{"id":13492,"date":"2020-11-24T00:00:40","date_gmt":"2020-11-23T22:00:40","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=13492"},"modified":"2020-11-24T00:00:40","modified_gmt":"2020-11-23T22:00:40","slug":"steine-auf-streife-vom-abschnitt-51-in-der-rigaer-strasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=13492","title":{"rendered":"Steine auf Polizeistreife geworfen"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"><strong>Berlin,<\/strong> 24. November 2020<\/p>\n<blockquote><p>Als Teilnahme an den internationalen K\u00e4mpfen gegen die sich in Stellung bringenden Diktaturen und in Solidarit\u00e4t mit den Widerst\u00e4ndigen im Nordkiez haben wir am Morgen des 19. November die Cops in ihrem Streifenwagen angegriffen, die gerade in der Rigaer Stra\u00dfe der Patrouillent\u00e4tigkeit nachgingen.<\/p>\n<p>Weltweit nutzen die staatlichen Apparate die Gesundheitskrise zur Ausweitung von Kontrolle und Unterdr\u00fcckung. Die einschneidenden Ma\u00dfnahmen, die angeblich nur der Infektionseind\u00e4mmung gelten, dienen vor allem der sozialen Isolation und weiteren Ausbeutung unserer Leben. W\u00e4hrend Arbeiter:innen unter riskanten hygienischen Standards zur Arbeit gehen, Einkaufszentren den Konsumrausch am leben halten und der \u00f6ffentliche Nahverkehr \u00fcberf\u00fcllt ist,<!--more--> wird soziales Leben im \u00f6ffentlichen Raum praktisch verboten. Die Aussage ist eindeutig: wer nicht konsumiert, sollte entweder auf der Arbeit sein oder zu Hause bleiben \u2013 maximal noch durch k\u00f6rperliche Ert\u00fcchtigung am eigenen K\u00f6rper arbeiten und damit dessen Produktivit\u00e4t gew\u00e4hrleisten. Soziales Leben ist nicht nur eingeschr\u00e4nkt sondern aufgrund der Ma\u00dfnahmen auch noch weniger im \u00f6ffentlichen Raum willkommen als sonst schon \u2013 n\u00e4mlich \u00fcberhaupt nicht. F\u00fcr die meisten europ\u00e4ischen L\u00e4nder gilt das gleicherma\u00dfen.<\/p>\n<p>So auch in Griechenland, wo der Staat den Virus als Grund vorschiebt, jegliche \u00f6ffentliche Versammlung, jegliche Gruppenbildung in der \u00d6ffentlichkeit, am so wichtigen Feiertag gegen die Diktatur zu verbieten. Doch der Widerstand gegen das Verbot war dynamisch und entschlossen. So wurde der \u00fcbliche Ort, an dem Veranstaltungen und Diskussionen an diesem Tag immer stattfinden, die Polytechnische Universit\u00e4t, vorher besetzt und die Menschen dort riefen, trotz der hohen Strafen zu einer Demonstration auf. Die Cops r\u00e4umten die Besetzung und verhafteten 70 Menschen. An dem Tag der Demo war Athen von Cops besetzt die auf Menschenjagd gingen und viele Leute verpr\u00fcgelten und festnahmen. Dennoch schafften es nicht wenige auf die Stra\u00dfe zu gehen, kleinere Kiezdemos zu machen und schlie\u00dflich auch trotz der Ausgangssperre f\u00fcr eine Weile auf der Stra\u00dfe zu bleiben.<\/p>\n<p>Gleiches in Frankreich: die Regierung nutzt den \u201egesundheitlichen Notstand\u201c daf\u00fcr, ein neues widerliches Gesetz durchzudr\u00fccken. Das \u201eglobale Sicherheitsgesetz\u201c, dass es den Cops erm\u00f6glicht nach Gutd\u00fcnken Drohnen sowie Gesichtserkennungssoftware f\u00fcr \u00f6ffentliche Kameras zu nutzen. Im selben Zug soll ein Gesetz erlassen werden, das das Filmen und Ver\u00f6ffentlichen von Bildern von Cops oder \u201eElementen welche [ihrer] Identifikation dienen\u201c, mit Strafen bis zu einem Jahr Gef\u00e4ngnis oder 45.000\u20ac belegt. Sicher ist es momentan recht einfach f\u00fcr das Parlament dieses Gesetz zu diskutieren, w\u00e4hrend sich die gesamte Bev\u00f6lkerung unter der Kontrolle der Cops im Lockdown befindet und Demonstrationen oder Kundgebungen verboten sind. Nichtsdestotrotz oder auch genau deswegen kamen am Dienstag, den 17. November Tausende Menschen vor dem Parlamentsgeb\u00e4ude zusammen, um gegen dieses Gesetz zu demonstrieren. Ein Gesetz, das den Fakt unterstreichen wird, dass Frankreich ein Polizeistaat ist, in dem es nicht nur schwierig ist die Cops direkt zu konfrontieren, sondern schon gef\u00e4hrlich ihnen an der n\u00e4chsten Ecke zu begegnen.<\/p>\n<p>Dennoch, egal wie unterdr\u00fcckend und autorit\u00e4r die einzelnen Staaten jeweils sind, ist es \u00fcberall m\u00f6glich ihre Verteidiger:innen anzugreifen, wenn sie es nicht erwarten und unvorbereitet, ja fast hilflos sind. Wir k\u00f6nnen uns immer noch den Ort und die Momente unserer Angriffe aussuchen, um sie mit einem kalkulierbaren Risiko f\u00fcr uns selbst zu treffen, sodass sie das Gef\u00fchl bekommen niemals sicher zu sein.<\/p>\n<p>Als Teilnahme an den internationalen K\u00e4mpfen gegen die sich in Stellung bringenden Diktaturen und in Solidarit\u00e4t mit den Widerst\u00e4ndigen im Nordkiez haben wir am Morgen des 19. November die Cops in ihrem Streifenwagen angegriffen, die gerade in der Rigaer Stra\u00dfe der Patrouillent\u00e4tigkeit nachgingen. Da die Polizeipresse pr\u00e4zisierte, dass es sich um eine Einheit aus dem Abschnitt 51 handelte (also der Wedekindwache), wollen wir nicht unerw\u00e4hnt lassen, dass sie es sind, die f\u00fcr den Mord an Maria B. im Januar als auch f\u00fcr zahlreiche Angriffe auf die rebellischen Strukturen in Berlin-Friedrichshain verantwortlich sind.<\/p>\n<p>Nieder mit der Demokratie!<\/p>\n<p>Nieder mit der Diktatur!<\/p>\n<p>Es lebe der Widerstand und die Anarchie!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Indymedia, <a href=\"https:\/\/kontrapolis.info\/1135\/\">Kontrapolis.info<\/a> (<a href=\"http:\/\/kontrpolioglnxrcdwwxfszih4pifyidfjgq4ktfdu6uh4nn35vjtuid.onion\/1135\/\">Tor<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 24. November 2020 Als Teilnahme an den internationalen K\u00e4mpfen gegen die sich in Stellung bringenden Diktaturen und in Solidarit\u00e4t mit den Widerst\u00e4ndigen im Nordkiez haben wir am Morgen des 19. 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