{"id":3669,"date":"2016-05-29T00:00:19","date_gmt":"2016-05-28T22:00:19","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=3669"},"modified":"2016-05-29T00:00:19","modified_gmt":"2016-05-28T22:00:19","slug":"farbe-steine-und-feuer-gegen-die-stadt-der-reichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=3669","title":{"rendered":"Farbe, Steine und Feuer gegen die Stadt der Reichen"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2016\/06\/180492.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-3670\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2016\/06\/180492-300x182.jpg\" alt=\"180492\" width=\"300\" height=\"182\" \/><\/a>Berlin<\/strong>, 29. Mai 2016<\/p>\n<blockquote><p>Wir haben uns in der Alten Jakobstra\u00dfe ein Stelldichein gegeben um unsere Wut \u00fcber Ausgrenzung, Vertreibung, Kontrolle und Verachtung gegen\u00fcber einer Stadt der Reichen mit Farbe, Steinen und Feuer sichtbar zu machen.<\/p>\n<p>Unsere Aktion zielte auf den Luxusneubau \u201cFellini Residences\u201d, ein im Bau befindliches Geb\u00e4ude f\u00fcr hochwertige Eigentumswohnungen der Immobilienfirma Patrizia, ein dazugeh\u00f6riges Baub\u00fcro und ein Immobilienb\u00fcro der Firma, ein Umspannwerk von Vattenfall, mehrere hochwertige Autos, ein Hotel und einen Supermarkt. Unseren R\u00fcckzug sicherten wir mit zwei brennenden Barrikaden und Kr\u00e4henf\u00fcssen ab.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDie Luxusneubauten stehen f\u00fcr eine Stadtentwicklung zu Gunsten der Reichen und zeigen offenkundig die Trennung in Teilhabende und Ausgeschlossene:<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die einen in ihren Appartments der \u201cgef\u00fchlsvollen Inszenierung italienischer Lebensqualit\u00e4t\u201d fr\u00f6hnen wird der P\u00f6bel durch \u00dcberwachungskameras fern gehalten.<br \/>\nW\u00e4hrend die einen auf die Wertsteigerung anstossen, m\u00fcssen sich andere vor Zwangsr\u00e4umungen f\u00fcrchten.<\/p>\n<p>Wer sich ausserhalb der Verwertungslogik selbst organisiert und sich st\u00e4dtischen Raum zu eigen macht, kriegt den Polizeikn\u00fcppel zu sp\u00fcren, wie k\u00fcrzlich bei einem kurdischen Strassenfest in Kreuzberg oder den immer wieder stattfindenden Besetzungen f\u00fcr ein soziales Zentrum.<\/p>\n<p>Wenn sich ein ganzer Kiez widerst\u00e4ndig zeigt wird kurzerhand ein Gefahrengebiet eingerichtet, um mit Schikanen, Kontrollen und Gewalt einzusch\u00fcchtern. Wer denkt mit Repression die Stimmen und Taten tot zu kriegen die sich gegen Vertreibung stellen und wehren, hat sich geirrt. Wir tauchen dann auf wenn nicht mit uns gerechnet wird und schlagen dort zu wo sich die Schweinereien dieser Politik manifestieren.<br \/>\nSolange aus Wohnraum Profit gemacht wird heisst unsere Initative Sabotage und Zerst\u00f6rung. Jede R\u00e4umung hat ihren Preis!<\/p>\n<p>Der Energiekonzern Vattenfall steht f\u00fcr das schmutzige Gesch\u00e4ft mit nat\u00fcrlichen Ressourcen, unter anderem in den Braunkohlegruben in der Lausitz. Weltweit tobt ein Krieg um die Bodensch\u00e4tze, \u00fcberall auf der Welt sind \u00f6kologische Katastrophen die Folge davon und verusachen Elend und Vertreibung. Zu Gunsten einer hochtechnologisierten Welt ist diese Gesellschaft bereit \u00fcber Leichen zu gehen. Nach Jahrzehnten der Verdummung und Entfremdung apathisch genug um nicht zu merken das wir in dem Zug sitzen der direkt auf eine Wand zurast&#8230;<\/p>\n<p>Doch mit Freude blicken wir \u00fcber die Landesgrenzen hinaus und erkennen die Feuer am Horizont, welche die Jugenlichen und Streikenden Arbeiter_Innen in Frankreich entfachen, genauso wie an vielen anderen Orten dieser Welt wo die Revolten gegen die herrschenden Verh\u00e4lnisse sichtbar werden.<\/p>\n<p>Wir erkennen uns darin wieder und senden solidarische und lodernde Gr\u00fc\u00dfe!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/180538\">Linksunten<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Here be dragons but no images. -->\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Polizei:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>\u00a0Anwohner haben in der vergangenen Nacht die Polizei wegen mehrerer Sachbesch\u00e4digungen in der Alten Jakobstra\u00dfe in Mitte alarmiert. Ihren Angaben zu Folge waren gegen 1.30 Uhr in der Alten Jakobstra\u00dfe zwischen Seydelstra\u00dfe und Sebastianstra\u00dfe mehrere schwarz gekleidete, vermummte Personen in Kleingruppen von f\u00fcnf bis sechs Personen unterwegs, die zun\u00e4chst an den beiden Kreuzungen Barrikaden aus brennenden Autoreifen errichteten und \u201eKr\u00e4henf\u00fc\u00dfe\u201c auslegten. In der Folge wurden durch die Randalierer in dem Stra\u00dfenabschnitt mehrere Brandstiftungen an Fahrzeugen und Geb\u00e4uden sowie diverse Schabesch\u00e4digungen u.a. durch Steinw\u00fcrfe begangen. Noch bevor die alarmierten Polizisten eintrafen, waren die Kriminellen unerkannt entkommen. Ein Funkwagen wurde bei der Anfahrt zum Tatort an der Alten Jakobstra\u00dfe Ecke Sebastianstra\u00dfe durch ausgelegte \u201eKr\u00e4henf\u00fc\u00dfe\u201c besch\u00e4digt. Die Br\u00e4nde wurden durch Einsatzkr\u00e4fte der Feuerwehr gel\u00f6scht. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt jetzt wegen des schweren Landfriedensbruchs.<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 29. Mai 2016 Wir haben uns in der Alten Jakobstra\u00dfe ein Stelldichein gegeben um unsere Wut \u00fcber Ausgrenzung, Vertreibung, Kontrolle und Verachtung gegen\u00fcber einer Stadt der Reichen mit Farbe, Steinen und Feuer sichtbar zu machen. 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