{"id":13587,"date":"2020-12-06T00:00:31","date_gmt":"2020-12-05T22:00:31","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=13587"},"modified":"2020-12-06T00:00:31","modified_gmt":"2020-12-05T22:00:31","slug":"sponti-hinterlaesst-diverse-demolierte-autos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=13587","title":{"rendered":"Sponti hinterl\u00e4sst diverse demolierte Autos"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2020\/12\/55460-0.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-13588\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2020\/12\/55460-0-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"><\/a>Berlin<\/strong>, 6. Dezember 2020<\/p>\n<blockquote><p>Was ist geschehen?<\/p>\n<p>Vergangene Nacht fanden wir uns in Berlin-Pankow zusammen, mit etwa 35 Personen zogen wir durch den Neubaublock im Florakiez. Hierbei besch\u00e4digten wir konsequent 18 Fahrzeuge, bei denen wir teilweise die Scheiben einschlugen und gegen die Seitenspiegel traten. Ebenfalls wurde Barrikaden errichtet, um anfahrende Bullen an der Weiterfahrt zu hindern.<\/p>\n<p>Warum diesen Hass?<\/p>\n<p>Die gegenw\u00e4rtigen gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse sind zutiefst verkehrt.<!--more--> Wir \u00fcben Kritik an der Verteilung der Produktionsmittel und den dadurch und daneben existierenden Herrschafts- und Unterdr\u00fcckungsverh\u00e4ltnissen.<\/p>\n<p>Bei einer Betrachtung der Umst\u00e4nde wird zudem schnell klar, dass Gewalt immer ein Mittel der Herrschenden war, ist und sein wird, um diese bestehenden Verh\u00e4ltnisse zu verteidigen.<\/p>\n<p>Das wird auch aktuell wieder deutlich. Als wir uns das Stelldichein der G20 in Hamburg 2017 zum Anlass nahmen, unsere Kritik auf die Stra\u00dfe zu tragen, hatten die Machthabenden nat\u00fcrlich was dagegen. Mit einem der gr\u00f6\u00dften Polizeieins\u00e4tze der Nachkriegsgeschichte warf man denen, die den Aufstand wagten, entgegen, was man so zu bieten hatte. Auch nach den unz\u00e4hligen F\u00e4llen von Bullengewalt und Angriffen auf die Versammlungsfreiheit w\u00e4hrend der G20-Proteste hat der staatliche Repressionsapperat immer noch Blutdurst. \u00d6ffentlichkeitsfahndung, Hausdurchsuchungen, Konstruktion von sogenannten \u201ekriminellen Vereinigungen\u201c und nun Prozesse f\u00fcr die blo\u00dfe Teilnahme an Protesten, bzw. das Etablieren einer Kollektivschuld.<\/p>\n<p>Diese Angriffe gegen linke Bewegungen reihen sich in eine gesellschaftlich Entwicklung ein, die ma\u00dfgeblich auch von der sogenannten Mitte der Gesellschaft getragen wird. Unter dem \u201eMotto der Markt regelt das schon\u201c schreitet die Neoliberalisierung voran, der \u201eKonsens\u201c wird nach rechts verschoben und mit Gentrifizierung wird jegliches Leben f\u00fcr Kapitalinteressen verdr\u00e4ngt. Wenn dieser kapitalistische Normalvollzug nun durch die kapitalistische Klasse und der dazugeh\u00f6renden \u201eMitte\u201c der Gesellschaft verursacht wird, ist das f\u00fcr uns ein Grund zum handeln. Diese \u201eMitte\u201c der Ignoranz, mit ihrem Wegschauen und Nichtswissen, steht in streng deutscher Tradition. Die Bonzen haben kein Interesse f\u00fcr Menschen die im Mittelmeer sterben und k\u00fcmmern sich lieber um ihre teuren Autos, Kredite und Luxusappartements.<\/p>\n<p>Ganz akut sind auch Kieztreffpunkte, Hausprojekte und Kneipen gef\u00e4hrdet. Die Wagenburg, der Sabotgarden, das Jugendzentrum Drugstore, das Syndikat und die Liebig 34 wurden bereits ger\u00e4umt. All dies sind Orte, an denen Widerstand gelebt wurde\/wird. Dieser Widerstand gegen die Gesamtschei\u00dfe verbindet uns alle. Ein Angriff auf ein:e ist ein Angriff auf uns Alle. Wollen wir nun das sch\u00f6ne Leben f\u00fcr Alle, hei\u00dft das, gegen die herrschende Gesellschaftsordnung, gegen den Verwertungszwang des Kapitals und gegen den Staat, der die falsche Freiheit garantiert, ebenso mit einer Gewalt vorzugehen.<\/p>\n<p>Gewalt produziert Gegengewalt.<\/p>\n<p>Repressionen<\/p>\n<p>Leider folgte auf die Aktion, wie so \u00fcblich, auch Repressionen.<\/p>\n<p>Aus einer Polizeimeldung geht hervor, dass nach der Demonstration vier Menschen verhaftet worden und dem Staatsschutz beim LKA zugef\u00fchrt sein. Grund f\u00fcr diese Verhaftungen scheint ausschlie\u00dflich das Erscheinungsbild dieser Personen gewesen zu sein. Das blo\u00dfe Nicht-Tragen von Jeans und Poloshirt scheint auszureichen f\u00fcr eine Kriminalisierung und Profiling.<\/p>\n<p>Ob dabei gewesen oder nicht \u2013 Freiheit und Kraft den Gefangenen. Unsere Solidarit\u00e4t gegen ihre Repression.<\/p>\n<p>Auswertung<\/p>\n<p>Unsere Spontandemonstration hat f\u00fcr gro\u00dfe Aufmerksamkeit gesorgt, durch die Medien gingen Meldungen eines Bulleneinsatzes mit Hubschrauber und Emp\u00f6rung \u00fcber Widerstand gegen das System der Katastrophe. Wenn sich Emp\u00f6rung der herrschenden Klasse zeigt, machen wir alles richtig.<\/p>\n<p>Wieso fahren die Bullen f\u00fcr ein paar zerbrochene Autoscheiben so ein Aufgebot vor? Es zeigt sich, was die herrschende Klasse st\u00f6rt und wie diesen Widerstand leisen k\u00f6nnen \u2013 Kapitalschaden, Meuterei und Klassenkampf.<\/p>\n<p>Ganz konkret anzumerken ist das trotz relativ kurzer Route nur durch das offensive Handeln der Teilnehmenden dieses Resultat m\u00f6glich wurde. Zudem scheint gute Vorbereitung und das Pr\u00e4parieren einer Route vorteilhaft zu sein.<\/p>\n<p>Solidarische Kritik an denen die Kritik mit uns auf die Stra\u00dfe tragen<\/p>\n<p>Diese Demonstration am Samstag Abend war unser 2. Anlauf, trotz weiterer Verschiebung und gr\u00f6\u00dferer Mobilisierung haben wieder zu wenig an dieser Aktion teilgenommen. Wir sind traurig \u00fcber diese Entwicklung, da der Anlass gegeben war. Im fall des ersten Aufruftextes zeigt sich, dass sich Menschen allein aufgrund von nicht akademisch geschriebenen Texten distanzieren und damit Ihnen ihrer Glaubw\u00fcrdigkeit absprechen. Klassifizierung auch in der linken Szene ist nichts Neues. Unsere Erfahrung hat gezeigt, wer nicht mit der akademischen Klasse der Linken mithalten kann, wird Organisierung abgesprochen und sekund\u00e4r erscheinen Menschen nicht.<\/p>\n<p>Zu einem revolution\u00e4ren Anspruch geh\u00f6rt es, die arbeitende Klasse nicht durchgehend zu belehren, sondern Teil von ihr zu sein. Miteinander lernen statt belehren\u2026<\/p>\n<p>Wir werden nicht aufh\u00f6ren, uns zu wehren gegen Kapitalherrschaft, Repression und Verdr\u00e4ngung<\/p>\n<p>United We Stand | United We Fight<\/p>\n<p>Krieg der herrschenden Klasse<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/kontrapolis.info\/1331\/\">Kontrapolis<\/a> (<a href=\"http:\/\/kontrpolioglnxrcdwwxfszih4pifyidfjgq4ktfdu6uh4nn35vjtuid.onion\/1331\/\">Tor<\/a>)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Am sp\u00e4ten Samstagabend hat eine Gruppe von etwa 20 Randalierern im Pankower Florakiez gro\u00dfen Schaden angerichtet. Wie die Polizei angibt, zogen die Personen gegen 23 Uhr durch die Stra\u00dfe In den Florag\u00e4rten, die G\u00f6rschstra\u00dfe und die Gaillardstra\u00dfe.<\/p>\n<p>Auf dem Video eines Anwohners, das dem Tagesspiegel vorliegt, ist zu h\u00f6ren, wie die Gruppe Parolen skandiert. Aus einem Vorgarten steigt Qualm auf, offensichtlich von einem dorthin geworfenen Brandsatz.<\/p>\n<p>Die Randalierer z\u00fcndeten B\u00f6ller und Nebelt\u00f6pfe, hei\u00dft es bei der Polizei. Sie blockierten die Stra\u00dfe mit Gegenst\u00e4nden und zeigten Plakate mit politischen Parolen. Diverse Notrufe von Anwohnern gingen bei den Dienststellen ein.<\/p>\n<p>18 Fahrzeuge wurden laut Polizeiangaben besch\u00e4digt. Die Randalierer zerschlugen demnach Scheiben und traten gegen Au\u00dfenspiegel von Autos. Ein Foto, das beim Kurznachrichtendienst Twitter hochgeladen wurde, zeigt auf der Jacke eines der Randalierer ist ein linkes Anarchie-Symbol.<\/p>\n<p>Wie die Polizei mitteilt, wurden in der M\u00fchlenstra\u00dfe vier Personen aus der Gruppe festgenommen. Es handelt sich dabei um zwei 18-j\u00e4hrige Frauen, sowie zwei junge M\u00e4nner im Alter von 18 und 20 Jahren. Im Anschluss habe sich der Pulk aufgel\u00f6st.<\/p>\n<p>\u00dcber die Hintergr\u00fcnde kann die Polizei noch keine genaueren Angaben machen. Die weiteren Ermittlungen hat der polizeiliche Staatsschutz \u00fcbernommen, der f\u00fcr politisch motivierte Kriminalit\u00e4t zust\u00e4ndig ist. Auch in der Liebigstra\u00dfe in Friedrichshain, einer Hochburg der linksextremen Szene, setzten Unbekannte in der Nacht ein Auto in Brand.<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise k\u00f6nnte der Krawall in Zusammenhang mit einer gr\u00f6\u00dferen linken Demonstration stehen, die am Samstag durch Hamburg zog. Etwa 2000 Protestler wollten dort ihre Solidarit\u00e4t mit Angeklagten in einem Prozess zu den G-20-Krawallen kundtun. Mehrere Gruppen, darunter die als extremistisch eingestufte interventionistische Linke, hatten im gesamten Bundesgebiet zu Demonstrationen aufgerufen.<\/p>\n<p>Seit Donnerstag stehen im \u201eRondenbarg-Prozess\u201c f\u00fcnf junge Leute vor dem Hamburger Landgericht. Sie m\u00fcssen sich wegen gemeinschaftlichen schweren Landfriedensbruchs, t\u00e4tlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte und versuchter gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung verantworten.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Tagesspiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 6. Dezember 2020 Was ist geschehen? Vergangene Nacht fanden wir uns in Berlin-Pankow zusammen, mit etwa 35 Personen zogen wir durch den Neubaublock im Florakiez. Hierbei besch\u00e4digten wir konsequent 18 Fahrzeuge, bei denen wir teilweise die Scheiben einschlugen und gegen die Seitenspiegel traten. 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