{"id":15077,"date":"2021-10-02T00:00:54","date_gmt":"2021-10-01T22:00:54","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=15077"},"modified":"2021-10-02T00:00:54","modified_gmt":"2021-10-01T22:00:54","slug":"versorgungsbruecke-in-flammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=15077","title":{"rendered":"Versorgungsbr\u00fccke in Flammen"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2021\/10\/joig.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-15086\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2021\/10\/joig-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\"><\/a>Berlin<\/strong>, 2. Oktober 2021<\/p>\n<blockquote><p>9000 Haushalte haben seit der Nacht zu Sonnabend keinen Strom. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung und pr\u00fcft ein politisches Motiv. Reparaturen laufen.<\/p>\n<p>Nach einer Brandstiftung in Prenzlauer Berg haben 9000 Haushalte seit der Nacht keinen Strom. Unbekannte haben an einer Br\u00fccke \u00fcber die Ringbahn Feuer gelegt. Auf der Br\u00fccke liegen Fernw\u00e4rmeleitungen und andere Versorgungsleitungen. Das Feuer sei erheblich gewesen, vermutlich werde die Reparatur bis zum sp\u00e4ten Nachmittag dauern, sagte Olaf Weidner, Sprecher von Stromnetz Berlin am Vormittag. Die Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke wenige Meter weiter wurde nicht besch\u00e4digt. Nach Polizeiangaben mussten die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Kopenhagener Stra\u00dfe vor\u00fcbergehend ihre Wohnungen verlassen. Gegen 3.45 Uhr sei das Feuer gel\u00f6scht gewesen.<\/p>\n<p>Betroffen vom Stromausfall ist ein \u201ezentraler Teil von Prenzlauer Berg\u201c <!--more-->\u2013 Teile der Sch\u00f6nhauser Allee, der Danziger Stra\u00dfe, die Gegend um den Jahnsportpark, die Eberswalder Stra\u00dfe und jeweils angrenzenden kleineren Stra\u00dfen, sagte Weidner.<\/p>\n<p>Die Feuerwehr wurde gegen 3 Uhr fr\u00fch alarmiert. Die Br\u00fccke stand komplett in Flammen, wie die Polizei mitteilte. Das Kabel fing ebenfalls Feuer und wurde besch\u00e4digt. Nach den L\u00f6scharbeiten untersuchten Brandexperten der Kriminalpolizei und des Staatsschutzes den Tatort.<\/p>\n<p>Noch ist offen, ob der f\u00fcr extremistische Taten zust\u00e4ndige Staatsschutz im Landeskriminalamt die Ermittlungen \u00fcbernimmt. Eine unpolitische Brandstiftung oder eine fahrl\u00e4ssige, also versehentliche Brandstiftung, sind ebenfalls m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die Deutsche Bahn und der S-Bahn-Verkehr sind nicht betroffen, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. Nur w\u00e4hrend der L\u00f6scharbeiten musste der Verkehr kurzzeitig eingestellt werden auf den Gleisen der S-Bahn und der Fernbahn.<br \/>\nMehrere Brandanschl\u00e4ge in den vergangenen Jahren<\/p>\n<p>Seit 2011 hatte es mehrere Brandanschl\u00e4ge auf die technische Infrastruktur der Bahn gegeben. Zu den Taten hatten sich unterschiedliche linksextremistische Gruppen im Internet bekannt.<\/p>\n<p>In den Bekennerschreiben hatten die T\u00e4ter regelm\u00e4\u00dfig die Namen isl\u00e4ndischer Vulkane genommen, wie Hekla oder Grimsv\u00f6tn. Das Schreiben zum ersten Anschlag war mit \u201eDas Grollen des Eyjafjallaj\u00f6kull\u201c unterzeichnet. Polizeiintern wurden die T\u00e4ter als \u201eVulkanier\u201c bezeichnet.<\/p>\n<p>Nach einer mehrj\u00e4hrigen Pause hatte es 2018, 2019 und 2020 wieder Anschl\u00e4ge gegeben. 2018 gab es einen \u00e4hnlichen Anschlag wie am Sonnabend: An der Charlottenburger M\u00f6rschbr\u00fccke wurden Stromleitungen angez\u00fcndet. 6000 Haushalte hatten Stundenlang keinen Strom. Der letzte ist exakt ein Jahr her: Eine \u201eFeministisch-Revolution\u00e4r-Anarchistische-Zelle\u201c wollte mit dem Anschlag auf Kabel der Bahn gegen die R\u00e4umung des Hauses Liebigstra\u00dfe 34 protestieren.<\/p>\n<p>Eine Selbstbezichtigung zur aktuellen Tat wurde bislang nicht ver\u00f6ffentlicht. Am Sonnabend ruft die linksextremistische Szene zu einer Demonstration gegen die R\u00e4umung des \u201eK\u00f6pi\u201c-Wagenplatzes auf.<\/p>\n<p>Kein T\u00e4ter wurde bislang gefasst. Bei den Anschl\u00e4gen auf Kabel der Bahn haben der oder die T\u00e4ter jeweils mit wenig Aufwand massive Auswirkungen verursacht. Teilweise fuhren tagelang keine Z\u00fcge, auch das Mobilfunknetz war getroffen worden.<\/p>\n<p>Die Polizei vermutet seit Jahren, dass mindestens einer der T\u00e4ter Insiderkenntnisse vom Bahnbetrieb haben muss, da immer die entscheidenden Knoten getroffen wurden.<\/p>\n<p>Auch am Sonnabend war der Schaden wieder erheblich. Nach Angaben des Stromnetz-Sprechers konnte mit der Reparatur erst am Vormittag begonnen werden Die Feuerwehr hatte den Brand um 9 Uhr gel\u00f6scht, anschlie\u00dfend suchte die Kripo lange nach Spuren.<\/p>\n<p>Gewerkschaft der Polizei: \u201eDas ist keine politische Meinungs\u00e4u\u00dferung\u201c<\/p>\n<p>Die Polizei setzte eine spezielle Aufbauorganisation ein, um die Lage in der Nacht zu beobachten, den Einsatz zu koordinieren und bei m\u00f6glichen weiteren Taten schnell reagieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Benjamin Jendro, twitterte: \u201eDas ist keine politische Meinungs\u00e4u\u00dferung. Wer Brandanschl\u00e4ge auf wichtige Bestandteile unserer Infra- und Versorgungsstruktur ver\u00fcbt, handelt absolut sinnfrei und greift unser demokratisches Zusammenleben an. Diese extremistischen Anschl\u00e4ge fordern vielleicht keine Menschenleben, sind aber dennoch ein perfider Versuch zu destabilisieren, was man nicht kleinreden sollte.\u201c (mit dpa)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Tagesspiegel<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Here be dragons but no images. -->\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Das Feuer nahe einer Starkstromleitung in Berlin-Prenzlauer Berg, das in der Nacht zu Samstag ausgebrochen war, ist nach ersten Erkenntnissen der Polizei versehentlich entstanden.<\/p>\n<p>Die Kriminalpolizei gehe derzeit davon aus, dass es sich um fahrl\u00e4ssige Brandstiftung gehandelt habe, sagte eine Sprecherin am Sonntag.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen gezielten Anschlag &#8211; etwa aus politischen Gr\u00fcnden &#8211; gab es demnach zun\u00e4chst keine Hinweise.<\/p>\n<p>In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es zu einem Brand auf einer Br\u00fccke an der D\u00e4nenstra\u00dfe \u00fcber der Ringbahn.<\/p>\n<p>Auf der Br\u00fccke liegen Fernw\u00e4rmeleitungen und andere Versorgungsleitungen, weshalb es zu einem fl\u00e4chendeckenden Stromausfall kam. Gegen 3.45 Uhr war das Feuer gel\u00f6scht.<\/p>\n<p>Nach den L\u00f6scharbeiten untersuchten Brandexperten der Kriminalpolizei und des Staatsschutzes den Tatort, da ein Anschlag vorerst nicht ausgeschlossen werden konnte.<\/p>\n<p>Mehr als 9000 Haushalte waren zum Teil bis Samstagnachmittag ohne Strom. Erst um 15.10 Uhr wurden die letzten 2400 Haushalte wieder ans Netz genommen.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Tagesspiegel<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Here be dragons but no images. -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 2. Oktober 2021 9000 Haushalte haben seit der Nacht zu Sonnabend keinen Strom. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung und pr\u00fcft ein politisches Motiv. Reparaturen laufen. Nach einer Brandstiftung in Prenzlauer Berg haben 9000 Haushalte seit der Nacht keinen Strom. Unbekannte haben an einer Br\u00fccke \u00fcber die Ringbahn Feuer gelegt. 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