{"id":13666,"date":"2020-12-16T00:00:42","date_gmt":"2020-12-15T22:00:42","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=13666"},"modified":"2020-12-16T00:00:42","modified_gmt":"2020-12-15T22:00:42","slug":"buwog-verkaufsraum-angegriffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=13666","title":{"rendered":"BUWOG-Verkaufsraum angegriffen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin<\/strong>, 16. Dezember 2020<\/p>\n<blockquote><p>Wir haben in der Nacht vom 15.12.20 auf den 16.12.20 den Showroom der BUWOG Baustelle im Kreuzk\u00f6llner Gr\u00e4fekiez eingeschlagen und einen Feuerl\u00f6scher mit Bitumfarbe in den Innenraum entleert.<\/p>\n<p>\u201eEinzigartige Lage und eine Ausstattung f\u00fcr h\u00f6chsten Anspruch\u201c mit diesem flotten Spruch wird ein neues St\u00fcck Luxush\u00f6lle mit dem Namen \u201exbergliving\u201c beworben, das gerade in Kreuzk\u00f6lln hochgezogen wird.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die breite Masse der Berliner Bev\u00f6lkerung unter endlos steigenden Mieten<!--more--> und fehlendem bezahlbaren Wohnraum zu leiden hat, werden in einem Hinterhof im Gr\u00e4fekiez 41 edle Eigentumswohnungen f\u00fcr die Oberschicht gebaut, inklusive Penthouse, privaten G\u00e4rten und Dachterrassen.<\/p>\n<p>Verantwortlich f\u00fcr das Ganze ist die BUWOG, ein \u00f6sterreichisches Aktienunternehmen. Als solches ist das Unternehmen ganz den Gewinnanspr\u00fcchen seiner Investor*innen verpflichtet. Dass solche Luxusprojekte, die sowieso in Berlin und vor allem Kreuzberg-Neuk\u00f6lln immer unertr\u00e4glicher werdenden Verdr\u00e4ngungsprozess noch weiter befeuern ist ihnen dabei herzlich egal.<\/p>\n<p>Xbergliving ist nicht das erste Projekt der BUWOG, mit dem sie sich als Akteurin der Verdr\u00e4ngung hervortut. 2010 hat sie f\u00fcr mehr als 100 Millionen Euro 2235 Wohnungen in Spandau und Tempelhof erworben. Der damalige Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Daniel Riedl meinte damals \u201eWir wollen nicht die sch\u00f6nsten, sondern die profitabelsten H\u00e4user.\u201c Dementsprechend wurden die Wohnungen in Tempelhof im Verlauf der folgenden Jahre mit mietsteigernden Zwangsmodernisierungen \u00fcberzogen. Mieter*innen, die nicht das passende Kleingeld hatten um mit ihrer Miete die astronomischen Dividendenanspr\u00fcche der Investor*innen zu finanzieren, wurden verdr\u00e4ngt und zwangsger\u00e4umt.<\/p>\n<p>Soviel menschenverachtender Wille zur Profitmaximierung weckt im gro\u00dfen Fressen und gefressen Werden des kapitalistischen Marktes nat\u00fcrlich Begehrlichkeiten. So wurde die BUWOG im Jahr 2018 von VONOVIA gekauft. \u00dcberall wo BUWOG draufsteht ist seither also VONOVIA drin. VONOVIA ist, nach der Deutschen Wohnen, mit \u00fcber 42000 Wohnungen das zweitgr\u00f6\u00dfte Wohungsunternehmen in Berlin und mit \u00fcber 400 000 Wohnungen in der BRD das bundesweit gr\u00f6\u00dfte Wohnungsunternehmen. Wegen des Mietendeckels wird es in \u00fcber 10000 Wohnungen in Berlin die Mieten senken m\u00fcssen und damit ungef\u00e4hr 10 Millionen Euro Mieteinnahmen verlieren. Angesichts des f\u00fcr das Jahr 2020 erwarteten Gewinns von bis zu 1,325 Milliarden Euro ein Tropfen auf den hei\u00dfen Stein.<\/p>\n<p>Mit dem Kauf der BUWOG versucht VONOVIA seinen Monopolanspruch auf dem Wohnungsmarkt zu verfestigen. Einerseits nat\u00fcrlich indem es deren Wohnungen \u00fcbernimmt. Vor allem ist die BUWOG aber, wie man an dem Bauprojekt im Gr\u00e4fekiez sehen kann, auf mietentreibenden Neubau spezialisiert. In diesen Sektor versucht VONOVIA mit dem Kauf vorzusto\u00dfen, um vom ersten Spatenstich an die Rendite f\u00fcr ein ganzes Leben an Mietzahlungen inklusive Nebenkosten einzusacken.<\/p>\n<p>VONOVIA geh\u00f6rt zusammen mit allen anderen Wohnungsunternehmen vergesellschaftet und zerschlagen. Wohnraum ist ein existenzielles Grundbed\u00fcrfnis, das jedem Menschen auf der Welt zusteht. Niemand sollte damit Profite machen k\u00f6nnen. Dass es trotzdem passiert ist eine der vielen Widerlichkeiten des elenden kapitalistischen Systems in dem wir zu leben gezwungen werden.<\/p>\n<p>Wir wollen solidarische Kieze in denen Menschen frei und gl\u00fccklich leben k\u00f6nnen, ohne an jedem Monatsende Angst um ihre Existenz haben zu m\u00fcssen, weil sie die Miete nicht zahlen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Gegen die Stadt der Reichen<\/p>\n<p>Liebig34 und Syndikat bleiben unvergessen<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/kontrapolis.info\/1470\/\">Kontrapolis.info<\/a> (<a href=\"http:\/\/kontrpolioglnxrcdwwxfszih4pifyidfjgq4ktfdu6uh4nn35vjtuid.onion\/1470\/\">Tor<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 16. 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