{"id":12561,"date":"2020-06-05T00:00:37","date_gmt":"2020-06-04T22:00:37","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=12561"},"modified":"2020-06-05T00:00:37","modified_gmt":"2020-06-04T22:00:37","slug":"george-floyd-scherbendemo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=12561","title":{"rendered":"George Floyd-Scherbendemo"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2020\/06\/51671.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-12562\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2020\/06\/51671-300x189.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"189\"><\/a>Berlin<\/strong>, 5. Juni 2020<\/p>\n<blockquote><p>George Flyod wurde von einem Bullen ermordet. Er ist einer von Hunderten in den USA, die bei Kontrollen, in den Kn\u00e4sten oder auf offener Stra\u00dfe von Bullen ermordet werden. Wegen ihrer Hautfarbe. Das macht uns unfassbar w\u00fctend, doch die Nachrichten der Demos machen Mut auch hier den rassistischen Alltag zu durchbrechen.<\/p>\n<p>Deshalb versammelte sich heute um 22 Uhr eine Sponti und zog mit 250 bis 300 Menschen w\u00fctend durch den Neuk\u00f6llner Richardkiez!<!--more--><br \/>\nEinige bauten Barrikaden, andere zerst\u00f6rten die Scheiben von Targobank, Biocompany und Co. oder hinterlie\u00dfen Parolen f\u00fcr George Floyd, Oury Jalloh und all die anderen auf den Fassaden der H\u00e4user. Wir haben Hass auf das System und schicken liebevolle Gr\u00fc\u00dfe \u00fcber Grenzen zu den Revoltierenden!<\/p>\n<p>George Floyd &#8211; das war Mord! Widerstand an jedem Ort!!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/86635\">Indymedia<\/a> (Tor), <a href=\"http:\/\/raxuatgmxdvnp4no.onion\/?node=86635\">Spiegelung<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Here be dragons but no images. -->\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Gestern Abend demonstrierten in Berlin-Neuk\u00f6lln anl\u00e4sslich des Mordes an George Floyd und in Solidarit\u00e4t mit der Revolte in den USA rund 250 Menschen auf einer nicht \u00f6ffenlich beworbenen Demonstration gegen Rassismus und Polizeiterror.<br \/>\nMittels lautstarken Parolen, Pyro, Spr\u00fchereihen und etwas Glasbruch wurde auf die unertr\u00e4gliche weltweite Kontinuit\u00e4t rassistischer Polizeigewalt aufmerksam gemacht.<\/p>\n<p>Nachdem die Demonstration zun\u00e4chst in kleineren Seitenstra\u00dfen in Rixdorf die AnwohnerInnen beschallte wurde auf die Karl-Marx-Str. eingebogen und diverse kapitalistische Symbole angegriffen. Nach knapp 20 Minuten l\u00f6ste sich die Demonstration selbstbestimmt auf.<\/p>\n<p>Rassismus und Polizeigewalt sind ein weltweites Ph\u00e4nomen, welches sich auch in der BRD in zahlreichen unges\u00fchnten Morden durch Polizei und Rassisten zeigt. Die Kontinuit\u00e4t des Mordens von Oury Jalloh \u00fcber den &#8220;verwechselten&#8221; Amad A. bis hin zu Maria B. ist dabei kein &#8220;Einzelfall&#8221; vermeintlich schlechter Cops. Sie sind das Ergebnis eines Systems welches eine autorit\u00e4re Gewaltinstitution wie die Polizei zu seiner eigenen Aufrechterhaltung zwingend ben\u00f6tigt. Rassistische Nazibullen werden dabei bewusst im Polizeiapparat geduldet, schlie\u00dflich werden Sie im Ernstfall, wenn den kapitalistischen Eliten die Kontrolle zu entgleiten droht, als gehorsame Schl\u00e4ger ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Der Ort der Demonstration in Neuk\u00f6lln wurde dabei nicht unbewusst gew\u00e4hlt. Rassistische Gewalt bei Wegschauen bis F\u00f6rderung durch die Polizei hat hier eine blutige Tradition. Der ungekl\u00e4rte Mord auf offener Stra\u00dfe an Burak Bekta\u015f, der ebenfalls auf offener Stra\u00dfe durch den Hitler-Verehrer Rolf Z. erschossene Luke Holland sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Seit vielen Jahren ver\u00fcben Nazis in Neuk\u00f6lln Anschl\u00e4ge und Hetze. Erst am Vorabend der Demonstration wurden erneut migrantische und linke L\u00e4den in Nordneuk\u00f6lln mit Naziparolen beschmiert. Die mutma\u00dfliche T\u00e4tergruppe rund um Sebastian Thom (NPD) und Thilo Paulenz (AfD) residiert derweil weiter unbehelligt in S\u00fcdneuk\u00f6lln. Mit LKA-Beamten trifft man sich zum feuchtfr\u00f6hlichen Stelldichein.<\/p>\n<p>Lasst euch nichts einreden von Staatsschutzschreiberlingen und weltfremden Pazifisten. Getroffen hat es ausschlie\u00dflich Banken, Filialen gro\u00dfer Ketten, Jobcenter und ein paar \u00fcberdimensionierte Spritschleudern. W\u00e4re es um m\u00f6glichst gro\u00dfen Sachschaden gegangen h\u00e4tte die Demonstration nicht hier stattgefunden wo die Zahl an Zielen begrenzt ist.<br \/>\nDie M\u00f6rder in Uniform l\u00fcgen die TeilnehmerInnenzahl stark herunter. Dass Sie es selber besser wissen, zeigt ihre Passivit\u00e4t w\u00e4hrend der Demonstration. Erst einige Minuten nach Aufl\u00f6sung der Demonstration trauten Sie sich mit 6 Wannen auf die Karl-Marx-Str. Dementsprechend gab es auch keine Festnahmen. Im Viertel wurden allerdings im Nachgang noch die Personalien einiger Wahllos herausgegriffener PassantInnen aufgenommen.<\/p>\n<p>Trauer und Wut zu Widerstand! Rest in Power George Floyd und alle Anderen von Rassisten und Polizei ermordeten.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/86795\">Indymedia<\/a> (Tor), <a href=\"http:\/\/raxuatgmxdvnp4no.onion\/?node=86795\">Spiegelung<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Am Abend des 05.06.2020 lief ein schwarz gekleideter Mob von 200 Leuten durch den Richardkiez und sp\u00e4ter durch die sanierte Karl-Marx-Stra\u00dfe in Neuk\u00f6lln. Nach vielen Versuchen in der Vergangenheit gl\u00fcckte das Konzept der Sponti wieder in Berlin. Der Charakter einer Sponti ist immer abh\u00e4ngig von den Menschen, die teilnehmen, deren Wut, Vorbereitung und den Inhalten. Es ist ein dynamisches und klandestines Konzept, mit dem flexibel auf die jeweilige Situation reagiert werden kann. Mit relativ wenig Aufwand kann ein gemeinsames Moment auf die Stra\u00dfe gebracht werden, dennoch sollten Rahmenbedingungen im Voraus diskutiert und vorbereitet werden.<\/p>\n<p>Warum Sponti?<br \/>\nGeorge Floyd wurde von einem Bullen brutal ermordet, w\u00e4hrend andere tatenlos zusahen. Diese rassistische, m\u00f6rderische Praxis l\u00f6ste in den USA Riots, Pl\u00fcnderungen und Angriffe auf Bullen aus. Und auch hier sind Menschen w\u00fctend und voller Hass. Sie suchen Konzepte, um diese Wut auf die Stra\u00dfe zu bringen. Sie nahmen sich an diesem Abend ohne Bullenbegleitung selbstbestimmt die Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Warum Neuk\u00f6lln?<br \/>\nDie Karl-Marx-Stra\u00dfe ist Teil eines breit angelegten Konzepts durch Sanierung den Stadtteil durchzugentrifizieren und Menschen mit h\u00f6herem Einkommen nach Neuk\u00f6lln zu locken. Unter dem Leitbild &#8220;Jung, bunt, erfolgreich &#8211; handeln, begegnen, erleben&#8221; soll der zentrale Einzelhandels- und Wirtschaftsstandort gest\u00e4rkt werden. Doch neben einer neuen Stra\u00dfe mit \u00fcbersichtlichen Parkm\u00f6glichkeiten, werden nach und nach auch globale Firmenketten und teure Lebensmittell\u00e4den wie BioCompany angeworben, die die kleinen Familienbetriebe meist migrantischer Menschen verdr\u00e4ngen. Mit dem Zuzug ver\u00e4ndert sich nicht nur das Angebot, auch das Preisniveau w\u00e4chst stetig an. Diese Entwicklung hat nicht nur Einfluss auf das Gewerbe der Menschen, sondern auch auf den Preis des Wohnraums des sich zunehmend sanierten Gebiets.<br \/>\nDie Relevanz von Neuk\u00f6lln f\u00fcr Bullen, Ordnungsamt und rassistische Lokalpolitiker*innen als Ort des Racial-Profiling, w\u00f6chentlicher Razzien, sozialchauvinistischer Propaganda und massiver Bestreifung liegt in der Begierde gro\u00dfer St\u00e4dteplaner*innen und Investor*innen, die diesen Kiez als einen der letzten herrichten und verkaufen wollen.<\/p>\n<p>Es wurde kritisiert, wir h\u00e4tten uns einen Kiez ausgesucht, in dem viele Migrant*innen wohnen, deren Raum wir damit angreifen. Wir suchen uns jedoch weder die Orte nach rassistischen Kriterien wie Kulturkreisen, Ethnien und Ghetto aus, noch verb\u00fcnden wir uns nach dem Ma\u00dfstab der Nation\u00e4lit\u00e4t. Wir hofften statt dessen auf Affinit\u00e4t in der Ablehnung von Orten des Konsums (BioCompany etc.), der Reglementierung (JobPoint) und der Ausrichtung an dem scheinbar einzig Wichtigen auf dieser Welt, der Kaufkraft (Bankautomaten).<br \/>\nWer glaubt, es sei ein pers\u00f6nlicher Angriff auf \u201edie\u201c migrantische Nachbarschaft, wenn bei Rossmann oder Tedi die Scheiben eingehauen werden, behauptet nicht nur, dass sich \u201edie\u201c Nachbarschaft mit jenen Orten identifiziere, sondern scheint vielmehr von einem anderen Denken \u00fcber die Berechtigung von Gewalt gegen Orte des Massenkonsums geleitet zu sein.<br \/>\nEs ging vor allem mit Sprechch\u00f6ren, Spraydosen und Flyern los und sp\u00e4ter mit Steinen gegen ausgew\u00e4hlte Objekte. Wir sollten aufpassen nicht von den Schlagzeilen der Presse geleitet zu werden, die diese Form des Ausdrucks immer als nicht politisch, menschenverachtend und illegitim verorten wird.<br \/>\nGentrifizierung richtet sich zuallererst gegen die Marginalisierten der Gesellschaft. Rassismus und Verdr\u00e4ngung sind genau in diesem Kiez auf der Tagesordnung. Wir wissen nicht ob Leute vor Ort nicht auch gerne ihre Wut gegen allt\u00e4glichen Rassismus auf der Stra\u00dfe ausleben w\u00fcrden. Die Probleme liegen f\u00fcr uns daher vielmehr darin, dass wir es nie geschafft haben in Neuk\u00f6lln eine breite Basis der Solidarit\u00e4t und Gegenwehr aufzubauen und dass unsere Aktionsform viele als Zuschauer*innen zur\u00fcck lies, statt darin, dass wir uns hier einen Ort \u201eaneignen\u201c, von dessen Dynamiken wir nichts verst\u00fcnden.<br \/>\nNeuk\u00f6lln ist aktuell ein offensichtliches Ziel rechter Anschlagsserien. Wir wollten sicher niemanden auf den Stra\u00dfen erschrecken und sollten das n\u00e4chste Mal ein besser sichtbares Transpi tragen.<\/p>\n<p>Treffpunkt Der Richardplatz war attraktiv f\u00fcr die Sponti, weil er ein Ort mit neuen M\u00f6glichkeiten darstellte. Anders als h\u00e4ufig gew\u00e4hlte und auch gescheiterte Startpunkte in Kreuzberg und Friedrichshain war der Charakter der Sponti nicht durch die \u00d6rtlichkeit vorgegeben, z.B. durch das einstudierte Bullenkonzept rund um die O-Stra\u00dfe. Dies war m\u00f6glicherweise ein Grund, warum viele Menschen Lust hatten zu kommen und auch daf\u00fcr 20 Minuten laufen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>P\u00fcnktliches Losgehen<br \/>\nDamit die Sponti lange ungest\u00f6rt von Bullen laufen konnte, war es essentiell, sich nicht lange am Treffpunkt aufzuhalten, sondern z\u00fcgig loszugehen. Die Zeit, die die Bullen zum Sammeln brauchten, konnte so effektiv genutzt werden. Einige Minuten nach unserem Start hatten mehrere Wannen den Richardplatz bereits erreicht und kontrollierten wahllos Menschen. Diese Wannen h\u00e4tten ein Ende der Sponti bedeutet, w\u00e4re sie 10 Minuten sp\u00e4ter losgegangen.<br \/>\nIn den letzten Jahren hat es sich etabliert, dass Leute sp\u00e4ter zu Demos und Aktionen kommen. Vor allem bei Spontis sollte ein p\u00fcnktliches Losgehen geplant und erwartet werden.<\/p>\n<p>Startsignal<br \/>\nUm ein z\u00fcgiges Losgehen zu verk\u00fcnden und umstehende Menschen zu mobilisieren, gab es ein Startsignal. Zusammen mit dem Transpi der ersten Reihe und Pyro konnte Sichtbarkeit auf dem gr\u00f6\u00dferen Platz hergestellt werden. Der Einsatz des Startsignals hat gut funktioniert. Der typische schleppende Demostart wurde unterbunden und ein schnelles Losgehen erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Charakter der Sponti<br \/>\nDem Aufruf folgend und zu unserer gro\u00dfen Freude, haben sich viele Leute auf unterschiedliche Weise an der Sponti beteiligt.<br \/>\nSo wurden Flyer an Passant*innen verteilt, es wurde viel gespr\u00fcht und es gab neben kraftvollen Sprechch\u00f6ren auch kaputte Scheiben.<br \/>\nNachdem eine Wanne am Startpunkt gesichtet wurde, wurde situativ entschieden, die Sponti trotzdem laufen zu lassen. Sie h\u00e4tte sich nach dem Bullenbesuch auch einfach als spazierender, lautstarker Mob entwickeln k\u00f6nnen, der Flyer verteilt. Alles war an diesem Abend m\u00f6glich.<br \/>\nDass Menschen nichts von dem militanten Charakter im Vornherein erfahren haben, liegt schlicht daran, dass wir diesen nicht fest gelegt hatten. Es war dem Vorbereitungskreis wichtig, den Charakter der Sponti nicht vorzugeben und Menschen den Raum zu geben, eigenverantwortlich Dinge zu planen und umzusetzen.<br \/>\nSpontis in Berlin sind eine Seltenheit geworden. Das f\u00fchrt offensichtlich dazu, dass Menschen genau wissen m\u00f6chten, was wie vor sich gehen wird. Dieses Konzept ging hier nicht auf. Zum einen wollten wir schnell auf den Mord an George Floyd reagieren, da bleibt kein Platz f\u00fcr ein Konzept der Absicherung und gezielter Anfragen. Zum anderen finden wir es sehr gut, wenn Gruppen selber entscheiden, wie sie den Charakter pr\u00e4gen wollen. Es ist immer m\u00f6glich den Beutel auszukippen, genauso wie es m\u00f6glich ist, einen Gegenstand aufzuheben. Die Wut \u00fcber die Gesamtsituation, die sich an dem Mord kristallisiert hat, war offensichtlich auch in Berlin gewachsen und Menschen suchen sich ihre Methode dieser Ausdruck zu verleihen.<br \/>\nWir m\u00f6chten damit nicht sagen, dass alles zu einer Scherben-Sponti werden kann, es ist auch auch sinnvoll den Charakter und Kleidungsstil vorher klar zu kommunizieren.<\/p>\n<p>Ziele<br \/>\nEntgegen der Medienerstattung wurden nicht wahllos Gesch\u00e4fte getroffen. Jede Scheibe, die zertr\u00fcmmert wurde, hatte ihre Berechtigung. Vor allem gro\u00dfe Ketten, Gentrifizierungstreiber, Banken und ATMs waren Ziele der w\u00fctenden Masse und nicht wie behauptet, kleine L\u00e4den migrantischer Besitzer*innen.<\/p>\n<p>Aufl\u00f6sesignal<br \/>\nEs sollte ein Aufl\u00f6sungssignal geben, um deutlich das Ende der Sponti zu verk\u00fcnden. In der Vergangenheit gab es oft Verwirrungen, da trotz Weitergabe der Info zur Aufl\u00f6sung diese nicht alle erreichte. Leider gab es das angek\u00fcndigte Signal nicht, weil sich die Sponti bereits im Aufl\u00f6sen befand. F\u00fcr die Zukunft finden wir es sinnvoll ein Ende zu signalisieren, damit es alle erreicht.<\/p>\n<p>Kritik an der Wahl des Datums<br \/>\nDie Sponti gilt als Beitrag zur Black Lives Matter Bewegung und sollte zeitnah nach dem Mord an George Floyd organisiert werden. Es wurde sich explizit nicht f\u00fcr den selben Tag wie die Gro\u00dfkundgebung am Alex am Samstag entschieden, um diesen Tag und die Medienerstattung nicht zu beeinflussen. Die Aktionsform war Teil des Protestes weltweit und ein Zeichen des Hasses auf das System und Polizeigewalt. Wer beginnt Aktionsformen zu hierarchisieren, begibt sich schnell in das verbreitete Spaltertum, was nur zur Schw\u00e4chung des gemeinsamen Kampfes und der Solidarit\u00e4t f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ziel sollte sein, viele solcher selbstbestimmten Momente in unserem Alltag zu erleben. Wir k\u00f6nnen die Cops auch in den bewachten Kiezen \u00fcberrumpeln und sollten das Selbstbewusstsein wieder aufbauen, dass wir uns die Stra\u00dfe nehmen k\u00f6nnen ohne Spalier und Kamerateam.<br \/>\nWir hatten gro\u00dfe Freude und fanden die Eingeninitiativen sehr best\u00e4rkend.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/95661\">Indymedia<\/a> (Tor), <a href=\"http:\/\/raxuatgmxdvnp4no.onion\/?node=95661\">Spiegelung<\/a> (Tor)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 5. Juni 2020 George Flyod wurde von einem Bullen ermordet. Er ist einer von Hunderten in den USA, die bei Kontrollen, in den Kn\u00e4sten oder auf offener Stra\u00dfe von Bullen ermordet werden. Wegen ihrer Hautfarbe. Das macht uns unfassbar w\u00fctend, doch die Nachrichten der Demos machen Mut auch hier den rassistischen Alltag zu durchbrechen. 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