{"id":7407,"date":"2018-01-15T00:00:20","date_gmt":"2018-01-14T22:00:20","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=7407"},"modified":"2018-01-15T00:00:20","modified_gmt":"2018-01-14T22:00:20","slug":"farbe-gegen-kriegerdenkmal-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=7407","title":{"rendered":"Farbe gegen Kriegerdenkm\u00e4ler"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2018\/01\/ra.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7408\" src=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2018\/01\/ra-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2018\/01\/ra-300x200.jpg 300w, https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2018\/01\/ra-768x512.jpg 768w, https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2018\/01\/ra.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Mittenwald\/Radolfzell<\/strong>, 7. + 15. Januar 2018<\/p>\n<blockquote><p>Das Kriegerdenkmal am Radolfzeller Luisenplatz ist wieder einmal unfreiwillig bunt geworden. Eine Gruppe, die sich selbst als Antifa Paradise vorstellt, bekennt sich mit einem Schreiben zu dieser Tat. Vor allem die Aktivit\u00e4ten des III. Wegs an diesem Ort st\u00f6ren die Linksaktivisten. Der Stadtverwaltung machen sie schwere Vorw\u00fcrfe.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nBeim genauen Hinsehen sind die Farbreste noch zu erkennen. In der Nacht von Sonntag auf Montag ist das Kriegerdenkmal am Luisenplatz erneut Ziel eines Farbanschlags geworden. Am Montagmorgen erreichte die S\u00dcDKURIER-Redaktion das Bekennerschreiben von &#8220;Antifa Paradise&#8221;, die sich als eine neue autonome, antifaschistische Gruppierung aus der Bodenseeregion vorstellt. In dem Schreiben erkl\u00e4rt Antifa Paradise, dass es das Ziel gewesen sei, das Denkmal zu besch\u00e4digen, welches NS-T\u00e4ter verherrliche und seit Jahrzehnten als Wallfahrtsort f\u00fcr Neonazis, wie zum Beispiel Mitgliedern des III. Wegs, diene. Der III. Weg ist eine rechtsextremistisch-neonazistische Kleinpartei, die unter Beobachtung des Staatsschutzes steht.<\/p>\n<p>Gleichzeitig werden in dem Schreiben auch Vorw\u00fcrfe gegen die Radolfzeller Stadtverwaltung erhoben. Nach bisherigen linken &#8220;(Sch\u00e4ndungs)-Aktionen&#8221;, wie Antifa Paradise weiter schreibt, sei die Stadt bei den S\u00e4uberungen bem\u00fcht gewesen, den Anspr\u00fcchen des III. Wegs an das Denkmal gerecht zu werden. Es habe sogar E-Mail-Verkehr zwischen Mitgliedern des III. Wegs und der Stadtverwaltung gegeben, in denen die Stadt die S\u00e4uberung des Denkmals nachweist, hei\u00dft es in dem Schreiben weiter. Damit habe die Stadt sicherstellen wollen, dass der III. Weg auch weiterhin in Radolfzell seine Feierlichkeiten abhalten k\u00f6nne, so der Vorwurf der linken Gruppierung.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeisterin Monika Laule best\u00e4tigt einen E-Mail-Kontakt mit einem Absender namens &#8220;Der III. Weg \u2013 St\u00fctzpunkt W\u00fcrttemberg&#8221;. Es ging um eine \u00e4hnliche Farbattacke vom 21. auf den 22. Januar 2017. In dieser Nacht hatten Linksautonome das Kriegerdenkmal mit Farblack bespr\u00fcht. Aufgrund der kalten Temperaturen habe man das Denkmal nicht sofort reinigen k\u00f6nnen. Um den verwendeten Lack vom por\u00f6sen Stein beseitigen zu k\u00f6nnen, habe man eine Spezialfirma engagieren m\u00fcssen. Die Reinigung habe erst am 2. Februar 2017 abgeschlossen werden k\u00f6nnen. In der Zwischenzeit habe sich eben jener III. Weg \u2013 St\u00fctzpunkt W\u00fcrttemberg gemeldet, und die unverz\u00fcgliche Reinigung des Denkmals gefordert. \u201eAndernfalls wird unsere Partei vor Ort die S\u00e4uberungsaktion anmelden und \u00f6ffentlichkeitswirksam durchf\u00fchren\u201c, lautete die Ank\u00fcndigung in der Mail vom 29. Januar 2017. Diese \u00f6ffentliche S\u00e4uberungsaktion habe Laule untersagt und wenige Tage sp\u00e4ter per Mail darauf hingewiesen, dass das Denkmal nun gereinigt sei. Das Denkmal werde nach jeder Farbbeutel-Aktion gereinigt, weil es sich um \u00f6ffentliches Eigentum handle, und nicht, um dem III. Weg die Feierlichkeiten zu erm\u00f6glichen, stellt Monika Laule klar.<\/p>\n<p>&#8220;Eine Zerst\u00f6rung des Denkmals entspricht nicht den Radolfzeller Leitlinien zur Erinnerungskultur&#8221;, l\u00e4sst die B\u00fcrgermeisterin mitteilen. Der Arbeitskreis Erinnerungskultur werde sich im M\u00e4rz dieses Jahres treffen und die vom Kulturausschuss beschlossenen Vorschl\u00e4ge zur Umgestaltung des Luisenplatzes besprechen. Im Oktober 2017 wurden insgesamt vier Optionen in die engere Wahl gezogen: Das Denkmal wird von Pflanzen zugewachsen, eine Erl\u00e4uterungstafel zur Gro\u00dfherzogin Luise soll den Namen des Platzes erl\u00e4utern, die Schaffung eines Aufenthaltsortes und die Versetzung der Figuren an einen anderen Standort innerhalb des Luisenplatzes.<\/p>\n<p>Die Stadtverwaltung hat die erneute Besch\u00e4digung des Denkmals zur Anzeige gebracht. Willi Streit, Leiter des Radolfzeller Polizeireviers, gab an, den Fall an den Staatsschutz weitergegeben zu haben. Es sei v\u00f6llig unklar, wer genau hinter dem Bekennerschreiben der Antifa Paradise stecke, so Streit. Dieser werde immer bei politisch motivierten Straftaten eingeschaltet. F\u00fcr den Straftatbestand der gemeinschaftlichen Sachbesch\u00e4digung drohen den T\u00e4tern bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/www.suedkurier.de\/region\/kreis-konstanz\/radolfzell\/Antifa-Paradise-bekennt-sich-zum-Farbanschlag-am-Kriegerdenkmal;art372455,9576758\">S\u00fcdkurier<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Die allermeisten Menschen in Mittenwald sind mit den Gebirgsj\u00e4gern in der \u00f6rtlichen Edelwei\u00df-Kaserne ebenso im Reinen wie mit der umstrittenen Traditionspflege der Truppe am 1957 errichteten Ehrenmal auf dem Hohen Brendten. Selbst mit denen, die diese Traditionspflege immer wieder als Beschw\u00f6rung des alten Ungeists aus Wehrmachtszeiten angeprangert haben, hat sich die Gemeinde im Jahr 2010 arrangiert und einem entsprechenden weiteren Mahnmal einen Platz an der \u00f6rtlichen Mittelschule gegeben.<\/p>\n<p>Seither sind die Proteste gegen die Gedenkfeiern abgeflaut, die der &#8220;Kameradenkreis der Gebirgstruppe&#8221; jedes Jahr zu Pfingsten auf dem Brendten abh\u00e4lt. Doch nun hat offenbar doch wieder ein Gegner zur Spraydose gegriffen und am Ehrenmal Slogans hinterlassen, die ein Polizist bei einem ersten Versuch selbst mit einem Spachtel kaum entfernen konnte. Jetzt ermittelt in Mittenwald wieder der Staatsschutz.<\/p>\n<p>Den hat die \u00f6rtliche Polizeiinspektion eingeschaltet, weil die Parolen denen fr\u00fcher Kundgebungen gleichen und offenkundig politisch motiviert seien. Das Repertoire reicht von &#8220;Soldaten sind M\u00f6rder&#8221; \u00fcber &#8220;Kein Vergeben&#8221; und &#8220;Kein Vergessen&#8221; bis zur Gleichung &#8220;Mittenwald=Nazikaff&#8221;. Sie verteilen sich auf die beiden 14 Meter hohen Steinbl\u00f6cke des alten Ehrenmals mit den eingemei\u00dfelten Jahreszahlen der beiden Weltkriege und auf das 2015 hinzugef\u00fcgte waagerechte Ehrenmal f\u00fcr die toten Gebirgsj\u00e4ger aus demokratischen Zeiten.<\/p>\n<p>Die T\u00e4ter haben ihre Schriftz\u00fcge nach Angaben des Polizeipr\u00e4sidiums Rosenheim wohl irgendwann zwischen 6. und 9. Januar hinterlassen. Zu der Zeit habe auf 1138 Metern H\u00f6he am Brendten kein Schnee gelegen. Nur so kann sich die Polizei die Farbspuren auch am Boden erkl\u00e4ren. Sie hofft nun auf Zeugen oder darauf, dass sich die Unbekannten wom\u00f6glich im Internet mit ihrer Tat br\u00fcsten. Von einer \u00e4hnlichen Aktion aus fr\u00fcheren Jahren kursierte sogar ein Video &#8211; allerdings waren die T\u00e4ter maskiert. Nach 2009 ist es laut Polizei nicht mehr zu solchen Protesten gekommen.<\/p>\n<p>Die Gedenkfeiern, an denen altersbedingt inzwischen nur noch wenige fr\u00fchere Wehrmachtssoldaten teilnehmen, verliefen ungest\u00f6rt. Zuletzt stand eher der Gebirgsj\u00e4ger-Kameradenkreis in Bad Reichenhall im Fokus, der beim &#8220;Kreta-Gedenken&#8221; an gefallene Soldaten erinnert, aber von Hunderten ziviler Opfern der Wehrmachtsmassaker auf Kreta sehr viel weniger wissen will.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/oberbayern-der-staatsschutz-ermittelt-in-mittenwald-1.3825900\">SZ<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittenwald\/Radolfzell, 7. + 15. Januar 2018 Das Kriegerdenkmal am Radolfzeller Luisenplatz ist wieder einmal unfreiwillig bunt geworden. 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