{"id":4789,"date":"2016-10-27T00:00:51","date_gmt":"2016-10-26T22:00:51","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=4789"},"modified":"2016-10-27T00:00:51","modified_gmt":"2016-10-26T22:00:51","slug":"kaputte-scheiben-bei-jobpoint-und-ramona-pop-gruene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=4789","title":{"rendered":"Kaputte Scheiben bei Job Point und Ramona Pop (Gr\u00fcne)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin<\/strong>, 27. Oktober 2016<\/p>\n<blockquote><p>\u201eMehr Polizisten auf der Stra\u00dfe \u2013 und zwar nicht einige Dutzend mehr, sondern gleich 500. Au\u00dferdem eine bessere Ausstattung der Polizei, mehr Leute beim Spezialeinsatzkommando, kurz SEK, und neue, kleine Polizeiwachen an Bahnh\u00f6fen. Und dann noch eine Regelung zum finalen Rettungsschuss, jener gezielten T\u00f6tung etwa eines Geiselnehmers, f\u00fcr die in Berlin anders als in 13 anderen Bundesl\u00e4ndern noch die gesetzliche Grundlage fehlt.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDas fordern an diesem Mittwochvormittag nicht etwa die Christdemokraten, sondern die Berliner Gr\u00fcnen in Person von Innenpolitiker Benedikt Lux und ihrer Spitzenkandidatin Ramona Pop. Dem zust\u00e4ndigen Innensenator Frank Henkel von der CDU werfen sie vor, Berlin sei seit seinem Amtsantritt 2011 unsicherer geworden.\u201c schrieb die taz am 17. August und Ramona Pop, Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, sagte der Deutschen Presse-Agentur \u00abWir wollen mehr vern\u00fcnftig ausger\u00fcstete Polizei an der Basis, die Kiez-Polizisten gegen die Alltagskriminalit\u00e4t\u00bb.<\/p>\n<p>Pop und ihre Parteigenoss*innen werden sich an der zuk\u00fcnftigen Senatsregierung in Berlin beteiligen und damit direkt Verantwortung tragen f\u00fcr das, was in dieser Stadt passiert. Im Gegensatz zu den gew\u00f6hnlichen Law-and-Order Parteien wie der CDU nutzen sie dabei aber subtilere Mittel der Machterhaltung. Konflikte die bef\u00e4higt sind, radikale Umbr\u00fcche weiter nach vorne zu treiben, wie zum Beispiel der Kampf gegen steigende Mieten, werden von den Gr\u00fcnen unterwandert um dort dann \u201eL\u00f6sungsvorschl\u00e4ge\u201c zu pr\u00e4sentieren, die zwar keinen Nutzen und keine Ver\u00e4nderungen bringen daf\u00fcr aber den meisten ein Gef\u00fchl \u201eDie Politik k\u00fcmmert sich&#8230;\u201c vermittelt.<\/p>\n<p>Damit stehen sie also in der Konsequenz ihrem angeblichem Gegen\u00fcber in nichts nach, noch schlimmer sie sind die Handlanger und Wegbereiter in typischer Anscheissermanier. Aus diesem Grund bieten sie nicht nur einen, schon vielfach angewandten Kanalisationspunkt unserer Wut sondern sollte uns auch dazu bef\u00e4higen, diejenigen die tats\u00e4chlich unvereinbar, den herrschenden Verh\u00e4ltnissen entgegenstehen, zusammenzubringen in der Gemeinsamkeit der Ablehnung.<\/p>\n<p>Mit der Z\u00fcchtung von Denunzianten ist unter anderen der Job Point bei der Neuk\u00f6llner Oper an der Karl-Marx-Str. beauftragt. Hier werden nicht nur schwer vermittelbare Arbeitslose in Sklavent\u00e4tigkeiten gepresst sondern heute soll dort auch eine Rekrutierungsveranstaltung der Berliner Schweine stattfinden. Gesucht werden noch mehr Objektsch\u00fctzer f\u00fcr die Botschaften der in Berlin akkreditierten Diktaturen oder f\u00fcr die Villen der Reichen in den Aufwertungsvierteln dieser Stadt.<\/p>\n<p>Zielgruppe sind insbesondere migrantische und perspektivlos erscheinende Jugendliche und Langzeitarbeitslose, die hier mit Autorit\u00e4t und der Macht einer Waffe gelockt werden sollen.<\/p>\n<p>Die Strategie der Bullen in diesem Zusammenhang ist offensichtlich: Mit der verst\u00e4rkten Anwerbung migrantischer Personen f\u00fcr den Streifendienst soll eine steigende Sympathie mit den uniformierten M\u00f6rder*innen auch in Vierteln wie Neuk\u00f6lln, Wedding und Moabit erreicht werden. Eine Art und Weise mit derlei Anbiederungen umzugehen, zeigten Anwohner*innen der Rigaer Stra\u00dfe, als sie den dortigen Kontaktbereichsbullen in seine Schranken wiesen.<\/p>\n<p>Mit unserer Aktion wollen wir diesen Leuten von Anfang an klar machen, dass sie sich mit der T\u00e4tigkeit als Schwein au\u00dferhalb nachbarschaftlicher Akzeptanz werden bewegen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dass sie sich, mit der Entscheidung f\u00fcr eine Bewerbung bei den Bullen, nicht nur f\u00fcr einen weiteren Job entscheiden, sondern daf\u00fcr, auf wessen Seite sie in den kommenden Jahren stehen werden. Eine Entscheidung in Feindschaft zu den solidarischen Strukturen ihres Viertels, zu den k\u00e4mpfenden Individuen und Bewegungen Berlins \u2013 Eine Feindschaft zu uns.<\/p>\n<p>Die dazu f\u00fchrt, dass sie immer und \u00fcberall damit rechnen m\u00fcssen Ziel unserer Widerstandshandlungen zu werden und erstes Ziel bei Angriffen gegen dieses System sein werden.<\/p>\n<p>Wir haben deshalb in der Nacht zum 27. Oktober das Wahlkreisb\u00fcro von Ramona Pop in der Wolliner Strasse in Mitte eingeh\u00e4mmert und auch alle Scheiben beim Job Point in Neuk\u00f6lln zerst\u00f6rt wo wir auch Butters\u00e4ure reinwarfen.<\/p>\n<p>Unsere Gedanken waren dabei auch bei den Menschen im Jungle von Calais und in der ZAD, denen wir viel Erfolg beim Kampf gegen die Bullen w\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem nat\u00fcrlich senden wir Gr\u00fc\u00dfe an Aaron und Balu sowie alle anderen Angeklagten, die nicht mit dem Staat kooperieren.<\/p>\n<p>Anarchist*innen<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/en\/node\/195004\">Linksunten<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 27. Oktober 2016 \u201eMehr Polizisten auf der Stra\u00dfe \u2013 und zwar nicht einige Dutzend mehr, sondern gleich 500. 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