{"id":5641,"date":"2017-01-22T00:00:45","date_gmt":"2017-01-21T22:00:45","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=5641"},"modified":"2017-01-22T00:00:45","modified_gmt":"2017-01-21T22:00:45","slug":"farbe-gegen-kriegerdenkmal-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=5641","title":{"rendered":"Farbe gegen Kriegerdenkmal"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/02\/202224.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5642\" src=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/02\/202224-225x300.jpg\" alt=\"202224\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/02\/202224-225x300.jpg 225w, https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/02\/202224.jpg 420w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Radolfzell<\/strong>, 22. Januar<\/p>\n<blockquote><p>Wieder \u00c4rger um das Kriegerdenkmal am Luisenplatz: Am Wochenende haben Unbekannte die Skulptur der zwei Soldaten mit Farbbeuteln beworfen. Am Sockel des Denkmals haben sie eine eindeutig politische Botschaft hinterlassen: &#8220;lieber bunt als Nazi-Schund&#8221;. Auch auf der Gedenktafel, auf der die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Radolfzeller gelistet sind, hinterlie\u00dfen sie eine gelbe Markierung beim Namen Heinrich K\u00f6ppens. Wohl nicht ohne Grund: K\u00f6ppen war Kommandeur des dritten Bataillons der SS-Standarte Germania in Radolfzell. Er fiel im Krieg bereits 1939.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nWer f\u00fcr den Farbbeutelangriff verantwortlich ist, ist unklar, die Polizei ermittelt noch. Die Aktion spricht eine deutliche Sprache, die auf das politisch linke Spektrum schlie\u00dfen l\u00e4sst. Markus Wolter, Freiburger Historiker mit Radolfzeller Wurzeln, tippt auf Verursacher aus den Reihen der Antifa. &#8220;Hier an diesem Platz kollidieren offenbar zwei Gruppen.&#8221; In den vergangenen Jahren ist der Luisenplatz immer wieder zum Kultort f\u00fcr rechtsradikale Aktionen geworden, zum Beispiel steht die Partei &#8220;Der dritte Weg&#8221; im Verdacht, Friedensfahnen von dort entwendet zu haben.<\/p>\n<p>Wolter wundert das nicht. Der Fehler gehe ins Jahr 1958 zur\u00fcck. Damals habe ein Stadtrat vorgeschlagen, beim Gedenken an die Gefallenen der Kriege auch an die SS-Angeh\u00f6rigen zu erinnern, der Vorschlag wurde angenommen. Seither gedenkt man am Volkstrauertag der Gefallenen der Weltkriege und der Opfer des Nationalsozialismus \u2013 beides am Luisenplatz. F\u00fcr Wolter ein Unding: Alleine durch die Inschrift seien rechte Gruppierungen eingeladen, den Platz als Kultort zu missbrauchen. &#8220;So lange man hier offiziell gedenkt, hat man das Problem.&#8221; Sein Vorschlag: Volkstrauertage d\u00fcrften nicht mehr am Luisenplatz abgehalten werden, das Gedenkbanner mit der Listung der Namen auch der SS-Angeh\u00f6rigen m\u00fcsse enfernt werden. &#8220;Man kann dem Platz nicht durch ein paar Friedensfahnen eine scheinbare Leichtigkeit verleihen.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/en\/node\/202223\">S\u00fcdkurier<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Radolfzell, 22. Januar Wieder \u00c4rger um das Kriegerdenkmal am Luisenplatz: Am Wochenende haben Unbekannte die Skulptur der zwei Soldaten mit Farbbeuteln beworfen. Am Sockel des Denkmals haben sie eine eindeutig politische Botschaft hinterlassen: &#8220;lieber bunt als Nazi-Schund&#8221;. 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