{"id":12830,"date":"2020-07-22T00:00:27","date_gmt":"2020-07-21T22:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=12830"},"modified":"2020-07-22T00:00:27","modified_gmt":"2020-07-21T22:00:27","slug":"politisch-motivierte-graffiti","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=12830","title":{"rendered":"Politisch motivierte Graffiti"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00fcnster<\/strong>, 2020<\/p>\n<blockquote><p>Die Zahl politisch motivierter Graffiti nimmt vor allem in der Innenstadt immer mehr zu. Der Staatsschutz hat sich seit Jahresbeginn in fast 90 Ermittlungsverfahren eingeschaltet \u2013 das sind fast drei Mal so viele wie im Vorjahreszeitraum.<\/p>\n<p>Seit Jahresbeginn hat es in M\u00fcnster deutlich mehr politisch motivierte Graffiti im \u00f6ffentlichen Raum gegeben als im Vorjahreszeitraum. Wie die m\u00fcnsterische Polizei auf Anfrage unserer Zeitung berichtet, ermittelt der Staatsschutz seit Januar in 86 F\u00e4llen.<!--more--> Im Vorjahr wurde er im gleichen Zeitraum nur 33 Mal t\u00e4tig. Insgesamt wurden zwischen Januar und Juli 532 Graffiti-Schmiererein angezeigt \u2013 im ersten Halbjahr 2019 waren es nur 349.<\/p>\n<p>Der Staatsschutz nimmt Ermittlungen auf, wenn Straftaten einen politischen Hintergrund haben \u2013 zum Beispiel, wenn mit Graffiti, wie sie derzeit an vielen Stellen in M\u00fcnster zu sehen sind, ideologisch verfestigte Statements verbreitet werden oder gegen politische Feindbilder oder die Polizei agitiert wird.<\/p>\n<p>Linksextremer Hintergrund<\/p>\n<p>Taten, deren Urheber offenbar aus dem rechten politischen Spektrum stammen, waren laut Polizei seit Jahresbeginn eher die Ausnahme. So wurde auf einem Schulhof eine Hakenkreuz-Schmiererei registriert. Deutlich sichtbarer sind zurzeit Graffiti mit offenbar linksextremem Hintergrund, deren ideologische Schlagw\u00f6rter aus dem antifaschistischen und antikapitalistischem Spektrum stammen, so die Polizei weiter.<\/p>\n<p>Aktuelle Zielscheibe sei unter anderem die Polizei selbst, der Gewalt und \u201eRacial Profiling\u201c \u2013 also Ermittlungen gegen Personen auf Basis \u00e4u\u00dferer Merkmale \u2013 vorgeworfen werden. Zuletzt wurden an diesem Wochenende etliche Graffiti am Berliner Platz gespr\u00fcht, die sich gegen \u201eRacial Profiling\u201c richten und die Polizei verunglimpfen.<\/p>\n<p>Ermittlung der T\u00e4ter schwierig<\/p>\n<p>Die Ermittlung der T\u00e4ter sei schwierig, r\u00e4umt die Polizei ein. \u201eWir brauchen konkrete Hinweise oder m\u00fcssten sie auf frischer Tat ertappen\u201c, so eine Sprecherin. Das gelinge aber nur selten.<\/p>\n<p>Ebenfalls einen offenbar linksextremen Hintergrund haben zahlreiche, teils umfassende Besch\u00e4digungen von Kriegerdenkm\u00e4lern (wir berichteten) \u2013 unter anderem in der Innenstadt, aber auch auf dem Waldfriedhof Lauheide. Zuletzt war das Train-Denkmal an der Promenade mit Teer \u00fcbersch\u00fcttet worden. Linksextreme Twitter-Accounts feiern solche Aktionen wiederholt im Internet.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend auch hier der Staatsschutz ermittelt, ist es Aufgabe der Stadt, die meist denkmalgesch\u00fctzten Monumente zu reinigen. Pro Denkmal fallen Kosten in H\u00f6he von rund 700 Euro an, berichtet Reiner Bertling vom Amt f\u00fcr Immobilienmanagement.<\/p>\n<p>Allein die Reinigungsma\u00dfnahmen der vergangenen Wochen beliefen sich auf 3500 Euro. \u201eSo extrem wie seit Mai war es seit Langem nicht mehr\u201c, sagt Bertling. So werden verst\u00e4rkt auch Stra\u00dfen und B\u00fcrgersteige bespr\u00fcht.<\/p>\n<p>Der Mitarbeiter der Stadt spricht von einem \u201eKampf gegen Windm\u00fchlen\u201c. Allein im ersten Halbjahr habe er die Reinigung von 130 Graffiti-Schmierereien auf oder an st\u00e4dtischen Immobilien veranlasst \u2013 in allen F\u00e4llen sei auch Anzeige erstattet worden. \u201eBislang hatten wir noch nie mehr als 150 Anzeigen pro Jahr\u201c, sagt Bertling. Diese Zahl d\u00fcrfte 2020 \u00fcbertroffen werden.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Email\/<a href=\"https:\/\/ncry.pt\/p\/8zPn#zcIsLQU_twUm99rHPw9RP-SfpI5YODKFFHh3mraEfXg\">WN.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnster, 2020 Die Zahl politisch motivierter Graffiti nimmt vor allem in der Innenstadt immer mehr zu. Der Staatsschutz hat sich seit Jahresbeginn in fast 90 Ermittlungsverfahren eingeschaltet \u2013 das sind fast drei Mal so viele wie im Vorjahreszeitraum. 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