{"id":1984,"date":"2015-12-12T00:00:46","date_gmt":"2015-12-11T22:00:46","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=1984"},"modified":"2015-12-12T00:00:46","modified_gmt":"2015-12-11T22:00:46","slug":"angriff-auf-facebook-deutschlandzentrale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=1984","title":{"rendered":"Angriff auf Facebook-Deutschlandzentrale"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2015\/12\/162094.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1985\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2015\/12\/162094-300x169.jpg\" alt=\"162094\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2015\/12\/162094-300x169.jpg 300w, https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2015\/12\/162094-768x432.jpg 768w, https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2015\/12\/162094-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/chronik.noblogs.org\/files\/2015\/12\/162094.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Hamburg<\/strong>, 12. Dezember 2015<\/p>\n<blockquote><p>Ugly Facebook &#8211; FUNDAMENTAL DISLIKE \/\/ Wir haben das \u201ePortal\u201c von Facebook Deutschland \u201egehackt\u201c.<\/p>\n<p>Als gr\u00f6\u00dfere Gruppe selbst gew\u00e4hlter Freund*innen haben wir gestern am fr\u00fchen Samstagabend mit reichlich Steinen und Farbe in der Hamburger Innenstadt (Caffamacherreihe 7) die Glasfront der Deutschlandzentrale von Facebook \u201ezerhackt\u201c. Mit Rauch haben wir die Cops der nur 70 Meter entfernten Polizeiwache im Nebel gelassen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nMark Zuckerberg ist letzte Woche mit Anfang 30 in Elternzeit gegangen \u2013 sch\u00f6n f\u00fcr ihn. Seine weiblichen Mitarbeiter dr\u00e4ngt der Facebook-Chef hingegen, den Zeitpunkt der Mutterschaft per social freezing auf weit nach 40 zu verschieben, um die Arbeitskraft junger Frauen \u201eohne Karriereknick\u201c l\u00e4nger ausbeuten zu k\u00f6nnen. Verpackt als Hilfe zur Selbstbestimmung der Frau erh\u00f6hen Facebook und Apple als erste Arbeitgeber mit der \u201eKosten\u00fcbernahme\u201c zum Einfrieren der Eizellen den Druck auf ihre Mitarbeiterinnen zur Selbstoptimierung als Arbeitskraft. Sie sollen \u201eim leistungsf\u00e4higen Alter\u201c nicht mehr wegen Familienplanung \u201eausfallen\u201c. Aber das nur am Rande.<\/p>\n<p>Es geh\u00f6rt in unseren Kreisen zum guten Ton, Facebook \u201eeigentlich doof\u201c zu finden. Mit \u00c4u\u00dferungen wie \u201estill not loving facebook, but &#8230;\u201c tragen viele von uns ihre \u201ekritische\u201c Gesinnung dem IT-Giganten gegen\u00fcber konsequenzlos vor sich her. Alle wissen, dass Facebook keinerlei Privatsph\u00e4re respektiert. Es reicht, die Nutzungsbedingungen zu studieren: Facebook speichert unseren Aufenthaltsort (GPS- und netzwerkbasiert), liest Textnachrichten und Anrufprotokolle sowie Netzwerk-Verbindungen, nimmt Videos, Fotos und Ton auf, liest und ver\u00e4ndert selbst\u00e4ndig Kontaktdaten sowie Kalendereintr\u00e4ge ohne die Nutzer*in zu informieren, liest die Einstellungen anderer Dienste auf dem Smartphone, greift auf andere aktive Apps zu und l\u00e4dt ohne Benachrichtigung Dateien runter, &#8230;<\/p>\n<p>Facebook analysiert unsere Vorlieben und Interessen und stellt daraus einen individuell auf uns abgestimmten Nachrichtenstrom zusammen. Informationstechnisch bewegen sich viele mittlerweile komplett in so gefilterten Facebook-Blasen, deren Dynamik Facebook bestimmt. Klassische, nicht personalisierte, redaktionell bearbeitete und zusammengestellte Nachrichten verlieren immer weiter an Bedeutung. Facebook l\u00e4sst immer mehr Journalist*innen direkt f\u00fcr seine Plattform Nachrichten verfassen. Facebook bestimmt dann, wer sie in welcher Form erhalten wird.<\/p>\n<p>Du darfst dich bei uns sozial vernetzen, aber was du zu sehen bekommst, wer und welche Mitteilung bei dir auftaucht und wer deine wirklichen Freunde sind, das entscheiden wir. Wer das Internet kontrolliert, kontrolliert nicht nur das Wissen der Menschheit sondern beeinflusst damit auch deren Ansichten, Vorlieben und Gewohnheiten \u2013 alles hochgradig individualisiert.<\/p>\n<p>Viel zu abstrakt<\/p>\n<p>Alle wissen, dass Facebooks Manipulationen von Kommunikation komplett \u00fcbergriffig sind. Einer staatlichen Beh\u00f6rde w\u00fcrden wir niemals widerstandslos eine solche Lenkungsmacht einr\u00e4umen. Aber niemand k\u00fcmmert sich darum, weil dies in der Regel erst \u201ezuk\u00fcnftig\u201c einen negativen, pers\u00f6nlich \u201esp\u00fcrbaren\u201c Effekt haben wird. Wenn der manipulative Eingriff in unser Leben verlockend \u201esmart\u201c genug ist, will niemand ernsthaft an der massiven Einschr\u00e4nkung unserer Selbstbestimmung Ansto\u00df nehmen. Die Entwicklung des Internet geht deutlich schneller voran, als sich das Bewusstsein der Menschheit f\u00fcr die Konsequenzen der Digitalisierung herausbildet. Schon lange wird die Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung ma\u00dfgeblich mitbestimmt durch das, was die Alpha-M\u00e4nner von Amazon, Apple, Facebook, Google und anderen aus dem Tal der Technokratie glauben, uns zumuten zu k\u00f6nnen: \u201eDie Unternehmenspolitik ist es bis genau an die Grenze zu gehen, wo es den Leuten unheimlich wird, aber nicht dar\u00fcber hinaus.\u201c, so Google-Manager Eric Schmidt.<\/p>\n<p>Facebooks \u00dcbergriffigkeit l\u00e4sst sich nicht allein mit dem an Bedeutung schwindenden Begriff der Privatsph\u00e4re fassen. Der Eingriff in unsere Informations-, Erfahrungs-, Arbeits-, Freizeit- und Gef\u00fchlswelt reicht viel weiter. Er wird unser Leben massiv fremdbestimmen und vollst\u00e4ndig neu ordnen \u2013 ohne dass eine bewusste Abw\u00e4gung zwischen Bereicherung und Entm\u00fcndigung stattfindet.<\/p>\n<p>Das ist dir zu abstrakt und zu vage?<\/p>\n<p>Ok &#8211; da unsere Vorstellungskraft nicht ann\u00e4hernd so weit reicht, wie die jener Technokrat*innen, die aktiv an einer Welt arbeiten, in der nur noch technologische L\u00f6sungen f\u00fcr gesellschaftliche Probleme zul\u00e4ssig sind, verbleiben wir im Hier und Jetzt:<\/p>\n<p>Bei der Anfrage auf L\u00f6schung rassistischer Postings: \u201eFriss Schei\u00dfe Du syrische Drecksau\u201c und \u201eGebt den Sicherheitskr\u00e4ften endlich Schusswaffen und knallt diese Pseudo-Fl\u00fcchtlinge ab\u201c gibt sich Facebook als Bewahrer der freien Meinungs\u00e4u\u00dferung und antwortet: \u201eWir haben den von Dir wegen Hassbotschaften gemeldeten Beitrag gepr\u00fcft und festgestellt, dass er nicht gegen unsere Gemeinschaftsstandards verst\u00f6\u00dft.\u201c Dass sich Facebook hierbei nicht wirklich der Neutralit\u00e4t verpflichtet f\u00fchlt, sollen im Folgenden vier Beispiele verdeutlichen:<\/p>\n<p>Verfolgung und Behinderung von Fluchthilfe zusammen mit Europol<\/p>\n<p>Im April 2015 hat der Europ\u00e4ische Rat beschlossen, gegen ein \u201eAnlocken\u201c von Fl\u00fcchtlingen vorzugehen. Zur Verhinderung einer Kontaktaufnahme von Fl\u00fcchtenden mit Fluchthelfer*innen hat Europol eine Kooperation mit Facebook und Twitter begonnen. Seit dem 1. August sind bei der \u201eMeldestelle f\u00fcr Internetinhalte\u201c (IRU) innerhalb von Europol zus\u00e4tzliche Stellen eingerichtet worden, die die sozialen Medien nach Fluchthilfeaktivit\u00e4ten durchforsten. Werden die Mitarbeiter*innen f\u00fcndig, soll zuk\u00fcnftig direkt die L\u00f6schung erfolgen. Dar\u00fcber hinaus soll Europol auch direkten Zugriff auf die Tracking-Daten bei Facebook erhalten ohne diese bei den jeweiligen Mitgliedsl\u00e4ndern anfordern zu m\u00fcssen. Die \u201cMeldestelle\u201c soll dem \u201eEurop\u00e4ischen Zentrum zur Terrorismusbek\u00e4mpfung\u201c (ECTC) untergeordnet werden. Das Vorhaben wurde wohlgemerkt noch vor den Anschl\u00e4gen in Paris beschlossen! Daf\u00fcr braucht es keinen Ausnahmezustand. Das ist nun europ\u00e4ischer Normalzustand.<\/p>\n<p>Real-Life-Experimente zur Verhaltens\u00f6konomie<\/p>\n<p>Im Juni 2014 kommt raus, dass Facebook \u00fcber l\u00e4ngere Zeit die Seiten von 700.000 Nutzer*innen psychologisch manipulierte \u2013 ohne dass die Nutzer*innen davon wussten. Dieser Gruppe wurden vornehmlich positive Posts ihrer Facebook-Freund*innen gezeigt. Negative Posts erhielten ein schw\u00e4cheres Ranking bzw. wurden ganz unterdr\u00fcckt. Dann wurde beobachtet wie sich dieser algorithmische Stimmungs-Aufheller auf das Kommunikationsverhalten der so manipulierten Nutzer*innen auswirkte \u2013 und oh Wunder: Sie \u00e4u\u00dferten sich durchg\u00e4ngig positiver in ihren eigenen Postings verglichen mit einer genauso gro\u00dfen Gruppe negativ-manipulierter Nutzer*innen.<\/p>\n<p>Im Guardian \u00e4u\u00dfert sich eine Facebook-Sprecherin zu dem Skandal. Ziel des Experiments sei es gewesen \u201cunsere Dienstleistungen zu verbessern und die Inhalte, welche die Leute auf Facebook sehen, so relevant und ansprechend wie m\u00f6glich zu gestalten.\u201c Weiter sagte sie \u201eein Gro\u00dfteil davon besteht darin zu verstehen, wie die Nutzer auf verschiedene Arten von Inhalten reagieren, je nachdem ob sie eine positive oder negative Tonalit\u00e4t haben; ob es Neuigkeiten von ihren Freunden oder Informationen von Seiten sind, denen sie folgen.\u201c Facebook mache viele derartiger Verhaltensexperimente und au\u00dferdem seien diese Experimente, in die die Nutzer*innen ohne ihr Wissen involviert werden, durch die Nutzungsbedingungen abgedeckt.<\/p>\n<p>Wie weit die gezielte Beeinflussung von Unzufriedenheit bei Facebook jenseits von \u201eExperimenten\u201c zur Verhaltensbeeinflussung geht, zeigt sich nur zwei Monate sp\u00e4ter:<\/p>\n<p>Informationelle Aufstandsunterdr\u00fcckung<\/p>\n<p>Am 9. August 2014 wurde in Ferguson der 18-j\u00e4hrige Michael Brown bei einer Polizeikontrolle erschossen. Eine Polizeistreife hielt ihn an, weil er es wagte, auf der Stra\u00dfe statt auf dem B\u00fcrgersteig zu laufen. W\u00e4hrend der Diskussion l\u00f6ste sich ein Schuss aus dem Streifenwagen. Brown floh und wurde dabei von einem Polizisten von hinten erschossen. Michael Brown war unbewaffnet und er war schwarz.<br \/>\nBereits am n\u00e4chsten Tag versammelten sich die schwarzen B\u00fcrger*innen der Stadt zur Mahnwache, der sich 150 Polizisten in gepanzerter Montur entgegen stellten. Die Stimmung heizte sich auf, die Lage geriet au\u00dfer Kontrolle, es kam zu Stra\u00dfenschlachten und Pl\u00fcnderungen. Am 11. und 12. August setzte die Polizei Panzerfahrzeuge, Blendgranaten, Rauchbomben, Tr\u00e4nengas sowie Gummigeschosse gegen die aufgebrachte Menge ein. Die Bilder von der martialischen Aufstandsbek\u00e4mpfung gingen weltweit durch die Medien und nat\u00fcrlich auch durch die sozialen Medien. Aber nicht durch alle sozialen Netzwerke gleicherma\u00dfen.<\/p>\n<p>Zeynep Tufekci, Dozentin an der Uni in North Carolina, untersucht die politische Macht durch algorithmische Nachrichtenfilterung. In einem Beitrag auf dem Bloggingportal Medium konstatiert sie, dass in ihrem Facebook-Stream Ferguson kaum auftauchte, w\u00e4hrend es auf Twitter beinahe kein anderes Thema gab. Das lag aber nicht daran, dass die Leute auf Facebook nichts dazu schrieben.<br \/>\nDer Edgerank-Algorithmus, der laut Facebook die Neuigkeiten nach personalisierter Relevanz aufbereitet, schien das Thema einfach herausgefiltert zu haben.<\/p>\n<p>Gezielte Manipulation in Kooperation mit der NSA<\/p>\n<p>Im April 2015 erfuhren wir aus dem Fundus der Snowden-Dokumente, dass Facebook im Auftrag der US-Regierung regierungskritische Veranstaltungs-Infos und Direktnachrichten zwischen Facebook-Nutzer*innen manipuliert, um Demonstrationen zu verhindern. Nach dem Aufflammen der Occupy Wall Street Proteste im Herbst 2011 weiteten Facebook und NSA ihre gemeinsame \u201eOperation SPORA\u201c zur Manipulation solcher Nachrichten aus.<br \/>\nAus den Dokumenten geht hervor, dass SPORA Mitteilungen zu Demonstrationen und Flashmobs nicht einfach nur verschluckt oder versp\u00e4tet sendet, sondern Orte und Zeiten dieser Verabredungen manipuliert. Das betrifft sowohl Facebook-\u201cVeranstaltungen\u201c als auch Direktnachrichten. Messenger-Apps und Webseiten zeigen zur Zerstreuung dann unterschiedliche Daten an.<br \/>\nDie Entwicklung der Manipulationssoftware l\u00e4uft als NSA-Kooperation mit einem kleinen Team bei Facebook. Angewendet wird die Software von allen Geheimdiensten der \u201eFive Eyes\u201c-Allianz auch auf weitere Plattformen, darunter WhatsApp und Google Hangout. Ein Beispiel, das zeigt, wie irrelevant eine Unterscheidung von privat-\u00f6konomischen Erfassungs- und Lenkungsabsichten der Digitalelite gegen\u00fcber der rein repressiven Intervention durch Geheimdienste und Beh\u00f6rden ist.<\/p>\n<p>Facebook und die Bewegungslinke<\/p>\n<p>Was, wenn Facebook in Augenblicken aufquellender sozialrevolution\u00e4rer Dynamik seine Dienste in noch viel st\u00e4rkerem Ma\u00dfe gegen uns wendet bzw. selektiv ganz verweigert? Wollen wir uns erst dann eigene, unabh\u00e4ngige Techniken der Wissensverbreitung und Kommunikation aneignen?<\/p>\n<p>Es ist schon erstaunlich genug, dass auch der autonomen Bewegung die Bequemlichkeit einer Kommunikationsplattform und die gef\u00fchlte informationelle Mainstream-Zugeh\u00f6rigkeit wichtiger erscheint als ihre Autonomie, aber dass wir aktiv via Facebook der Repression zuarbeiten, das geht uns dann hoffentlich doch zu weit! Oder nehmen wir die \u00fcber Facebook vermittelte Beh\u00f6rden-Kooperation und Unterwanderung linker Widerstandsbewegungen hin, w\u00e4hrend wir als Anna und Artur weiterhin lautstark jede \u201edirekte\u201c Zusammenarbeit mit Verfolgungsbeh\u00f6rden f\u00fcr undenkbar erkl\u00e4ren?<br \/>\nDas erscheint uns wenig glaubw\u00fcrdig und vor allem wenig sinnvoll.<\/p>\n<p>Widerstand digital + analog = real<\/p>\n<p>Es regt sich Widerstand \u2013 selbst gegen Facebook! \u201eZuck off\u201c wird dem Facebook-Chef Zuckerberg in Indien entgegen gerufen. Dort k\u00e4mpfen aktuell Aktivist*innen mit viel \u00f6ffentlicher Unterst\u00fctzung gegen Facebooks Projekt internet.org, mit dem Facebook auch in entlegeneren Gegenden den Armen ein \u201ekostenfreies\u201c Netz zur Verf\u00fcgung stellen will. Stein des Ansto\u00dfes: Facebook l\u00e4sst in diesem \u201egemeinn\u00fctzigen Netz f\u00fcr alle\u201c nur 35 Webseiten sichtbar werden \u2013 Facebook an erster Stelle. Der Zugang zum Rest der (Netz-)Welt bleibt versperrt. Mark Zuckerberg reagiert zynisch, pragmatisch, gro\u00dfkotzig auf den Vorwurf der Zensur und Lenkung: \u201eLieber ein bisschen Internet als gar keines.\u201c<\/p>\n<p>Der Widerstand gegen diese zugespitzte Form der Netz-Nicht-Neutralit\u00e4t ist nicht spurlos geblieben. Vier der von Mark Zuckerberg auserw\u00e4hlten Anbieter, darunter die Times of India haben sich bereits aus dem Facebook-Projekt zur\u00fcckgezogen, da sie den Vorwurf der Teilhabe an \u201ewirtschaftlichem Rassismus\u201c und \u201eLandnahme\u201c (landgrab) nicht auf sich sitzen lassen wollten.<\/p>\n<p>Aber macht ein symbolischer, nicht-digitaler Angriff auf einen Giganten der vermeintlich digitalen Welt wirklich Sinn? Ja, macht er \u2013 die Unternehmensf\u00fchrung von Google war empfindlich getroffen, als Gentrifizierungsgegner*innen die Google-Busse stoppten und angriffen: \u00d6ffentlich wahrnehmbarer Protest gegen den astronomischen Anstieg der Wohnkosten im Umkreis der Haltestellen dieser Shuttle-Busse, die jeden Morgen Tausende Google-Mitarbeiter*innen aus der Umgebung von San Francisco zum Unternehmenssitz im Silicon Valley bringen. Darauf folgende Demonstrationen zwangen Google sogar ein konkretes Bauvorhaben in San Francisco fallen zu lassen. Auch Googles erste Version der Datenbrille glasses ist ma\u00dfgeblich an der breiten \u00f6ffentlichen Wirkung der Kampagne ihrer Gegner*innen gescheitert und wieder vom Markt genommen worden. Aktivist*innen in den USA hatten Datenbrillentr\u00e4ger*innen als glassholes diffamiert und ihnen teils handgreiflich die Brille von der Nase geholt. In vielen angesagten Kneipen und Clubs hatten glassholes daraufhin Hausverbot.<br \/>\nEine eint\u00e4gige militante Autobahnblockade in unmittelbarer Flughafenn\u00e4he der Taxifahrer*innen gegen die Taxi-App Uber in Paris hat den letzten Ausschlag zu deren Verbot in Frankreich gegeben.<br \/>\nAnfang letzten Monats haben Aktivist*innen das Headquarter von Airbnb in San Francisco besetzt, quasi um die K\u00e4mpfe f\u00fcr bezahlbaren Wohnraum an den Ort zu tragen, der in wachsendem Ausma\u00df f\u00fcr Zwangsr\u00e4umung und Vertreibung mitverantwortlich ist.<\/p>\n<p>Join the real-life-hacking-team<\/p>\n<p>Wir sehen die Notwendigkeit, uns gegen die digitale Kontrolle und den Versuch der \u00dcbernahme unseres Lebens aktiv zu wehren aber auch dar\u00fcber hinaus gegen dieses System und seine Gesch\u00e4ftspartner vorzugehen. Eine Rebellion gegen diese Welt wird nicht durch die Reform des Internets stattfinden.<\/p>\n<p>&#8211; Komm raus aus der entm\u00fcndigenden Enge der Fremdbestimmung<br \/>\n&#8211; Facebook, Google, Apple, Amazon and friends vom Netz nehmen<br \/>\n&#8211; Beteilige Dich am Gegenangriff sowie am Aufbau von Alternativen<br \/>\n&#8211; \u201eDas Netz ist kaputt\u201c &#8211; Mach neu !<br \/>\n&#8211; F\u00fcr eine freie, unabh\u00e4ngige Kommunikation<br \/>\n&#8211; F\u00fcr die Autonomie<br \/>\n&#8211; Gegen jede Herrschaft<\/p>\n<p>Hackers unite and take over &#8211; ob digital oder analog \u2013 we stay anonymous<\/p>\n<p>PS: If you LIKE our action, don&#8217;t share it on facebook<br \/>\nIf you DISLIKE or don&#8217;t know what this is all about, you will probably do so anyway.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/162073\">Linksunten<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Presse:<br \/>\n<strong>Berliner Morgenpost<\/strong>: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/162069\">Unbekannte attackieren Facebook-Zentrale in Hamburg<\/a><br \/>\n<strong>S\u00fcddeutsche Zeitung<\/strong>:\u00a0 <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/162095\">Gef\u00e4llt uns nicht: Unbekannte verw\u00fcsten Facebook-Zentrale in Hamburg<\/a><br \/>\n<strong>Bild<\/strong>: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/162091\">Anschlag auf Facebook-Zentrale in Hamburg<\/a><br \/>\n<strong>Mopo<\/strong>: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/162089\">Steine, Farbe, Rauchbomben: Anschlag auf Hamburger Facebook-Zentrale <\/a><br \/>\n<strong>Spiegel Online<\/strong>: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/162087\">Hamburg: Linksextreme br\u00fcsten sich, Facebook &#8220;zerhackt&#8221; zu habe<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Video<\/strong>:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/vid.me\/QE65\">https:\/\/vid.me\/QE65<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/ClnpgaKrcAI\"> https:\/\/youtu.be\/ClnpgaKrcAI<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Polizei<\/strong>:<\/p>\n<blockquote><p>Hamburg (ots) &#8211; Tatzeit: 12.12.2015, 21:05 Uhr Tatort: Hamburg-Neustadt, Caffamacherreihe<\/p>\n<p>Die Polizei fahndet nach unbekannten T\u00e4tern, die Sachbesch\u00e4digungen an dem Geb\u00e4ude der Facebook-Zentrale in der Hamburger Neustadt begangen haben. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Nach derzeitigem Sachstand hat eine Personengruppe von ca. 15-20 Personen, die schwarz gekleidet war und Sturmhauben trug, eine Sachbesch\u00e4digung in der Caffamacherreihe bei der Facebook-Zentrale begangen. Es seien Rauchk\u00f6rper gez\u00fcndet worden. Zudem seien Farbbeh\u00e4ltnisse an das Geb\u00e4ude geworfen worden. An die Wand des Geb\u00e4udes wurde der Schriftzug &#8220;Facebook Dislike&#8221; geschrieben. Zudem wurden Fensterscheiben und die Eingangst\u00fcr besch\u00e4digt. Zur H\u00f6he des Sachschadens k\u00f6nnen noch keine Angaben gemacht werden.<\/p>\n<p>Das Landeskriminalamt bittet Zeugen, die Angaben zum Sachverhalt machen k\u00f6nnen, sich unter der Rufnummer: XXXXX zu melden.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg, 12. Dezember 2015 Ugly Facebook &#8211; FUNDAMENTAL DISLIKE \/\/ Wir haben das \u201ePortal\u201c von Facebook Deutschland \u201egehackt\u201c. Als gr\u00f6\u00dfere Gruppe selbst gew\u00e4hlter Freund*innen haben wir gestern am fr\u00fchen Samstagabend mit reichlich Steinen und Farbe in der Hamburger Innenstadt (Caffamacherreihe 7) die Glasfront der Deutschlandzentrale von Facebook \u201ezerhackt\u201c. Mit Rauch haben wir die Cops der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":12080,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[88],"class_list":["post-1984","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-de","tag-hamburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1984","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/12080"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1984"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1984\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1984"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1984"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1984"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}