{"id":11587,"date":"2020-01-14T00:00:01","date_gmt":"2020-01-13T22:00:01","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=11587"},"modified":"2020-01-14T00:00:01","modified_gmt":"2020-01-13T22:00:01","slug":"steine-und-farbe-gegen-burschenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=11587","title":{"rendered":"Steine und Farbe gegen Burschenschaft"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2020\/01\/bur.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-11589\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2020\/01\/bur-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\"><\/a>L\u00fcbeck<\/strong>, 14. Januar 2020<\/p>\n<blockquote><p>Die pinke Farbe an der Eingangst\u00fcr ist mittlerweile getrocknet. Die L\u00f6cher in den Fensterscheiben sind notd\u00fcrftig mit Folie abgeklebt. \u201eEs zieht hier\u201c, sagt Dominik Klose von der Burschenschaft Berolina, der an einem langen Holztisch vor riesengro\u00dfen Flaggen, ausgestopften F\u00fcchsen und allerlei Burschenschafts-Devotionalien im Gemeinschaftsraum sitzt. \u201eHoffentlich k\u00f6nnen die Fenster bald ausgewechselt werden.\u201c<\/p>\n<p>Der Grund f\u00fcr die K\u00e4lte: In der Nacht zu Dienstag wurde das Korporationshaus der Burschenschaften Berolina-Mittweida, Obotritia, Cimbria und der Freien Landsmannschaft Holsatia von Unbekannten angegriffen.<!--more--> Einige Fenster wurden durch Steine zerst\u00f6rt, die T\u00fcr und der Eingangsbereich wurden mit pinker Farbe beschmiert \u2013 der Schaden liegt bei etwa 3000 Euro.<\/p>\n<p>\u201eIch bin nur froh, dass die T\u00e4ter nur in den Aufenthaltsraum Steine geworfen haben\u201c, sagt Andreas M\u00fcller, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Korporationshauses und selbst Berolina-Burschenschaftler. \u201eNicht auszudenken, was alles h\u00e4tte passieren k\u00f6nnen, wenn sie die Steine in die Schlafr\u00e4ume geschmissen h\u00e4tten.\u201c<\/p>\n<p>Burschenschaftler: \u201eEs waren Linksextreme!\u201c<\/p>\n<p>Wer hinter dem Angriff steckt, ist f\u00fcr die Burschenschaftler klar: \u201eEs waren Linksextreme! Das sieht man ja auch an der Farbe\u201c, sagt Fridtjof Seufert, der bis vor drei Monaten noch in dem Haus gewohnt hat und in der Nacht des Anschlags sofort zu seinen Berolina-Kameraden geeilt ist. \u201eDas letzte Mal wurde vor sechs Jahren unsere Eingangst\u00fcr beschmiert \u2013 auch mit pinker Farbe.\u201c<\/p>\n<p>Das Linksextreme den Anschlag ver\u00fcbt haben, schlie\u00dft auch die Polizei nicht aus. \u201eDie Ermittlungen wurden vom Staatsschutzkommissariat aufgenommen, das f\u00fcr politisch motivierte Straftaten zust\u00e4ndig ist\u201c, sagt Polizeisprecher Stefan Muhtz. \u201eEs gibt aber bisher noch keine Hinweise, dass die Tat von Links- oder Rechtsextremen ver\u00fcbt wurde.\u201c<\/p>\n<p>Deswegen sucht die Polizei Zeugen, die in besagter Nacht etwas gesehen haben. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei unter 0451 \/ 1310 entgegen.<br \/>\nNur vier Burschenschaftler im Korporationshaus<\/p>\n<p>Patrizia S\u00f6hl wohnt in einem Zimmer direkt \u00fcber dem Aufenthaltsraum und ist von dem lauten Knall der zersprungenen Scheiben aufgewacht. \u201eIch bin sofort zum Fenster gelaufen, aber ich habe keinen mehr gesehen\u201c, sagt die 33-J\u00e4hrige. S\u00f6hl wohnt seit ein paar Monaten in dem Korporationshaus in der Kronsforder Allee. Selbst ist sie nicht in einer Verbindung \u2013 Frauen d\u00fcrfen nicht beitreten.<\/p>\n<p>Insgesamt wohnen 28 Studierende in dem Korporationshaus, das es seit 25 Jahren in L\u00fcbeck gibt. Aktiv in Burschenschaften sind nur vier der Bewohner. Die anderen Zimmer werden f\u00fcr etwa 250 Euro im Monat an Studierende vermietet. Die Burschenschaften in L\u00fcbeck haben schon seit Jahren Probleme, neue Mitglieder zu finden.<\/p>\n<p>\u201eWir sind nicht rechtsradikal!\u201c<\/p>\n<p>Probleme mit Linksextremen haben die Burschenschaftler im Alltag nicht. \u201eWir tragen unsere Verbindungskennzeichen auch nicht \u00f6ffentlich in der Stadt oder in der Uni\u201c, sagt Dominik Klose, der Anw\u00e4rter bei der Burschenschaft ist, ein sogenannter \u201eFuchs\u201c, der ein Jahr lang schaut, ob sein Charakter zur Verbindung und die Verbindung zu seinem Charakter passt.<\/p>\n<p>Klose kann nicht verstehen, warum Linke etwas gegen die Berolina haben sollten. \u201eWir sind nicht rechtsradikal und keine schlagende Verbindung. Die T\u00e4ter h\u00e4tten auch einfach klingeln k\u00f6nnen und wir h\u00e4tten diskutiert \u2013 bei ein paar Bieren im Keller.\u201c<br \/>\nFenster werden wohl erst sp\u00e4ter ausgewechselt<\/p>\n<p>Eine Versicherung gegen Vandalismus haben die Burschenschaftler nicht abgeschlossen, den Schaden m\u00fcssen sie wohl selbst zahlen. \u201eEs haben sich schon viele alte Herren aus der Burschenschaft gemeldet, die spenden werden\u201c, sagt M\u00fcller.<\/p>\n<p>Bis die Fenster im Gemeinschaftsraum ausgewechselt werden, d\u00fcrfte es aber noch eine Weile dauern. \u201eIch glaube, wir warten besser noch ein bisschen und lassen Ruhe einkehren. Sonst kommen die T\u00e4ter vielleicht bald wieder.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: LN Online<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Unbekannte T\u00e4ter haben das Haus der Burschenschaft Berolina-Mittweida in L\u00fcbeck attackiert. Insgesamt wurden 9 Scheiben eingeworfen und die T\u00fcr mit Farbe beschmiert.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Burschenseite<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L\u00fcbeck, 14. Januar 2020 Die pinke Farbe an der Eingangst\u00fcr ist mittlerweile getrocknet. 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