{"id":1386,"date":"2015-09-14T00:00:36","date_gmt":"2015-09-13T22:00:36","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=1386"},"modified":"2015-09-14T00:00:36","modified_gmt":"2015-09-13T22:00:36","slug":"kabelbrand-gegen-urantransport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=1386","title":{"rendered":"Kabelbrand an Bahnstrecke gegen Urantransport"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bremen<\/strong>, 14. September 2015<\/p>\n<blockquote><p>(Kein) Alarm in Bremen. Wir nutzten die Nacht am Tag X gegen Urantransporte und sabotierten die Bahnstrecke Bremen-Osnabr\u00fcck an der Weserbr\u00fccke. Der Kabelschacht brannte und legte den Zugverkehr lahm.<\/p>\n<p>Zur selben Zeit stand der Urantransport in Maschen (HH) f\u00fcr mehrere Stunden. Anschlie\u00dfend \u00e4nderte er seine Richtung und fuhr nicht \u00fcber Bremen sondern Hannover. Ob wir mit unsere Aktion den Zeitplan und die Route sabotierten k\u00f6nnen wir nicht mit Sicherheit sagen, da weder Bullen noch Presse \u00fcber den Kabelbrand berichteten. Lediglich in den Personenz\u00fcgen zwischen Bremen und Osnabr\u00fcck gab es am Morgen des 15.09.15 Durchsagen, dass die Versp\u00e4tungen auf \u201eVandalismus am Gleis\u201c zur\u00fcck zu f\u00fchren seien.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDie Taktik, militante Aktionen zu verschweigen, fahren die Bullen in Bremen schon seit langem. Sowie die anerkannten Protestformen \u2013 (Spontan)demos, Kundgebungen, Mahnwachen \u2013 verlassen werden und gezielt Sachschaden verursacht wird, gibt es h\u00e4ufig keine Pressemitteilungen oder \u00e4hnliches. In Presse und Radio wird \u00e4u\u00dferst selten \u00fcber militante Aktionen berichtet. Wir sehen dies als Teil einer Befriedungsstrategie von Stadt und Bullen. Die Angreifbarkeit von Institutionen, Infrastruktur und Verantwortlichen soll unsichtbar gemacht werden, indem \u00fcber militante Aktionen \u00f6ffentlich geschwiegen wird. Nachahmung soll damit entgegen gewirkt und das Bild einer friedlichen und zahmen Protestkultur erzeugt werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns kann dies nur bedeuten, f\u00fcr die \u00f6ffentliche Wahrnehmbarkeit militanter Aktionen selbst zu sorgen. Mit eigenen Medien, vom Flugblatt \u00fcber Webseiten bis hin zu Zeitungen, k\u00f6nnen wir daf\u00fcr sorgen dass unsere Interventionen gesehen und diskutiert werden. Auf b\u00fcrgerliche Medien, die uns meist auf Spektaktel und Klischees reduzieren, wollen wir uns ohnehin nicht verlassen.<\/p>\n<p>Schauen wir nach vorn. Der n\u00e4chste Urantransport, oder auch der n\u00e4chste rassistische Gro\u00dfaufmarsch, stehen bevor. Gerade das Bahnnetz ist durch seine Komplexit\u00e4t und Vernetzung unglaublich angreifbar. Ein Kabelbrand sorgt daf\u00fcr, dass auf der betroffenen Strecke alle Signale auf rot geschaltet werden und solange keine Z\u00fcge fahren, bis der Schaden repariert wurde. Menschen kamen bisher, auch laut Aussagen der Bahn, dadurch nicht in Gefahr.<\/p>\n<p>Kabelsch\u00e4chte verlaufen entlang jeder Gleisanlage und sind in der Regel mit Betonplatten abgedeckt. Diese k\u00f6nnen mit einfachen Hebelwerkzeugen entfernt werden. Um dem Feuer genug Sauerstoff zukommen zu lassen ist es wichtig, dass der Kabelschacht auf mehreren Metern frei gelegt wird. Beim Brandsatz an sich k\u00f6nnen brennbare Fl\u00fcssigkeiten und Grillanz\u00fcnder verwendet werden. Viel hilft viel. Genauere Anleitungen, auch zur zeitlichen Verz\u00f6gerung des Z\u00fcnders, findet ihr beispielsweise in den autonomen Zeitungen \u201ePrisma\u201c und \u201eBau was!\u201c.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine autonome und militante Praxis!<\/p>\n<p>Operation yellow cake<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/156098\">Linksunten<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen, 14. September 2015 (Kein) Alarm in Bremen. Wir nutzten die Nacht am Tag X gegen Urantransporte und sabotierten die Bahnstrecke Bremen-Osnabr\u00fcck an der Weserbr\u00fccke. Der Kabelschacht brannte und legte den Zugverkehr lahm. Zur selben Zeit stand der Urantransport in Maschen (HH) f\u00fcr mehrere Stunden. 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