{"id":13444,"date":"2020-11-05T00:00:52","date_gmt":"2020-11-04T22:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=13444"},"modified":"2020-11-05T00:00:52","modified_gmt":"2020-11-04T22:00:52","slug":"fahrzeuge-der-bundespolizei-angezuendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=13444","title":{"rendered":"Fahrzeuge der Bundespolizei angez\u00fcndet"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2020\/11\/bpolee-0.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-13445\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2020\/11\/bpolee-0-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"><\/a>Berlin<\/strong>, 5. November 2020<\/p>\n<blockquote><p>Kein Urteil ohne uns! Anschlag auf Bundespolizei f\u00fcr die 3 von der Parkbank<br \/>\nIn Hamburg soll heute der Prozess gegen die drei der geplanten Brandstiftung angeklagten Gef\u00e4hrt*innen (parkbanksolidarity.blackblogs.org) mit einem Urteilsspruch beendet werden. F\u00fcr nun fast 15 Monate werden zwei von ihnen im Knast und eine in \u00fcberwachter \u201eFreiheit\u201c in Geiselhaft des Staates gehalten. Geiseln f\u00fcr den immer w\u00e4hrenden Glauben der Autorit\u00e4ten, durch ein Exempel an Wenigen, die Erziehung Aller erreichen zu k\u00f6nnen. Insofern sehen auch wir uns mit den Gef\u00e4hrt*innen in Hamburg auf der Anklagebank und w\u00e4hrend Gericht und Staatsanwaltschaft noch den Schlaf der Selbstgerechten schliefen, haben wir unsere Kompliz*innenschaft in die Tat umgesetzt.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nMilitante Praxis verteidigen<\/p>\n<p>Als im Juli letzten Jahres die Handschellen klickten befanden sich die Bullen noch in dem Glauben, endlich einen relevanten Schlag gegen die militanten Gruppen in Hamburg und vielleicht sogar dar\u00fcber hinaus gelandet zu haben. Sie waren sich dessen so sicher, dass sie ihre Freude und ihre Akten sogleich mit der Presse teilen wollten. Mittlerweile ist es auf Seiten unserer Feinde in dieser Hinsicht jedoch recht still geworden, was nicht zuletzt daran liegen d\u00fcrfte, dass sie es mal wieder selbst vor ihrem eigenen Gericht nicht schaffen konnten die anf\u00e4ngliche Deutungshoheit beizubehalten.<br \/>\nMit der juristischen Ebene wollen wir uns hier \u2013 ohne die dort geleistete Arbeit herunterzuspielen \u2013 jedoch nicht weiter besch\u00e4ftigen, es w\u00fcrde uns auch der n\u00f6tige Einblick fehlen. Stattdessen wollen wir davon reden, warum zu unseren Anspr\u00fcchen an Solidarit\u00e4t \u2013 neben Essenziellem wie der emotionalen, sozialen und finanziellen Unterst\u00fctzung der Betroffenen \u2013 auch das Durchf\u00fchren direkter Aktionen geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>So sehr sich die Justiz auch bem\u00fchen mag, ihre Strafprozesse als etwas darzustellen in dem es ausschlie\u00dflich um die pers\u00f6nliche Schuld von Individuen gehe, der politische Gehalt ihrer Entscheidungen l\u00e4sst sich nicht erst bei \u00a7129-Verfahren nur schwer verstecken. Wie die militante oder illegalisierte Aktion einem politischen oder sozialen Konflikt entspringt, so bildet nat\u00fcrlich auch die Reaktion des Staates diese Konflikte ab. Warum sollte unsere Solidarit\u00e4t hinter diesen Tatsachen zur\u00fcckbleiben? Es muss klar sein, dass bei jeder Verhaftung, jeder zerschlagenen Demonstration, bei jeder Observation und Diffamierungskampagne letztendlich die Frage im Raum steht, ob es dem Staat damit gelingt die antagonistischen Ideen und Aktionen zur\u00fcckzudr\u00e4ngen oder eben nicht. Da wir nicht vorhaben klein bei zu geben, werden wir unser M\u00f6glichstes tun, die staatlichen Zersetzungsversuche ins Leere laufen zu lassen.<\/p>\n<p>\u2014 Wir verteidigen die angeklagte Tat und unsere Ideen \u2013 politisch, \u00f6ffentlich, praktisch \u2014<br \/>\nOb Elbchaussee, Waldbesetzung oder brennende Vonovia-Autos: Es gibt nichts zu bereuen oder zu entschuldigen. Eine Aktion wird nicht dadurch schlecht, dass sie misslingt oder die Bullen sp\u00e4ter versuchen Leute daf\u00fcr in den Knast zu stecken. Die Anl\u00e4sse und Notwendigkeit militanter Praxis bleiben unver\u00e4ndert und so werden wir sie auch weiterhin propagieren. Sollte Kritik an Aktionen notwendig sein, richtet sich diese an die k\u00e4mpfende Bewegung und gef\u00e4lligst nicht an Presse oder B\u00fcrgertum.<\/p>\n<p>\u2014 Die Gefangenen und Illegalen sind Teil unserer K\u00e4mpfe \u2014<br \/>\nDie Meisten von uns, die sich entschieden haben, militante Praxis als Teil einer emanzipatorischen Bewegung zu denken, d\u00fcrften sich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter damit auseinandergesetzt haben, dass Knast eine m\u00f6gliche Folge dieser Entscheidung sein k\u00f6nnte. Manche von uns m\u00fcssen das vielleicht noch tun. Egal aber ob die auf der ersten Demo geworfene Flasche etwas besser als erwartet getroffen hat, oder Genossinnen der ehemals bewaffneten Gruppen seit Jahrzehnten in der Illegalit\u00e4t leben: Wir vergessen unsere Leute nicht!<br \/>\nDie Ernsthaftigkeit unser aller Unterfangen vorausgesetzt, verliert kein Mensch seine Widerst\u00e4ndigkeit am Knasttor. Die Gefangenen k\u00e4mpfen weiter, an einem anderen Ort und unter beschisseneren Umst\u00e4nden. Welchen Grund haben wir hier drau\u00dfen, nicht weiter mit ihnen zu k\u00e4mpfen?<\/p>\n<p>\u2014 Die gef\u00fchrten K\u00e4mpfe werden fortgesetzt und bestenfalls zugespitzt \u2014<br \/>\nDie Bullen razzen Buch- und Infol\u00e4den wegen Plakaten oder Zeitschriften? Ein guter Anlass diese nochmal nachzudrucken und ausgiebig zu verteilen. Im Hambacher Forst werden Menschen f\u00fcr ihren Protest gegen Konzern- und Parteiinteressen in U-Haft gesteckt? Zeit, in das frei gewordene Baumhaus zu ziehen oder in der eigenen Stadt zu schauen, ob nicht der ein oder andere demolierte Firmenwagen zum wirtschaftlichen Schaden beitragen kann.<\/p>\n<p>In Hamburg werden am 8. Juli 2019 drei Gef\u00e4hrt*innen von den Bullen festgenommen weil sie vorgehabt haben sollen, mehrere Brandanschl\u00e4ge zum Jahrestag des G20 zu ver\u00fcben? Wir dachten uns da in etwa Folgendes\u2026<\/p>\n<p>Brandanschlag auf die Bundespolizei am Flughafen Tegel<\/p>\n<p>In wenigen Tagen ist der Flughafen Berlin Tegel f\u00fcr den normalen Personenverkehr offiziell Geschichte. \u00dcberall konnten wir in den letzten Wochen wehm\u00fctige Erz\u00e4hlungen von den sch\u00f6nen Erinnerungen lesen, die viele Berliner*innen mit diesem Flughafen verb\u00e4nden. Erinnerungen deren Ursprung die korrekte Hautfarbe und der entsprechende Pass sein d\u00fcrften. F\u00fcr alle, die diese Welt mit weniger privilegierten Voraussetzungen ausgestattet hat, werden andere Erfahrungen mit Tegel verbunden sein. Im besten Fall beschr\u00e4nken sie sich auf die Visage des Bundesbullen, der die Echtheit des eigenen Reisepasses aus nur zuf\u00e4llig rassistischen Gr\u00fcnden anzweifelt, in viel zu vielen F\u00e4llen jedoch war der Blick auf Tegel der Letzte aus dem Abschiebeflieger. Und wie Tegel so ist auch jeder andere deutsche Flughafen eine in Beton und Asphalt gegossene Bastion des Europ\u00e4ischen Grenzregimes. Kein ankommender internationaler Flug ohne einen hauptamtlichen Abschieber von BKA oder Bundespolizei mit polizeilichem Bauchgef\u00fchl und suchendem Blick nach schwarzen Haaren oder dunkler Haut.<\/p>\n<p>Polizeiliches Bauchgef\u00fchl d\u00fcrfte es auch gewesen sein als sie sich entschieden wie hoch der Zaun sein sollte, der ihre Wache au\u00dferhalb des Rollfeldes sch\u00fctzt. Nun, er war nicht hoch genug.<br \/>\nIn Gedanken bei den drei Hamburger Gef\u00e4hrt*innen platzierten wir mehrere Brands\u00e4tze unter den vor ihrem Geb\u00e4ude geparkten W\u00e4gen. Das resultierende Feuer zerst\u00f6rte nach Presseberichten 5 ihrer Dienstautos, von denen nicht alle als solche gekennzeichnet waren. Dass zus\u00e4tzlich anscheinend noch zwei private Karren der Schweine angebrannt wurden, freut uns \u2013 gemein wie wir sind \u2013 nat\u00fcrlich besonders.<\/p>\n<p>Freiheit und Gl\u00fcck f\u00fcr die gefangenen Gef\u00e4hrt*innen!<\/p>\n<p>autonome gruppen<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/kontrapolis.info\/869\/\">Kontrapolis<\/a> (<a href=\"http:\/\/kontrpolioglnxrcdwwxfszih4pifyidfjgq4ktfdu6uh4nn35vjtuid.onion\/869\/\">Tor<\/a>)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Here be dragons but no images. -->\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Am Flughafen Tegel haben Donnerstagfr\u00fch Unbekannte f\u00fcnf Fahrzeuge der Bundespolizei angez\u00fcndet! Der Feueranschlag galt der Bundespolizeiinspektion am Flughafen Tegel, der mit Er\u00f6ffnung des BER bald ausgedient hat.<\/p>\n<p>Eine Sprecherin der Bundespolizei best\u00e4tigte, dass gegen 2.20 Uhr f\u00fcnf \u201eDienstwagen in Flammen standen\u201c. Die Fahrzeuge seien an der \u201eRue Charles Calmette\u201c geparkt gewesen, vor dem Dienstgeb\u00e4ude der Inspektion. Am Geb\u00e4ude seien dann, bedingt durch die starke Hitzeentwicklung, Fensterscheiben zersprungen.<\/p>\n<p>In dem Geb\u00e4ude wurde aber niemand verletzt, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Ermittlungen sind an die Landespolizei abgegeben worden. \u201eDa ein politisches Motiv f\u00fcr den Brand der Fahrzeuge nicht ausgeschlossen werden kann, hat der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die Ermittlungen an sich gezogen\u201c, sagte der Sprecher.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit den Ermittlern eines Brandkommissariats muss nun herausgefunden werden, wie die Fahrzeuge zerst\u00f6rt wurden.<\/p>\n<p>Ein Bekennerschreiben gebe es aber \u201ebislang\u201c noch nicht, teilte der Sprecher weiter mit.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: BZ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 5. November 2020 Kein Urteil ohne uns! 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