{"id":6968,"date":"2017-10-24T00:00:34","date_gmt":"2017-10-23T22:00:34","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=6968"},"modified":"2017-10-24T00:00:34","modified_gmt":"2017-10-23T22:00:34","slug":"scheiben-bei-hotel-orania-beschaedigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=6968","title":{"rendered":"Scheiben bei Hotel Orania besch\u00e4digt"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/10\/orah.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6985\" src=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/10\/orah-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/10\/orah-300x200.jpg 300w, https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/10\/orah-768x512.jpg 768w, https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/10\/orah-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Berlin<\/strong>, 24. Oktober 2017<\/p>\n<blockquote><p>Ein seit Wochen in Berlin verklebtes Plakat mit dem Titel \u201eWie weiter nach Hamburg?\u201c fordert unsere Replik heraus. Verschiedene Fragen auf diesem Plakat besch\u00e4ftigen sich mit den Perspektiven der antagonistischen Bewegung, wenn es diese denn geben sollte.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich reicht es nicht aus den Feinden der Freiheit alle zwei Jahre mal kr\u00e4ftig auf den Helm zu schlagen. Den politischen Einfluss von Stra\u00dfenschlachten halten wir f\u00fcr gewichtiger als die meisten gegenw\u00e4rtig realisierbaren Sch\u00e4den der Sabotagemilitanz. Weil Stra\u00dfenschlachten eher eines unserer kurzfristigen Ziele verwirklichen k\u00f6nnen \u2013 mehr Menschen in die Praxis des Widerstands zu involvieren. Niemand startet als militante Kleingruppe sondern eher als Beteiligte\/r an einem Krawall. Gibt es diesen Krawall nur sehr selten, ist die H\u00fcrde den vorgegebenen Rahmen zu verlassen viel h\u00f6her.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDeshalb w\u00fcrden wir eigentlich sehr daf\u00fcr sprechen diese Ereignisse zu provozieren, wie es dieses Plakat in den Raum stellt. Aber es fehlen die Strukturen, die das \u00f6fter mittragen w\u00fcrden. Der Alltag vieler Gruppen zwischen den Events ist von erschreckender Harmlosigkeit gepr\u00e4gt. Die in Hamburg praktizierte Radikalit\u00e4t hat keinen Platz in deren Utopie.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr kleinere Zusammenst\u00f6\u00dfe, sollen sie denn sichtbar sein und zur Teilnahme Unorganisierter einladen, ist ein Ma\u00df an Vorbereitung, Verbindlichkeit und Affinit\u00e4t n\u00f6tig, die wir momentan nicht erkennen. W\u00fcrden uns aber gerne eines Besseren belehren lassen.<\/p>\n<p>Oder wie es \u201eAutonome aus dem Nirgendwo\u201c in ihrem Text \u201eFreude sch\u00f6ner G\u00f6tterfunken\u201c (autonomes Bl\u00e4ttchen #30) formulieren:<\/p>\n<p>\u201eDiese Bedingungen sind \u00fcberhaupt Voraussetzung f\u00fcr weitergehenden \u00dcberlegungen: Inwieweit werden wir als organisierte Strukturen in der Zukunft in der Lage sein, in \u00e4hnlichen Momenten eigene Impulse zu setzen? H\u00e4tten wir in Hamburg mit 200 Leuten etwa einen relevanten Teil weiterer Menschen motivieren k\u00f6nnen, mit uns in Richtung Rote Zone oder zur Bullenwache in der Stresemannstra\u00dfe zu gehen?<\/p>\n<p>Voraussetzung bei derart taktischen \u00dcberlegungen ist, dass \u00fcberhaupt Menschen bereit sind, in der Situation Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Wenn wir uns zuk\u00fcnftig an solchen K\u00e4mpfen beteiligen wollen, sollten v.a. organisierte Strukturen in derartigen Situationen Handlungsvorschl\u00e4ge vorbereitet haben.\u201c<\/p>\n<p>Nun, daf\u00fcr ist es sicher notwendig den Terminkalender der Herrschenden zu verlassen und nicht nur zu den Events des Gegners in der Form wie in Hamburg aufzutreten. Wir m\u00fcssten eigene Themen an selbstgew\u00e4hlten Orten zu unseren Zeiten in Riots m\u00fcnden lassen um uns weiter zu entwickeln. Als blo\u00dfe Reaktion auf die Provokation des Feindes kommen wir aus dem 2 Jahres-Rhythmus nicht heraus.<\/p>\n<p>Die klandestinen Aktionen sind in jeder Phase Teil des Widerstands, zur Zeit versuchen wir eher Sachen zu machen, die eine Nachahmung leicht m\u00f6glich erscheinen lassen. Es w\u00e4re aber unrealistisch von Anschl\u00e4gen eine z\u00fcndende Wirkung in der Gesellschaft zu erwarten. Hier m\u00fcssen wir unsere Agitation verbessern, denn dass der Staat auch Angst vor unseren Worten hat, beweist das Verbot von Linksunten. Eine Chance diese Internet-Fixierung zu durchbrechen.<\/p>\n<p>Auf die Frage was uns weiterbringt, &#8211; ein \u00dcberwinden der H\u00fcrden zwischen uns und den Adressaten unserer Politik ist angesagt. Jetzt haben wir also in der Nacht zum 25. Oktober die superharten Panzerglasscheiben des Hotel Orania am Oranienplatz in Kreuzberg mit H\u00e4mmern zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Der Besitzer, Dietmar M\u00fcller-Elmau, ein Multimilliard\u00e4r, der \u00fcbrigens auch die G7 Staaten in seinem Schlo\u00df Elmau in Bayern hofierte, ist ein weiterer Totengr\u00e4ber Kreuzbergs. Wenn sich nun Proteste in der Oranienstra\u00dfe gegen steigende (Gewerbe)Mieten formieren, was habt ihr eigentlich in den letzten Jahren gemacht, au\u00dfer von der Gentrifizierung zu profitieren?<\/p>\n<p>Unser Angriff letzte Nacht unterst\u00fctzt den Protest gegen Verdr\u00e4ngung in diesem Kiez aber wir kritisieren die Gleichg\u00fcltigkeit, die erst zur Betroffenheit wird, wenns um die eigene Person geht. Die ersten Aktionen gegen die Aggression des Luxus gabs doch vor fast 30 Jahren in der O-stra\u00dfe, Stichwort K\u00fcbeln, was haben diejenigen in der Zwischenzeit getan, die jetzt aus Protest ihre Schaufenster kurz verh\u00e4ngen?<\/p>\n<p>Also diese Frage fehlt auf dem Plakat, wie wir die H\u00fcrde zu den Adressaten unserer Aktionen \u00fcberwinden k\u00f6nnten. Konkret wie wir das Hotel Orania zu einem Dauerziel von Aktionen machen k\u00f6nnen und wer \u00fcberhaupt auf unserer Seite stehen w\u00fcrde, um die Investoren aus dem Kiez zu jagen. Eine Farbaktion gabs ja bereits schon vorher.<\/p>\n<p>Kreuzberg al dente<\/p>\n<p>Presse https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/polizeibericht\/article212334451\/Scheiben-von-Hotel-Orania-eingeworfen.html<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Indymedia<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 24. Oktober 2017 Ein seit Wochen in Berlin verklebtes Plakat mit dem Titel \u201eWie weiter nach Hamburg?\u201c fordert unsere Replik heraus. Verschiedene Fragen auf diesem Plakat besch\u00e4ftigen sich mit den Perspektiven der antagonistischen Bewegung, wenn es diese denn geben sollte. 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