{"id":7121,"date":"2017-11-10T00:00:08","date_gmt":"2017-11-09T22:00:08","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=7121"},"modified":"2017-11-10T00:00:08","modified_gmt":"2017-11-09T22:00:08","slug":"autos-der-wall-ag-und-von-wisag-angezuendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=7121","title":{"rendered":"Autos der Wall AG und von WISAG angez\u00fcndet"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin<\/strong>, November 2017<\/p>\n<blockquote><p>Getroffen von den k\u00e4mpferischen und klaren Worten Fabios, die er im Prozesssaal in Hamburg den Schweinen entgegen rief, wurde uns warm ums Herz und wir mussten l\u00e4cheln bei dem Gedanken, doch irgendwie das richtige zu tun oder zu versuchen und damit nicht alleine zu sein.<\/p>\n<p>Wir dachten auch an Nero, der hinter den Mauern in Moabit gefangen bleibt und ganz bestimmt sehr vielen Menschen fehlt.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nEin Paar N\u00e4chte zur\u00fcck holen..<\/p>\n<p>\u201eEin wirklich militantes Denken meint aber was anderes,<br \/>\n&nbsp;das ist nicht aufgetrennt, sondern auf das Ziel gerichtet,<br \/>\nwie man es will und darum mit allem k\u00e4mpft,<br \/>\nwo man alles reinlegt,<br \/>\nweil man so leben will&#8230;\u201c (80er Jahre).<\/p>\n<p>Getroffen von den k\u00e4mpferischen und klaren Worten Fabios, die er im Prozesssaal in Hamburg den Schweinen entgegen rief, wurde uns warm ums Herz und wir mussten l\u00e4cheln bei dem Gedanken, doch irgendwie das richtige zu tun oder zu versuchen und damit nicht alleine zu sein.<\/p>\n<p>Wir dachten auch an Nero, der hinter den Mauern in Moabit gefangen bleibt und ganz bestimmt sehr vielen Menschen fehlt.<\/p>\n<p>Wir glauben, dass es wichtig ist, die Gefangenen und Verd\u00e4chtigen nicht als Opfer zu sehen, die es leider nicht rechtzeitig geschafft haben vor den Schlagst\u00f6cken auszuweichen, dem Auge der Kamera zu entweichen oder die Beine in die Hand zu nehmen und zu rennen.<\/p>\n<p>Fabio hat es damit ausgedr\u00fcckt, dass es seine aktive Entscheidung war nach Hamburg zu fahren und dass hinter dieser Entscheidung Argumente und ein politisches Verst\u00e4ndnis \u00fcber die Gesamtschei\u00dfe stecken. Es waren nicht der Zufall der Atmosph\u00e4re vor Ort, der Rausch oder die Trunkenheit. Er war in Hamburg, um dort seine Wut auszudr\u00fccken, um dort Andere zu treffen, die dasselbe vor hatten. Er hat den Widerstand geplant, weil er davon \u00fcberzeugt ist, das richtige zu wollen.<\/p>\n<p>Und auch Nero ist wohl nicht durch Zufall in die Maschinerie hinein geraten. Er wurde nicht auf dem Weg ins Matrix von einer Streife verfolgt.<\/p>\n<p>Wir sollten die Gefangenen, die uns Gr\u00fc\u00dfe senden auch so einsch\u00e4tzen. Sie wissen, was sie tun und sie brauchen die Unterst\u00fctzung von au\u00dfen, um diese Entschlossenheit weiter zu tragen.<\/p>\n<p>Klar sind Bullen und Justiz T\u00e4ter*innen und verantwortlich f\u00fcr das Festnehmen und Einsperren, f\u00fcr das Zusammenschlagen und Morden. Aber die Entscheidung auf der richtigen Seite stehen und daf\u00fcr k\u00e4mpfen zu wollen hei\u00dft, diese Strukturen und Kreaturen nicht als Hindernis zu betrachten, auf dem Weg in eine andere Gesellschaft, sondern als Angriffsziele und Gegner*innen. Egal f\u00fcr welche Methode wir uns entscheiden: Sitzblockade, Graffiti, Steinwurf\u2026 Wenn das Ziel dar\u00fcber hinaus geht, sind wir bei einer Festnahme keine Opfer, sondern diese Festnahmen und Strafbefehle sind Teil unseres Lebens. Nicht der Bullengriff ist die Ursache der Gefangenschaft, sondern unsere Lebenseinstellung in dieser Gesellschaft und das Ziel, das f\u00fcr uns darin besteht, deren Existenz auszul\u00f6schen, ihre Strukturen, die Kn\u00e4ste, die Abschreckung und Normierungs-gewalt. Das soll nicht nach einer Legitimierung der Gewalt der Bullen und Gerichte klingen, es soll ausdr\u00fccken, dass wir niemals inerhalb dieses Systems legitim gegen dieses System k\u00e4mpfen k\u00f6nnen. Wir werden immer Staatsfeinde bleiben.<\/p>\n<p>Wir sollten genau deshalb so vorsichtig wie n\u00f6tig vorgehen und ihnen so viele Hindernisse wie m\u00f6glich in den Weg legen, damit sie uns nicht kriegen. Aber der Knast darf kein Bedrohungszenario sein, das uns l\u00e4hmt und uns hindert konsequent zu bleiben. Wir k\u00f6nnen daran arbeiten, Repression nicht als Niederlage sondern als Konsequenz und als weiteren Grund wahrzunehmen, Wut zu entwickeln, und zur\u00fcck zu schlagen.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn noch mehr Gefangene sich \u00e4u\u00dfern und ein Zeichen nach drau\u00dfen senden w\u00fcrden. F\u00fcr die Solidarit\u00e4t hinter den Mauern und um hier drau\u00dfen dem oft abstrakten Kampf gegen Kn\u00e4ste und Richter*innen einen Bezugspunkt geben zu k\u00f6nnen, einen Willen.<\/p>\n<p>Wir dachten an dich, Nero, als wir die Autos der Firmen Wall AG und WISAG in den N\u00e4chten der letzten Woche den Flammen \u00fcberlassen haben.<br \/>\nWir dachten dar\u00fcber nach, wie Solidarit\u00e4t funktionieren k\u00f6nnte, \u00fcber die Mauern hinweg, und wir hoffen, dass dich diese Rauchzeichen erreichen werden.<\/p>\n<p>Wir schicken solidarische Gr\u00fc\u00dfe an all diejenigen, die in denselben N\u00e4chten in Berlin unterwegs waren..<\/p>\n<p>..deren Kanister vor dem Amtsgericht liegen geblieben sind (Wir hoffen auf Zeitverschwendung der Spurensicherung),<br \/>\n..an die Brandstiftenden, die in Treptow parallel z\u00fcndelten,<br \/>\n..an die begabte Gang, die in Wedding das Student*innenwohnheim mit Farbe so richtig gr\u00fcndlich im Stadtbild hervor heben wollte.<\/p>\n<p>F\u00fcr stets motivierte Nachtaktive!<br \/>\nUntil all are free!<br \/>\nFreiheit f\u00fcr Nero und Fabio!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Indymedia, dort zensiert<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, November 2017 Getroffen von den k\u00e4mpferischen und klaren Worten Fabios, die er im Prozesssaal in Hamburg den Schweinen entgegen rief, wurde uns warm ums Herz und wir mussten l\u00e4cheln bei dem Gedanken, doch irgendwie das richtige zu tun oder zu versuchen und damit nicht alleine zu sein. 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