{"id":4318,"date":"2016-08-15T00:00:56","date_gmt":"2016-08-14T22:00:56","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=4318"},"modified":"2016-08-15T00:00:56","modified_gmt":"2016-08-14T22:00:56","slug":"steine-gegen-knastprofiteur-und-spd-buero","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=4318","title":{"rendered":"Steine gegen Knastprofiteur und SPD-B\u00fcro"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2016\/08\/spd.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-4321\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2016\/08\/spd-225x300.jpg\" alt=\"spd\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/a>Berlin<\/strong>, 15. August 2016<\/p>\n<blockquote><p>So beginnt unsere Woche. Und so sollte jeder Tag f\u00fcr die Profiteure und Verantwortlichen des Knastsystems beginnen&#8230;<\/p>\n<p>Wir haben heute morgen den Fernsehdienst J\u00fcrgen Kr\u00fcger und das SPD B\u00fcro von Bj\u00f6rn Eggert in der Oranienstr. in Kreuzberg\u00a0 besucht und ihnen die Scheiben eingeschmissen.<\/p>\n<p>Fernsehdienst Kr\u00fcger hat seit \u00fcber drei\u00dfig Jahren das Monopol auf die Untersuchung elektronischer Ger\u00e4te von Gefangenen in Berlin. An ihnen kommt z.B. kein Radio vorbei ohne eingehend untersucht zu werden. Damit soll verhindert werden, dass Schmuggelware oder manipulierte Ger\u00e4te hinter die Mauern kommen. F\u00fcr Gefangene bedeutet diese Zwischenstation f\u00fcr ihre Unterhaltungs- und Informationshardware in erster Linie erheblichen finanziellen Mehraufwand. Die Firma profitiert so direkt von der G\u00e4ngelung der Gefangenen. <!--more--><br \/>\nAu\u00dferdem ist es nicht erst einmal vorgekommen, dass Ger\u00e4te von Kr\u00fcger besch\u00e4digt und kaputtrepariert wurden. Zus\u00e4tzlich \u00fcbernimmt J\u00fcrgen Kr\u00fcger die technische Auswertung von den in Justizvollzugsanstalten beschlagnahmten Handys und liefert die geknackten Daten an die Beh\u00f6rden. Schon mehrere Male hat es die Firma daher erwischt, was sie bisher nicht davon abhalten konnte, ihre perverse Ausnutzung der Repression gegen Gefangene fortzusetzen&#8230;&#8230;..<\/p>\n<p>Direkt neben Kr\u00fcger befindet sich das B\u00fcro von Bj\u00f6rn Eggert (SPD), welches sich in einer Gesch\u00e4ftsstelle der Arbeiterwohlfahrt AWO versteckt. Die AWO betreibt in Berlin mehrere Sammelunterk\u00fcnfte f\u00fcr Gefl\u00fcchtete. Wie zum Beispiel die mittlerweile geschlossene Unterkunft in der Motardstra\u00dfe in Spandau. Obwohl sich die AWO \u00f6ffentlich f\u00fcr kleine und dezentrale Unterbringung einsetzt, sieht die Realit\u00e4t in den von der AWO betriebenen H\u00e4usern anders aus. Die AWO ist au\u00dferdem dick im Abschiebungsgesch\u00e4ft mit dabei. Ihre sogenannte \u201eR\u00fcckkehrhilfe\u201c ist nur ein nett ausgedr\u00fccktes Synonym f\u00fcr Abschiebung.<\/p>\n<p>Die SPD ist zur Zeit mit ihrem Wahlkampf besch\u00e4ftigt. Alle Parteien versuchen sich st\u00e4ndig mit ihrer antisozialen Politik und Identit\u00e4tsdiskursen zu \u00fcbertrumpfen. Da wir da nicht viel erwarten k\u00f6nnen, von keiner Partei, muss ja nicht mehr gro\u00df gesagt werden.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich verfolgen wir auch den Kampf unserer Freund*innen in Griechenland, ihre Aktionen gegen Syriza im Zusammenhang mit den Angriffen auf die Squats in Thessaloniki haben uns gefallen. Im R\u00fcckblick auf das No Border Camp muss aber die Frage erlaubt sein: w\u00e4re es nicht besser gewesen diese Gelegenheit zu einem Krawall im Zentrum der Stadt zu nutzen?<\/p>\n<p>Unsere Aktion gegen den SPD Politiker Bj\u00f6rn Eggert reiht sich also auch in diesen Kampf ein.<\/p>\n<p>Mit unserer minimalen Aktion, f\u00fcr deren Durchf\u00fchrung wir auch eine \u00dcberwachungskamera ausschalten mussten, senden wir ein Zeichen der Solidarit\u00e4t an die Gefangenen Aaron und Balu in der JVA Moabit, die dort stellvertretend f\u00fcr den Widerstand gegen Investoren und den Angriff auf die Rigaer 94 in Untersuchungshaft sitzen, an die Gefangenen Marios Seisidis und Kostas Sakkas, die leider k\u00fcrzlich in Griechenland dem Feind in die H\u00e4nde gefallen sind, an die Gef\u00e4hrtin Lisa, die k\u00fcrzlich vom Folterstaat Spanien an die Staatsanwaltschaft in Aachen ausgeliefert wurde und an die acht Menschen in Basel, die dort f\u00fcr die angebliche Beteiligung einem wunderbaren Smash Mob am 24. Juni in Untersuchungshaft sitzen.<\/p>\n<p>Indem wir unsere K\u00e4mpfe wie in der Rigaer Stra\u00dfe immer entschlossener weiterf\u00fchren, \u00fcben wir eine praktische Solidarit\u00e4t f\u00fcr unsere Gefangenen in den Kn\u00e4sten des Systems aus. Die Auseinandersetzung rund um die Rigaer 94 und den gesamten Nordkiez haben gezeigt, dass eine konsequente Ablehnung aller Verhandlungsangebote und die militante Bek\u00e4mpfung der kapitalistischen Stadt den gr\u00f6\u00dften Erfolg f\u00fcr uns verspricht.<\/p>\n<p>Dies sollten wir im Hinterkopf behalten, wenn wir uns auf die anstehenden R\u00e4umungen des M99 und der Ohlauer Schule in Kreuzberg vorbereiten.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen diesen Staat zerst\u00f6ren. Was n\u00f6tig ist muss getan werden. Keine Ausreden, wenn es darum geht, all unser Handeln danach auszurichten.<\/p>\n<p>Darum schlagen wir auch vor, nach dem die Resonanz auf internationale Aufrufe wie zum Schwarzen Dezember oder zum Schwarzen Juli die affinit\u00e4ren Bezugnahmen der anarchistischen Tendenzen in Europa unter Beweis gestellt haben, das G 20 Treffen im Juli 2017 in Hamburg zum Desaster zu machen und jetzt dazu eine militante Kampagne zu starten.<\/p>\n<p>Anarchist*innen<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/187580\">Linksunten<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 15. August 2016 So beginnt unsere Woche. Und so sollte jeder Tag f\u00fcr die Profiteure und Verantwortlichen des Knastsystems beginnen&#8230; Wir haben heute morgen den Fernsehdienst J\u00fcrgen Kr\u00fcger und das SPD B\u00fcro von Bj\u00f6rn Eggert in der Oranienstr. in Kreuzberg\u00a0 besucht und ihnen die Scheiben eingeschmissen. 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