{"id":15176,"date":"2021-10-16T00:00:01","date_gmt":"2021-10-15T22:00:01","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=15176"},"modified":"2021-10-16T00:00:01","modified_gmt":"2021-10-15T22:00:01","slug":"randale-auf-demo-und-aktionen-nach-raeumung-des-koepi-wagenplatzes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=15176","title":{"rendered":"Randale auf Demo und Aktionen nach R\u00e4umung des &#8220;K\u00f6pi Wagenplatzes&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2021\/10\/0.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-15177\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2021\/10\/0-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"><\/a>Berlin<\/strong>, 16. Oktober 2021<\/p>\n<blockquote><p>Kurze Zusammenfassung von Gesehenem und Geh\u00f6rtem im Zusammenhang mit der TagX-Demo anl\u00e4sslich der Wagenplatzr\u00e4umung. Eher eine Impression\u2026<\/p>\n<p>Mit Genugtuung revanchiert sich eine Mischung aus Kreuzberger Bev\u00f6lkerung und rebellischen Strukturen aus dem ganzen Stadtgebiet, anderen St\u00e4dten und L\u00e4ndern f\u00fcr einen weiteren Angriff auf selbstverwaltete R\u00e4ume. Der Freitagabend, nur wenige Stunden nach der R\u00e4umung, bringt tausende von Menschen auf die Stra\u00dfe. Die Masse die sich da zusammentut ist nicht nur un\u00fcberschaubar sondern auch kaum definierbar. Die Gewalt die sich unmittelbar zum Start Bahn bricht, zieht mehr und mehr Menschen an. Die zumeist ausw\u00e4rtige Einheiten werden mit Entschlossenheit und H\u00e4rte angegangen. Trupps, die als Seitenspalier vorgesehen waren, werden vom Platz der Auftaktkundgebung bis zum Kotti eigentlich nur gejagt. Es regnet Steine, Flaschen, Stra\u00dfenmobiliar, Geschirr aus den Bars und m\u00e4chtiges Feuerwerk.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDie vor der Demo fahrenden Wannen kommen aus den Hinterh\u00f6fen des Kottbusser Damm ins Kreuzfeuer von Raketenbatterien (https:\/\/twitter.com\/search?q=%23b1510&amp;src=typeahead_click&amp;f=video). PMS, dass sich als gro\u00dfe Gruppe an die Demo ranmachen will wird kurz nach der Br\u00fccke zur\u00fcck in die Seitenstra\u00dfe gejagt. Nebenbei gehen einige hochpreisige Autos kaputt und auch die als Hauptgentrifizierer ausgemachten L\u00e4den und Co-Working-Spaces werden allesamt nicht verschont. Auch LIDL geht zu Bruch.<\/p>\n<p>Nach dem Kotti geht es Richtung Erkelenzdamm, wo es zunehmends chaotisch wird. Der Hauptsitz von Akelius geht wieder in die Br\u00fcche, ein Security rettet sich rechtzeitig. Die Bullen versuchen nun die Demo zu spalten und so wie bei den letzten Demos mitten in der Menschenmenge, die sich die ganze Breite der Stra\u00dfe und den Gehsteig nimmt, Reihen aufzuziehen. Oranienplatz: zwei Wannen haben den Schuss nicht geh\u00f6rt und werden mit Steinen in die Flucht geschlagen (https:\/\/twitter.com\/NiEstatNiRei\/status\/1449092907542192144). Das Gentrifizierungs-Hotel Orania wird im laufenden Betreib eingeknallt, die Luxustouristen drinnen werden schockiert links liegen gelassen.<\/p>\n<p>In der Oranienstra\u00dfe gelingt es dann den Bullen das erste mal ein ernsthaftes Spalier aufzuziehen. Weil es aber wohl an die zehntausend Leute sind, gelingt das nicht ganz. Ein spontaner Ausbruch bahnt sich seinen Weg auf der Adalbertstra\u00dfe richtung K\u00f6pi Wagenplatz. Vier Sixpacks (auch sie haben den Schuss nicht geh\u00f6rt) werden in die Flucht geschlagen. Der Weg zum Wagenplatz scheint freigek\u00e4mpft doch es letztendlich fehlt der Mut und vielleicht auch die Masse um diese Schritt zu wagen. Auf dem Mariannenplatz verl\u00e4uft sich dieser Mob. Unterdessen geht der Hauptzug zwar im Wanderkessel, doch immernoch lautstark und mit Pyro, weiter seinen geplanten Weg durch die Oranienstra\u00dfe, die Wrangelstra\u00dfe und dann \u00fcber den Mariannenplatz Richtung Wagenplatz. Die Fiesta vom Demobeginn klingt auf den letzten Metern mit Verh\u00f6hnung der eingesetzten Polizeikr\u00e4fte aus. Mit viel Pyro ergie\u00dfen sich die Menschenmassen in den Kiez.<\/p>\n<p>Zwischen Kotti und Heinrichplatz dominiert die n\u00e4chsten Stunden eine rebellische Stimmung die Szene. (https:\/\/twitter.com\/search?q=%23b1510&amp;src=typeahead_click&amp;f=video) Sp\u00e4ter noch belagern zwei Greiftrupps Bereitschaftspolizei den Goldenen Hahn am Heinrichplatz, einen der \u00f6ffentllich angek\u00fcndigten Nachtreffpunkte f\u00fcr die Demo. Sie sind auf Stress aus. Nicht schwer an diesem Abend. Sie versuchen in einer Racheaktion, den Goldenen Hahn zu st\u00fcrmen. Zwei versuche, die Kneipe zu st\u00fcrmen werden beantwortet, indem sie von innen und au\u00dfen mit allem eingedeckt werden, was nicht niet und nagelfest ist. Ein Video zeigt schlie\u00dflich, wie sie doch noch reingehen (https:\/\/twitter.com\/Kraximo_kraximo\/status\/1449150952754270220). Auch wenn der Hahn nun keine T\u00fcr mehr hat und die Scheiben zu Bruch gegangen sind, ist auch diese Auseinandersetzung eine Niederlage der Bullen.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/kontrpolioglnxrcdwwxfszih4pifyidfjgq4ktfdu6uh4nn35vjtuid.onion\/5220\/\">Kontrapolis<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Video:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/kolektiva.media\/w\/3k4uH1xhj6hfc8rLAKcE99\">https:\/\/kolektiva.media\/w\/3k4uH1xhj6hfc8rLAKcE99<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/streamable.com\/0bnwbz\">https:\/\/streamable.com\/0bnwbz<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/sendvid.com\/m8gq4u0r\">https:\/\/sendvid.com\/m8gq4u0r<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Here be dragons but no images. -->\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Wir haben gestern Nacht im Anschluss an den gro\u00dfartigen Wutausbruch auf der Tag X Demo in Kreuzberg eine Sparkasse am Anton-Sefkow-Platz, eine Sparda-Bank am Baumschulenweg und ein Vonovia-Fahrzeug mit Farbe und H\u00e4mmer angegriffen.<\/p>\n<p>Wir sind beeindruckt von dem Mut und der Entschlossenheit der K\u00f6piplatz-Bewohner*innen, den offensiven angriffen auf die Bullen w\u00e4hrend der Demo und der Solidarit\u00e4t untereinander. Dies l\u00e4sst uns hoffen, dass wir auch in Zukunft weitere Widerst\u00e4ndige Situationen schaffen k\u00f6nnen, im Kampf f\u00fcr eine Lebenswerte Stadt f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>Liebe und Kraft an die Ex Bewohner*innen vom K\u00f6piplatz, den Verletzten und Festgenommenen Gef\u00e4hrt*innen.<br \/>\nJede R\u00e4umung hat ihren Preis!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/kontrpolioglnxrcdwwxfszih4pifyidfjgq4ktfdu6uh4nn35vjtuid.onion\/5219\/\">Kontrapolis<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Der vergangene Freitag Abend war wohl einer der sch\u00f6nsten in diesem Jahr. Wo die R\u00e4umung des K\u00f6pi-Wagenplatz durch ein riesiges Bullenaufgebot eher ein Gef\u00fchl von Ohnmacht ausgel\u00f6st hat, war die Nacht doch genau das Gegenteil.<br \/>\nMehrere Tausend nahmen sich die Stra\u00dfen Kreuzbergs und brachten ihre Wut selbstbestimmt zum Ausdruck. Gef\u00fchlt hat alles geklappt; Spaliere wurden verhindert, Spontis haben sich losgel\u00f6st, Bullen und ihre Autos wurden eingedeckt, Hausverwaltungen, Hipster Cafes sowie Hotels mussten dran glauben.<\/p>\n<p>Es war ermutigend zu sehen, dass so viele bereit waren unkontrollierbare Momente zu schaffen um die R\u00e4umung des K\u00f6pi Platz in Rechnung zu stellen. Mit diesem wonnigem Gef\u00fchl im Bauch und einem L\u00e4cheln im Gesicht haben wir die restliche Nacht genutzt, um die Scheiben des Covivio B\u00fcros in der Pariser Stra\u00dfe in Charlottenburg-Wilmersdorf einzuh\u00e4mmern. Als viert gr\u00f6\u00dftes Immobilien Unternehmen Europas ist Covivio bei jedem Dreck dabei ob Co-Working, Co-Living, eingerichtetes Wohnen, Hotels oder 42.000 Wohneinheiten in Berlin. W\u00e4hrend dem Einschlagen ging eine Alarmanlage los, die wahrscheinlich die anfahrenden Sirenen alarmiert hat \u2013 da waren wir aber schon lange weg\u2026<\/p>\n<p>In Solidarit\u00e4t mit den Gef\u00e4hrt*innen vom K\u00f6pi Wagenplatz und den Festgenommen! Liebe Gr\u00fc\u00dfe nach Paris zum r\u00e4mungsbedrohten Squat La Mambr\u00e9*!<\/p>\n<p>(A)<\/p>\n<p>* https:\/\/kontrapolis.info\/5081\/<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/kontrpolioglnxrcdwwxfszih4pifyidfjgq4ktfdu6uh4nn35vjtuid.onion\/5242\/\">Kontrapolis<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Here be dragons but no images. -->\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Vollstreckung eines richterlich angeordneten R\u00e4umungsbeschlusses \u2013 Reaktionen und polizeiliche Ma\u00dfnahmen<\/p>\n<p>Polizeimeldung vom 16.10.2021 (Nr. 2284), bezirks\u00fcbergreifend<\/p>\n<p>Nach einem richterlich erlassenen R\u00e4umungstitel f\u00fcr ein seit rund 30 Jahren besetztes Areal in der K\u00f6penicker Stra\u00dfe in Mitte ersuchte die zust\u00e4ndige Gerichtsvollzieherin die Polizei Berlin um Amtshilfe.<\/p>\n<p>Mit dem Bekanntwerden der beabsichtigten Vollstreckung des R\u00e4umungstitels, gingen bei der Polizei Berlin mehrere Versammlungsanzeigen mit Themenbezug ein. An den Aufz\u00fcgen, die am 2. und 9. Oktober 2021 stattfanden, nahmen in der Spitze bis zu 1.200 beziehungsweise 900 Personen teil. Beide Aufz\u00fcge waren von gro\u00dfer Emotionalit\u00e4t und Aggressivit\u00e4t gepr\u00e4gt. Teilnehmende skandierten polizeifeindliche Parolen, z\u00fcndeten Nebelt\u00f6pfe und Pyrotechnik und griffen gezielt und wiederholt Polizeieinsatzkr\u00e4fte an.<\/p>\n<p>Im Zeitraum vom 14. bis 16. Oktober 2021 war die Polizei Berlin im Rahmen des Amtshilfeersuchens mit Unterst\u00fctzungskr\u00e4ften aus Brandenburg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachen, Bremen und der Bundespolizei rund um die Uhr im Wechsel mit rund 3500 Kr\u00e4ften im Einsatz.<\/p>\n<p>Bereits in der Nacht vom 14. zum 15. Oktober 2021 beschmierten Unbekannte in der Ritterstra\u00dfe insgesamt elf Fahrzeuge mit Farbe und zerst\u00f6rten ihre Seitenscheiben. An einem angrenzenden Geb\u00e4ude soll laut Zeugenaussagen zudem eine Gruppe von rund 20 bis 30 Personen mehrere Fensterscheiben besch\u00e4digt und ebenfalls mit Farbe beschmiert haben. Unbekannt gebliebene Personen z\u00fcndeten an der Kreuzung Ritterstra\u00dfe Ecke Lobeckstra\u00dfe pyrotechnische Gegenst\u00e4nde. An der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Hiroshimastra\u00dfe besch\u00e4digten weitere Unbekannte zudem mehrere Fensterscheiben. Im Umfeld stellten Polizeieinsatzkr\u00e4fte sp\u00e4ter Schriftz\u00fcge mit Bezug zur geplanten R\u00e4umung, unter anderem auch an einem Fahrzeug, fest.<\/p>\n<p>Gegen 23.15 Uhr erfolgte \u00fcber das Internet ein Aufruf, sich am Moritzplatz in Kreuzberg zu versammeln. Als Polizeieinsatzkr\u00e4fte am Ort eintrafen, warfen vermeintliche Versammlungsteilnehmende Bauz\u00e4une und Verkehrszeichen auf die Fahrbahn und entfernten sich anschlie\u00dfend in Richtung Prinzenstra\u00dfe.<\/p>\n<p>Gegen 23.30 Uhr brannten im Erkelenzdamm mehrere auf die Fahrbahn verbrachte Reifen, wobei ein parkendes Fahrzeug in Mitleidenschaft gezogen wurde.<\/p>\n<p>Im weiteren Verlauf der Nacht brannten in der Schreinerstra\u00dfe und in der Stra\u00dfe am Wriezener Bahnhof jeweils ein abgestelltes Fahrzeug, in der Bahnhofstra\u00dfe eine mobile Toilette sowie ein in der Schreiberhauer Stra\u00dfe abgestellter Baucontainer. Alarmierte Einsatzkr\u00e4fte der Berliner Feuerwehr l\u00f6schten den Brand an der Toilette, die Flammen des Baucontainers erloschen von selbst. Verletzt wurde niemand.<\/p>\n<p>In Vorbereitung auf den Schutzauftrag der Polizei Berlin in Amtshilfe wurde die Polizeipr\u00e4senz insbesondere in Friedrichshain und Kreuzberg zur Verhinderung erwarteter Reaktionen entsprechend angepasst.<\/p>\n<p>15. Oktober 2021 \u2013 Amtshilfe zum Schutz einer Gerichtsvollzieherin<br \/>\nAufgrund der gerichtlich verf\u00fcgten R\u00e4umung galt im Zeitraum zwischen dem 14. Oktober 2021, 15 Uhr, und dem 15. Oktober 2021, 23:59 Uhr in einem begrenzten Bereich im Umfeld der K\u00f6penicker Stra\u00dfe in Mitte eine Einschr\u00e4nkung des Gemeingebrauchs von \u00f6ffentlichen Fl\u00e4chen und der Versammlungsfreiheit. Zur Durchsetzung dieser Allgemeinverf\u00fcgung mussten Polizeieinsatzkr\u00e4fte am Tag der R\u00e4umung mehrere Personen aus dem Bereich dr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Ab circa 5 Uhr versammelten sich an den Grenzen der eingeschr\u00e4nkten Bereiche knapp \u00fcber hundert Personen, um an drei angezeigten Kundgebungen gegen die R\u00e4umung des \u201eK\u00f6pi-Wagenplatzes\u201c zu demonstrieren.<br \/>\nKurz nach Beginn der polizeilichen Ma\u00dfnahmen in der K\u00f6penicker Stra\u00dfe brannten in der Waldemarstra\u00dfe und am Michaelkirchplatz jeweils ein M\u00fcllcontainer, der durch Polizeieinsatzkr\u00e4fte mit eigenen Mitteln gel\u00f6scht werden konnte.<\/p>\n<p>Mit Hilfe von gepanzerten R\u00e4umfahrzeugen und technischem Werkzeug begannen Polizeieinsatzkr\u00e4fte in Amtshilfe f\u00fcr die Gerichtsvollzieherin kurz nach 10 Uhr sich Zutritt zum Gel\u00e4nde zu verschaffen, das unter anderem mit Stahlblech, Bauschutt und diversem Unrat verbarrikadiert war. Die auf dem Gel\u00e4nde befindlichen Personen bewarfen die Polizeieinsatzkr\u00e4fte gezielt mit Pyrotechnik und Flaschen. Im weiteren Verlauf spritzten die bis dahin Unbekannten zudem Fl\u00fcssigkeiten mit einem Schlauch auf die Einsatzkr\u00e4fte und entleerten einen Feuerl\u00f6scher, um die Arbeiten zu behindern.<\/p>\n<p>Gegen 11 Uhr hatten die Polizeieinsatzkr\u00e4fte die Barrikaden \u00fcberwunden, sodass sie das un\u00fcbersichtliche Gel\u00e4nde erstmals betreten konnten. Dabei bewarfen die anwesenden Personen die Einsatzkr\u00e4fte erneut gezielt mit Gegenst\u00e4nden. Erst durch den Einsatz von Reizgas konnten weitere Angriffe unterbunden werden. Auf dem Gel\u00e4nde nahmen die Einsatzkr\u00e4fte neben Bauschutt und Unrat diverse Bau-\/Wohnwagen, mehrere H\u00fctten und einen Unterstand wahr und stellten insgesamt 38 Personen auf dem Gel\u00e4nde fest. Spezialkr\u00e4fte der Technischen Einsatzeinheit l\u00f6sten mehrere Personen von Baumkronen, die sich dort mit Seilen und Ketten festgebunden hatten. Eine weitere Person war zudem an einen Bauwagen gekettet und musste gel\u00f6st werden. Die Polizeieinsatzkr\u00e4fte nahmen alle angetroffenen Personen fest, f\u00fchrten sie vom Gel\u00e4nde und stellten ihre Identit\u00e4ten fest.<\/p>\n<p>Um 15.40 Uhr war das Areal frei von Unberechtigten, sodass die Polizeieinsatzkr\u00e4fte es an die Gerichtsvollzieherin \u00fcbergeben konnten. Im Anschluss an die Begehung des Gel\u00e4ndes und die \u00dcbergabe begann die Eigent\u00fcmervertretung, das Gel\u00e4nde zu sichern.<\/p>\n<p>Kundgebungen<br \/>\nAnl\u00e4sslich der R\u00e4umung versammelten sich an drei dicht beieinander gelegenen Kundgebungsorten ab 5 Uhr in der Spitze bis zu 600 Personen. Insgesamt war das Versammlungsgeschehen von einem gleichbleibend hohen Aggressionspotential gepr\u00e4gt. Die Teilnehmenden skandierten polizeifeindliche Sprechch\u00f6re, brannten Pyrotechnik ab und bewarfen die Einsatzkr\u00e4fte mit Flaschen. Unter Anwendung unmittelbaren Zwangs und dem Einsatz von Reizgas konnten die Einsatzkr\u00e4fte weitere \u00dcbergriffe abwenden. Bei den Demonstrationen nahmen die Polizistinnen und Polizisten zwei Personen fest. Um 16.30 Uhr waren alle Versammlungen beendet.<\/p>\n<p>Eine Kundgebung, die unter dem Motto \u201eTag X ist \u00fcberall \u2013 Mahnwache f\u00fcr alle unter R2G ger\u00e4umten linken selbstverwalteten Projekte in Berlin\u201c um 9.30 Uhr am Max-Josef-Metzger-Platz begann, wurde mit f\u00fcnf Teilnehmenden kurz nach 16 Uhr vom Anzeigenden nach einem st\u00f6rungsfreien Verlauf beendet.<\/p>\n<p>Unter dem Motto \u201eK\u00f6pi bleibt! \u2013 Keine R\u00e4umungen in Berlin\u201c versammelten sich ab 20 Uhr am Kottbusser Damm mehrere hundert Personen zu einem angezeigten Aufzug. Die Zahl der Teilnehmenden wuchs im Verlauf des Abends auf einen h\u00f6heren vierstelligen Bereich an. Der Aufzug war von Beginn an von einem hohen Aggressionspotenzial gepr\u00e4gt. Einsatzkr\u00e4fte wurden massiv und fortlaufend mit Steinen und Flaschen beworfen sowie mit Stangen angegriffen. Zudem wurden im Verlauf der Wegstrecke diverse Sachbesch\u00e4digungen, vor allem an abgestellten Fahrzeugen, begangen und Pyrotechnik gez\u00fcndet.<\/p>\n<p>In der Naunynstra\u00dfe und der Waldemarstra\u00dfe verbrachten die Teilnehmenden Holzpaletten und Warnbaken auf die Fahrbahn. Als Polizeieinsatzkr\u00e4fte die Hindernisse beseitigten, wurden sie ebenfalls gezielt und massiv mit Steinen und Flaschen beworfen. Unbekannte z\u00fcndeten im Verlauf des Aufzuges diverse M\u00fcllcontainer an, setzten mehrere Kraftfahrzeuge in Brand, schlugen die Seitenscheiben der abgestellten Wagen ein und beschmierten sie zum Teil mit themenbezogenen Schriftz\u00fcgen.<\/p>\n<p>Mit Erreichen des Endplatzes in der Adalbertstra\u00dfe gegen 23 Uhr beendete der Versammlungsleiter den Aufzug und die ehemaligen Teilnehmenden entfernten sich z\u00fcgig, teils begleitet durch Polizeieinsatzkr\u00e4fte, vom Ort.<\/p>\n<p>Die Polizistinnen und Polizisten nahmen insgesamt 17 Personen, darunter zw\u00f6lf M\u00e4nner und f\u00fcnf Frauen, vorl\u00e4ufig fest. Zudem leiteten die Einsatzkr\u00e4fte diverse Strafermittlungsverfahren, unter anderem wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und T\u00e4tlichen Angriffs, versuchter gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung und Sachbesch\u00e4digung ein. Allein bei diesem Aufzug wurden 40 Einsatzkr\u00e4fte, davon 31 M\u00e4nner und 9 Frauen, verletzt. 38 von ihnen setzten ihren Dienst fort, zwei von ihnen mussten ihn nach einer ambulanten Behandlung vorzeitig beenden.<\/p>\n<p>In der Nacht vom 15. zum 16. Oktober 2021 wurde die Polizei wegen einer brennenden M\u00fclltonne in den Leuschnerdamm in Mitte sowie wegen drei Brandstiftungen an abgestellten Fahrzeugen zum Wriezener Karree und die Seumestra\u00dfe in Friedrichshain sowie in die Richard-Ermisch-Stra\u00dfe in Prenzlauer Berg gerufen. Die M\u00fclltonne brannte vollst\u00e4ndig ab, die drei Fahrzeuge wurden besch\u00e4digt. Verletzt wurde niemand.<\/p>\n<p>Weitere Auff\u00e4lligkeiten im Zusammenhang mit der R\u00e4umung des Areals wurden zum jetzigen Stand nicht verzeichnet.<\/p>\n<p>Am 16. Oktober 2021 \u00e4u\u00dferten mehrere unbekannt gebliebene Personen ihren Unmut \u00fcber die vollzogene R\u00e4umung, warfen aus einem Haus in der K\u00f6penicker Stra\u00dfe gezielt Flaschen und Steine auf die vom Eigent\u00fcmer eingesetzten Sicherheitsmitarbeiter und z\u00fcndeten Pyrotechnik. Verletzt wurde bei dem Angriff niemand. Polizeieinsatzkr\u00e4fte weiteten die eingerichteten Absperrungen zum Schutz der Arbeitenden aus.<\/p>\n<p>Zusammenfassung<br \/>\nDie erwarteten starken Reaktionen auf die R\u00e4umung sind durch eine entsprechend angepasste Polizeipr\u00e4senz, insbesondere in Friedrichshain und Kreuzberg, weitestgehend ausgeblieben. Die Einsatzleitung entschloss sich, den Aufzug am Abend trotz hohem Aggressionspotentials und begangener Straftaten nicht aufzul\u00f6sen. Dadurch konnten dezentrale St\u00f6raktionen erfolgreich verhindert werden. Intensive Raumschutzma\u00dfnahmen anl\u00e4sslich der R\u00e4umung f\u00fchrten zudem dazu, dass Unberechtigte das Areal in der K\u00f6penicker Stra\u00dfe nach der \u00dcbergabe an den Eigent\u00fcmervertreter, nicht erneut betreten konnten.<\/p>\n<p>Insgesamt nahmen die Einsatzkr\u00e4fte im Zusammenhang mit der R\u00e4umung 76 Personen vorl\u00e4ufig fest. 46 Einsatzkr\u00e4fte wurden w\u00e4hrend des gesamten Einsatzverlaufs verletzt, wovon zwei ihren Dienst beenden mussten.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Polizei<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 16. Oktober 2021 Kurze Zusammenfassung von Gesehenem und Geh\u00f6rtem im Zusammenhang mit der TagX-Demo anl\u00e4sslich der Wagenplatzr\u00e4umung. Eher eine Impression\u2026 Mit Genugtuung revanchiert sich eine Mischung aus Kreuzberger Bev\u00f6lkerung und rebellischen Strukturen aus dem ganzen Stadtgebiet, anderen St\u00e4dten und L\u00e4ndern f\u00fcr einen weiteren Angriff auf selbstverwaltete R\u00e4ume. Der Freitagabend, nur wenige Stunden nach der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":12080,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,366],"tags":[24],"class_list":["post-15176","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-de","category-video","tag-berlin"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15176","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/12080"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15176"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15176\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15176"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15176"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15176"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}