{"id":12496,"date":"2020-04-19T00:00:42","date_gmt":"2020-04-18T22:00:42","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=12496"},"modified":"2020-04-19T00:00:42","modified_gmt":"2020-04-18T22:00:42","slug":"12496","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=12496","title":{"rendered":"Mehrere Brandstiftungen an Sendemasten"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2020\/06\/bon.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-12497\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2020\/06\/bon-300x198.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"198\"><\/a>Bonn<\/strong>, 10.+23. Dezember 2019 + 19. April 2020<\/p>\n<blockquote><p>Seit Ende 2019 standen gleich mehrere Bonner Sendeanlagen in Flammen. Die Bonner Polizei pr\u00fcft einen Zusammenhang. Einen ideologischen Hintergrund h\u00e4lt sie derzeit f\u00fcr unwahrscheinlich.<\/p>\n<p>Es scheint so, als gebe es in Bonn eine Serie von Brandanschl\u00e4gen auf Sendemasten. Mindestens f\u00fcnf Taten gab es in den vergangenen Monaten im Stadtgebiet. Die Polizei pr\u00fcft, ob es einen Zusammenhang gibt, man sei au\u00dferdem \u201emit anderen Beh\u00f6rden und dem Landeskriminalamt im Gespr\u00e4ch\u201c, sagte Sprecher Michael Beyer auf GA-Anfrage. Noch tappen die Ermittler im Dunkeln: Zwar gibt es keine Hinweise auf \u00fcber\u00f6rtliche T\u00e4ter,<!--more--> aber Corona-Pandemie auch eine andere hei\u00dfe Spur fehlt bislang. Und auch das \u201eWarum\u201c ist bisher noch nicht gekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Wie berichtet, hatte am 19.\u2005April der Sendemast auf dem Gel\u00e4nde des Sportparks Nord gebrannt. Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer gelegt wurde. Ebenso verh\u00e4lt es sich mit Anschl\u00e4gen auf die Anlagen in Schweinheim und am Heiderhof. Der Mast, der am Ende der Stra\u00dfe Im Hohn am Rande des Kottenforstes zu finden ist, wurde kurz vor Heiligabend von einem Feuer zerst\u00f6rt. Auf dem Heiderhof hatte es innerhalb weniger Wochen sogar dreimal gebrannt, zuletzt Anfang Januar.<\/p>\n<p>War dies Ende 2019 noch kein Thema, stand nun die Frage im Raum, ob es sich bei dem Brand an der K\u00f6lnstra\u00dfe um einen Anschlag von Verschw\u00f6rungstheoretikern handeln k\u00f6nnte. In mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, darunter in Gro\u00dfbritannien und den Niederlanden, hatten diese einen Zusammenhang zwischen dem Ausbruch der Corona-Pandemie und dem Ausbau des neuesten Mobilfunknetzes 5G hergestellt. Daraufhin war es zu Anschl\u00e4gen auf Mobilfunkmasten gekommen. Derzeit geht die Polizei allerdings nicht davon aus, dass es sich in Bonn um einen \u00e4hnlich gelagerten Fall handeln k\u00f6nnte. Ein Grund daf\u00fcr ist das fehlende Bekennerschreiben, das bei den Anti-5G-motivierten Anschl\u00e4gen stets vorhanden gewesen ist.<\/p>\n<p>Der IT-Branchenverband Bitkom stellt ein gespaltenes Verh\u00e4ltnis der Deutschen gegen\u00fcber 5G fest. In einer Umfrage, die Bitkom selbst in Auftrag gegeben hatte, sprach sich fast jeder Zweite (48 Prozent) gegen den Aufbau weiterer Mobilfunkmasten aus, genau so viele aber votierten daf\u00fcr. 43 Prozent wollen einen B\u00fcrgerprotest starten, wenn in ihrer N\u00e4he Funkmasten errichtet werden sollten. Jeder F\u00fcnfte (22 Prozent) bef\u00fcrwortet laut Bitkom zwar den Mobilfunkausbau, m\u00f6chte aber keinen Mast in der N\u00e4he seiner Wohnung oder seines Grundst\u00fccks wissen.<\/p>\n<p>Und wie bewerten die Nutzer der Mobilfunkmasten die Lage in Bonn? Bis auf die regionale H\u00e4ufung im Stadtgebiet \u201eerkennen wir keine Zunahme von Vandalismus an unseren Standorten\u201c, so Benedikt Albers, Sprecher der Telekom-Tochter Deutsche Funkturm GmbH (DFMG). Vandalismus an den Anlagen sei selten, \u201ees hat ihn aber auch fr\u00fcher schon gegeben\u201c. \u00dcber die Ursachen k\u00f6nne man nur spekulieren. Bisher aber sei der DFMG in den zur\u00fcckliegenden Jahren kein einziger Fall bekannt, \u201eder eindeutig einem T\u00e4ter mit mobilfunkkritischem Hintergrund zugeordnet werden kann\u201c, so Albers.<\/p>\n<p>Bei dem j\u00fcngsten Brand in der Nordstadt, der keine Auswirkungen auf das Vodafone-Netz gehabt habe, erkenne man keine Anzeichen f\u00fcr einen Anschlag, sagt auch Sprecher Volker Petendorf. Vandalismus sei das Stichwort. Diesen gebe es \u201ean vielen verschiedenen Stellen in Deutschland an jedem Tag\u201c. So unter anderem auch in Schulen, Vereinsheimen oder Bahnh\u00f6fen. In sehr seltenen F\u00e4llen seien Mobilfunkanlagen betroffen. Aktuell stelle man an den 25.000 Vodafone-Sandorten in Deutschland kein Mehr der F\u00e4lle fest.<\/p>\n<p>Dem stimmt J\u00f6rg Borm, Sprecher von Telef\u00f3nica Deutschland, zu. Brandstiftung sei sehr selten, die Mehrheit der F\u00e4lle werde durch Vandalismus ausgel\u00f6st. \u201eWir verzeichnen hier jedoch keine Zunahme in Deutschland.\u201c Zu Vorkommnissen in einzelnen Regionen k\u00f6nne man sich \u201eauch aus ermittlungstaktischen Gr\u00fcnden nicht \u00e4u\u00dfern\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/www.general-anzeiger-bonn.de\/bonn\/stadt-bonn\/gibt-es-in-bonn-eine-brandanschlagserie-auf-funkmasten_aid-50251185\">General Anzeiger Bonn<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Here be dragons but no images. -->\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>H\u00e4ngen die Taten zusammen, so kann man getrost von einer Serie sprechen. Wie berichtet, hat der Sendemast auf dem Heiderhof in den vergangenen Wochen dreimal gebrannt \u2013 zuletzt Anfang Januar. Dabei ist es allerdings nicht geblieben. Auch der Mast in Schweinheim, der am Ende der Stra\u00dfe Im Hohn am Rande des Kottenforstes zu finden ist, wurde von einem Feuer zerst\u00f6rt, berichtete ein Leser in der Facebook-Gruppe \u201eI love Bad Godesberg\u201c. Auf GA-Anfrage best\u00e4tigte die Polizei jetzt, dass es dort gebrannt hatte. Und das schon am 23. Dezember, gegen 3.20 Uhr.<\/p>\n<p>Nach Auskunft von Polizeisprecher Simon Rott gehen die Beamten davon aus, dass es sich um Brandstiftung handele. Genau wie in allen drei F\u00e4llen auf dem Heiderhof. Deshalb, so Rott, \u201epr\u00fcfen wir, ob es Zusammenh\u00e4nge gibt\u201c.<\/p>\n<p>Der Mast in Schweinheim wird \u2013 genau wie der auf dem Heiderhof \u2013 von verschiedenen Anbietern genutzt, darunter auch die Telekom. \u201eDer Standort ist au\u00dfer Betrieb und aufgrund der Schwere der Besch\u00e4digung ist eine Wiederinbetriebnahme derzeit noch ungewiss\u201c, so Presseprecher George-Stephen McKinney auf GA-Anfrage. M\u00f6glicherweise m\u00fcssten die Geb\u00e4ude sogar abgerissen werden. Da aber weder die Telekom, noch ihre Tochter Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) Eigent\u00fcmer des Geb\u00e4udes seien, \u201ek\u00f6nnen wir hier im Moment nicht t\u00e4tig werden\u201c. Probleme gebe es dennoch so gut wie keine. \u201eTrotz dieser Umst\u00e4nde ist unsere Einsch\u00e4tzung, dass der Ausfall der verbauten Technik weitestgehend von umliegenden Standorten kompensiert wird\u201c, sagte McKinney. Das bedeute f\u00fcr die Kunden zwar Beeintr\u00e4chtigungen bez\u00fcglich der Netzverf\u00fcgbarkeit, \u201eallerdings handelt sich, gl\u00fccklicherweise, um keinen Total-Ausfall\u201c.<\/p>\n<p>\u201eBeeintr\u00e4chtigungen im o2-Netz\u201c<\/p>\n<p>Telef\u00f3nica Deutschland nutzt beide Masten \u2013 auf dem Heiderhof und in Schweinheim. Dies f\u00fchrt laut Pressesprecher J\u00f6rg Borm \u201e zu Beeintr\u00e4chtigungen im o2-Netz vor Ort. Dies bedauern wir sehr.\u201c Man arbeite mit Hochdruck an der \u201eWiederherstellung der Mobilfunkversorgung im Gebiet Heiderhof\u201c. Trotzdem k\u00f6nne man keinen konkreten Termin f\u00fcr die Ersatzversorgung nennen. \u201eDerzeit nehmen unsere Techniker umfangreiche Pr\u00fcfungen vor \u2013 unter anderem muss die Statik der Funkmasten einer detaillierten technischen Analyse unterzogen werden\u201c, so Borm.<\/p>\n<p>Auch ein weiterer Standort scheint betroffen gewesen zu sein. Nach Auskunft von Vodafone-Sprecher Volker Petendorf betreibt der Konzern eine Mobilfunkstation an der Adresse Freier Weg 1. Dabei handele es sich um einen Maststandort, der ehemals vom WDR genutzt wurde und nun von der DFMG betrieben werde. Diese habe Vodafone am 10. Dezember dar\u00fcber informiert, \u201edass es in ihrem Container einen kleinen Brand gegeben habe\u201c, so Petendorf. Vodafone-Systemtechnik oder -Antennen seien davon nicht betroffen gewesen. Auch habe es keine Auswirkungen auf den Netzbetrieb und damit keine Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Kunden gegeben. \u201eEs musste lediglich der Ru\u00df durch eine Reinigungsfirma entfernt werden\u201c, teilte Petendorf mit.<\/p>\n<p>Und wie sah es auf dem Heiderhof aus? Auf dem dortigen Gel\u00e4nde sind, wie berichtet, s\u00e4mtliche Telefonanbieter mit Containern und Antennen vertreten. Auch der Digitalfunk von Polizei und Feuerwehr l\u00e4uft \u00fcber den Mast. Weder im Mobil- noch im Digitalfunk aber hatte es Ausf\u00e4lle durch das Feuer gegeben.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/www.general-anzeiger-bonn.de\/bonn\/bad-godesberg\/sendemast-am-kottenforst-polizei-geht-nach-brand-von-brandstiftung-aus_aid-48331889\">General Anzeiger Bonn<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bonn, 10.+23. Dezember 2019 + 19. April 2020 Seit Ende 2019 standen gleich mehrere Bonner Sendeanlagen in Flammen. Die Bonner Polizei pr\u00fcft einen Zusammenhang. Einen ideologischen Hintergrund h\u00e4lt sie derzeit f\u00fcr unwahrscheinlich. Es scheint so, als gebe es in Bonn eine Serie von Brandanschl\u00e4gen auf Sendemasten. 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