{"id":14465,"date":"2021-04-21T00:00:43","date_gmt":"2021-04-20T22:00:43","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=14465"},"modified":"2021-04-21T00:00:43","modified_gmt":"2021-04-20T22:00:43","slug":"thyssen-krupp-firmenwagen-zerstoert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=14465","title":{"rendered":"Thyssen-Krupp-Firmenwagen zerst\u00f6rt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frankfurt am Main<\/strong>, 21. April 2021<\/p>\n<blockquote><p>Wir haben in der Nacht vom 20.04 auf den 21.04 ein Auto der Firma Thyssen-Krupp zerst\u00f6rt. Dazu haben wir alle Reifen zerstochen, die Karosserie mit Farbe versehen und eine s\u00e4urehaltige Fl\u00fcssigkeit auf Lack, Motorhaube und Dichtungen versch\u00fcttet, das Auto d\u00fcrfte ein Totalschaden sein. Wir entschieden uns f\u00fcr den Angriff gegen ein Teil der Infrastruktur, die den Faschismus in der T\u00fcrkei ausstattet und somit erm\u00f6glicht, dass das AKP-MHP Regime weiter seine nationalistischen und rassistischen Gro\u00dfmachttr\u00e4ume ausleben kann.<\/p>\n<p>Thyssen-Krupp verdient mit R\u00fcstungsgesch\u00e4ften u.A. mit und in der T\u00fcrkei sein Geld und ist deshalb zu unserem Angriffsziel geworden.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n\u201eAls deutscher Industriekonzern mit dem Schwerpunkt der Stahlverarbeitung produziert das Unternehmen unter anderem Hoch\u00f6fen, Rolltreppen und Aufz\u00fcge. Neben dieser Produktion verdient Thysenkrupp, durch die Konzerntochter \u201eThyssenKrupp Marine Systems (TKMS)\u201c, mehrstellige Milliardenbetr\u00e4ge mit dem Bau von Kriegsschiffen aller Art. Darunter U-Boote sowie Korvetten- und Fregattenbauten die in Hamburg, Kiel und Emden produziert werden. Als Einziger Anbieter f\u00fcr U-Boote in Deutschland ist \u201eThyssen Krupp Marine Systems (TKMS)\u201c t\u00e4tig. Gefertigt werden sie auf den Werften von \u201eHowaldtswerke Deutsche Werft GmbH (HDW)\u201c in Kiel und den \u201eNordseewerken GmbH\u201c in Emden (beide Werften geh\u00f6ren zu TKMS). Die t\u00fcrkische Marine ist seit \u00fcber 50 Jahren Treuer Kunde von TKMS und geh\u00f6rt zu den Hauptabnehmern.<\/p>\n<p>Ein weiterer Zweig des Unternehmens ist eine Produktionsst\u00e4tte f\u00fcr Stahl im Nordwesten der T\u00fcrkei. In der Provinz Kocaeli etablierte das Unternehmen die Tochterfirma \u201eThyssenkrupp Materials Turkey\u201c.\u201c<\/p>\n<p>Thyssen-Krupp hat seine Aufzugsparte zwar im Februar 2020 an die Finanzinvestoren \u201eAdvent\u201c und \u201eCinven\u201c verkauft, h\u00e4lt aber noch knapp 10% der Aktien. Au\u00dferdem sind die Investoren selbst in Investitionen in die R\u00fcstungsindustrie verstrickt und Teil des finanziellen Komplexes dieses ausbeuterischen Systems. Deshalb sind die Autos von Thyssen-Krupp weiter legitimes Angriffsziel f\u00fcr antimilitaristische Angriffe.<\/p>\n<p>Alle Unternehmen, die blutige Sp\u00fcren als Fu\u00dfabdr\u00fccke hinterlassen sind zugleich Angriffsziele. Dass der Feind in nahezu jedem B\u00fcro steckt macht es nicht unbedingt schwieriger, so ist dann auch nahezu jedes B\u00fcro, jedes Auto, jede Produktionsst\u00e4tte Ziel unsere Wut, unseresKampfes und unsere St\u00e4rke. Wir m\u00f6gen vielleicht nicht \u00fcberall auf der Welt Panzer und Kalaschnikow haben, um unsere Utopien zu verteidigen, aber was wir haben, und das ist viel st\u00e4rker als jede Waffe auf dieser Welt, ist der Glaube in die Ver\u00e4nderung. Die Hoffnung und unsere Tr\u00e4ume, die uns niemand nehmen wird.<\/p>\n<p>Und der Zeitpunkt an dem die ordentlich verputzen Mauern dieser Staaten anfangen zu br\u00f6ckeln ist gekommen. \u00dcberall entstehen Brennpunkte des Widerstands. \u00dcberall widersetzen sich die Menschen diesen Verh\u00e4ltnissen.<\/p>\n<p>Also auf auf!<br \/>\nKrieg dem Krieg!<\/p>\n<p>Hoch die internationale Solidarit\u00e4t und revolution\u00e4re Gr\u00fc\u00dfe an alle k\u00e4mpfenden Genoss*innen ,ob in oder au\u00dferhalb der Kn\u00e4ste!<\/p>\n<p>Insbesondere Gr\u00fc\u00dfen wir die Genoss*innen der kurdischen Freiheitsbewegung und die Menschen in Rojava! Euer Kampf ist der unsere!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/147093\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>ThyssenKrupp ist besonders f\u00fcr Antimilitarist:innen ein Symbol f\u00fcr R\u00fcstungsexporte \u2013 u.a. \u00fcber die Marine-Sparte (&#8220;TKMS&#8221;) mit ihren Exporten an die T\u00fcrkei. Der Konzern war stark vereinfacht dargestellt bisher in zwei bedeutenden Sparten organisiert: Der Stahlsparte mit einer gro\u00dfen Vergangenheit, welche seit Jahren allerdings rote Zahlen schreibt und deren Profitabilit\u00e4t auch stark konjunkturabh\u00e4nig ist. Einen vergleichsweise kleinen Teil dieser Stahlsparte stellt auch der Verkauf von R\u00fcstungsg\u00fctern wie U-Booten dar. Und als zweiter Arm die Aufzugsparte, die neben dem Verkauf von Aufz\u00fcgen umfangreiche Wartungsvertr\u00e4ge f\u00fcr ebendiese verkauft. Die Aufzugsparte ist hoch-profitabel und hat die defizit\u00e4re Stahlsparte quersubventioniert. Es gab seit Jahren Bestrebungen von TK den Konzern radikal umzubauen, die Entscheidungsrechte in der Aktiengesellschaft sind kompliziert und es gab einige 180-Grad Wendungen in den letzten Jahren was die Strategie des Umbaus anging. Neben der taditionellen Krupp-Familienstiftung geh\u00f6ren viele Aktien Finanzinvestor:innen, die eine Zerschlagung des Konzerns in Einzelne, wirtschaftlich unabh\u00e4nige, Sparten vorangetrieben haben, um ihre Investition schnell zu Geld zu machen.<\/p>\n<p>Der letzte gro\u00dfe gescheiterte Plan war die Stahlsparte auszugliedern und mit dem Konzern Tata Steel aus Indien zu fusionieren, was aber von der EU-Kommision blockiert wurde. Zuletzt wurden jetzt wieder verschiedene Optionen durchgespielt und unter anderem ein Verkauf der Aufzugsparte an den Aufzug-Konkurrenten Kone in betracht gezogen. Beim Bieterwettbewerb wurde Kone jetzt allerdings \u00fcberboten, ein Konsortium um die Finanzinvestoren Advent und Cinven sowie die Essener RAG-Stiftung haben die Aufzugsparte f\u00fcr 17,2 Milliarden gekauft. Kurzum:<\/p>\n<p>Die in deutschen St\u00e4dten in gro\u00dfer Zahl vorhandenen Pkw von ThyssenKrupp &#8220;-Elevator Technology&#8221;, &#8220;-Elevators&#8221; oder &#8220;-Aufz\u00fcge GmbH&#8221; geh\u00f6ren wirtschaftlich nicht mehr zu der selben Firma wie die Stahl- und R\u00fcstungssparten noch zum Ur-Konzern geh\u00f6ren, sondern geh\u00f6ren Finanzinvestor:innen. Geplant ist zwar, dass der Stahlkonzern einen kleinen Teil der Anteile am Aufzuggesch\u00e4ft zur\u00fcckkaufen wird (f\u00fcr 1,25 Milliarden Euro), aber dieser Teil f\u00e4llt kaum ins Gewicht. ThyssenKrupp f\u00fcr die R\u00fcstungssgesch\u00e4fte mit wirtschaftlichen (Total-)Sch\u00e4den bei ihren Autos zu treffen ist jetzt deutlich schwerer und bedarf der Abkl\u00e4rung von welcher der gleichnamigen Firmen die Dienstfahrzeuge stammen.<\/p>\n<p>Die Stahl- und R\u00fcstungssparten haben naturgem\u00e4\u00df, weil sie weniger Endkund:innen betreuen oder Maschinen warten m\u00fcssen, einen viel kleineren Fuhrpark, die Fahrzeuge vor Niederlassungen wie &#8220;ThyssenKrupp Plastics&#8221; und anderen Stahl-Filialen geh\u00f6ren aber weiterhin wirtschaftlich zum selben Unternehmen wie die R\u00fcstungssparte. Die meisten der abgebrannten Autos waren allerdings f\u00fcr die jetzt wirtschaftlich unabh\u00e4nige Aufzugsparte unterwegs, dieser Fuhrpark wird k\u00fcnftig kein sinnvolles Ziel sein.<\/p>\n<p>Diese Information basiert auf Zeitungsmeldungen und kann Fehler enthalten. Konkret spielt die R\u00fcstungsproduktion in der Berichterstattung zur Aufspaltung keine Rolle, daher ist nicht absolut klar wie mit ihr verfahren wird. Das sie aber im Ur-Konzern verbleibt ist anzunehmen. Wie und ob die abgespaltene Aufzugsparte das Corporate Design der Firma beh\u00e4lt ist auch unklar, vorerst ist aber mit blo\u00dfem Auge kaum ein Unterschied zu machen. Daher dieser Text und unten ein paar Beispiel-Bilder.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/70578\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt am Main, 21. April 2021 Wir haben in der Nacht vom 20.04 auf den 21.04 ein Auto der Firma Thyssen-Krupp zerst\u00f6rt. Dazu haben wir alle Reifen zerstochen, die Karosserie mit Farbe versehen und eine s\u00e4urehaltige Fl\u00fcssigkeit auf Lack, Motorhaube und Dichtungen versch\u00fcttet, das Auto d\u00fcrfte ein Totalschaden sein. 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