{"id":3570,"date":"2016-05-12T00:00:11","date_gmt":"2016-05-11T22:00:11","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=3570"},"modified":"2016-05-12T00:00:11","modified_gmt":"2016-05-11T22:00:11","slug":"bullenlaster-angefackelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=3570","title":{"rendered":"Bullenlaster abgefackelt"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2016\/05\/179087.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-3494\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2016\/05\/179087-300x199.jpg\" alt=\"179087\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a>Berlin<\/strong>, 12. Mai 2016<\/p>\n<blockquote><p>An die \u00fcber 600 Gef\u00e4hrten, die die Grenze beim Brenner angegriffen haben, m\u00f6chten wir ein Zeichen der Solidarit\u00e4t senden. Hierf\u00fcr haben wir in der Nacht vom 11. Mai einen ganzen Lastwagen der Polizei in einem Hinterhof in der deutschen Hauptstadt in Brand gesetzt. Die Polizei hat den Laster einer Schule f\u00fcr den Karneval der Kulturen geliehen, aber kein Hinterhof ist sicher genug, wie sie vielleicht gemerkt haben. Wir, hier in Deutschland, wo wir st\u00e4ndigen Erhebungen von extremen Rechten und faschistischen Mobilisierungen und Parteien gegen\u00fcberstehen, und wissend, dass die Wurzeln der sogenannten \u201eFl\u00fcchtlingskrise\u201c vor allem in den von den reichsten L\u00e4ndern dieser Welt initiierten und reproduzierten \u00f6konomischen und rassistischen Politik liegen, sind uns bewusst, dass dieser Kampf gegen die Festung Europa in jeder Hinsicht ein Kampf f\u00fcr Freiheit und Selbstbestimmung ist.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAls wir die Videos und Medienresonanz von der Demonstration vom 07. Mai auf der italienischen Seite des Brennerpasses sahen, waren wir h\u00f6chst beeindruckt ab der Entschlossenheit und dem Mut der maskierten Gruppe, die trotz den Tr\u00e4nengaswolken und der Polizeibrutalit\u00e4t, mit der die Autorit\u00e4ten versuchten, die Angriffe gegen sich selbst und gegen ihre Idee von mit Stacheldraht umz\u00e4unten Nationen zu unterbinden, unerbittlich Steine, Knallk\u00f6rper und Rauchbomben warfen. Und insbesondere angesichts der Umgebung, da es f\u00fcr uns weit kniffliger schien, mitten in den Alpen, wo man in keiner Menschenmasse oder kleinen Strassen h\u00e4tte verschwinden k\u00f6nnen, zu handeln und zu fl\u00fcchten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Blockade des Zugverkehrs und sp\u00e4ter der Autobahn, war der gewaltt\u00e4tige Protest organisiert worden, um die Idee von offenen Grenzen zu verteidigen und um gegen die Forderung der \u00f6sterreichischen und im generellen aller EU Minister, die alle Wege der Migration in Richtung reiches Mittel- und Nordeuropa blockieren wollen, zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Die sogenannte \u201eAdria-Route\u201c von Albanien in die Apulien-Region in Italien wurde eine neue Alternative, um die reicheren Regionen in Europa zu erreichen, da die Grenzen auf der Balkanroute immer mehr gesch\u00fctzt und mit Material und \u00f6konomischen Resourcen und Hilfe von den L\u00e4ndern, die Angst vor durchl\u00e4ssigen Grenzen haben, aufger\u00fcstet werden. (Mehr dazu, ein englischer Artikel auf : abbatterelefrontieri.blogsport.nl\/p\/documenti.html (A.d.\u00dc. ist so nicht aufrufbar))<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten erkl\u00e4ren, dass f\u00fcr uns diese Aktion beim Brennerpass sehr produktiv und notwendig wirkte. Erstens durch das Senden von Solidarit\u00e4t an alle Migranten \u00fcber Kan\u00e4le, die nicht zu verborgen waren, um an sie heranzukommen, wie dies, wie wir denken, zu oft der Fall ist in anarchistischen K\u00e4mpfen. Dies war m\u00f6glich, weil praktisch alle europ\u00e4ischen Zeitungen \u00fcber diese Aktion berichtet haben, aber auch, weil es den Versuch gab, auch ausserhalb von Italien zu mobilisieren und es war als Massenaktion geplant und nicht als eine small-group-secret-and-fast-smash-mob.<\/p>\n<p>Zweitens erreichte es das Ziel, einer breiten \u00d6ffentlichkeit die Feindschaft, den Widerstand und die militante F\u00e4higkeit zu zeigen, dass man gegen die Grenzpolitik der Einsperrung, Gewalt und Dublin II B\u00fcrokratie handeln kann, was, unserer Meinung nach, einer friedlichen und bunten Demonstration kaum m\u00f6glich ist, dies mit der gleichen Intensit\u00e4t und Glaubw\u00fcrdigkeit zu \u00fcbertragen. In unseren Augen ist der Grund, weshalb die Zeitungen \u00fcber diese Zusammenst\u00f6sse berichteten, der bestimmte und militante Charakter der Aktion. Mit diesem zweiten Punkt m\u00f6chten wir betonen, dass Militanz eine Strategie ist.<\/p>\n<p>Der dritte Punkt handelt vom legitimen und notwendigen Resultat dieser Form des Protests: verletzte Autorit\u00e4ten und zertr\u00fcmmertes Eigentum. Gegen\u00fcber der m\u00f6rderischen Gewalt, die diese Institutionen und Personen jeden Tag und meist mit seltenen und harmlosen Konsequenzen ver\u00fcben, denken wir, ist es keine Frage, ob es uns \u201eerlaubt\u201c ist, mit gewaltt\u00e4tigen und illegalen Mitteln zu antworten (oder in besseren F\u00e4llen, selbstbestimmt zu handeln).<\/p>\n<p>F\u00fcr die Menschen, die verhaftet wurden:<\/p>\n<p>Wir versuchen, Druck von ausserhalb aufzubauen und senden euch warme Gedanken von niemals endenden Aufst\u00e4nden und K\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Bis alle frei sind.<\/p>\n<p>Und um &#8220;abbatere le frontiere&#8221; zu zitieren:<br \/>\nBisogna sceglieri da che parte stare<br \/>\nits necessary to choose which side to take<br \/>\nWir m\u00fcssen uns entscheiden auf welcher Seite wir stehen wollen.<br \/>\nIl est temps de choisir: se soumettre ou se revolter<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/179471\">Linksunten<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 12. 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