{"id":12661,"date":"2020-06-29T00:00:35","date_gmt":"2020-06-28T22:00:35","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=12661"},"modified":"2020-06-29T00:00:35","modified_gmt":"2020-06-28T22:00:35","slug":"reifen-an-auto-von-catherine-grote-zerstochen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=12661","title":{"rendered":"Reifen an Auto von Catherine Grote zerstochen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hamburg<\/strong>, 29. Juni 2020<\/p>\n<blockquote><p>Die Familie von Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) ist erneut Ziel einer mutma\u00dflich linksextremen Attacke geworden. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Reifen des Autos der Ehefrau von noch Unbekannten zerstochen. Der Wagen war seit Samstagabend im Stadtteil St. Pauli geparkt, erkl\u00e4rte ein Sprecher am Dienstag. Der Wagen stand bis Montagnachmittag in der Wohlwillstra\u00dfe.<\/p>\n<p>Wann die vier Reifen zerstochen wurden, ist unklar. Der Staatsschutz im Landeskriminalamt habe die Ermittlungen \u00fcbernommen. Mitte Dezember vergangenen Jahres hatten Maskierte Farbe und Steine auf Grotes Dienstwagen geworfen,<!--more--> als er seinen damals zweij\u00e4hrigen Sohn zur Kita brachte. Einen Tag danach war ein Bekennerschreiben auf einer linksextremistischen Internet-Plattform aufgetaucht.<\/p>\n<p>Eine Gruppe Maskierter hatte sich dem Auto des Innensenators gen\u00e4hert und dieses angegriffen, als es an einer Kreuzung im Stadtteil St. Pauli halten musste. Am Steuer sa\u00df der Chauffeur des Senators. Die Polizei ging von einer gezielten und geplanten Aktion aus. Zwar habe es zuvor bereits Farbmarkierungen am Haus Grotes auf St. Pauli gegeben, sagte eine Polizeisprecherin. Dieser Anschlag habe aber eine neue Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Grote selbst hatte sich \u00fcber Twitter zu dem Anschlag ge\u00e4u\u00dfert: \u201eAls Innensenator muss ich mit solchen Angriffen rechnen. Aber einen solchen Anschlag bewusst zu ver\u00fcben, w\u00e4hrend ich gerade meinen zweij\u00e4hrigen Sohn zur Kita bringe \u2013 das ist erb\u00e4rmlich\u201c, schrieb er.<\/p>\n<p>Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hatte nach der Tat in einer Nachricht auf Facebook auf das Datum des Angriffs hingewiesen: Der 13.12. w\u00fcrde aufgrund der Reihenfolge der Buchstaben im Alphabet in der Szene auch als ACAB-Tag verstanden. Die Abk\u00fcrzung steht f\u00fcr die in der linksextremen und Hooligan-Szene oft benutzte englische Formulierung \u201eAll cops are bastards\u201c, was so viel hei\u00dft wie: Alle Polizisten sind Bastarde. Unmut gegen Grote hatte es auf St. Pauli zuvor bereits Mitte Oktober gegeben. Eine Podiumsdiskussion mit ihm im Millerntor-Stadion \u00fcber Werte im Fu\u00dfball musste unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit stattfinden, nachdem Fans des Fu\u00dfball-Zweitligisten FC St. Pauli Proteste angek\u00fcndigt hatten.<\/p>\n<p>In einem Bekennerschreiben, das auf Indymedia.de ver\u00f6ffentlicht worden war, hie\u00df es, die Attacke habe \u201ef\u00fcr die Parkbankcrew\u201c, \u201ef\u00fcr die Verletzten und Angeklagten im Rondenbargverfahren\u201c und \u201ef\u00fcr uns\u201c stattgefunden. Die Begriffe \u201eParkbankcrew\u201c und \u201eRondenbargverfahren\u201c stehen im Zusammenhang mit Eins\u00e4tzen beim G-20-Gipfel in Hamburg.<\/p>\n<p>An der Stra\u00dfe Rondenbarg im Stadtteil Bahrenfeld waren am Morgen des 7. Juli 2017 etwa 150 bis 200 schwarz gekleidete und vermummte Personen in geschlossener Formation auf eine Hundertschaft Polizisten getroffen. Die mit Steinen, Werkzeugen und B\u00f6llern bewaffnete Gruppe soll die Beamten der Bundespolizei angegriffen haben, die den Rondenbarg abgesperrt hatten. Im Herbst 2019 erhob die Staatsanwaltschaft 19 Anklagen gegen zumeist junge Verd\u00e4chtige.<\/p>\n<p>Als Gr\u00fcnde f\u00fcr die Tat wurden in dem Schreiben unter anderem \u201etausendfache rassistische Kontrollen zur vermeintlichen ,Bek\u00e4mpfung der Drogenkriminalit\u00e4t\u2018\u201c, das neue Hamburger Polizeigesetz und die \u201ehundertfache K\u00f6rperverletzung und Freiheitsberaubung w\u00e4hrend des G 20 2017\u201c in Hamburg angegeben. \u201eRepressive Meilensteine pflastern Grotes Innensenatorweg\u201c, hie\u00df es weiter. M\u00f6glicherweise steht die Attacke auf den Wagen der Ehefrau ebenfalls in diesem Zusammenhang.<\/p>\n<p>Grote selbst steht aktuell unter Druck, nachdem er einger\u00e4umt hatte, sich am Tag seiner Wiederernennung zum Innensenator am 10. Juni mit 30 Freunden und Bekannten bei einem \u201egemeinsamen Gastronomiebesuch\u201c zu einem \u201eGetr\u00e4nk auf Abstand\u201c verabredet zu haben. Im Nachhinein hatte er das Treffen als \u201edummen Fehler\u201c bezeichnet und sich mehrfach entschuldigt. Allerdings bestreitet er, damit gegen Corona-Regeln versto\u00dfen zu haben. Die Opposition fordert seinen R\u00fccktritt.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Welt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg, 29. Juni 2020 Die Familie von Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) ist erneut Ziel einer mutma\u00dflich linksextremen Attacke geworden. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Reifen des Autos der Ehefrau von noch Unbekannten zerstochen. Der Wagen war seit Samstagabend im Stadtteil St. Pauli geparkt, erkl\u00e4rte ein Sprecher am Dienstag. 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