{"id":15638,"date":"2022-05-24T00:00:24","date_gmt":"2022-05-23T22:00:24","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=15638"},"modified":"2022-05-24T00:00:24","modified_gmt":"2022-05-23T22:00:24","slug":"auto-von-lka-beamtin-abgefackelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=15638","title":{"rendered":"Auto einer Polizistin des LKA abgefackelt"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2022\/05\/brand.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-15709\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2022\/05\/brand-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\"><\/a>Sch\u00f6nefeld<\/strong>, 24. Mai 2022<\/p>\n<blockquote><p>Frau Michaela Th\u00f6rmann vom Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamt wohnt in der Helga-Hahnemann-Str. 19 in 12529 Sch\u00f6nefeld, in einer beschaulichen Vorort-Enklave. Nach ihrer Arbeit am Tempelhofer Damm versucht sie dem Gro\u00dfstadttrubel zu entfliehen und sucht ihre Ruhe im Schatten der Gropiusstadt, im S\u00fcden Berlins. Unserer Erkenntnis nach benutzt sie daf\u00fcr ihren BMW Coup\u00e9 mit dem Kennzeichen LDS-MT-968, das sie werktags immer auf demselben Parkplatz an der gegen\u00fcberliegenden Ecke der Kreuzung vor ihrem Haus parkt.<\/p>\n<p>Dieses Auto haben wir in der Nacht vom 23. auf den 24. Mai in Brand gesetzt.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAuch wenn wir ihre genaue Adresse (s.o) kennen und sie physisch und direkter h\u00e4tten treffen k\u00f6nnen, haben wir unsere Mittel auf das Ziel Sachschaden an ihrem Auto zu verursachen begrenzt. Wir verstehen unseren Angriff als Zeichen, dass die Anonymit\u00e4t auch h\u00f6herer Verantwortlicher des Repressionsapparates niemals sicher ist. Ihr Handeln verlangt nach Konsequenzen. Wir k\u00f6nnen uns bef\u00e4higen, diese mit den von uns gew\u00e4hlten Mitteln und zu gegebener Zeit durchzusetzen. Ihr zerst\u00f6rtes Auto und die daraus entstehende Unsicherheit wird ihren Alltag zumindest kurz unterbrochen haben. Es wird sie daran gehindert haben, wie gewohnt ihrer Arbeit &#8211; der politisch motivierten Verfolgung von Menschen &#8211; nachzugehen.<\/p>\n<p>So wie tausende Polizeibeamt*innen uns auflauern, aussp\u00e4hen, verfolgen und einzusperren versuchen, haben wir sie mehr im Blick als es ihnen wahrscheinlich lieb ist. Wenn sie unsere Haust\u00fcren eintreten, dann m\u00fcssen sie damit rechnen, dass wir auch zu ihnen kommen.<\/p>\n<p>Mit diesem Ansatz sind wir nicht allein: Wir stellen diesen Angriff in eine Reihe mit der Aktion der Gef\u00e4hrt*innen in M\u00fcnchen, die es sich nicht haben nehmen lassen, am 25. November 2021 das Privatauto einer Beamtin zu zerst\u00f6ren (https:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=15271). In Hamburg wiederum haben Gef\u00e4hrt*innen am 28. Februar 2022 das Auto von Astrid Oppermann angez\u00fcndet, die von 2006 bis 2013 als verdeckte Ermittlerin gearbeitet hat (https:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=15469). Am 12. April 2022 wurde ein umfassendes Profil von ihr ver\u00f6ffentlicht (https:\/\/de.indymedia.org\/node\/183749).<\/p>\n<p>Der Repressionsapparat, von dem Frau Th\u00f6rmann in ihrer Funktion beim LKA mehr als nur ein kleines R\u00e4dchen innerhalb der Maschine ist, kontrolliert, unterdr\u00fcckt und mordet. Seine Geschichte und Tradition ist eine koloniale im Dienst der Ordnung, der Chef*innen und Herrschenden. Die Strategie im Umgang mit den Unterdr\u00fcckten und Ausgeschlossenen der Gesellschaft sowie k\u00e4mpfenden Individuen wird ma\u00dfgeblich von Schreibtischt\u00e4ter*innen wie ihr mitgestaltet. So sollen sich Menschen im Angesicht von Repression klein, isoliert und wertlos f\u00fchlen.<\/p>\n<p>Mit dieser Aktion senden wir ein Zeichen an alljene, die t\u00e4glich mit dem Repressionsapparat konfrontiert sind. Denen, die sich ihm schutzlos ausgeliefert f\u00fchlen, aber auch denen, die sich &#8211; immer wieder &#8211; bewusst daf\u00fcr entscheiden sich ihm entgegenzustellen. Wir sind an eurer Seite, teilen eure Angst, das wiederkehrende Gef\u00fchl von Ohnmacht und auch die Zweifel im Angesicht des so oft erdr\u00fcckenden Feindes. Lasst uns unsere F\u00e4higkeiten zum Handeln gemeinsam erforschen und entwickeln! Euer Kampf ist unser Kampf!<\/p>\n<p>Zuletzt bleibt uns, an die durch den Staat und seine Polizei Ermordeten zu gedenken, Namen auf einer Liste, deren Anfang uns nicht bekannt und deren Ende nicht in Sicht ist. So erinnern wir den Bekannten und Namenlosen gleicherma\u00dfen, halten ihr Andenken in der direkten Aktion hoch und verschreiben uns einmal mehr dem Kampf gegen Staat, Kapital und alle Hierarchien!<\/p>\n<p>Kein Feierabend f\u00fcr M\u00f6rder in Uniform!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Indymedia (<a href=\"http:\/\/dvqlamnbbzli62qfyt5faspxunueqdxc4csrslhcp2z3haiflnrn6dqd.onion\/node\/192297\">Tor<\/a>)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Das Auto einer LKA-Beamtin wurde in Brand gesteckt, die linksextremen T\u00e4ter drohen in einem Bekennerschreiben mit weiteren Aktionen.<\/p>\n<p>In der Nacht zu Dienstag haben offenbar Linksextremisten einen Brandanschlag auf das Privatauto einer Staatsschutz-Ermittlerin des Berliner Landeskriminalamtes (LKA) ver\u00fcbt. Sie drohen zudem damit, noch weiter zu gehen bei ihren Angriffen. Zuerst hat die \u201eB.Z.\u201c berichtet.<\/p>\n<p>Die Brandenburger Polizei meldete am Dienstag, dass gegen 1 Uhr am fr\u00fchen Dienstagmorgen ein Auto gebrannt habe. Die Flammen h\u00e4tten auf einen anderen Wagen \u00fcbergegriffen, beide Fahrzeuge seien schwer besch\u00e4digt worden. Das angez\u00fcndete Auto geh\u00f6rt einer 53 Jahre alten Berliner LKA-Beamtin, die in Brandenburg wohnt. Die Berliner Polizei kennt den Fall, ermittelt wird allerdings in Brandenburg.<\/p>\n<p>In einem Bekennerschreiben, das im Internet ver\u00f6ffentlicht wurde, \u00e4u\u00dfern sich die T\u00e4ter zu dem Brandanschlag. Demnach haben sie die Beamtin umfangreich ausgekundschaftet, ihre Privatanschrift und ihre Alltagsgewohnheiten ausspioniert. Die T\u00e4ter drohen auch damit, zu anderen Mittel zu greifen. Sie h\u00e4tten sich darauf begrenzt, \u201eSachschaden an ihrem Auto zu verursachen\u201c, auch \u201ewenn wir ihre genaue Adresse kennen und sie physisch und direkter h\u00e4tten treffen k\u00f6nnen\u201c, hei\u00dft es in dem Schreiben.<\/p>\n<p>Das Handeln von Verantwortlichen \u201edes Repressionsapparates\u201c verlange Konsequenzen. Diese k\u00f6nnten sie \u2013 die T\u00e4ter \u2013 \u201emit den von uns gew\u00e4hlten Mitteln\u201c durchsetzen. Sie h\u00e4tten tausende Polizeibeamte \u201emehr im Blick, als es ihnen wahrscheinlich lieb ist\u201c. Sie m\u00fcssten damit rechnen, \u201edass wir auch zu ihnen kommen\u201c.<\/p>\n<p>Die Beamtin ist beim Staatsschutz des LKA Sachbearbeiterin im Bereich \u201ePolitisch motivierte Kriminalit\u00e4t \u2013 links\u201c. Im M\u00e4rz sagte sie als Zeugin in einem Prozess um Gewalttaten bei einer Demonstration im Jahr 2016 aus. Damals war es zu massiven Ausschreitungen gekommen. Anlass der Demonstration war ein Polizeieinsatz im teilbesetzten Haus Rigaer Stra\u00dfe 94 in Berlin-Friedrichshain.<\/p>\n<p>Entsetzen in der Berliner Polizei<\/p>\n<p>In der Berliner Polizei ist das Entsetzen \u00fcber den Brandschlag auf den Privatwagen der Beamtin gro\u00df. \u201eDas ist ein massiver Angriff auf den Privatbereich und wir erwarten, dass Berlins Politik hier geschlossen Farbe bekennt und diesen Terrorismus als solchen benennt\u201c, sagte Stephan Weh, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP). \u201eWir sind schockiert \u00fcber diese unglaublich perfide Tat und hoffen, dass das keine bleibenden Spuren bei der Kollegin hinterl\u00e4sst.\u201c<\/p>\n<p>Und weiter sagte der GdP-Landeschef: \u201eWir m\u00fcssen auch dar\u00fcber reden, dass in unserem Land der Datenschutz stets vorgeschoben wird, gleichzeitig aber immer wieder Privatadressen unserer Kollegen auf dem Pr\u00e4sentierteller an Schwerstkriminelle gelangen.\u201c<\/p>\n<p>Der Vizechef der Berliner SPD-Fraktion, Tom Schreiber sagte: \u201eEine absolut perfide Tat. Ich verurteile das aufs Sch\u00e4rfste.\u201c Seine Solidarit\u00e4t gelte der LKA-Beamtin und ihrer Familie. \u201eLinksextremisten sind Feinde der Demokratie\u201c, sagte Schreiber.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Tagesspiegel<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Die Berliner Polizistin, auf deren Auto mutma\u00dflich Linksextremisten einen Brandanschlag ver\u00fcbt haben, ist entgegen der Annahme der T\u00e4ter gar nicht mehr als Ermittlerin beim Landeskriminalamt (LKA) t\u00e4tig. Das sagte ein Polizeisprecher dem Tagesspiegel. Demnach ist die Frau bereits seit einem Jahr nicht mehr Ermittlerin in der Staatsschutzabteilung des LKA.<\/p>\n<p>Der Brandanschlag auf das Privatauto der 53-j\u00e4hrigen Polizistin war in der Nacht zu Dienstag ver\u00fcbt worden &#8211; in Brandenburg, kurz hinter der Stadtgrenze. In einem Bekennerschreiben, das im Internet ver\u00f6ffentlicht wurde, \u00e4u\u00dfern sich die T\u00e4ter zu dem Brandanschlag. Demnach haben sie die Beamtin umfangreich ausgekundschaftet, ihre Privatanschrift und ihre Alltagsgewohnheiten ausspioniert.<\/p>\n<p>Die T\u00e4ter drohen auch damit, zu anderen Mitteln zu greifen. Sie h\u00e4tten sich darauf begrenzt, \u201eSachschaden an ihrem Auto zu verursachen\u201c, auch \u201ewenn wir ihre genaue Adresse kennen und sie physisch und direkter h\u00e4tten treffen k\u00f6nnen\u201c. So ist es im Bekennerschreiben zu lesen, in dem auch der volle Name und die Privatanschrift der Polizistin ver\u00f6ffentlicht wurden.<\/p>\n<p>Die T\u00e4ter gingen offenbar davon aus, dass die Frau weiterhin beim Staatsschutz des LKA Sachbearbeiterin im Bereich \u201ePolitisch motivierte Kriminalit\u00e4t \u2013 links\u201c t\u00e4tig ist. Erst im M\u00e4rz hatte sie als Zeugin in einem Prozess Ausschreitungen bei einer linken Demonstration mit Bezug zum teilbesetzten Haus in der Rigaer Stra\u00dfe 94 im Jahr 2016 ausgesagt.<\/p>\n<p>Doch die Beamtin ist aufgestiegen, seit einem Jahr ist sie in einem der F\u00fchrungsst\u00e4be des LKA t\u00e4tig und ermittelt nicht mehr selbst. Zudem hatte sie in ihrer LKA-Karriere nicht nur gegen Linksextremisten, sondern auch gegen Rechtsextremisten ermittelt, wie aus der Polizei zu h\u00f6ren ist.<\/p>\n<p>\u201eMan versucht trotzdem, sie auch hier einzusch\u00fcchtern, zu bedrohen\u201c, sagte Polizeipr\u00e4sidentin Barbara Slowik dem RBB. \u201eSo ein linksextremistischer Anschlag auf eine Kollegin ist unertr\u00e4glich.\u201c Nicht nur die Straftat als solche entspreche einem bekannten Muster, sagte Slowik, sondern auch die Ver\u00f6ffentlichung von Name und Adresse der Frau. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sprach von einem \u201eAngriff auf unsere Demokratie\u201c.<\/p>\n<p>Die T\u00e4ter hatten in ihrem Bekennerschreiben mit weiteren Taten gedroht. Das Handeln von Verantwortlichen \u201edes Repressionsapparates\u201c verlange Konsequenzen. Diese k\u00f6nnten sie \u2013 die T\u00e4ter \u2013 \u201emit den von uns gew\u00e4hlten Mitteln\u201c durchsetzen.<\/p>\n<p>Sie h\u00e4tten tausende Polizeibeamte \u201emehr im Blick, als es ihnen wahrscheinlich lieb ist\u201c. Sie m\u00fcssten damit rechnen, \u201edass wir auch zu ihnen kommen\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Tagesspiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00f6nefeld, 24. Mai 2022 Frau Michaela Th\u00f6rmann vom Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamt wohnt in der Helga-Hahnemann-Str. 19 in 12529 Sch\u00f6nefeld, in einer beschaulichen Vorort-Enklave. Nach ihrer Arbeit am Tempelhofer Damm versucht sie dem Gro\u00dfstadttrubel zu entfliehen und sucht ihre Ruhe im Schatten der Gropiusstadt, im S\u00fcden Berlins. 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