{"id":15208,"date":"2021-10-23T00:00:56","date_gmt":"2021-10-22T22:00:56","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=15208"},"modified":"2021-10-23T00:00:56","modified_gmt":"2021-10-22T22:00:56","slug":"aktionen-nach-demo-verboten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=15208","title":{"rendered":"Aktionen nach Demo-Verboten"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2021\/10\/leipzig.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-15217\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2021\/10\/leipzig-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"><\/a>Leipzig<\/strong>, 23\/24. Oktober 2021<\/p>\n<blockquote><p>Mit einem Gro\u00dfaufgebot hat die Polizei am Sonnabend das Demonstrationsverbot in Leipzig durchgesetzt. Als jedoch die Dunkelheit einsetzte, kam es zu Brandstiftungen. Unter anderem wurden mehrere Fahrzeuge vor einem Autohaus angez\u00fcndet.<\/p>\n<p>Nach dem Verbot von drei linken Demonstrationen in Leipzig gab es in der Nacht zu Sonntag vor allem im S\u00fcden der Stadt einzelne Vorf\u00e4lle. So wurden laut Polizei in der Richard-Lehmann-Stra\u00dfe gegen 0:22 Uhr f\u00fcnf Fahrzeuge eines Autohauses angez\u00fcndet. Die Polizei nahm zwei M\u00e4nner und zwei Frauen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren vor Ort fest. Verletzt wurde niemand, aber es entstand ein Sachschaden im unteren sechsstelligen Bereich. Im Leipziger Westen brannten in der Neuen Gutenbergstra\u00dfe ebenfalls zwei Autos. \u00c4hnlich war das auch in der Gro\u00dfen Fleischergasse, wo ein Auto in Flammen stand und vier andere Autos durch die Hitze besch\u00e4digt wurden.<!--more--><\/p>\n<p>Polizei mit Steinen beworfen<\/p>\n<p>Weitere Aktionen gab es im Bereich der Bornaischen Stra\u00dfe. Laut MDR-Reporterangaben hat es dort 23 Uhr den Versuch einer Spontandemo gegeben, der jedoch scheiterte. Gegen 0:40 Uhr brannten in der Stra\u00dfe eine M\u00fclltonne sowie \u00c4ste und Holzlatten. Mehrere Personen blockierten damit die Stra\u00dfenbahn. Als die Polizei die Barrikade l\u00f6schen und beseitigen wollte, wurden die Beamten nach Reporterangaben mit Steinen beworfen. Wenig sp\u00e4ter sei eine Hundertschaft mit Wasserwerfer und R\u00e4umpanzer anger\u00fcckt. Der Steinewerfer fl\u00fcchtete den Angaben zufolge. Festgenommen wurde ein mutma\u00dflich unbeteiligter Betrunkener, der sich die H\u00e4nde am Feuer w\u00e4rmte.<\/p>\n<p>Zu einer Sachbesch\u00e4digung kam es laut Polizei kurz nach 2 Uhr auch in der Kantstra\u00dfe, als zwei 23 Jahre alte Frauen eine Bankfiliale mit Teer beschmierten und mit Steinen bewarfen. Sie wurden von der Polizei gestellt. Die h\u00f6he des Sachschadens ist noch nicht bekannt. Dar\u00fcber hinaus entdeckte die Polizei in der Georg-Schwarz-Stra\u00dfe einen 31 Jahre alten Mann, der mehrere Stra\u00dfenbahnen mit Graffiti bespr\u00fcht hatte. Gegen ihn wird wegen Sachbesch\u00e4digung ermittelt.<\/p>\n<p>Mit einem Gro\u00dfaufgebot hatte die Polizei am Sonnabend das Verbot von mehreren Demonstrationen der linken Szene durchgesetzt. Unter dem Motto &#8220;Alle zusammen &#8211; autonom, widerst\u00e4ndig, unvers\u00f6hnlich!&#8221; wollten Teilnehmende in einer Art Sternmarsch zu einer Abschlusskundgebung nach Connewitz laufen. Weil Ausschreitungen und Gewalttaten bef\u00fcrchtet wurden, hatte die Stadt Leipzig die Demonstrationen verboten. Das Verwaltungsgericht best\u00e4tigte dies am Donnerstag.<\/p>\n<p>2.000 Polizisten setzen Demonstrationsverbot durch<\/p>\n<p>Insgesamt waren am Sonnabend mehr als 2.000 Polizisten im Einsatz, teilte die Polizeidirektion Leipzig mit. Die ortsans\u00e4ssige Polizei wurde den Angaben zufolge von Polizisten aus Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein sowie der Bundespolizei unterst\u00fctzt. Die Polizei kontrollierte zwischenzeitlich den Anreiseverkehr. Dabei wurden 70 Fahrzeuge und reichlich 130 Personen kontrolliert. Laut Polizei wurden zwei Aufenthaltsverbote ausgesprochen.<\/p>\n<p>Kritik an massiver Polizeipr\u00e4senz<\/p>\n<p>In den sozialen Medien kritisierten viele Nutzerinnen und Nutzer das Gro\u00dfaufgebot der Polizei scharf. Der Rechtsanwalt und Gr\u00fcnen-Stadtrat J\u00fcrgen Kasek schrieb bei Twitter, dass Leipzig einer Festung gleiche. Es seien Polizeibeamtinnen und -beamte in einer vierstelligen Zahl vor Ort, dazu gebe es Personenkontrollen und Hubschrauber. &#8220;Das ist im Ergebnis vor allen Dingen unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig.&#8221; Auch der Linken-Stadtrat Michael Neuhaus \u00e4u\u00dferte bei Twitter Kritik. &#8220;Die Polizei hatte gestern angeblich keine Mittel, um das im Grundgesetz verbriefte Recht auf Versammlungsfreiheit zu gew\u00e4hrleisten, konnte aber mit hunderten Polizisten ein so begr\u00fcndetes Demoverbot durchsetzen und die halbe Stadt abriegeln&#8221;, schrieb er. Das sei politisch motiviert.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: MDR<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Here be dragons but no images. -->\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Wir haben uns heute am 23.10. um 9 Uhr morgens das erste Mal die Stra\u00dfe genommen. Mit dem Ziel die Bullen zu \u00fcberraschen, ging es mit viel Pyro und lauten Parolen durch Sch\u00f6nefeld.<\/p>\n<p>Auf dem Weg gingen die Scheiben des Vonovia-Mieterb\u00fcros zu Bruch und auch die Deutsche Bank hat Steine und Farbe gefressen. Auf dem weg stehende Firmenautos (z.b. eins der Deutsche Bahn in Erinnerung an das Black Triangle) haben auch was abbekommen.<\/p>\n<p>Wir lassen uns die Stra\u00dfe nicht nehmen und brauchen auch keinen Staat der uns erlaubt f\u00fcr unsere Ziele einzusthen.<\/p>\n<p>Wir sehen uns heute in der gesamten Stadt. Dezentral oder spontan zu kollektiven militanten Momenten.<\/p>\n<p>Bis sp\u00e4ter!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/gsxbcjvcrdl66ycimkwra2nxzwvy2idef4twi7elojuzm5ztt5abqyid.onion\/node\/156460\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Here be dragons but no images. -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leipzig, 23\/24. 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