{"id":5820,"date":"2017-03-10T00:00:41","date_gmt":"2017-03-09T22:00:41","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=5820"},"modified":"2017-03-10T00:00:41","modified_gmt":"2017-03-09T22:00:41","slug":"bagger-der-schenk-company-angezuendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=5820","title":{"rendered":"Bagger der Schenk Company angez\u00fcndet"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frankfurt am Main<\/strong>, 10. M\u00e4rz 2017<\/p>\n<blockquote><p>Die letzte Nacht haben wir genutzt um in unsere Wut gegen die fortschreitende Aufwertung und Verdr\u00e4ngung in unserem Umfeld zum Ausdruck zu bringen. Deshalb haben wir in Eschersheim gegen\u00fcber der alten Batschkapp die Bauarbeiten sabotiert und einen Bagger den Flammen \u00fcbergeben. Der Baugrund geh\u00f6rt Schenk&amp;Company welche sich auf den Verkauf von Luxuseigentumsimmobilien spezialisiert haben.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAls g\u00e4be es in dieser Stadt nicht bereits genug hochpreisige Wohnungen. Als g\u00e4be es in dieser Stadt kein massives Problem bezahlbare Wohnungen zu finden. Stadtverwaltung und Immobilienfirmen l\u00fcgen uns durchgehend an wenn sie behaupten das auch bezahlbare Wohnungen gebaut werden w\u00fcrden. W\u00e4hrend ganze Viertel mit \u201egated communitys\u201c der \u201ereichen\u201c neu aus dem Boden gestampft werden, steigen die Mieten in den Wohnungen der \u201e\u00e4rmeren\u201c immer weiter.<\/p>\n<p>Dem Wohnraummangel wird nicht begegnet mit dem Bau von bezahlbaren Wohnungen. Es verwundert nicht das im Kapitalismus Firmen den maximalen Gewinn suchen, doch in Frankfurt versagt auch jede Stadtplanung. W\u00e4hrend der zust\u00e4ndige Dezernent nicht m\u00fcde wird zu betonen, dass jedes Projekt eine Quote von sozialem Wohnraum einhalten sollte, vergibt die Stadt gleichzeitig Baugrund an Firmen die sich auf Luxusimmobilien spezialisiert haben. Dies geschieht im Sinne der Verdichtung der Stadtteile um den knappen Platz noch zu verwerten. Was jedoch daraus resultiert ist die Verteuerung ganzer Viertel und die Auslagerung von vermeintlichen sozialen Brennpunkten in die Peripherie um den zahlungskr\u00e4ftigen Wettbewerbern ein \u201eangenehmes\u201c Wohnumfeld zu garantieren. So werden die Konflikte der Zukunft geschaffen. Schenk &amp; Company dr\u00fccken es so aus:<\/p>\n<p>\u201eWir fokussieren unsere Maklert\u00e4tigkeit auf ausgesuchte St\u00e4dte. Der Grund daf\u00fcr ist, dass wir einen Zusammenhang zwischen Premium Immobilien, Region, urbanem Raum und kulturellem Potenzial sehen.\u201c<\/p>\n<p>Auch wir sehen dieses Potential. Willkommen im urbanen Raum, hier wo sich die Leute nicht alles gefallen lassen.<\/p>\n<p>Wir sehen diese Aktion im Zusammenhang mit den gemeinsamen Kampf gegen Verdr\u00e4ngung und Umstrukturierung. Unsere lokalen K\u00e4mpfe sind Ausgangspunkt und Kristallisationspunkt, beim G20 Gipfel in Hamburg haben wir die M\u00f6glichkeit unseren K\u00e4mpfen einen gemeinsamen Ausdruck zu verleihen. So schreiben Autonome Gruppen:<\/p>\n<p>\u201eaber eine militante Auseinandersetzung h\u00f6rt nicht in Hamburg auf, sie ist Teil eines permanenten Kampfes. Ob und wie intensiv die Auseinandersetzung auf der Stra\u00dfe w\u00e4hrend des Gipfels wird, ist f\u00fcr uns nicht das Entscheidende, sondern darum uns wiedermal zu begegnen und auf transnationaler Ebene zusammen zukommen Kontakte zu vertiefen und vielleicht auch einen gemeinsamen Rhythmus zu finden [&#8230;]. Aus dem gemeinsam Erlebten, folgern teilweise gemeinsame Ansichten und Ideen, es entstehen Freundschaften und solidarische Beziehungen. Hamburg im Juli wird ein weiteren Moment darstellen diese Beziehungen zu vertiefen und neue zu kn\u00fcpfen.\u201c<\/p>\n<p>Dem schlie\u00dfen wir uns an und sagen, die wirkliche militante Auseinandersetzung beginnt erst nach dem Gipfel. In Frankfurt haben wir diese Erfahrung gemacht, lasst uns gemeinsam daf\u00fcr sorgen das der G20 kein isoliertes Event bleibt, sondern Teil einer kollektiven Erfahrung wird, welche sich einreiht in revolution\u00e4re Prozesse unseres Alltags.<\/p>\n<p>Bei der Aktion haben wir uns an dieser Anleitung eines Z\u00fcnders orientiert, welche wir gerne weiterempfehlen m\u00f6chten: https:\/\/linksunten.indymedia.org\/en\/node\/205560<\/p>\n<p>Wir gr\u00fc\u00dfen alle K\u00e4mpfenden nah und fern, die Verteidiger*innen der Effy 29 in Bern, und die interkiezionale Demo in Berlin.<\/p>\n<p>So die Presse: Totalschaden von etwa 30.000 Euro &#8211; Bagger angez\u00fcndet<\/p>\n<p>In der Nacht zum Freitag ist auf einer Baustelle in Frankfurt-Eschersheim ein Bagger niedergebrannt. Es entstand ein Totalschaden von etwa 30.000 Euro.<\/p>\n<p>Frankfurt. In der vergangenen Nacht zum Freitag ist auf einer Baustelle an der Eschersheimer Landstra\u00dfe 584 ein Schaufelbagger komplett niedergebrannt. An dem Bagger entstand ein Totalschaden von etwa 30.000 Euro.<\/p>\n<p>Gegen 02.15 Uhr meldeten Passanten den auf einer Baustelle stehenden und brennenden Bagger. Nach ersten Erkenntnissen ist h\u00f6chstwahrscheinlich von Brandstiftung mit bisher unbekanntem Brandbeschleuniger auszugehen.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/206072\">Linksunten<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt am Main, 10. M\u00e4rz 2017 Die letzte Nacht haben wir genutzt um in unsere Wut gegen die fortschreitende Aufwertung und Verdr\u00e4ngung in unserem Umfeld zum Ausdruck zu bringen. Deshalb haben wir in Eschersheim gegen\u00fcber der alten Batschkapp die Bauarbeiten sabotiert und einen Bagger den Flammen \u00fcbergeben. 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