le-Duc, als sie viel Wut und einige Flammen auf einem ENEDIS Fuhrpark loswurden.<\/p>\n<p>\u201eIn den letzten Monaten kam es zu mehreren Angriffen auf ENEDIS, wir wollten ein Echo darauf geben, dies hat uns gefallen. Unser Angriff ist ein Augenzwingern an diejenigen, die sich der Gefahr ausgesetzt haben, um diese auszuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Wir denken, dass keine Notwendigkeit besteht, darauf zu warten, Viele und in einer Masse zu sein, um anzugreifen, dass es ebenso m\u00f6glich ist, dies mit wenigen zu tun. Die M\u00f6glichkeiten sind unterschiedlich, aber nicht weniger erfreulich. Wir freuen uns \u00fcber die j\u00fcngsten Angriffe auf die Relaisstationen, die neue Perspektiven der direkten Aktion er\u00f6ffnen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2018\/03\/tyco.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7693\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2018\/03\/tyco-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2018\/03\/tyco-300x200.jpg 300w, https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2018\/03\/tyco-768x511.jpg 768w, https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2018\/03\/tyco-1024x681.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>In den Morgenstunden des 6. M\u00e4rz attackierten wir den Sicherheitswahn in Berlin. Auch in Zeiten, in denen wir nur Wenigen sind, k\u00f6nnen wir uns organisieren, anstatt auf eine M\u00f6glichkeit zu warten, die uns von den sogenannten \u201eBewegungsorganisator*innen\u201c gegeben wird oder einfach auf einen weiteren Angriff der Autorit\u00e4ten zu reagieren.<\/p>\n<p>Jeden Tag wird uns gesagt, still zu bleiben, beherrscht vom Staat und seinen Institutionen, die die kapitalistische Welt erhalten. Die Menschen f\u00fcllen ihre K\u00f6pfe mit dummen Zeugs, mit gesenktem Kopf auf ihre Smartphones starrend, einzig um wegzuschauen, wenn ein*e Kontrolleur*in Tickets im Zug kontrolliert, wenn ein Bulle einer obdachlosen Person sagt, sie solle weg, nachdem sie gerade ein warmes Pl\u00e4tzchen gefunden hat, wenn deutsche Waffen kurdische Menschen in Erdogans genozidialem Krieg ermorden. F\u00fcrs Erste nahmen wir uns Sicherheitsunternehmen zum Ziel, doch jedes andere Unternehmen, das die kapitalistischen und autorit\u00e4ren Strukturen aufrechterh\u00e4lt, kann zum Ziel werden. Jede Nacht kann eine Nacht des Angriffs sein.<\/p>\n<p>Wir z\u00fcndeten Autos von Bosch und Tyco in Berlin-Pankow an. Bosch ist eine altbekannte Sicherheitsfirma, deren Technologie sich in vielen \u00dcberwachungsanlagen befindet; Bullenstationen, Gef\u00e4ngnisse, Grenzz\u00e4une, \u00dcberwachungskameras\u2026<\/p>\n<p>Tyco ist ein Unternehmen, das die Alarmanlagen in Gef\u00e4ngnissen mit dem sogenannten \u201eBusiness Logic Engines\u201c betreibt. Sie gibt Knastw\u00e4rter*innen die M\u00f6glichkeiten der smart city \u2013 das Tracken von Gefangenen durch RFID Chips.<\/p>\n<p>Wir senden Solidarit\u00e4t und Wut an die inhaftierten und verfolgten Anti-Faschist*innen und Anarchisti*innen in Russland.<\/p>\n<p>Wir h\u00f6rten eure Stimmen, ihr seit nicht alleine. Auch wenn wir nicht imstande sind, die Tore der Kn\u00e4ste physisch zu \u00f6ffnen, anarchistische Ideen und Solidarit\u00e4t \u00fcberwinden die Grenzen, Tore und Mauern und verm\u00f6gen es, unsere Seelen auch in Zeiten der Folter und der h\u00e4rtesten Repression zu f\u00fcllen<\/p>\n<p>Wir folgten den Meldungen \u00fcber den Kampf von Dinos in Griechenland gegen die Gef\u00e4ngnisverwaltung. Mit unseren Brandstiftungen unterst\u00fctzen wir diesen Weg des Widerstandes \u2013 die Ank\u00fcndigung aus dem Korridalos Gef\u00e4ngnis und die Drohung der Affinit\u00e4tsgruppen ausserhalb, jeden Tag anzugreifen und die Stadt zu zerst\u00f6ren, ist die angebrachte Strategie in dieser Konfrontation mit dem Staat.<\/p>\n<p>Die Aktion ist ebenfalls Lisa im Gef\u00e4ngnis von Willach und den Gefangenen des Hambacher Forsts gewidmet.<\/p>\n<p>06.03.18 \u2013 Informelle anarchistische F\u00f6deration \u2013 Violent Minority Cell<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Indymedia, \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/ausdemherzenderfestung.noblogs.org\/post\/2018\/03\/10\/berlin-eine-nachricht-an-unsere-unbekannten-gefaehrtinnen-im-urbanen-jungle-der-knastgesellschaft\/\">ausdemherzenderfestung.noblogs.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 6. M\u00e4rz 2018 Das Abbrennen von Sicherheitsfahrzeugen in Berlin als n\u00fctzliches Instrument der Kommunikation. 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