{"id":14434,"date":"2021-04-21T00:00:33","date_gmt":"2021-04-20T22:00:33","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=14434"},"modified":"2021-04-21T00:00:33","modified_gmt":"2021-04-20T22:00:33","slug":"sprueherreien-nach-afd-parteitag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=14434","title":{"rendered":"Spr\u00fcherreien nach AfD-Parteitag"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2021\/04\/afd-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-14435\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2021\/04\/afd-1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"><\/a>Falkensee<\/strong>, 21. April 2021<\/p>\n<blockquote><p>Wir haben in der Nacht auf Mittwoch, 21.4. zwei Objekte in Falkensee mit Farbe markiert von Akteuren, die mit der faschistischen AfD Gesch\u00e4fte machen.<\/p>\n<p>Zum einen haben wir dem B\u00fcro der CDU, Bahnhofstra\u00dfe 54, 14612 Falkensee einen Besuch abgestattet. Wir haben dort die Parole \u201eKein Raum der AfD! Lewandowski du Arsch!\u201c hinterlassen.<\/p>\n<p>Nachdem die Berliner AfD aufgrund antifaschistischen Drucks monatelang daran gescheitert war, R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr ihren Parteitag zu mieten, hat Roger Lewandowski keinerlei Ber\u00fchrungs\u00e4ngste mit der rechtsextremen Partei.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDer Vorsitzende der Ortsgruppe Falkensee und Landrat des Kreises Havelland ist Mitinhaber des \u201eErlebnispark Paaren\u201c und hat diesen vor wenigen Wochen bereits zum zweiten Mal (zuvor 2017) der Berliner AfD f\u00fcr ihren Parteitag zur Verf\u00fcgung gestellt. Diesen Schulterschluss mit einer offen rassistischen Partei halten wir, gerade von einem vermeintlichen Vertreter der demokratischen Gesellschaft, f\u00fcr h\u00f6chst problematisch. Kein Profitinteresse rechtfertigt eine derartige R\u00fcckgratlosigkeit. Wir fordern daher eine Positionierung und ein konsequentes Handeln seiner Fraktion ihm gegen\u00fcber und eine Unterlassung der neuerlichen Vermietung in Zukunft.<\/p>\n<p>Ebenfalls haben wir dem Busunternehmen Bertsch in der Hertzstra\u00dfe 13 eine Botschaft da gelassen: \u201eKein Bus der AfD!\u201c Das Unternehmen hatte die Abgeordneten der AfD am 13.3.21 zu ihrem Parteitag gefahren und diesen so erst m\u00f6glich gemacht. Auch Logistik ist politisch und es sollte nicht egal sein, wen ihr da durch die Gegend kutschiert.<\/p>\n<p>Dies ist eine Warnung. N\u00e4chstes Mal kommen wir nicht nur mit Spr\u00fchdosen. Sollten die Angesprochenen ihre Kooperation mit den Menschenfeinden von der AfD fortsetzen, tragen sie als Steigb\u00fcgelhalter der AfD aktiv zu einer weiteren Faschisierung der Gesellschaft bei und werden von uns als solche behandelt werden.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4iprcwrp64y7uiaekaisb6s4pl3pxo7x4o7hdmhsnvfeziqvmyl4jiyd.onion\/node\/1618952400147069\/\">OMPF<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Eine Farbattacke auf mehrere Geb\u00e4ude in Falkensee sowie ein damit in Zusammenhang stehendes Bekennerschreiben besch\u00e4ftigten am Mittwoch Polizei, Kommunalpolitik sowie ein Busunternehmen in der Gartenstadt. Ausl\u00f6ser daf\u00fcr: der AfD-Parteitag im Erlebnispark Paaren im M\u00e4rz. Ziel des Anschlags waren der Havell\u00e4nder Landrat sowie ein Busunternehmer.<\/p>\n<p>Knapp sechs Wochen nach der Veranstaltung im Erlebnispark Paaren im Glien sorgt der Parteitag des Berliner AfD-Landesverbands im Havelland immer noch f\u00fcr Nachwehen. So attackierten unbekannte T\u00e4ter in der Nacht zu Mittwoch in Falkensee mehrere Geb\u00e4ude mit Farbschmierereien und Farbbeuteln, um ihrer Meinung \u00fcber die Entscheidung, diesen Parteitag im Havelland stattfinden zu lassen, Ausdruck zu verleihen. Zuzurechnen sind die Verursacher dem linksgerichteten Spektrum.<\/p>\n<p>In einem Bekennerschreiben, welches dieser Zeitung als E-Mail vorliegt und das auch im Internet ver\u00f6ffentlicht wurde, teilen die Akteure ihre Beweggr\u00fcnde f\u00fcr die Tat \u2013 die Unterst\u00fctzung der Austragung des Parteitags im Erlebnispark in Paaren im Glien am 13. und 14. M\u00e4rz \u2013 mit und bedrohen die Betroffenen. \u201eN\u00e4chstes Mal kommen wir nicht nur mit Spr\u00fchdosen\u201c, hei\u00dft es da. Ebenfalls ist in dem Schreiben die Rede vom \u201eSchulterschluss mit einer offen rassistischen Partei\u201c und \u201eSteigb\u00fcgelhaltern der AfD\u201c. Ziel der Farbattacke war sowohl das B\u00fcro der Gesch\u00e4ftsstelle des CDU-Stadtverbands Falkensee in der Bahnhofstra\u00dfe als auch die R\u00e4ume des Busunternehmens Bertsch in der Hertzstra\u00dfe.<br \/>\nLandrat wird mit Graffito pers\u00f6nlich angegriffen<\/p>\n<p>Gro\u00dffl\u00e4chig wurde an die Hauswand der CDU-Gesch\u00e4ftsstelle mit schwarzer Farbe der Schriftzug \u201eKein Raum der AFD! Lewandowski du Arsch!\u201c aufgespr\u00fcht. Der Havell\u00e4nder Landrat, im Bekennerschreiben als \u201eMitinhaber\u201c des Erlebnisparks bezeichnet, ist Vorsitzender des Falkenseer CDU-Stadtverbandes. Auf der Hausfassade des Busunternehmens Bertsch wurde neben Farbbeutelattacken auf der Fassade unter anderem der Schriftzug \u201eKein Bus der AFD!\u201c aufgebracht, auch die Fenster wurden mit Schriftz\u00fcgen beschmiert. Das Unternehmen hatte f\u00fcr das besagte Wochenende einen Bus vermietet, der vom Veranstalter auf dem Gel\u00e4nde des Erlebnisparks den Abgeordneten zum Aufw\u00e4rmen zur Verf\u00fcgung gestellt wurde.<\/p>\n<p>Udo Bertsch, Inhaber des Busunternehmens, war am Mittwochmorgen ebenso fassungslos wie stinksauer, als er den Anschlag auf sein Firmengeb\u00e4ude entdeckte. \u201eMir fiel das sofort auf, als ich morgens meine Runde mit dem Hund gedreht habe\u201c, berichtet er. Er wohne mit seiner Familie in unmittelbarer N\u00e4he, um 5.55 Uhr habe er die Schmierereien entdeckt und sofort die Polizei informiert. Die sei auch schnell dagewesen, habe das Ganze protokolliert und seine Anzeige aufgenommen. Der 59-J\u00e4hrige rechnet nun mit einem mittleren sechsstelligen Betrag von bis zu 6000 Euro, um die Schmierereien entfernen zu lassen. \u201eSo kann es ja nicht bleiben\u201c, sagt Bertsch, dessen Gesch\u00e4ft aufgrund der Coronapandemie seit Monaten v\u00f6llig runtergefahren ist. Er m\u00fcsse nun mit der Versicherung kl\u00e4ren, ob diese den Schaden tr\u00e4gt. Zumindest die beschmierten Fenster reinigten seine Mitarbeiter am Mittwoch aus eigener Kraft. F\u00fcr die Verursacher der Attacke fehlt dem Unternehmer jedes Verst\u00e4ndnis: \u201eDie AfD ist als Partei in Deutschland zugelassen. Ich verstehe absolut nicht, dass wir als kleines Unternehmen nun so in Mitleidenschaft gezogen und gesch\u00e4digt werden.\u201c<\/p>\n<p>Landrat Lewandowksi sieht in Farbattacke Grenz\u00fcberschreitung<\/p>\n<p>Eine Grenz\u00fcberschreitung sieht auch Roger Lewandowski in der Attacke. Die \u2013 bei vielen Havell\u00e4ndern \u00e4u\u00dferst umstrittene \u2013 Entscheidung zur Vermietung des Erlebnisparks an den Berliner AfD-Landesverband sei auf den gesetzlichen Grundlagen des Parteiengesetzes gefallen. \u201eDiese sehen die Gleichbehandlung politischer Parteien vor, was einen wichtigen Grundstein unserer Demokratie darstellt. Auch die Meinungsfreiheit geh\u00f6rt selbstverst\u00e4ndlich zu unserer Demokratie und so darf sich auch jeder kritisch zu solchen Entscheidungen \u00e4u\u00dfern. Das ist auch gut so. Wenn dies jedoch in Vandalismus und Beleidigung m\u00fcndet, wird hierbei ganz klar eine Grenze \u00fcberschritten und daf\u00fcr habe ich keinerlei Verst\u00e4ndnis\u201c, sagte der Landrat am Mittwochnachmittag.<br \/>\n\u201eWer sich so diffamierend \u00e4u\u00dfert, diffamiert sich selbst\u201c<\/p>\n<p>Mit Entsetzen und Kopfsch\u00fctteln reagierte die CDU Falkensee auf die Schmierereien an ihrem B\u00fcro. \u201eWer sich so diffamierend \u00e4u\u00dfert, diffamiert sich selbst\u201c, sagte Hans-Peter Pohl, CDU-Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung. Die Schriftz\u00fcge seien keine akzeptable Form der Meinungs\u00e4u\u00dferung, sondern tragen kriminellen Charakter. Art und Inhalt passe nicht zur demokratischen Streitkultur, bei der man unterschiedlicher Meinung sein kann und Argumente sprechen lasse. \u201eWer so vorgeht und auch noch Drohungen ausspricht, die von Gewaltbereitschaft k\u00fcnden, der zeigt nur, wie unfreiheitlich er selbst ist\u201c, so Pohl.<\/p>\n<p>Polizeilicher Staatsschutz ermittelt \u2013 Zeugenhinweise gesucht<\/p>\n<p>Wie die Polizei auf MAZ-Nachfrage mitteilte, wurden zwei Anzeige wegen Sachbesch\u00e4digung aufgenommen. \u201eDa ein politisch motivierter Hintergrund in beiden F\u00e4llen nicht ausgeschlossen werden kann, hat der polizeiliche Staatsschutz hier die Ermittlungen \u00fcbernommen\u201c, erkl\u00e4rte Polizeisprecherin Stefanie Wagner-Leppin.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: MAZ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Falkensee, 21. 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