{"id":6223,"date":"2017-04-16T00:00:45","date_gmt":"2017-04-15T22:00:45","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=6223"},"modified":"2017-04-16T00:00:45","modified_gmt":"2017-04-15T22:00:45","slug":"farbe-gegen-homuthpartner-und-luxusimmobilie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=6223","title":{"rendered":"Farbe gegen homuth+partner und Luxusimmobilie"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/05\/209660.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6224\" src=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/05\/209660-300x225.jpg\" alt=\"\" height=\"225\" width=\"300\" srcset=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/05\/209660-300x225.jpg 300w, https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/05\/209660-768x576.jpg 768w, https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/05\/209660-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Leipzig<\/strong>, 16. April 2017<\/p>\n<blockquote><p>Connewitz ist seit vielen Jahren von rasant steigenden Mieten, Aufwertung und Verdr\u00e4ngung betroffen. Bis vor einigen Jahren lie\u00df es sich in hier bequem leben. Die Mieten waren moderat und wurden vom Jobcenter \u00fcbernommen. Dann kamen die Mieterh\u00f6hungen im Rahmen des Mietspiegels, kein explosionsartiger Anstieg, aber genau so, dass das Jobcenter nicht mehr zahlen musste. Es folgte die Aufforderung sich billigere Wohnungen zu suchen, wer nicht auszog, musste enger zusammenr\u00fccken um die Miete zahlen zu k\u00f6nnen. Die Bewohnerschaft hat sich bereits ver\u00e4ndert und die, die zwischen Eigentumswohnungen, Bonzenkarren und Bullenposten noch \u00fcbrig geblieben sind, m\u00fcssen oft um ihre Zukunft f\u00fcrchten. Lange ist es her, dass die dunklen Ecken einen schlechten Ruf hatten. Es ist attraktiv geworden im ehelmaligen Autonomenviertel. Hier zu investieren verspricht der Immobilien-Branche lukrative Gesch\u00e4fte.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAusgel\u00f6st wurde dieser Mechanismus durch Unternehmen, die sich auf Umwandlung in Eigentumswohnungen, Luxussanierung und den Aufkauf der letzten Brachfl\u00e4chen spezialisiert haben oder Partnerfirmen, wie homuth+partner Architekten, die diese planen.<\/p>\n<p>Am 16.04.2017 haben wir &#8216;homuth+partner architekten&#8217; (Prinz-Eugen-Stra\u00dfe 38) mit Farbe markiert, um diesen Trend entgegenzuwirken. &#8216;homuth &amp; partner architekten&#8217; sind Partner der CG-Gruppe. \u00dcber eine weitere Oster\u00fcberraschung durfte sich die Luxusimmobilie der ImmvestWolf in der Kochstra\u00dfe 115 erneut erfreuen.<\/p>\n<p>Hiermit wollen wir eine klare Botschaft der Solidarit\u00e4t an unsere Freund*innen und Gef\u00e4hrt*innen der Rigaer Stra\u00dfe schicken, wo ein Millionen-Projekt der CG-Gruppe schon seit l\u00e4ngerem die Wut der Anwohner_Innen zu sp\u00fcren bekommt.<\/p>\n<p>Den Stein ins Rollen bringen<\/p>\n<p>Kochstra\u00dfe Ecke Scheffelstra\u00dfe (Connewitz) soll nun ein weiterer \u201eWohnungsbau in h\u00f6chster Qualit\u00e4t, vom Microapartment bis zur zweigeschossigen Penthouse Wohnung\u201c f\u00fcr ca. 50 Millionen Euro entstehen. Das Projekt, unter der Planung von \u201eFuchshuberArchitekten\u201c (Katharinenstra\u00dfe 11) l\u00e4sst nichts Gutes ahnen. So werden nun die \u201eThalysia H\u00f6fe \u201c f\u00fcr durchschnittlich 10-12 Euro pro m\u00b2 auf den Markt gebracht. Das sind Kaltmieten, wohlgemerkt. Ist doch mittlerweile allen aufmerksamen Bewohner_Innen klar, was der Bau von Eigentumswohnungen in \u201eh\u00f6chster Qualit\u00e4t\u201c f\u00fcr die Umgebung bedeutet und das dies zu weiteren Spannungen auf dem Wohnungsmarkt f\u00fchren wird, keineswegs aber den Bed\u00fcrfnissen der Menschen hier im Kiez entspricht. Deswegen sagen wir: Wir brauchen eure teuren Appartements nicht!<\/p>\n<p>Klar ist, dass der Kiez sich zusammenschwei\u00dfen mu\u00df, dass all die Bewohner*innen n\u00e4her zusammenr\u00fccken m\u00fcssen, denn es hat sich gezeigt, dass die Angst der Bewohner*innen im Viertel, die Angst vor Aufwertung bzw. daraus resultierende steigende Mieten und die infrastrukturelle Anpassung an eine zahlungskr\u00e4ftigere, hippe Nachbarschaft, reinkonstruiert in einen rebellischen Kiez, vor keinem Menschen halt macht. W\u00e4hrend immer mehr langj\u00e4hrige Kiezbewohner*innen wegziehen m\u00fcssen, weil ihre Mieten steigen und steigen, sprie\u00dfen Eigentumslofts wie Pilze aus dem Boden. Projekte, die sich aus dem Kiez kein Mensch leisten k\u00f6nnte, ziehen Pseudoalternative, Yuppies und finanzstarke Kleinfamilien an, die sich alle am oberen Rand der Mittelschicht sammeln und mittelfristig versuchen das Sozialgef\u00fcge im Kiez aufzul\u00f6sen, sowie s\u00e4mtliche politische Widerst\u00e4ndigkeit zu verwaschen.<\/p>\n<p>\u201eWer hier kauft, kauft \u00c4rger!\u201c so die klare Ansage eines rebellischen Kiezes!<\/p>\n<p>Lasst uns zusammen kommen und die Vereinzelung durchbrechen. Lasst uns Widerstand gegen solche Bauprojekte organisieren.<\/p>\n<p>Wir bleiben Alle!<\/p>\n<p>Konflikte verbinden, Kiez-K\u00e4mpfe nach Hamburg zum G20-Gipfel tragen. Am 7.\/ 8. Juli in Hamburg und dar\u00fcber hinaus&#8230;<\/p>\n<p>Autonome Gruppen<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/209659\">Linksunten<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leipzig, 16. 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