{"id":12909,"date":"2020-07-30T00:00:58","date_gmt":"2020-07-29T22:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=12909"},"modified":"2020-07-30T00:00:58","modified_gmt":"2020-07-29T22:00:58","slug":"baukran-auf-amazon-baustelle-abgebrannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=12909","title":{"rendered":"Baukran auf Amazon-Baustelle abgebrannt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2020\/08\/3010s.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-12910\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2020\/08\/3010s-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\"><\/a><strong>Achim<\/strong>, 30. Juli 2020<\/p>\n<blockquote><p>Amazon-Baustelle sabotiert! Ende letzten Jahres hat Amazon den Kaufvertrag f\u00fcr eine Gewerbefl\u00e4che an der A27 in Achim abgeschlossen. Wer sich jetzt dorthin begibt, sieht riesige Kr\u00e4ne und anderes schweres Ger\u00e4t in die Luft ragen, die eine gigantische Halle aus Stahl und Beton aus dem Boden stampfen. Dort, wo vor kurzem noch eine Brachfl\u00e4che war, werden zuk\u00fcnftig 2.000 Menschen unter stetiger \u00dcberwachung in einer fensterlosen Halle einer schlecht bezahlten Arbeit nachgehen \u2013 nur, um dann bald ganz von Robotern ersetzt zu werden. Arbeits\u00e4mter reiben sich die H\u00e4nde, dass sie massenweise Menschen in die Arbeit bei Amazon zwingen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das neue Logistikzentrum ist wichtig f\u00fcr Amazon, um zusammen mit dem deutlich kleineren Verteilerzentrum in Bremerhaven, den Gro\u00dfraum Bremen\/Oldenburg\/Bremerhaven schneller beliefern zu k\u00f6nnen. Das Land Niedersachsen tr\u00e4gt dabei die Kosten der Verkehrsanbindung und anderer Infrastruktur<!--more--> und reiht sich damit in die entw\u00fcrdigende Praxis ein, mit der sich St\u00e4dte und Kommunen auf der ganzen Welt mit ihren Geschenken an den Konzern \u00fcbertrumpfen.<\/p>\n<p>Wir haben uns entschieden, den Bau nicht ganz reibungslos vonstatten gehen zu lassen. In den fr\u00fchen Morgenstunden des 30.Juli 2020 haben wir mit 20 Liter eines Gemischs aus Benzin und Diesel und mehreren Brands\u00e4tzen auf der Baustelle Feuer gelegt und einen 40 Meter hohen Kran angez\u00fcndet. Anstatt uns dem scheinbar Unvermeidlichen hinzugeben, haben wir uns entschlossen, in den toten Winkeln der Bau-Watch Kameras mit ihrem durchdringenden gr\u00fcnen Lichtschein und au\u00dferhalb der Blicke der Securities, die diese Baustelle Tag und Nacht bewachen m\u00fcssen, zum unkalkulierbaren Risiko f\u00fcr das kybernetische Kapital zu werden.<\/p>\n<p>\u00dcberwachung und technologischer Zugriff<\/p>\n<p>Herrschaft, \u00dcberwachung und die Ausbeutung von Menschen organisieren sich zunehmend durch Zugriffe gro\u00dfer Konzerne. Ihre digitalen Netze, Algorithmen und Technologien sind kaum mehr wegzudenken und durchdringen all unsere Lebensbereiche. Sie beeinflussen unser Leben, unseren Alltag, unsere Gef\u00fchle, unser Denken, unsere Kommunikation und unsere sozialen Beziehungen. Der technologische Angriff zielt damit auch auf alles, was sich bisher der kapitalistischen Verwertung widersetzt hat. Eine Dystopie, die ihrer Vollendung entgegenstrebt: Unendliche Datenmengen werden gesammelt, selektiert, ausgewertet und analysiert, sodass ein l\u00fcckenloser Einblick in die gesellschaftlichen und sozialen Prozesse in Echtzeit garantiert ist. Diese sollen gesteuert werden, um Entwicklungen und (Un-)Regelm\u00e4\u00dfigkeiten vorhersagen zu k\u00f6nnen. Kleine Ver\u00e4nderungen und Ersch\u00fctterungen auf dem fragilen Wirtschaftsmarkt k\u00f6nnen sich auf die eigene Vormachtstellung im Rennen um den gr\u00f6\u00dften Profit auswirken.<\/p>\n<p>Die gegenw\u00e4rtige technologische Entwicklung ebnet den Weg f\u00fcr eine Smartifizierung des gesamten Lebens. Dabei beinhaltet der Wirtschaftserfolg von IT-Riesen wie Amazon, Apple, Google, Facebook &amp; Co. selbstverst\u00e4ndlich auch, dass Lohnausbeutung optimiert wird. Gleichzeitig verspricht eine auf Algorithmen basierende Kriminalit\u00e4tspr\u00e4vention reibungsloses Regieren und ein Herrschen und Verwalten, was sich meist in g\u00e4nzlich unsichtbarem, dezentralen und sogar umweltbewusstem Outfit geriert. Hier einige Beispiele.<\/p>\n<p>Gesundheitsmarkt und humane Technologie<\/p>\n<p>Amazon breitet sich auf allen M\u00e4rkten und in alle Lebensbereiche aus. Investitionen in die sogenannte Share-Economy laufen zeitgleich mit der Gr\u00fcndung einer Krankenversicherung. Der Einstieg in den Gesundheitsmarkt war und ist vielversprechend.<br \/>\nG\u00fcnstigere Tarife oder Boni f\u00fcr Versicherte dienen hier als Anreiz m\u00f6glichst viel (zum Beispiel \u00fcber eine Smart Watch) \u00fcber sich und sein Verhalten Preis zu geben. Informationen \u00fcber Blutzuckerwerte, die Anzahl der Schritte pro Tag bis hin zum Alkoholpegel werden \u00fcber digital devices direkt an die Krankenkasse weitergegeben. Wer zum Beispiel raucht, wird einen h\u00f6heren Krankenkassenbeitrag zahlen m\u00fcssen. Jeder Mensch ist f\u00fcr seine Gesundheit selbst verantwortlich. Das Solidarprinzip der Krankenkassen wird damit vollends ausgeh\u00f6hlt. Das Gesch\u00e4ft im Gesundheitssektor ist mittlerweile die zweitgr\u00f6\u00dfte Einnahmequelle f\u00fcr Amazon.<\/p>\n<p>Kriminalit\u00e4ts\u201cpr\u00e4vention\u201c<\/p>\n<p>Die Gesichtserkennungssoftware \u201eRekognition\u201c von Amazon ist eine rassistische und unzuverl\u00e4ssige \u00dcberwachungstechnologie, die insbesondere von der US-amerikanischen Polizei eingesetzt wird. In der Praxis kommt es immer wieder besonders bei BPOC (Black People of Color) zur Verf\u00e4lschung der Ergebnisse, mit der Folge, dass sie viel \u00f6fter kriminalisiert, also kontrolliert, festgenommen oder inhaftiert werden. In den USA haben mehr als eintausend Polizeireviere eine Partnerschaft mit dem Amazon-Konzern und verwenden seine \u00dcberwachungstechnologien. In Deutschland wurde der Einsatz von Gesichtserkennungssystemen aufgrund technischer Probleme und datenschutzrechtlicher H\u00fcrden zun\u00e4chst ausgesetzt und die Nutzung bei der Polizei auf ein weiteres Jahr verschoben. In den USA gehen w\u00f6chentlich weitere Polizeireviere Partnerschaften mit Amazon ein.<\/p>\n<p>Wenn wir den technologischen Angriff bek\u00e4mpfen wollen, m\u00fcssen wir uns selbst sabotieren!<\/p>\n<p>Eine Entmachtung oder gar Vergesellschaftung der gro\u00dfen Tech-Unternehmen und Global Player wie Amazon, Apple, Facebook oder Google scheint kaum m\u00f6glich. Eine Reformierung oder eine \u201esozial vertr\u00e4glichere\u201c Gestaltung dieser Unternehmen halten wir f\u00fcr falsch, da ihre Macht zu gro\u00df und die ihr inne wohnenden Ideen und Menschenbilder unserem Freiheitsbegriff diametral entgegenstehen. Wir halten den Wunsch jeden Gedanken des Menschen, jede soziale Beziehung und auch den kleinsten Schritt in Arbeitsabl\u00e4ufen ausleuchten und kontrollieren zu wollen f\u00fcr gef\u00e4hrlich. Wenn diese kleinsten Teilchen dann auch noch gesteuert und an ein vorgegebenes \u00c4u\u00dferes angepasst werden sollen, ist das gewaltt\u00e4tige Herrschaft in Reinform!<\/p>\n<p>Trotzdem ist uns nat\u00fcrlich klar, dass auch wir und unser Alltag durch Technologien strukturiert und vielfach durchdigitalisiert sind.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Teil linksradikaler Zusammenh\u00e4nge organisiert sich \u00fcber Messenger. Wenn Dinge, die man kaufen will, im Laden doppelt so teuer sind, dann bestellt man sie bei Amazon und nutzt damit die ausbeuterische Struktur dahinter. Picker*innen, Packer*innen, Lieferant*innen arbeiten auch f\u00fcr oder wegen uns unter miserabelsten Bedingungen. Ganz zu schweigen von den Orten der Produktion&#8230;<\/p>\n<p>Die eigene Rolle und Verantwortung in der Kritik nicht zu verkennen und die eigene Verwobenheit und Abh\u00e4ngigkeit nicht zu leugnen, finden wir wichtig. Wir sind Teil dieser Gesellschaft und damit auch Teil des Problems. Das ist nichts Neues.<\/p>\n<p>Aber gerade deshalb ist es sinnvoll zu handeln und selbst zu gestalten. Innehalten, off-sein und mal Sand ins eigene Getriebe sch\u00fctten, geh\u00f6rt genauso dazu wie die Zerst\u00f6rung und Abwehr des technologischen Angriffs. Reden wir von der Zerst\u00f6rung des Technologischen Angriffs, m\u00fcssen wir uns auch selbst sabotieren!<\/p>\n<p>\u201eTECHNOLOGIEKRITIK IST HERRSCHAFTS- UND ZIVILISATIONSKRITIK \u2013 KEIN PRIMITIVISMUS!<\/p>\n<p>Wir f\u00e4llen nicht das l\u00e4cherliche Urteil, dass die Technologie \u201eschlecht\u201c ist. Aus welcher \u2013 ohnehin historisch bedingten \u2013 Ethik heraus denn auch? Wir sagen, sie ist Gewalt und sozialer Krieg.\u201c<\/p>\n<p>(aus \u201edigitale selbstbestimmung\u201c vom redaktionskollektiv capulcu)<\/p>\n<p>Unser Angriff von au\u00dfen<\/p>\n<p>Wir wissen, dass unser Angriff nur eine (kleine) Sabotage ist, die den Bau des Logistikzentrums von Amazon etwas verz\u00f6gert und die Kosten um wenige hunderttausend Euro in die H\u00f6he treibt. Doch wissen wir auch, dass sich viele in einem solchen Akt des Widerstands gegen den technologischen Angriff auf unsere K\u00f6rper, unsere Arbeitskraft, unsere Freizeit und unsere Beziehungen wiedererkennen werden. In diesem sich Wiedererkennen, in der Wut, in der Entschlossenheit und dem Tatendrang liegt ernstzunehmendes Potential.<\/p>\n<p>Und weil auch wir uns in den Angriffen anderer wiedererkennen, m\u00f6chten wir zum Schluss an unser Kommunikee einen Teil eines Schreibens \u00fcbernehmen, mit dem sich am 1. Februar 2019 zu einem koordinierten Angriff auf Amazon Fahrzeuge, das Amazon Development Center Germany in Berlin-Mitte und dessen Chef, Ralf Herberich, bekannt wurde:<\/p>\n<p>Arbeit im disruptiven Kapitalismus<\/p>\n<p>\u201eDie miserablen Arbeitsbedingungen und Amazons \u201eInnovationen\u201c auf dem Gebiet der prek\u00e4ren Arbeitsverh\u00e4ltnisse sind bekannt. In den Logistikzentren, vom Konzern Fullfillment-Center genannt, gibt es permanente Kontrolle und \u201eOptimierung\u201c der Abl\u00e4ufe. Von der \u00dcberwachung der Handscanner bis zur gegenseitigen Bewertung und dem bewussten Ignorieren von Sicherheitsstandards lastet auf den Arbeiter*innen ein enormer Druck. So lohnt es sich oft nicht mal in den Pausenzeiten den Weg zum Pausenraum zur\u00fcckzulegen und Pausen zu verl\u00e4ngern kommt f\u00fcr Picker*innen und Packer*innen meist auch nicht in Frage. Jeder Handgriff und jeder Schritt im Lager wird haargenau \u00fcberwacht.<\/p>\n<p>Auch die meisten der 200.000 Paketzusteller*innen in Deutschland arbeiten unter miesen Bedingungen f\u00fcr diverse (Sub-)Unternehmen mehr oder weniger indirekt, aber auf jeden Fall sehr flexibel, f\u00fcr Amazon. Amazon Flex, hei\u00dft die App, mit der man sich als Scheinselbstst\u00e4ndige*r den hoffentlich n\u00e4chsten Lieferauftrag ans Land zieht. Die Route zur Zieladresse wird dann vorgegeben.<br \/>\nBei Amazon Mechanical Turk, der ersten Klickworking Plattform, wurden s\u00e4mtliche Arbeitsrechte umgangen. Auf der Plattform werden sogenannte Mikroaufgaben \u00e0 z.B. 10 Cent vergeben. Beim stupiden Aussortieren unangemessener Inhalte oder beim Produktbewertungen schreiben werden dann Screenshots und Arbeitstempo aufgenommen.<\/p>\n<p>(Arbeits-)kampf gegen die vierte Industrielle Revolution<\/p>\n<p>Die Gewerkschaft ver.di f\u00fchrt derweil f\u00fcr die 14 000 Arbeiter*innen aus 12 Logistikzentren einen bisher erfolglosen Tarifstreit. Trotz \u201eUnion-Busting\u201c, immensen Organisierungshindernissen und hoher Fluktuation der Belegschaft in den Lagern haben am Schn\u00e4ppchentag \u201eBlack Friday\u201c 2017, nach ver.di Angaben, ca. 10% der Arbeiter*innen an sieben deutschen Lagerstandorten und jeweils an einem in Italien und Polen einen Streik organisiert. Dazu haben solidarische Leute und Gruppe versucht das Amazon-Prime-Logistikzentrum am Kurf\u00fcrstendamm in der Berliner Innenstadt zeitgleich zu blockieren, leider ohne nennenswerte Verz\u00f6gerungen zu verursachen.<br \/>\nRalf Kleber, Amazon-Deutschland Chef, behauptete mal: \u201eWenn Glatteis ist, juckt uns das weit mehr, als wenn ver.di zum Arbeitskampf aufruft\u201c.<\/p>\n<p>Er hatte Recht, doch wieso k\u00f6nnen (lokale) Streiks nicht mehr den gew\u00fcnschten Druck aus\u00fcben? Die Automatisierung der Lastenverteilung zwischen den Warenlagern \u00fcber Landesgrenzen hinaus erm\u00f6glicht es Unterbrechungen, wie z.B. durch Streiks, so weit aufzufangen, dass die Lieferzeiten wie gew\u00fcnscht sehr kurz gehalten werden und in der \u00d6ffentlichkeit jede Auswirkung des Streiks fast unsichtbar bleibt. Das St\u00f6ren des reibungslosen Betriebs wird hier durch \u201eintelligente\u201c Algorithmen erschwert bis unm\u00f6glich gemacht. Amazon ist Vorreiter auf dem Feld dieser Automatisierung, welche hier einen direkten Angriff auf die Arbeiter*innen und ihre M\u00f6glichkeiten des regulierten Arbeitskampfes darstellt. Doch trotz und gerade wegen dieser besorgniserregenden Entwicklungen ist es wichtig die Initiative zu ergreifen. Dass bisherige Streiks solchen Konzernen keinen ernstzunehmenden Schaden zugef\u00fcgt haben, macht sie nicht \u00fcberfl\u00fcssig. Es zeigt eher, dass es notwendig ist mit gr\u00f6\u00dferer Vehemenz und \u201eradikaleren\u201c Mitteln zu k\u00e4mpfen, das k\u00f6nnte beispielsweise mehr direkte Aktionen hei\u00dfen, wilde internationale Streiks und daf\u00fcr eine internationale Vernetzung weiter voranzubringen. Sabotage und militante Interventionen (von au\u00dfen) oder die Idee eines europ\u00e4ischen Generalstreiks wie es die Spanischen Genoss*innen vorschlagen (https:\/\/makeamazonpay.org\/2018\/05\/17\/675\/) k\u00f6nnten da genauso andocken, wie Ideen f\u00fcr die Sabotage an den Algorithmen bzw. an dem Internet of Things durch falsch einsortierte Pakete oder \u00e4hnliches. Eine Kombination aus traditionellen und neuen Mitteln gegen die neue digitalisierte Arbeitswelt ist wahrscheinlich am vielversprechendsten im (Arbeits-)Kampf gegen ein disruptives Technologie-Unternehmen wie Amazon.\u201c<\/p>\n<p>Das ganze Schreiben findet ihr hier: https:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=9514<\/p>\n<p>In diesem Sinne Gr\u00fc\u00dfe wir all diejenigen, die in Berlin gegen den Amazon-Tower k\u00e4mpfen, die in Queens die Ansiedlung eines Headquarters verhindert haben, in Staffordshire gleich dreimal in Folge am Black Friday das lokale Verteilerzentrum angez\u00fcndet haben, die in T\u00fcbingen das Cyber Valley-Projekt bek\u00e4mpfen&#8230;Wir gr\u00fc\u00dfen alle, die nachts losziehen, um Amazon-Locker, Lieferautos, Baustellen, B\u00fcros, Drohnen und Datencenter zu sabotieren. Genauso gr\u00fc\u00dfen wir alle w\u00fctenden Arbeiter*innen, die sich unhaltbare Arbeitsbedingungen nicht gefallen und sich schon gar nicht in den gigantischen kybernetischen Apparat des globalen, digitalisierten Kapitalismus eingliedern lassen.<\/p>\n<p>Und eins wollen wir noch sagen: Wer sich entscheidet, zur Tat zu schreiten, kommt in den Genuss festzustellen, dass manches, was uns im Alltag unbezwingbar erscheint, von Nahem betrachtet, etliche wunde Punkte offenbart unserer Courage schutzlos ausgeliefert sind. Es gilt wie immer die alte Regel der Einbrecher*innen: Immer zuerst nachschauen ob die T\u00fcre unverschlossen ist&#8230;<\/p>\n<p>Eine Umarmung an alle Gefangenen und an alle, die von Repression, \u00dcberwachung und Hausdurchsuchungen betroffen sind.<\/p>\n<p>Einige Saboteur*innen<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Email<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Auf dem Gel\u00e4nde des Amazon-Logistikzentrums in Achim bei Bremen brannte es. Ein Arbeitsger\u00e4t hatte in der Donnerstagnacht Feuer gefangen. Amazon-Baustelle l\u00f6st Feuerwehreinsatz aus. Schaden betr\u00e4gt mehrere 100.000 Euro. Brandursache noch unklar.<\/p>\n<p>Meterhohe Flammen inmitten von riesigen Betonpfeilern \u2013 dem Rohbau des neuen Amazon-Logistikzentrums in Achim bei Bremen: Die Feuerwehr musste gegen 3.20 Uhr zu einem Brandeinsatz ausr\u00fccken: Alarm im neuen E-Commerce-Zentrum. Ein riesiger Kran, der die Betonteile setzt, stand in der Nacht pl\u00f6tzlich in Flammen. Laut Polizei entstand ein Schaden von mehreren 100.000 Euro. Die Brandursache ist noch unklar und die Ermittlungen dauern an. Au\u00dfer dem Kran soll es keine weiteren Sch\u00e4den geben haben, sagt die Polizei.<\/p>\n<p>Herausforderung f\u00fcr Feuerwehr<\/p>\n<p>F\u00fcr die anr\u00fcckende Feuerwehr eine Herausforderung in mehrfacher Hinsicht. Zum einen gibt es auf dem Amazon-Baugel\u00e4nde bisher keine ausreichende L\u00f6schwasserversorgung. Durch Hinzuziehen weiterer Ortswehren musste eine l\u00e4ngere Schlauchleitung aufgebaut werden. Zudem stand der Kran mit seinem 40 Meter Ausleger derart in Flammen, dass zu jeder Zeit drohte, dass der Kran um- oder einst\u00fcrzt. Die Feuerwehr musste daher den sogenannten Tr\u00fcmmerschatten des Krans zun\u00e4chst bewerten und sichern, bevor gel\u00f6scht werden konnte. Der Kran brannte v\u00f6llig aus.<\/p>\n<p>Amazon ruft Kritiker auf den Plan<\/p>\n<p>Auf 139.000 Quadratmetern entsteht seit Februar am Stadtrand von Achim das neue Logistikzentrum vom Versandriesen Amazon. Die Baustelle von Amazon ist nicht g\u00e4nzlich unumstritten. Eine B\u00fcrgerinitiative versucht schon seit einiger Zeit, einen Baustopp zu erwirken, da die Baugenehmigung deren Angaben zufolge auf falscher Grundlage erteilt worden sei.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/endofroad.blackblogs.org\/archive\/10547\">Kreiszeitung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Achim, 30. Juli 2020 Amazon-Baustelle sabotiert! Ende letzten Jahres hat Amazon den Kaufvertrag f\u00fcr eine Gewerbefl\u00e4che an der A27 in Achim abgeschlossen. Wer sich jetzt dorthin begibt, sieht riesige Kr\u00e4ne und anderes schweres Ger\u00e4t in die Luft ragen, die eine gigantische Halle aus Stahl und Beton aus dem Boden stampfen. 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