{"id":12508,"date":"2020-06-02T00:00:57","date_gmt":"2020-06-01T22:00:57","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=12508"},"modified":"2020-06-02T00:00:57","modified_gmt":"2020-06-01T22:00:57","slug":"graffiti-am-buero-von-terre-des-femmes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=12508","title":{"rendered":"Graffiti am B\u00fcro von Terre des Femmes"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2020\/06\/51617.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-12509\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2020\/06\/51617-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\"><\/a>Berlin<\/strong>, 2. Juni 2020<\/p>\n<blockquote><p>Anl\u00e4sslich des Internationalen Hurentags am 2. Juni haben wir etwas Graffiti am B\u00fcro der Organisation \u2018Terre des Femmes\u2019 in Berlin, Brunnenstr. 128 hinterlassen. Der Internationale Hurentag gedenkt dem Widerstand von Sexarbeitenden. Ursprung ist die Besetzung einer Kirche in Lyon (Frankreich) durch mehrere Hundert Frauen in der Sexarbeit am 2. Juni 1975, welche sich somit gegen staatliche Repression und Polizeigewalt zur Wehr setzten. Sexarbeitende und ihre Unterst\u00fctzer*innen nutzen dieses Datum jedes Jahr f\u00fcr ihre Aktionen und Proteste.<\/p>\n<p>Warum w\u00e4hlten wir Terre des Femmes als Ziel? Terre des Femmes ist eine Organisation welche vorgibt f\u00fcr Menschen- und Frauenrechte zu k\u00e4mpfen, aber das Gegenteil dessen tut.<!--more--> Tats\u00e4chlich sind sie der Wolf im Schafspelz und nutzen ein M\u00e4rchen mit vermeintlichem humanit\u00e4rem Anstrich um bereits marginalisierte gesellschaftliche Minderheiten noch weiter zu unterdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Terre des Femmes sind rassistisch. Sie betreiben Kampagnen f\u00fcr das Verbot von muslimischen Kopft\u00fcchern und stellen den Islam als frauenfeindliche, barbarische Kultur dar und verst\u00e4rken somit Stereotype, sodass Muslima durch \u2018westliche Kultur\u2019 befreit werden k\u00f6nnen. Dies ist die Logik des aggressiven Kolonialismus und ein N\u00e4hrboden f\u00fcr Rassismus. Es ist offensichtlich dass Terre des Femmes immer mit dem Finger auf \u2018die Anderen\u2019 zeigen, w\u00e4hrend behauptet wird, Deutschland sei an sich ein Ort der Freiheit f\u00fcr Frauen und diese Freiheit w\u00fcrde durch jene \u2018Anderen\u2019 gef\u00e4hrdet \u2013 migrantische M\u00e4nner of colour oder vermeintlich nicht-westliche Werte.<\/p>\n<p>Terre des Femmes sind transphob. Sie halten an einem veralteten biologischen Verst\u00e4ndnis fest, welches das Geschlecht von Menschen festschreibt und behaupten, in ihren Worten es g\u00e4be keine \u201cTransfrauen die Frauen und Transm\u00e4nner die M\u00e4nner sind\u201d. Ihnen zufolge wird Frausein allein durch vereinfachte k\u00f6rperliche Eigenschaften. Es bleibt ein Geheimnis, wie solch frauenfeindliche Pseudowissenschaft aus dem 19. Jahrhundert noch immer als feministisch akzeptiert wird. Inge Bell, eine der Vorsitzenden von Terre des Femmes, schrieb einst Transfrauen seien keine Frauen, sie verhielten sich zum Frausein wie \u201cMigranten, nicht Natives, &#8211; also zu Einwanderern in das entsprechende Geschlecht, nicht zu Eingeborenen\u201d. Vor Kurzem argumentierten Terre des Femmes in einem offenen Brief gegen das Verbot von Konversionstherapien in Deutschland und sie bezeichnen die Befreiung von Trans*Menschen als Gefahr f\u00fcr die Gesellschaft und Frauenr\u00e4ume. Weiterhin behaupten sie es g\u00e4be soetwas wie Geschlechtsidentit\u00e4t oder \u201cim falschen K\u00f6rper geboren zu sein\u201d(Zitat Inge Bell) nicht. Entsprechend ihren Ansichten haben sie mehrfach Trans*Menschen aus ihrer Gruppe oder Diskussionen geschmissen und sie in ihrer Politik angegriffen.<\/p>\n<p>Terre des Femmes sind hurenfeindlich. Der Verein ist eine der lautesten und aggressivsten Gruppen in Deutschland wenn es um Angriffe auf die Rechte von Sexarbeitenden geht. W\u00e4hrend sie vorgeben Menschenhandel zu bek\u00e4mpfen, unternehmen sie so ziemlich nichts gegen den Handel von Menschen &#8211; ein Verbrechen welches nicht nur in der Prostitution vorkommt, sondern vor Allem in der Nahrungsmittel- und Textilindustrie, dem Bauwesen sowie der h\u00e4uslichen Arbeit. Erneut nutzen Terre des Femmes einen scheinbaren humanit\u00e4ren Anlass, welcher moralisch unanfechtbar erscheint, um Sexarbeitende weiter zu stigmatisieren, marginalisieren und unterdr\u00fccken. Sie wollen ein \u201cWelt ohne Prostitution\u201d und fordern daf\u00fcr eine verst\u00e4rkte Kriminalisierung von Sexarbeit. Als das Prostitutionsgesetz im Jahr 2017 ge\u00e4ndert wurde warnten Organisationen von Sexarbeitenden sowie Menschenrechtsverb\u00e4nde davor, dass das Gesetz Sexarbeitenden massiven Schaden zuf\u00fcgen w\u00fcrde. Das Gesetz beinhaltet eine Registrierungspflicht von Sexarbeitenden bei staatlichen Beh\u00f6rden und das Mitf\u00fchren eines Sonderausweises, unrealistische Regulierungen welche Arbeitspl\u00e4tze zerst\u00f6ren (vor Allem kleinere, selbstverwaltete und unabh\u00e4ngige Betriebe) und verleiht der Polizei erweiterte Rechte welche es erlauben, Sexarbeitende sowie ihre Wohnung und Arbeitspl\u00e4tze jederzeit ohne richterliche Befugnis zu durchsuchen. Das letzte Mal gab es solch ein Prostitutionsgesetz in Deutschland w\u00e4hrend des Naziregimes. Terre des Femmes sind Hardliner in dieser Debatte, ihnen ist das aktuelle Gesetz nicht streng genug. Sie bef\u00fcrworten die Kriminalisierung f\u00fcr sexuelle Dienste zu zahlen (das sog. \u201cSchwedische Modell\u201d oder \u201cEnd-Demand-Modell\u201d) unter der Behauptung, alle Kund*innen von Sexarbeitenden seien b\u00f6swillige Vergewaltiger und alle Sexarbeitenden stimmlose Opfer. Die Erfahrungen von Sexarbeitenden mit solch einem Gesetz, wie bspw. Schweden oder Frankreich, zeigen, dass es das Risiko von \u00dcbergriffen erh\u00f6ht, ihre Arbeit prekarisiert und soziales Stigma und Misinformation verst\u00e4rkt. Terre des Femmes nutzen diese moralisch und ideologisch aufgeladenen Debatten als T\u00fcr\u00f6ffner f\u00fcr Repression, mit dem Ziel eines kompletten Verbots von Sexarbeit. Wiederholt greifen sie selbstorganisierte Sexarbeitende an und bezeichnen sie als \u201cZuh\u00e4lterlobby\u201d oder \u201cverwirrte Opfer\u201d, jegliche Selbstbestimmung oder Handlungsmacht von Sexarbeitenden verneinend.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sind Terre des Femmes nicht die einzigen, welche Sexarbeitende angreifen. Sie sind Teil einer patriarchalen und autorit\u00e4ren Koalition, welche sich durch alle politischen Lager zieht. Aktuell wird die Corona-Pandemie als Katalysator f\u00fcr diese Agenda genutzt. Sexarbeit wurde unter den Corona-Regelungen komplett verboten w\u00e4hrend Sexarbeitende von Soforthilfen weitestgehend ausgeschlossen und Armut und Obdachlosigkeit \u00fcberlassen wurden. W\u00e4hrenddessen vermehrt die Polizei ihre Bel\u00e4stigungen, kontrolliert Frauen auf der Grundlage sie \u201csehen aus wie Prostituierte\u201d und verh\u00e4ngt Bu\u00dfgelder. Dies sp\u00fcren vor Allem Sexarbeitende in der Frobenstr. und Kurf\u00fcrstenstr. in Berlin, zwei Stra\u00dfen welche seit Jahrzehnten von Sexarbeitenden und ihren Kund*innen frequentiert werden.<\/p>\n<p>Eine Gruppe von 16 Politiker*innen forderte k\u00fcrzlich, dass Sexarbeit gleich ganz verboten bleiben und auch nach der Pandemie nie wieder legal sein sollte, sei Sexarbeit doch eine \u201cGefahr f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit und epidemologische Super-Spreader\u201d. Dieses widerliche opportunistische Aussage tr\u00e4gt im Kern jahrhundertealtes Stigma gegen Sexarbeitende, welches durch die Geschichte hindurch f\u00fcr deren Inhaftierung und Ermordung genutzt wurde. Wenn wir uns die Menschen hinter diesem Papier anschauen, werden die Absichten umso klarer: Sie alle (mit einigen kleinen Unterschieden hier und dort) stehen ein f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung von Migration, die Festung Europa, stimmen gegen ein Grundeinkommen oder die Erh\u00f6hung des Mindestlohnes, gegen reproduktive Rechte und das Recht auf Abtreibungen, gegen Homo-Ehen, gegen Trans*rechte und \u2013 vermutlich wenig \u00fcberraschend \u2013 gegen Porno. Kurz gesagt: Sie wollen verarmte Menschen arm sein lassen und ihnen keinerlei Mittel zu einem irgendwie selbstbestimmten Leben erm\u00f6glichen, w\u00e4hrend sie an \u201calten Werten\u201d festhalten und um das Wohl der Familie als S\u00e4ule des Staates bangen.<\/p>\n<p>Hier ist die volle Liste dieser Politiker*innen, falls ihr eure eigene Recherche betreiben wollt:<\/p>\n<p>Michael Brand (CDU)<\/p>\n<p>Leni Breymaier (SPD, eine der lautesten Aktivistinnen gegen Sexarbeit und Vorstand der Organisation Sisters e.V., welche Terre des Femmes nahesteht und gleicherma\u00dfen rassistisch, trans- und hurenfeindlich ist.)<\/p>\n<p>Johannes Fechner (SPD)<\/p>\n<p>Maria Flachsbarth (CDU)<\/p>\n<p>Hermann Gr\u00f6he (CDU)<\/p>\n<p>Mechthild Heil (CDU)<\/p>\n<p>Frank Heinrich (CDU)<\/p>\n<p>Marc Henrichmann (CDU)<\/p>\n<p>Karl Lauterbach (SPD)<\/p>\n<p>Katja Isabel Leikert (CDU)<\/p>\n<p>Yvonne Magwas (CDU)<\/p>\n<p>Martin Patzelt (CDU)<\/p>\n<p>Antje Tillmann (CDU)<\/p>\n<p>Volker Ullrich (CSU)<\/p>\n<p>Annette Widmann-Mauz (CDU)<\/p>\n<p>Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU)<\/p>\n<p>Andere aktive Anti-Sexarbeit-Organisationen und Aktivist*innen in Deutschland sind der oben genannte Sisters e.V. mit Huschke Mau, Leni Breymaier und Sabine Constabel als Schl\u00fcsselfiguren, das EMMA Magazin von Alice Schwarzer, SolWoDi (Solidarity with Women in Distress, eine katholische Organisation gegr\u00fcndet von der Nonne Lea Ackermann), Abolition 2014 mit Inge Kleine und Manuela \u201cManu\u201d Schon, welche vermutlich hinter der Online-Ver\u00f6ffentlichung von den Arbeitspl\u00e4tzen und Wohnadressen von Sexarbeitenden in ganz Deutschland sowie dem huren- und transfeindlichen Blog \u2018Feminist Current\u2019 stecken. Weiterhin Mira Sigel des gleicherma\u00dfen trans- und hurenfeindlichen sowie rassistischen Blogs \u201cDie St\u00f6renfriedas\u201d, die Gruppe FEMEN sowie die christlichen Sozialarbeiter*innen des Neustart e.V. und ihr Chef Gerhard Sch\u00f6nborn, welche in Berlin-Sch\u00f6neberg Sexarbeitende bel\u00e4stigen und bei den Frauen dementsprechend verhasst sind. Au\u00dferdem die Politiker*innen Marcus Weinberg (Kopf der Arbeitsgruppe Frauen und Familie der CDU\/CSU) und Manuele Schwesig (ehemalige Familienministerin der SPD), welche das \u201cProstituiertenSchutzGesetz\u201d von 2017 auf den Weg brachten, Stephan von Dassel (Gr\u00fcne \/ B\u00fcndnis 90) welcher gerne Sexarbeit aus der Berliner Innenstadt verbannen m\u00f6chte, Maria Noichl (SPD), welche die Kriminalisierung von Kund*innen innerhalb des Europ\u00e4ischen Parlaments fordert und Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) ist.<\/p>\n<p>Dies sind nur einige wenige der Verantwortlichen f\u00fcr die Angriffe auf die Rechte von Sexarbeitenden. Da die Argumente, Politiken und Konsequenzen denen des \u201cKrieg gegen Terror\u201d oder \u201cKrieg gegen Drogen\u201d \u00e4hneln, sprechen einige Sexarbeitende auch vom \u201cKrieg gegen Sexarbeit\u201d \u2013 die Behauptung eines Angriffs auf die Gesellschaft und ihre Werte, ein \u201cguter Zweck\u201d welcher strenge Ma\u00dfnahmen billigt wie bspw. erh\u00f6hte Polizeipr\u00e4senz, strikte Gesetze und die Kontrolle marginalisierte Bev\u00f6lkerungsteile zu ihrer eigenen vermeintlichen \u201cRettung\u201d, welche zum Ausbau eines Polizeistaates und weiterer Unterdr\u00fcckung beitragen und sich diese \u00dcberwachungsmethoden auf weitere Bev\u00f6lkterungsgruppen ausbreiten. Kriminalisierung treibt Sexarbeitende in die H\u00e4nde von Zuh\u00e4lter*innen und aus dem Stadtgebiet heraus, wo sie leichter angreifbar sind. Ein \u00e4hnliches Gesetz wird bzgl. dem Bankwesen diskutiert, welches darauf abzielt Sexarbeitende den Zugang zu Bankkonten und Geldtransfers zu verbieten und sie aus der Wirtschaft auszuschlie\u00dfen, welche sie zum \u00dcberleben nutzen m\u00fcssen. Doch diese Gesetze zielen nicht nur auf Sexarbeitende ab. Letztendlich werden sie gegen alle m\u00f6glichen sozialen Randgruppen genutzt. Sexarbeitende sind der Kanarienvogel in der Kohlmine und dies ist einer der vielen Gr\u00fcnde warum wir denken dass es wichtig ist, Sexarbeitenden Geh\u00f6r zu geben und sie in ihren K\u00e4mpfen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Menschen welche Sexarbeit bek\u00e4mpfen k\u00fcmmern sich um solche Missachtungen nicht. Tats\u00e4chlich glauben wir, dass diese verletzenden Konsequenzen gewollt sind. Wenn die Motivationen dahinter nicht direkt einem frauenfeindlichem Hass und Verachtung f\u00fcr die Arbeiter*innenklasse entspringen, dann kommen sie aus einer Ideologie des wei\u00dfen, b\u00fcrgerlichen, ausgrenzenden Feminismus (im Englischen gibt es den Begriff \u2018carceral feminism\u2019, da sich dieser positiv auf das Gef\u00e4ngnissystem bezieht). Die Vertreter*innen dieser Ideologie glauben, dass die Befreiung von Frauen durch den Staat, Repression und Einsperrung vollzogen werden kann. Was ist aus der Analyse geworden, welche den Staat und seine Institutionen als patriarchale Gewalt enttarnt?<\/p>\n<p>Es \u00fcberrascht nicht, dass diese Personen auch gegen reproduktive Rechte, Zugang zu Abtreibungen, Sozialhilfe f\u00fcr Arme oder mehr L\u00f6hne oder die Rechte von Migrant*innen stimmen, w\u00e4hrend sie sich f\u00fcr Kriege und Unternehmen stark machen. Als Sabine Constabel, Chefin der Anti-Sexarbeit-Gruppe \u2018Sisters e.V.\u2019 bei einer Podiumsdiskussion gefragt wurde, ob sie anerkennt dass das neue Prositutionsgesetz in Deutschland migrantische Sexarbeitende dem Risiko von Prekarisierung und Obdachlosigkeit aussetzt, war ihre Antwort: \u201cDie (Ausl\u00e4nder) sollen hier gar nicht erst herkommen.\u201d<\/p>\n<p>Trotz ihrer rassistischen, frauenfeindlichen, transphoben, klassistischen und hurenfeindlichen Aussagen werden Gruppen und Personen wie Terre des Femmes noch immer eine B\u00fchne in der Debatte um Sexarbeit gegeben. Mit unserer Aktion wollen wir zu ihrer Demaskierung beitragen und andere Sexarbeitende und Unterst\u00fctzer*innen dazu motivieren, von der Verteidigung in den Angriff \u00fcberzugehen. Schmei\u00dfen wir die Feinde unserer Freiheit von der B\u00fchne, konfrontieren wir sie wo immer wir sie antreffen und entlarven ihre L\u00fcgen. Lasst uns Allianzen bilden in unseren K\u00e4mpfen, mit Migrant*innen und People of Colour, Menschen in der LGBTQ-Community, anderen (Pflege-)Arbeiter*innen, Feminist*innen, Anarchist*innen, Antifaschist*innen und Antikapitalist*innen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Rechte von Sexarbeitenden zu k\u00e4mpfen hei\u00dft gegen das Patriarchat und f\u00fcr geschlechtliche und sexuelle Befreiung zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Gegen Ausbeutung zu k\u00e4mpfen hei\u00dft gegen den Kapitalismus und f\u00fcr die Arbeiter*innenklasse zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Gegen Menschenhandel zu k\u00e4mpfen hei\u00dft gegen Grenzregime und f\u00fcr eine freie Migration zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Wir fordern nichts von den Machthabenden doch wir wollen von euch, die dies lesen, dass ihr unserem Kampf beikommt! Wir werden die globale Gemeinschaft von Sexarbeitenden und Netzwerke gegenseitiger Unterst\u00fctzung weiter ausbauen. Wir werden unsere Theorie und Praxis sch\u00e4rfen und weiterhin gegen diese Gesetze, den Staat und soziales Stigma k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Sexarbeit ist Arbeit!<\/p>\n<p>Stoppt die Angriffe aus Sexarbeitende!<\/p>\n<p>Sexarbeitende vereinigt euch und schlagt zur\u00fcck!<\/p>\n<p>Solidarit\u00e4t mit dem von R\u00e4umung bedrohten, queer-feministischen Hausprojekt Liebig34!<\/p>\n<p>Solidarit\u00e4t mit Black People und People of Colour in den USA und weltweit!<\/p>\n<p>*Wenn wir in diesem Text von \u2018M\u00e4nnern\u2019, \u2018Frauen\u2019 oder \u2018Trans\u2019 reden beziehen wir uns die Selbstbezeichnung dieser Menschen.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/85816\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 2. Juni 2020 Anl\u00e4sslich des Internationalen Hurentags am 2. 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