{"id":14800,"date":"2021-06-16T00:00:39","date_gmt":"2021-06-15T22:00:39","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=14800"},"modified":"2021-06-16T00:00:39","modified_gmt":"2021-06-15T22:00:39","slug":"autonome-zone-um-rigaer94-ausgerufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=14800","title":{"rendered":"Autonome Zone um Rigaer94 ausgerufen"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2021\/06\/22.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-14802\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2021\/06\/22-300x164.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"164\"><\/a>Berlin<\/strong>, 16. Juni 2021<\/p>\n<blockquote><p>Wir haben in einer Blitzaktion die Rigaer Stra\u00dfe zwischen Zelle- und Liebigstra\u00dfe zu einer Autonomen Zone gemacht. Mit Barrikaden an beiden Enden, mit vielen Leuten als Unterst\u00fctzung versuchen wir damit der Einrichtung der Roten Zone zuvorzukommen, die von der Polizei f\u00fcr heute 15 Uhr vorgesehen ist. Die Rote Zone soll ein Gebiet der totalen Kontrolle dieses jahrzehnte umk\u00e4mpften Stra\u00dfenzugs darstellen. Wir haben zahlreiche Erfahrungen in den letzten Monaten und Jahren mit dieser Art von Ausnahmezustand gesammelt. Es werden mehrere Blocks rein polizeilichen Anordnungen unterstellt, Anwohner*innen m\u00fcssen sich Durchsuchungen und Kontrollen unterziehen, Versammlungen sind grunds\u00e4tzlich verboten. Es wird damit unverholen das Ziel verfolgt, Protest und Widerstand von den Orten zu verbannen, wo sie die herrschenden wirklich treffen k\u00f6nnten. Bei den letzten R\u00e4umungen und auch am 1. Mai hat der Innensenat so immer wieder ganze Stra\u00dfenz\u00fcge unterworfen. Als Versammlung in Solidarit\u00e4t mit der Rigaer94 haben wir daher beschlossen, nicht darauf zu warten, bis N\u00e4gel mit K\u00f6pfen gemacht sind, sondern uns das Gebiet zu nehmen, um am Ende nicht vor den Absperrgittern mehrere Stra\u00dfenz\u00fcge weiter zusehen zu m\u00fcssen, wie die Polizei ungehindert agieren kann.<\/p>\n<p>Hier in Friedrichshain lebt trotz staatlicher Allmachtsfantasien die Geschichte organisierten Widerstands und der Rebellion weiter.<!--more--> Mit unserer heutigen Aktion tragen wir das Bewusstsein auf die Stra\u00dfe, dass die Stadt eigentlich den Menschen geh\u00f6ren sollte, dass die H\u00e4user keine Eigent\u00fcmer*innen haben, dass der Staat hier nicht gebraucht wird und als Garant f\u00fcr Immobilienspekulation im speziellen und Kapitalismus im ganz allgemeinen abgeschafft geh\u00f6rt. Wer sollte das tun, wenn nicht wir.<\/p>\n<p>In unseren begrenzten M\u00f6glichkeiten haben wir uns entschieden, den heutigen Tag zu nutzen, um wenigstens in diesem Stra\u00dfenzug unsere Ideen von Solidarit\u00e4t und Freiheit zu verwirklichen. Die Rigaer Stra\u00dfe liegt uns besonders am Herzen, da wir hier seit mehr als 30 Jahren versuchen, selbstorganisiert und rebellisch zu leben. F\u00fcr den morgigen Donnerstag ist ein frontaler Angriff auf unsere hiesigen Strukturen vorgesehen. Nur etwas mehr als ein halbes Jahr nach der R\u00e4umung des Anarcha-Queer-Feministischen Hausprojektes Liebig34 ein paar Meter weiter soll die Rigaer94 in die Mangel genommen werden. Es ist kein Geheimnis, dass die angebliche Brandschutzpr\u00fcfung schon im M\u00e4rz als R\u00e4umung des Hauses geplant war. Auch dieses Mal zielt dieser staatliche Angriff auf die Unterdr\u00fcckung der hier k\u00e4mpfenden Individuen und Kollektive ab sowie auf die Zerst\u00f6rung eines Hauses, dass eine wichtige Infrastruktur darstellt. Wir als Versammlung rufen alle auf, sich dem Widerstand gegen die R\u00e4umung anzuschlie\u00dfen. Ab sofort m\u00fcssen wir die Dinge in die eigene Hand nehmen.<\/p>\n<p>Kurzes Update zu uns: Uns gehts gut, der Heli kreist, die Stra\u00dfe riecht nach rauch und wir haben Feuer im Herzen ! Lasst es uns weiter so krachen lassen und das verteidigen was unser ist ! Autonome R\u00e4ume verteidigen ! Rigaer bleibt !!!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/kontrpolioglnxrcdwwxfszih4pifyidfjgq4ktfdu6uh4nn35vjtuid.onion\/3999\/\">Kontrapolis<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Here be dragons but no images. -->\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Am morgen des 16. Juni wurde die Rigaer Stra\u00dfe einschlie\u00dflich Dorfplatz bis zur Zellestra\u00dfe durch zahlreiche Menschen besetzt. Je Seite wurde um kurz vor 11 Uhr eine gro\u00dfe Barrikade aus Reifen, Stacheldrahtverhauen, Baustellenmaterial und M\u00fcllcontainern errichtet. Dazu gab es je einen vorgelagerten brennenden Reifen. Mit dem Ann\u00e4hern gr\u00f6\u00dferer Polizeikr\u00e4ften rund um das Gebiet wurden auch die gro\u00dfen Barrikaden in Brand gesetzt. Es kam bald zur Verteidigung mit Steinen und Feuerwerk gegen kleinere vorr\u00fcckende behelmte Einheiten zu Fu\u00df. Diese stellten ihre Ann\u00e4herungsversuche dadurch wieder gr\u00f6\u00dftenteils ein. \u00dcber die n\u00e4chsten zwei bis drei Stunden kam es zu keinem tauglichen Versuch, die Barrikaden einzunehmen. Jeder Schritt vorw\u00e4rts ihrerseits wurde durch Bewurf im Ansatz unterbunden. Die Zeit wurde von den sich vermehrenden Leuten innerhalb des Bereichs genutzt, diese zu verst\u00e4rken und zus\u00e4tzliches Material zur Verteidigung bereitzustellen. Auch au\u00dferhalb der besetzten Zone vermehrten sich Leute und es kam zu solidarischen Parolen, Feuerwerksbatterien in angrenzenden Stra\u00dfen wurden gez\u00fcndet und auch in anderen Stra\u00dfen wurde Barrikadenmaterial auf Stra\u00dfen gelegt. Die Szenerie im Nordkiez wurde durch schwarze Rauchwolken und das Knallen von Feuerwerk aus der Rigaer gepr\u00e4gt. Die ehemalige Liebig34 war von schwarzem Rauch umh\u00fcllt und einige der neuen Fenster wurden spontan eingeworfen. Rings herum sammelte sich ein langsam anwachsendes Polizeikontingent. Nach ca. zwei Stunden trafen die ersten wohl schon vorher bestellten ausw\u00e4rtigen Einheiten ein, kurz danach, etwa gegen 12 Uhr wurde bekannt, dass Wasserwerfer und R\u00e4umpanzer auf dem Weg \u00fcber die Karl-Marx-Allee sind. Die Lage war statisch geworden, eine in diesen Zeiten selten, aufregende Situation. Das<br \/>\nGanze war nicht mehr anders als unter Einsatz schweren Ger\u00e4ts zu l\u00f6sen. So kam es dann wenig sp\u00e4ter. Unter Bewurf n\u00e4herten sich von Osten und Westen Wasserwerfer den brennenden Barrikaden, l\u00f6schten die Br\u00e4nde und k\u00fchlten den aufgeschmolzenen Asphalt. Dann ging es mit den Panzern an der Spitze los um in das umk\u00e4mpfte Gebiet vorzudringen, wo noch einige umliegende Balkone mit Wasser beworfen wurden. Z\u00f6gerlich kamen wenig sp\u00e4ter auch die sonst so selbstbewussten Fu\u00dftruppen um die Ecken und k\u00e4mpften sich vor bis in die der Rigaer94 gegen\u00fcberlegenden Hauseing\u00e4nge. Das Feuerwerk setzte nocheinmal zu einem H\u00f6hepunkt an, bevor sich die tempor\u00e4re autonome Zone vollends aufl\u00f6ste und der Kiez beinahe nach offiziellem Zeitplan der totalen Kontrolle des Polizeiapparats unterworfen wurde. Nach ersten Einsch\u00e4tzungen gab es keine Festnahmen. Weitere Berichte von den anstehenden Ereignissen rund um die Rote Zone und der angeblichen Brandschutzbegehung der Rigaer94 werden sicher folgen.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/kontrpolioglnxrcdwwxfszih4pifyidfjgq4ktfdu6uh4nn35vjtuid.onion\/4008\/\">Kontrapolis<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Video:<\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" title=\"Videos &#039;Autonome Zone in der Rigaer Stra\u00dfe&#x2F;Berlin&#039;\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/kolektiva.media\/videos\/embed\/2fb47538-7e1f-4a08-9b44-50d5c316a022#?secret=qlaHxlMklq\" data-secret=\"qlaHxlMklq\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kolektiva.media\/videos\/watch\/2fb47538-7e1f-4a08-9b44-50d5c316a022\">https:\/\/kolektiva.media\/videos\/watch\/2fb47538-7e1f-4a08-9b44-50d5c316a022<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Es war der Versuch einer Machtdemonstration, einen Tag vor der Brandschutzbegehung des teilbesetzten Hauses in der Rigaer Stra\u00dfe 94 in Friedrichshain: Rund 200 Vermummte errichteten am Mittwochvormittag Barrikaden. Gitter, Autoreifen, Holzpaletten, Stacheldraht und alte Fahrr\u00e4der stapelten sich auf der Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Als die Polizei anr\u00fcckt, setzten die Autonomen die Barrikaden in Brand und lie\u00dfen einen Steinhagel auf Polizisten los \u2013 auch von den D\u00e4chern. Die dichte Rauchwolke war kilometerweit zu sehen, immer wieder explodierten B\u00f6ller. Umliegende Kindertagesst\u00e4tten und Schulen wurden geschlossen.<\/p>\n<p>Nach einigen Stunden war es wieder vorbei, die Polizei l\u00f6schte die Barrikaden mit Wasserwerfern, ein R\u00e4umpanzer machte die Stra\u00dfe frei. Anwohner mussten von Beamten begleitet werden und dicht gedr\u00e4ngt an der Hauswand entlanggehen, damit sie keine Steine abbekommen. Auf den D\u00e4chern r\u00e4umten Polizisten dann alles weg, was auf die Stra\u00dfe geworfen werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die von den Linksextremisten ausgerufene \u201eautonome Zone\u201c um die \u201eRigaer 94\u201c w\u00e4hrte nur kurz. Die Autonomen hatten vergeblich verhindern wollen, dass die Polizei eine Schutzzone einrichtet. Bis Freitagabend sind in dem Areal nun Demonstrationen verboten, Fahrzeuge d\u00fcrfen dort nicht geparkt werden, nur Anwohner d\u00fcrfen hinein. Das Abfackeln der Barrikaden verhinderte die Sperrzone nicht.<\/p>\n<p>Der Angriff wirkte geplant und gut vorbereitet. Die Botschaft: Wenn die Polizei am Donnerstagmorgen anr\u00fcckt und ein Pr\u00fcfingenieur f\u00fcr Brandschutz das Haus betreten will, dann muss mit massivem Widerstand und militanten Aktionen gerechnet werden. Die Linksautonomen und ihre Unterst\u00fctzer verk\u00fcndeten online: \u201eDie Verteidigung der Rigaer94 hat begonnen.\u201c<br \/>\nGeisel sagte wegen Eskalation Teilnahme an der Innenministerkonferenz ab<\/p>\n<p>An manchen Stra\u00dfenecken stapelten sich da noch Pflastersteine in kleinen H\u00e4ufchen, offenbar bereitgelegt f\u00fcr den Morgen. Die Autonomen behaupten, ihr Projekt solle zerst\u00f6rt und das Haus ger\u00e4umt werden. Dabei geht es darum, dass der Brandschutz im Haus von einem Experten gepr\u00fcft wird. Darauf hat auch Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Mittwoch noch einmal hingewiesen.<\/p>\n<p>Wegen der Eskalation hat er seine Teilnahme an der Innenministerkonferenz von Bund und L\u00e4ndern in Rust abgesagt. \u201eWer Autoreifen anz\u00fcndet, k\u00e4mpft nicht f\u00fcr linke Freir\u00e4ume, sondern drangsaliert den eigenen Kiez\u201c, sagte der Innensenator. Grunds\u00e4tzlich gebe es keine \u201eLex Rigaer Stra\u00dfe\u201c. Damit meinte Geisel den Vorwurf, der Hotspot gewaltbereiter Linksextremisten w\u00fcrde nachsichtig behandelt. Straftaten w\u00fcrden konsequent verfolgt und Gerichtsentscheidungen durchgesetzt, erkl\u00e4rte Geisel.<\/p>\n<p>Die kurzzeitige Stra\u00dfenschlacht sollte wohl eine symbolische Aktion des gewaltsamen Widerstands von den Unterst\u00fctzern eines der letzten Symbolprojekte der linksextremen Szene in der Hauptstadt sein. Nachdem die Polizei Verst\u00e4rkung erhalten hatte, verschwanden die Randalierer schnell und hinterlie\u00dfen Flammen und schwarze Qualmwolken.<br \/>\nPolizei ermittelt wegen versuchten T\u00f6tungsdelikten<\/p>\n<p>60 Beamte wurden verletzt, in drei F\u00e4llen ermittelt die Polizei wegen eines versuchten T\u00f6tungsdelikts. Doch das Ausma\u00df fr\u00fcherer gewaltsamer Auseinandersetzungen um besetzte H\u00e4user hatte das alles nicht. F\u00fcr die Nacht zu Donnerstag rechnete die Polizei nicht mit \u201eweiteren derartigen gewaltt\u00e4tigen Ausschreitungen\u201c, sagte eine Sprecherin.<\/p>\n<p>Die Brandschutzpr\u00fcfung ist f\u00fcr 8 Uhr am Donnerstagmorgen angesetzt. Dann sollen ein Brandschutz-Sachverst\u00e4ndiger im Auftrag des Eigent\u00fcmers und ein Vertreter des Bezirksamts das Haus begehen \u2013 auch die Wohnungen. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) best\u00e4tigte am Mittwoch, dass die Duldungsanordnung des Bezirksamts gegen die Rigaer-94-Bewohner rechtens ist.<\/p>\n<p>Nur in einem Punkt \u00e4nderten die Richter die bisherige Linie des Senats, der Innenverwaltung und des Verwaltungsgerichts ab: Vertreter des Eigent\u00fcmers d\u00fcrfen die Wohnungen bei der Begehung vorerst nicht betreten \u2013 wohl aber die sogenannten Verkehrsfl\u00e4chen des Hauses wie Flure, Treppenh\u00e4user, Keller, Innenhof und Dachboden. Die Anw\u00e4lte des Eigent\u00fcmers wollten urspr\u00fcnglich kl\u00e4ren, wer in den Wohnungen \u00fcberhaupt lebt.<\/p>\n<p>Die Hausbewohner hatten gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts vom Dienstag Beschwerde eingelegt. Es hatte zum wiederholten Mal klar entschieden, die Brandschutzpr\u00fcfung sei zul\u00e4ssig und nicht zu beanstanden. Die Bewohner m\u00fcssten sie hinnehmen.<\/p>\n<p>Die Polizei hofft auf einen ruhigen Einsatz w\u00e4hrend der geplanten Brandschutzpr\u00fcfung am Donnerstag. \u201eDer Widerstand gestern war allerdings nur ein Vorgeschmack auf das, was uns erwarten k\u00f6nnte\u201c, sagte ein Sprecher der Polizei der dpa am Donnerstagmorgen. Die Nacht sei ruhig verlaufen. Einzig auf dem Schleidenplatz sowie in einer Wohnung in der Liebigstra\u00dfe habe es Versammlungen gegeben &#8211; jedoch ohne gr\u00f6\u00dfere Ausschreitungen.<\/p>\n<p>Die Polizei bereite sich trotzdem auf viele verschiedene Szenarien vor, hie\u00df es. Im Vordergrund der Einsatzplanung stehe der Schutz des Pr\u00fcfingenieurs. \u201eDeshalb haben wir am Donnerstag deutlich mehr Einsatzkr\u00e4fte vor dem Objekt, als im Objekt\u201c, so der Sprecher. Am Morgen waren rund 350 Einsatzkr\u00e4fte der Polizei vor Ort.<br \/>\nDas Geb\u00e4ude weist viele Brandschutzm\u00e4ngel auf<\/p>\n<p>In dem Geb\u00e4udekomplex aus drei H\u00e4usern mit 30 Wohnungen wurden schon vor Jahren zahlreiche M\u00e4ngel beim Brandschutz dokumentiert, etwa fehlende Fluchtwege, Fallt\u00fcren, Wanddurchbr\u00fcche, fehlerhafte Elektroleitungen und Sperren in Treppenh\u00e4usern. Der von den Gr\u00fcnen gef\u00fchrte Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg unternahm nichts \u2013 man wolle Gewaltausbr\u00fcche vermeiden, lautete die Begr\u00fcndung insbesondere von Bezirksb\u00fcrgermeisterin Monika Herrmann und Baustadtrat Florian Schmidt (beide Gr\u00fcne).<\/p>\n<p>Sie verhinderten sogar, dass die Bauaufsicht des Bezirksamts ein offizielles Verfahren einleitet. Dazu musste Schmidt dann erst von der Bezirksaufsicht der Innenverwaltung gezwungen werden. Sp\u00e4ter verpflichtete auch das Verwaltungsgericht den Bezirk, sich an die Vorschriften zu halten.<\/p>\n<p>Ob das verbarrikadierte Tor und die Wohnungen von Bewohnern ge\u00f6ffnet oder von der Polizei aufgebrochen werden m\u00fcssen, bleibt abzuwarten. Dem Hausbesitzer und der Polizei wird der Zutritt seit Langem von den Bewohnern verweigert. F\u00fcr einige Wohnungen gibt es keine Mietvertr\u00e4ge. Unklar ist, wer inzwischen dort wohnt. Andere Mieter wiederum leben trotz Vertrag bereits in anderen Bundesl\u00e4ndern.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Tagesspiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 16. Juni 2021 Wir haben in einer Blitzaktion die Rigaer Stra\u00dfe zwischen Zelle- und Liebigstra\u00dfe zu einer Autonomen Zone gemacht. 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