{"id":5439,"date":"2017-01-27T00:00:52","date_gmt":"2017-01-26T22:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=5439"},"modified":"2017-01-27T00:00:52","modified_gmt":"2017-01-26T22:00:52","slug":"farbe-und-haemmer-gegen-software-hersteller-psi-ag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=5439","title":{"rendered":"Farbe und H\u00e4mmer gegen Software-Hersteller PSI AG"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/01\/203638.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5587\" src=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/01\/203638-300x199.jpg\" alt=\"203638\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/01\/203638-300x199.jpg 300w, https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/01\/203638-768x509.jpg 768w, https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2017\/01\/203638-1024x678.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Berlin<\/strong>, <span class=\"submitted\">27. Januar 2017<\/span><\/p>\n<blockquote><p>Wir haben gestern Nacht den Eingangsbereich des Software-Herstellers PSI AG mit H\u00e4mmern und Farbe einem Facelifting unterzogen, in gro\u00dfen Lettern den Schriftzug &#8220;BL(A)CKOUT&#8221; hinterlassen und gut zwanzig Scheiben eingehauen.<\/p>\n<p>PSI entwickelt Software f\u00fcr Energieversorger, Industrieunternehmen sowie Infrastrukturbetreiber und pflegt ein Firmengeflecht mit namhaften Partnern aus der R\u00fcstungsindustrie wie SAP und ThyssenKrupp, welche wegen ihren Gesch\u00e4ften mit Polizei und Milit\u00e4r schon vermehrt zum Ziel von antimilitaristischen Angriffen wurden. Auf dem j\u00e4hrlich stattfindenden europ\u00e4ischen Polizeikongress beteiligte sich PSI bereits 2009 als Aussteller.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nMit knapp 18 Prozent ist der Energiekonzern RWE einer der bedeutendsten Aktion\u00e4re von PSI und gleichzeitig treuer Kunde. RWE ist unter anderem Betreiber der Braunkohlegruben im Hambacher Forst, wo sich seit Jahren Widerstand gegen den Konzern und seine zerst\u00f6rerischen Machenschaften richtet, und nach wie vor Teile des Gel\u00e4ndes besetzt sind.<\/p>\n<p>Mit dieser Tat wollen wir unsere Verbundenheit mit den RebellInnen der ZAD&#8217;s (Zone \u00c0 D\u00e9fendre) und allen anderen die sich gegen die Fremdbestimmung und den Angriff der Technologie auf unser Leben zur Wehr setzen, zum Ausdruck bringen. Wir folgen damit den Aufrufen gegen das Gipfeltreffen der G20, Firmen, Institutionen und Infrastruktur anzugreifen, die zur Perfektionierung der Sicherheitsarchitektur und dem Erhalt der sozialen Ordnung beitragen.<\/p>\n<p>Das Unternehmen PSI ist eine treibende Kraft in der Entwicklung und Forschung der von der Bundesregierung und Lobbyisten angestrebten \u201eIndustrie 4.0\u201c, welche den vermehrten Einsatz von Robotern in der industriellen Produktion und die Verzahnung der Informations- und Kommunikationstechnik durch smarte und digitale Systeme zum Ziel hat. Es ist eine \u201eRevolution\u201c von oben, von der sich, mit Hilfe k\u00fcnstlicher Intelligenz, dem \u201eInternet der Dinge\u201c und der Digitalisierung und Vernetzung von Maschinen, eine Optimierung und Effizienz in der Produktion erhofft wird, die gro\u00dfe Gewinne verspricht.<\/p>\n<p>Der Mensch wird darin immer mehr zum Problem und Faktor der durch seine Bed\u00fcrfnisse, Fehler und Unvollkommenheit der Profitmaximierung im Wege steht. Deshalb sollen nun zunehmend automatisierte Roboter an seine Stelle treten. Dies wird zur Folge haben das Millionen ArbeiterInnen von den Fabriken ausgespuckt und zu \u00dcberfl\u00fcssigen erkl\u00e4rt werden. Nicht das das Verschwinden der entfremdeten Arbeit am Flie\u00dfband auch nur eine Tr\u00e4ne wert w\u00e4re, aber sicher ist, dass diese Entwicklungen vor allem im Interesse des Kapitals sind; in keiner Weise sind sie Wohltaten der Industrie-Bosse um die Menschheit vom Moloch der Fabrik zu befreien. Das Schicksal und Wohlergehen derjenigen, die von der Lohnarbeit abh\u00e4ngig sind, spielt dabei keine Rolle.<\/p>\n<p>Die Robotisierung wird aber nicht an den Fabrikmauern halt machen, sondern sich \u00fcber alle Bereiche des Lebens ausdehnen. Das \u201eInternet der Dinge\u201c transformiert unser Verh\u00e4ltnis zur Technik und verschafft den Dingen durch die Vernetzung mit Hilfe von Chips, Tags und Sensoren einen neuen Ort in der Welt. Diese Entwicklungen haben an vielen Punkten bereits Einzug in unseren Alltag gefunden und es entsteht eine Abh\u00e4ngigkeit, welche auf eine vollst\u00e4ndige Beherrschung der Technologie \u00fcber unser Leben zu steuert. Smartphones sind schon jetzt f\u00fcr viele Menschen nicht mehr aus ihrem Leben wegzudenken. St\u00e4ndig vernetzt und der zwanghaften Selbstoptimierung unterworfen um in der digitalen Welt existieren und mit den Maschinen konkurrieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Genauso ist auch unsere Umgebung davon betroffen: Unter dem Begriff der Smart Citys werden Entwicklungskonzepte entworfen, die darauf abzielen, Metropolen effizienter und technologisch fortschrittlicher zu machen. Vor allem aber schaffen sie eine Infrastruktur welche mit dem Sammeln von Daten durch Verkehrstelematik, Videosystemen, IP-Kameras, Gesichtserkennung und intelligenten Algorithmen den Orwellschen \u00dcberwachungsstaat noch um weiten \u00fcbertreffen.<\/p>\n<p>All dies wird uns im Namen des Fortschritts als L\u00f6sung der globalen Probleme verkauft. Unter dem Deckmantel der \u00d6kologie f\u00fchlen sich die Profiteure dieser Entwicklungen auf der richtigen Seite. Schauen wir jedoch genauer hin, k\u00f6nnen wir sehr leicht erkennen, dass diese Probleme unweigerlich mit dem Kapitalismus und der daraus resultierenden Logik des st\u00e4ndigen Wachstums verkn\u00fcpft sind. Wer sich dieser Realit\u00e4t verweigert und an der Zerst\u00f6rung des Planeten und seiner Lebewesen bereichert, macht sich als Feind der Freiheit und des selbstbestimmten Lebens zur Zielscheibe unserer Wut.<\/p>\n<p>Gegen die Herrschaft der Technologie<br \/>\nG20 sabotieren &#8211; Kapitalismus angreifen<\/p>\n<p>Autonome Gruppe AG BL(A)CKOUT<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/202307\">Linksunten<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Polizei<\/strong>:<\/p>\n<blockquote><p>Insgesamt 25 Scheiben eines B\u00fcrogeb\u00e4udes in der Dircksenstra\u00dfe in Mitte wurden in der vergangenen Nacht mit Farbe beschmiert. Gegen 1.10 Uhr stellten Mitarbeiter eines Wachschutzunternehmens fest, dass Unbekannte gelbe und blaue Farbe gegen die Scheiben geschmiert und sie mit einem f\u00fcnf Meter langen Schriftzug versehen hatten. Zudem hatten die Unbekannten versucht, die Scheiben an diversen Stellen einzuschlagen, was jedoch misslungen war. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes pr\u00fcft eine politische Motivation.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 27. Januar 2017 Wir haben gestern Nacht den Eingangsbereich des Software-Herstellers PSI AG mit H\u00e4mmern und Farbe einem Facelifting unterzogen, in gro\u00dfen Lettern den Schriftzug &#8220;BL(A)CKOUT&#8221; hinterlassen und gut zwanzig Scheiben eingehauen. 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