{"id":14114,"date":"2021-03-08T12:00:03","date_gmt":"2021-03-08T10:00:03","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=14114"},"modified":"2021-03-08T12:00:03","modified_gmt":"2021-03-08T10:00:03","slug":"brandanschlag-auf-das-rathaus-altona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=14114","title":{"rendered":"Brandanschlag auf das Rathaus Altona"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2021\/03\/rh1.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-14120\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2021\/03\/rh1-300x200.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"><\/a>Hamburg<\/strong>, 8. M\u00e4rz 2021<\/p>\n<blockquote><p>W\u00e4hrend der Corona-Pandemie wurden die gesellschaftlichen Egoismen so deutlich wie lange nicht mehr. Trotz geschlossener Hotels war es den Politiker_innen in der Hamburger B\u00fcrgerschaft nicht m\u00f6glich Einzelzimmer f\u00fcr Wohnungslose Menschen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Stattdessen leierten sie die traditionelle Floskel von den noch freien Pl\u00e4tzen in den Winternotprogrammen runter. Dass diese aber keinerlei Privatsph\u00e4re bieten und man der Kontrolle der Beh\u00f6rden ausgesetzt ist, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Erschwerend kommt hinzu, dass im Falle einer Coronaansteckung Menschen, die keinen festen Wohnsitz haben, dennoch f\u00fcr 2 Wochen in Quarant\u00e4ne m\u00fcssen. 2 Wochen eingesperrt ohne Lieferservice und Netflix. Statt eine schnelle unb\u00fcrokratische L\u00f6sung zu finden sitzen die Verantwortlichen das Problem einfach aus, indem sie so lange diskutierten bis der Fr\u00fchling wiederkehrt und nun niemand mehr von erfrorenen Menschen auf Hamburgs Stra\u00dfen spricht.<br \/>\nDer Grund warum die Entscheidungstr\u00e4ger nicht handeln und Menschen bei Minusgraden sterben lassen ist der: W\u00fcrden sie w\u00e4hrend der Pandemie Hotels f\u00fcr wohnungslose \u00f6ffnen und die Menschen mit all dem versorgen, was sie zum leben brauchen, w\u00fcrde man nach der Pandemie immer die Frage stellen, warum sie es nicht weiterhin tun? Oder sie es nicht schon vorher gemacht haben? Die Politik will den gesellschaftlichen Rand.<!--more--> Denn er dient als Warnhinweis an diejenigen die sich ihren Platz in der gesellschaftlichen Mitte \u201eerarbeitet\u201chaben. Wenn ihr euch nicht an die Regeln haltet, nicht jeden Tag eure Arbeit erledigt oder aus der Reihe tanzt, landet ihr da wo \u201edie\u201c sind. \u00c4hnlich wird es mit Gefl\u00fcchteten gehandhabt. Der deutsche Staat braucht es, das Libyen ,die T\u00fcrkei und Griechenland die Drecksarbeit machen. Sie wollen das Menschen in Lagern verrotten, solange sie die Nachricht verbreiten, dass es sich nicht lohnt nach Europa zu kommen und hier nur Stacheldrahtz\u00e4une und zerplatzte Tr\u00e4ume warten. Der Staat ertr\u00e4gt es, wenn Menschen sterben. Durch das mantraartige, tausendfache Wiederholen von Typen, wie dem nieders\u00e4chsischen Innenminister Boris Pistorios, der nach dem Angriff auf Abschiebeinfrastruktur in Braunschweig und Hannover wieder einmal, wie viele schon vor ihm, klargestellt hat wer hier Terrorist ist: N\u00e4mlich die, die verhindern wollen, dass gemordet wird. Durch die gute Zusammenarbeit durch Beh\u00f6rden und Presse bestimmen die Herrschenden den Gewaltdiskurs. Und wenn es doch mal so ist, dass im Auge der \u00d6ffentlichkeit eigentlich alle Voraussetzung da w\u00e4ren, Menschen vor Elend und Tod zu bewahren, werden Nebelkerzen geworfen und Gr\u00fcnde an den Haaren herbeigezogen. Eine Entschuldigung, die sie der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentieren, warum in diesem oder jenem Fall nichts an der Misere verbessert werden k\u00f6nne, werden die Herrschenden immer finden und einer ohnehin unkritischen \u00d6ffentlichkeit, der das widerst\u00e4ndige Denken systematisch abdressiert wurde, pr\u00e4sentieren. So k\u00f6nnen sie immer ihr humanes Gesicht wahren. Je doller sich der deutsche Staat schminkt, sein liberales Gesicht zu zeigen, desto lauter m\u00fcssen die, die es durchschaut haben schreien und ihn demaskieren als das was er ist. Was sie alle sind: M\u00f6rder!<br \/>\nIm Angesicht des weiteren Massensterbens auf dem Mittelmeer und 13 toten auf Hamburgs Stra\u00dfen m\u00fcssen wir anerkennen das #leavenoonebehind und #openthehotels wenig bewirkt haben, au\u00dfer dass wir uns selbst ein bisschen weniger schlecht f\u00fchlen.<\/p>\n<p>Doch wo sind unsere Mittel gegen dieses staatlich angeordneten Morden?<br \/>\nEin Anfang w\u00e4re es, den Glauben an den \u201eguten Staat\u201c komplett zu begraben. Ein Staat kann unsere Forderungen einer solidarischen Welt niemals verwirklichen. Das w\u00e4re sein Macht- und Kontrollverlust und somit sein Ende. Wir m\u00fcssen deutlicher erkennen, dass die Organe der Macht Krieg gegen die Unerw\u00fcnschten und Ausgesto\u00dfenen f\u00fchren. Das \u00dcberleben der Menschen unter den Br\u00fccken kann demnach keine Sozialarbeiter_innenrolle sein. Die beste Verteidigung gegen Missstand und Unterdr\u00fcckung ist die radikale Abwendung vom Staat &#8211; dass hei\u00dft nicht mehr damit zu warten eine neue Welt aufzubauen. Solidarische Strukturen in den Stadtteilen, in den Schulen, den Unis und den Betrieben. Nachbar_innen werden zu Kompliz_innen. H\u00e4user werden massenhafter und konsequenter besetzt. Strafverfahren werden von allen getragen. Die Verbreitung von antiautorit\u00e4ren Ideen und empathischem Umgang. St\u00e4ndiges arbeiten an Strategien zum besseren Umgang mit uns selbst und der Verteidigung unserer Ideen.<br \/>\nGleichzeitig durch Angriffe gegen staatliche, patriarchale, rassistische und kapitalistische Ziele Selbstvertrauen wieder aufbauen und Ohnmacht bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Ein Angriff wie dieser kann, solange er nicht massenhaft ausgef\u00fchrt wird, nur symbolisch stehen auf dem Weg hin zu einem freieren Leben. Aber dennoch hoffen wir, dass sich die Idee verbreitet gezielt Hamburger Beh\u00f6rden oder Repr\u00e4sentant_innen anzugreifen. Vom Amt f\u00fcr was auch immer, bis hin zum Stadtreinigungsfahrzeug.<\/p>\n<p>Wir widmen dieses Feuer den 13 Menschen die auf den Stra\u00dfen einer der reichsten St\u00e4dte ihren Tod fanden.<\/p>\n<p>Jerzy, Josef, Emil, Fiete, Karsten, Jacob, Thomas, Paul, Josef, Jonathan, Leslaw, Robert, Stanislaw.<\/p>\n<p>F\u00fcr ein besseres morgen.<\/p>\n<p>Autonome Gruppen<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4iprcwrp64y7uiaekaisb6s4pl3pxo7x4o7hdmhsnvfeziqvmyl4jiyd.onion\/node\/1615197461695187\/\">OMPF<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Here be dragons but no images. -->\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Altona-Altstadt &#8211; Feueralarm in Altona: Eine Holzeingangst\u00fcr zum Rathaus ist in der Nacht zu Montag in Brand gesteckt worden. Das Feuer konnte gel\u00f6scht werden. Die Polizei geht von vors\u00e4tzlicher Brandstiftung aus.<\/p>\n<p>Um kurz nach 3 Uhr sei der Alarm am Rathaus Altona ausgel\u00f6st worden, teilte die Polizei mit. Als die ersten Streifenwagen eintrafen, entdeckten die Beamten einen Brand an einer Seitent\u00fcr aus Holz. Das Feuer brachten die Beamten noch vor Eintreffen der Feuerwehr unter Kontrolle.<\/p>\n<p>Es entstand erheblicher Sachschaden an der T\u00fcr und Teile der Fassade. Den mutma\u00dflichen Brandstiftern gelang unerkannt die Flucht. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung konnte sie nicht gefasst werden.<\/p>\n<p>Weitere Details zum Tathergang und zur Schadensh\u00f6he waren zun\u00e4chst unklar. Die Ermittlungen dauern derzeit an. (mp\/dpa)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Mopo<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg, 8. M\u00e4rz 2021 W\u00e4hrend der Corona-Pandemie wurden die gesellschaftlichen Egoismen so deutlich wie lange nicht mehr. 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