{"id":11466,"date":"2019-12-31T00:00:52","date_gmt":"2019-12-30T22:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=11466"},"modified":"2019-12-31T00:00:52","modified_gmt":"2019-12-30T22:00:52","slug":"auto-von-gunnar-schupelius-abgefackelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=11466","title":{"rendered":"Auto von Gunnar Schupelius abgefackelt"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/12\/auto.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-11521\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/12\/auto-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\"><\/a>Berlin<\/strong>, 31. Dezember 2019<\/p>\n<blockquote><p>Gunnar Schupelius war schon lange bevor der Rassist und Blogautor \u201cDon Alphonso\u201d (https:\/\/taz.de\/!5641160\/) zu Axel Springer wechselte da. Er stellte seine rhetorischen \u201cFragen\u201d bereits bevor das Deutsche Feuilleton diskutierte, ob es nicht auch diskutabel w\u00e4re, Seenotrettung f\u00fcr Gefl\u00fcchtete zu unterlassen. Er ist der Franz Josef Wagner (Chefkolumnist der BILD https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Franz_Josef_Wagner#Rezeption) von Berlin. Gunnar Schupelius ist vielen ein Begriff. Die einen verdrehen die Augen und lesen seine t\u00e4glichen Erg\u00fcsse in der B.Z. am\u00fcsiert, scheint er mit seinen notorischen Tiraden selbst gegen legale Graffiti-Fl\u00e4chen, Partys und gegen allerlei Fortschrittliches einfach aus der Zeit gefallen.<!--more--> Doch er ist mehr als ein Schleimbeutel, der das Reaktion\u00e4re verk\u00f6rpert und dabei so sch\u00f6n uncharismatisch daherkommt.<br \/>\nEr meint das alles ernst.<\/p>\n<p>G. Schupelius ist nicht nur der spie\u00dfige Springerschmierfink, er macht Propaganda. Er dient als Stichwortgeber von Rassist*innen, Rechten und von Reaktion\u00e4ren auf allen Feldern. Er mobilisiert allj\u00e4hrlich zum \u201eMarsch f\u00fcrs Leben\u201c von Abtreibungsgegner*innen und macht immer wieder deutlich, was er von Frauen und ihren Aufgaben und Pflichten h\u00e4lt.<br \/>\nDer Junge Freiheit-Herausgeber Dieter Stein bezieht sich auf seine Kolumnen, so seien diese \u201eGro\u00dfartig\u201c und er spr\u00e4che \u201eKlartext\u201c. Mit einem JF-Redakteur f\u00fchrte Schupelius schon 2013 ein Interview bei TV Berlin.<\/p>\n<p>Irgendwo zwischen Werte-Union, Kirchengruppe und der AfD ist also sein Platz, sein \u201egerechter Zorn\u201c, so ist seine Kolumne \u00fcbertitelt, trifft die Feind*innen eben dieser \u00e4tzenden Melange.<\/p>\n<p>Es sind jene Werte, die Schupelius verbreitet, die die St\u00fctzpfeiler rechts-theoretischer Argumentationen bilden. Als Vermittler zwischen gebildeter, rechts-konservativer Avantgarde und gemeinem Stammtischpublikum, sollen seine Propagandatexte die \u00f6ffentliche Meinung weiter in Richtung christlich, patriarchaler Gesellschaftsordnung inklusive Ordnungswahn, wie sie Gauland, Weidel und Co. nicht drastischer formulieren w\u00fcrden, treiben.<\/p>\n<p>P\u00e4pstlicher als der (aktuelle) Papst mutet seine christliche Wertevorstellung an, die annoncierte N\u00e4chstenliebe ist halt eben nur f\u00fcr diejenigen da, die sich dem Konzept von heteronormativen Weltvorstellungen unterwerfen.<br \/>\nDer Zorn des Schupelius f\u00e4ngt bei Werbung \u00fcber Vibratoren an (\u201eerst Konnte ich das Produkt gar nicht zuordnen, dachte an Salatbesteck. Aber dann las ich die Aufschrift\u201c) und endet noch lange nicht bei Plakaten, die \u00fcber HIV aufkl\u00e4ren sollen. Allein das Suggerieren sexueller Befreiung macht ihm Angst. Geschickt stellt er seine Doppelmoral auch bei politischen Entscheidungen zur Schau, so nennt er die Forderung nach einem bezirklichen Verbot von sexistischen Plakaten: \u201eZensur von Werbung mit Frauen in Kreuzberg\u201c. Darstellungen von Frauen, die auf ihn attraktiv wirken und wohl auch wirken sollen, sind in seinen Augen legitim, da sie Menschen wie ihm Freude bereiten. Der Vibrator hingegen hat f\u00fcr Gunnar und andere keinen Zweck und warum sollten sie Menschen, die andere Vorstellungen von Sexualit\u00e4t, Geschlecht und Freiheit haben, irgend etwas g\u00f6nnen. Sein patriarchales Weltbild spiegelt sich in und zwischen jeder Zeile seiner Texte wieder.<\/p>\n<p>Er schafft es, seine Kolumne mit dem rechten Mord an L\u00fcbcke zu \u00f6ffnen, aber mit der Forderung eines h\u00e4rteren Vorgehens gegen Linke zu schlie\u00dfen. Und beim Thema Migration und Flucht gehen bei ihm alle Sicherungen durch. Er ist einer der Vorreiter, wenn es darum geht sich \u00fcber M\u00fcll zu beschweren, das gr\u00f6\u00dfte Problem eines jeden Deutschen, und die Schuld f\u00fcr dieses Elend den Gefl\u00fcchteten oder Sinti und Roma zu geben.<\/p>\n<p>Er stellt sich immer gern auf die Seite der St\u00e4rkeren und wird am Ende den gr\u00f6\u00dften Nutzen f\u00fcr sich selbst daraus ziehen. Im Interview mit dem Immobilienverband IVD beklagt er \u201eVermieter sind die Minderheit, die Mieter sind die Mehrheit\u201c und agitiert gegen eine weitere \u201eBelastung\u201c ersterer.<\/p>\n<p>Da er den Klimawandel nicht f\u00fcr erwiesen h\u00e4lt und Autofahren keine Notwendigkeit sondern Sinnbild f\u00fcr pers\u00f6nliche Freiheit darstellt, haben wir entschieden dem selbsternannten Verteidiger dieser \u201eRechte\u201c diese Freiheit ein klein wenig zu beschneiden und ihn dort zu treffen wo es ihm weh tut: Bei seinem Auto.<\/p>\n<p>Wir haben heute seinen SUV abgefackelt. Der BMW-SUV parkte vor seiner Wohnung in der Wiesbadener Stra\u00dfe in Berlin-Wilmersdorf kurz vor der Kreuzung zum S\u00fcdwest-Korso. Schupelius wohnt dort im Erdgeschoss mit seinen Kindern.<\/p>\n<p>Erwarten d\u00fcrfen wir jetzt: Kolumnen \u00fcber zu dreckige Bahnh\u00f6fe, Zugausf\u00e4lle, nat\u00fcrlich weitere \u00fcber Graffiti und all das, was Gunni Schlumpfelius nun auf seinen Reisen mit dem \u00d6ffentlichen Nahverkehr inmitten des gemeinen P\u00f6bels noch so entdecken wird.<\/p>\n<p>Sie werden unseren Angriff als Angriff auf die Pressefreiheit bezeichnen, es sind aber die Gunnar Schupelius\u2018 dieser Welt, die Frauen, Migrant*innen, Homosexuelle angreifen.<br \/>\nSie werden uns Terror gegen Menschen mit \u201eanderen Meinungen\u201c vorwerfen. Dabei sind es eben jene, die den Terror gegen Frauen, Gefl\u00fcchtete und auch all jene, die die Hoffnung auf eine freie Welt f\u00fcr alle noch nicht aufgegeben haben, den Weg bereiten. Solange Menschen an den EU Au\u00dfengrenzen ertrinken, solange Frauen nicht selbst \u00fcber ihre K\u00f6rper bestimmen d\u00fcrfen, solange werden wir den Agitatoren dieses Terrors nachstellen, sie zur R\u00e4chenschaft f\u00fcr ihre Propaganda des sozialen Kannibalismus ziehen.<\/p>\n<p>Gunni, da es sich bereits um die zweite Abmahnung handelt (https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/brandstiftung-in-berlin-wilmersdorf-auto-des-bz-journalisten-gunnar-schupelius-angezuendet\/9634350.html), m\u00f6chten wir dir dringend empfehlen den Job zu wechseln. Begreiff deinen unmobilen Start ins neue Jahr als nachdr\u00fcckliche Anregung zu einem Neustart abseits von Axel-Springer!<\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe an die Feministischen Autonomen Zellen (FAZ)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/57093\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Here be dragons but no images. -->\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Das Auto des \u201eB.Z\u201c\u201c-Journalisten Gunnar Schupelius, das in der Nacht zu Dienstag in Wilmersdorf komplett ausgebrannt ist, wurde mutma\u00dflich von Linksextremisten in Brand gesetzt. Das geht aus einem mutma\u00dflichen Bekennerschreiben hervor, das am Dienstag auf der Internet-Plattform \u201eIndymedia\u201c ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n<p>Demnach sei Schupelius zum Ziel geworden, da er \u201eals Stichwortgeber von Rassist*innen, Rechten und von Reaktion\u00e4ren auf allen Feldern\u201c diene, hei\u00dft es in dem Schreiben, das eine \u201ePrinzessin Latte\u201c verfasst hat. Der Text endet mit Gr\u00fc\u00dfen an die \u201eFeministischen Autonomen Zellen\u201c. Diese hatten sich k\u00fcrzlich zu einem mutma\u00dflichen Anschlag auf ein Fahrzeug vor dem Geb\u00e4ude einer Freikirche in T\u00fcbingen bekannt.<\/p>\n<p>G\u00e4ste einer Wilmersdorfer Kneipe hatten laut Angaben der Polizei gegen 2 Uhr in der Nacht vor Silvester das in Flammen stehende Auto in der Wiesbadener Stra\u00dfe bemerkt. Bei dem Feuer wurde das Fahrzeug v\u00f6llig zerst\u00f6rt. Es ist bereits der zweite Anschlag auf ein Fahrzeug des \u201eB.Z.\u201c-Kolumnisten Schupelius. Schon 2014 hatten mutma\u00dflich linksextreme T\u00e4ter sein Auto in Brand gesetzt.<\/p>\n<p>Der Bezirksb\u00fcrgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinhard Naumann (SPD), \u00e4u\u00dferte sich am Donnerstag: Derzeit werde das mutma\u00dfliche Bekennerschreiben vom Staatsschutz analysiert. \u201eSollten sich die darin enthaltenen Hinweise auf eine linksextremistische Urheberschaft best\u00e4tigen, so gilt auch hier \u2013 wie bei rechtsextremistischen oder radikalreligi\u00f6s motivierten Gewalttaten \u2013, dass das staatliche Gewaltmonopol unangetastet bleiben muss.\u201c Schupelius und seiner Familie gelte \u201edie volle Solidarit\u00e4t des Bezirksamtes\u201c, so Naumann.<\/p>\n<p>Auch der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, Frank \u00dcberall, verurteilte den Anschlag. Er sei \u201eein widerlicher Angriff auf die Pressefreiheit\u201c, schrieb er auf Twitter.<\/p>\n<p>Der \u201eB.Z\u201c-Polizeireporter Axel Lier \u00e4u\u00dferte sich am Tag nach dem Anschlag auf Twitter w\u00fctend: \u201eMan kann \u00fcber Meinungen streiten, sich nicht m\u00f6gen, die B. Z. nicht lesen, was wei\u00df ich. Aber das hier ist der zweite, heimliche Anschlag auf den Wagen meines Kollegen. Ihr \u00e4ndert dadurch nichts, Feiglinge!\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/brandanschlag-auf-journalist-linksextremisten-zuenden-auto-von-gunnar-schupelius-an\/25384072.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 31. Dezember 2019 Gunnar Schupelius war schon lange bevor der Rassist und Blogautor \u201cDon Alphonso\u201d (https:\/\/taz.de\/!5641160\/) zu Axel Springer wechselte da. 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