{"id":3324,"date":"2016-04-24T00:00:42","date_gmt":"2016-04-23T22:00:42","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=3324"},"modified":"2016-04-24T00:00:42","modified_gmt":"2016-04-23T22:00:42","slug":"kabelbrand-bei-tagebau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=3324","title":{"rendered":"Kabelbrand bei Tagebau"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2016\/04\/176914.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-3345\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2016\/04\/176914-300x150.jpg\" alt=\"176914\" width=\"300\" height=\"150\" \/><\/a>Hambacher Forst<\/strong>, 24. April 2016<\/p>\n<blockquote><p>Wir melden uns als diejenigen zu Wort, die den Ausfall der Braunkohlegrube Hambach am vergangenen Sonntagmorgen, dem 24.April 2016 herbeigef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>Als Ziel unseres Angriffs w\u00e4hlten wir die frei liegenden Erdleitungen zwischen Kohlebunker und B\u00e4ndersammelpunkt. An diesen Kabeln sind s\u00e4mtliche Bagger, Absetzer und F\u00f6rderb\u00e4nder angeschlossen. Die Kabel verlaufen vom Umspannwerk am westlichen Grubenrand bei Oberzier, in dem von 280kV auf 30kV transformiert wird, zum B\u00e4ndersammelpunkt \u00fcber Stahlger\u00fcste in einer H\u00f6he von etwa 20 \u2013 200cm. Einschlie\u00dflich der Isolierung waren sie etwa 10cm dick. Um eine gesicherte Wirkung auf m\u00f6glichst viele Kabel zu erzielen haben wir eine enorme Menge Benzin unter den Kabeln platziert und entz\u00fcndet. In der N\u00e4he der Brandstelle befanden sich weder Geb\u00e4ude noch Ger\u00e4te, auf die das Feuer h\u00e4tte \u00fcberspringen k\u00f6nnen. Dort hielten sich auch keine Menschen auf. Die verschiedenen Blackouts waren begleitet von hellen, durch die gesamte Grube sichtbare Blitzen. Diese r\u00fchrten von den Entladungen der Stromkabel, sobald deren Isolierung durch geschmolzen war.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nUnsere Aktion richtet sich nicht nur gegen RWE, sondern auch gegen die herrschenden Verh\u00e4ltnisse. In einer Welt, in der Kapitalinteressen im Vordergrund stehen und der Machtapparat seine kurzsichtigen Interessen r\u00fccksichtslos gegen jede Vernunft, sowie gegen Mensch und Natur durchsetzt, ist ein radikaler Widerstand von N\u00f6ten. Wir wollen diesem System ein klares \u201cNEIN\u201d entgegenstellen, als ersten Schritt um diese Machtverh\u00e4ltnisse irgendwann zu kippen.<br \/>\nDie fatalen Auswirkungen des Kohleabbaus und der Kohleverstromung auf Mensch, Natur und Klima sind weithin bekannt. Trotzdem graben sich die Bagger von RWE jede Minute weiter. Wir konnten dies wenigstens f\u00fcr einige Zeit verhindern.<\/p>\n<p>Der Versuch zwischen RWE und dem Braunkohlewiderstand zu schlichten legt die Machtverh\u00e4ltnisse offen. Schlichten hei\u00dft den Widerstand aufzufordern weniger radikal, weniger \u201cgemein\u201d zu RWE zu sein oder auch anders gesagt: \u201eder Widerstand darf nicht st\u00f6ren\u201c und akzeptiert dabei die Existenz von RWE und sein Zerst\u00f6rungswerk als gegeben. Das hei\u00dft die autorit\u00e4r durch Herrschaft legitimierte Gewalt, die im Abbau und der Verstromung der Kohle liegt, wird akzeptiert, die rebellische Gewalt, die sich dagegen wehrt, erscheint illegitim. Das Ergebnis kann nur eine wie auch immer geartete Bestandsgarantie f\u00fcr RWE sein, die nun auch noch den Segen eines Teils des Widerstandes hat. Des Teils, der sich in das Schlichtungsverfahren hat einbeziehen lassen. Der Widerstand wird in den ausgeschalteten und eingebundenen und den \u00fcbriggebliebenen und isolierten illegitimen Teil gespalten.<\/p>\n<p>Wenn Leute behaupten, eine solche Aktion w\u00fcrde dem Widerstand schaden, so spricht daraus die R\u00fccksichtnahme auf die Macht der Herrschenden, den Widerstand in gut und b\u00f6se zu spalten. B\u00f6se ist das, was weh tut, wirklich st\u00f6rt und effektiv ist. Der K\u00f6lner Stadt-Anzeiger schreibt: \u201cBrandstiftung, Gewalt gegen Menschen, Baggerbesetzungen und sinnlose Zerst\u00f6rungswut gegen technische Einrichtungen mit dem Ziel, Tagebaue und Kraftwerke lahmzulegen \u2013 die Heftigkeit der kriminellen Handlungen nimmt zu.\u201d Dabei sind Besetzungen, Brandstiftungen und Blockaden nicht sinnlos, sondern halten die Zerst\u00f6rungswut von RWE sehr pr\u00e4zise auf. Was dem Widerstand schadet, ist der Gehorsam vor der Macht und ihren Medien, die versuchen uns zu erz\u00e4hlen was gut und b\u00f6se ist. Wir sollten auf unser Gewissen und unsere Vernunft h\u00f6ren, nicht auf die Medien.<\/p>\n<p>Wir haben mit unserer Aktion den Beweis geliefert, das kluge und sorgf\u00e4ltige Militanz, bei moderater und vertretbarer Eigengef\u00e4hrdung, den RWE-Normalbetrieb beenden kann. Unsere Aktion h\u00e4tte von jeder beliebigen Kleingruppe gemacht werden k\u00f6nnen. Es waren daf\u00fcr keine besonderen F\u00e4higkeiten, Kenntnissen oder Zug\u00e4nge n\u00f6tig. Alle notwendigen Informationen sind \u00f6ffentlich verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen radikalen, entschiedenen und direkten Widerstand! F\u00fcr eine Welt, die nicht f\u00fcr Kapitalinteressen zerst\u00f6rt wird!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/177152\">Linksunten<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Die Lichter sind aus. Die Bagger stehen still. Wir haben in der Nacht vom 23. auf den 24. April ein Feuer unter die Freiluftkabel des Tagebau Hambach gelegt und damit den Betrieb lahmgelegt. Jeden Minute, die der Kohleabbau weiter betrieben wird, zerstoert unser Klima weiter. Es ist Zeit selbst zu handeln.<\/p>\n<p>Wir sehen unsere Aktion im groesseren Zusammenhang. Wir sind Teil eines starken Widerstandes. Besetzt weiter Baeume, macht mehr Infoveranstalltungen, blockiert weitere Bagger und Foerderbaender! Auch wir machen weiter.<\/p>\n<p>Lichter aus im Tagebau! Fuer einen System- und Energiewandel<\/p>\n<p>Ortsverband Buendins 90\/ die Gruenen Kreis Dueren<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/176670\">Linksunten<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2016\/04\/176915.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-3346\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2016\/04\/176915-300x225.jpg\" alt=\"176915\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>Erneut haben Unbekannte einen Brandanschlag auf den Braunkohlentagebau Hambach ver\u00fcbt. Ein Konzernsprecher best\u00e4tigte, dass am Wochenende die Hauptstromleitung brannte. Der Betrieb des Braunkohlentagebaus war unterbrochen.<\/p>\n<p>Auf einer L\u00e4nge von zw\u00f6lf Metern brannten nach Aussage der Staatsanwaltschaft Aachen 50 Kabel. Die RWE-Werksfeuerwehr konnte das Feuer l\u00f6schen. Ob die Tat auf das Konto von militanten Umweltaktivisten geht, dazu wollte die Beh\u00f6rde nichts sagen. Der RWE-Konzern geht davon aus und hat Strafanzeige gestellt. Der Staatsschutz ermittelt.<\/p>\n<p>Angaben, wie lange der Tagebau stillstand, will RWE nicht machen. Diese Art des Widerstandes werde man nicht mehr hinnehmen, erkl\u00e4rte ein RWE-Sprecher. Der Konzern k\u00fcndigte an, seine Sicherheitsma\u00dfnahmen zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Erst vergangene Woche hat es einen Sabotageversuch am Tagebau Inden gegeben: Unbekannte hatten einen Stahlmast in der N\u00e4he des Kraftwerks Weisweiler anges\u00e4gt. W\u00e4re der Mast, der in N\u00e4he der A 4 liegt, gefallen, h\u00e4tte das verheerende Folgen haben k\u00f6nnen, sagte ein Sprecher von RWE.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/rheinland\/erneuter-anschlag-auf-tagebau-100.html\">WDR<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hambacher Forst, 24. April 2016 Wir melden uns als diejenigen zu Wort, die den Ausfall der Braunkohlegrube Hambach am vergangenen Sonntagmorgen, dem 24.April 2016 herbeigef\u00fchrt haben. Als Ziel unseres Angriffs w\u00e4hlten wir die frei liegenden Erdleitungen zwischen Kohlebunker und B\u00e4ndersammelpunkt. An diesen Kabeln sind s\u00e4mtliche Bagger, Absetzer und F\u00f6rderb\u00e4nder angeschlossen. 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