{"id":11450,"date":"2019-12-18T00:00:49","date_gmt":"2019-12-17T22:00:49","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=11450"},"modified":"2019-12-18T00:00:49","modified_gmt":"2019-12-17T22:00:49","slug":"autos-von-car2go-und-drivenow-beschaedigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=11450","title":{"rendered":"Autos von car2go und DriveNow besch\u00e4digt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hamburg<\/strong>, Dezember 2019<\/p>\n<blockquote><p>In den letzten N\u00e4chten (17. + 18.12.) wurden in verschiedenen Stadtteilen Hamburgs Autos von car2go und DriveNow besch\u00e4digt. Es wurden Reifen zerstochen, Fenster eingeschlagen und sie wurden mit Farbe beschmiert.<\/p>\n<p>\u201eSHARE NOW hei\u00dft das neue Carsharing-Unternehmen, das car2go und DriveNow unter einem Dach vereint. Durch den Zusammenschluss der beiden Dienste wird SHARE NOW zum weltweit f\u00fchrenden Anbieter im free-floating Carsharing.<!--more--> In 30 Metropolen in Europa und Nordamerika steht eine Flotte von mehr als 20.000 Fahrzeugen zur Verf\u00fcgung.\u201c<\/p>\n<p>SHARE NOW ist eine Tochterfirma der BMW Group und der Daimler AG, die beide vom Knast profitieren indem sie eingesperrte Menschen f\u00fcr sich arbeiten lassen. Knast dient nicht nur der Einsch\u00fcchterung und des Wegsperrens von in der Gesellschaft unerw\u00fcnschten Menschen. Schon lange ist des Knastsystem f\u00fcr viele Unternehmen ein profitables Gesch\u00e4ft. F\u00fcr Gefangene gibt es z.B. keinen Mindestlohn, also sehen gro\u00dfe Firmen wie Daimler und BMW billige Arbeitskr\u00e4fte in ihnen. Superm\u00e4rkte wie Edeka und Telefonanbieter wie Telio k\u00f6nnen ihre Waren dank der Monopolstellung in den jeweiligen Kn\u00e4sten zu v\u00f6llig \u00fcberteuerten Preisen anbieten. Au\u00dferdem gibt es nat\u00fcrlich noch die Baufirmen und Architekt*innen, die Sicherheitsfirmen und Hersteller von Sicherheitstechnik sowie viele weitere, die Profite aus dem Knast ziehen.<\/p>\n<p>Wenn wir den Knast zerst\u00f6ren wollen und die Gefangenen befreien wollen, ist es leider nicht so einfach die Mauern zu sprengen oder nieder zu brennen. Was wir aber k\u00f6nnen ist diejenigen Firmen und Personen anzugreifen, die daf\u00fcr sorgen, dass das Knastsystem funktioniert und die von ihm profitieren. Dies ist eine praktische Art, Solidarit\u00e4t mit den Gefangenen zu zeigen. Au\u00dferdem ist es ein Vorschlag, gegen Kn\u00e4ste und die Gesellschaft die sie ben\u00f6tigt zu k\u00e4mpfen. Es ist auch ein Akt der Selbsterm\u00e4chtigung, die Regeln zu missachten, die durch Repressionsorgane wie den Knast besch\u00fctzt werden und sich im Umkehrschluss nicht permanent von der Bedrohung des Knastes einsch\u00fcchtern zu lassen. Wenn wir unsere Handlungen durch die Angst vorm Gef\u00e4ngnis einschr\u00e4nken lassen merken wir, dass der Knast in unserem Kopf wirkt. Wenn wir trotzdem die Gesetze brechen verliert der Knast ein wenig an Wirkung.<\/p>\n<p>Nicht nur der Knast tr\u00e4gt dazu bei, dass es f\u00fcr den Staat m\u00f6glich ist, seine Bev\u00f6lkerung zu unterdr\u00fccken. Auch die Stadt an sich ist darauf ausgelegt Menschen zu kontrollieren. Dies wird in einem sich beschleunigenden Prozess und besonders durch Technologien optimiert. Das Ziel ist ein Freiluftknast aka. Smart City, in dem jeder Winkel der Stadt abgefilmt und jeder Schritt der Bewohner*innen \u00fcberwacht ist. Besonders gut funktioniert diese Strategie, weil die Menschen freiwillig mitmachen und sich als Versuchskaninchen bereitwillig die Apps auf dem Smartphone installieren. Sie vernetzen sich so mit den Smart City Projekten und liefern Daten, mit denen sie die Fremdkontrolle \u00fcber ihr eigenes Leben erheblich erleichtern. Zu den Projekten der Smart City geh\u00f6rt unter Anderen die Shared Mobility, bei denen Menschen von einem Fahrzeug ins N\u00e4chste switchen k\u00f6nnen und dabei Daten wie z.B. wann sie sich wo aufhalten, durch ihre Apps geb\u00fcndelt, den Konzernen wie Daimler und BMW liefern. Diese sind f\u00fchrende Akteur*innen und Profiteur*innen der Smart City, unter anderem mit ihren neuen Angeboten, die sich unter dem Namen YOU NOW b\u00fcndeln. Dazu geh\u00f6ren die Apps REACH NOW, mit der verschiedene Verkehrsmittel kombiniert werden k\u00f6nnen; PARK NOW ist ein smartes Koordinierungssystem f\u00fcr Parkpl\u00e4tze in der Stadt; CHARGE NOW, zum Aufladen des Elektroautos;FREE NOW, f\u00fcrs bargeldlose Taxi Fahren und SHARE NOW mit der du dich bei Leihautos registrieren kannst. So smartifizieren Daimler und BMW mit ihren neuen Diensten nicht nur verschiedene Bereiche des Verkehrs in der Stadt sondern bekommen auch Unmengen an Daten von ihren Kund*innen.<\/p>\n<p>In den Visionen der Technologiekonzerne gibt es nur noch selbstfahrende Autos die alle \u201egeshared\u201c werden. Selbstfahrend bedeutet ihre Umgebung permanent abfilmend und geshared hei\u00dft mit allen Nutzer*innen verbunden und noch mehr Verf\u00fcgbarkeit \u00fcber die eigenen Daten. Die eigentlichen Absichten der Smart City, mehr Kontrolle und Profit werden immer wieder mit gr\u00fcnen l\u00fcgen verschleiert. Sp\u00e4testens seit dem die Fridays For Future Bewegung existiert, ist Greenwashing die effektivste und beliebteste Marketing Strategie. Wir bef\u00fcrworten es, wenn Menschen sich im Freund*innenkreis oder in einer Nachbar*innenschaft zusammen tun um Autos zu teilen. Smart City Projekten muss aber weiterhin der Kampf angesagt werden.<\/p>\n<p>Denn in so einer Stadt w\u00e4re ein Knast immer weniger n\u00f6tig, um uns den Freiheiten die wir noch haben zu berauben. Es w\u00e4re immer schwieriger die uns auferlegten Regeln zu \u00fcbertreten. Lasst es uns nicht soweit kommen lassen. Lasst uns das System, welches (Freiluft-) Kn\u00e4ste ben\u00f6tigt angreifen und \u00fcberwinden!<\/p>\n<p>Solidarit\u00e4t mit den dreien von der Parkbank!<br \/>\nFeuer allen Kn\u00e4sten &#8211; Freiheit f\u00fcr alle Gefangenen!<br \/>\nSmart City angreifen!<\/p>\n<p>Hier ist eine Liste von weiteren Knastprofiteur*innen, am besten nur mit dem TOR Browser aufrufen:<br \/>\nhttps:\/\/ggboberlin.blackblogs.org\/clickandact\/profiteurinnen\/<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/54456\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg, Dezember 2019 In den letzten N\u00e4chten (17. + 18.12.) wurden in verschiedenen Stadtteilen Hamburgs Autos von car2go und DriveNow besch\u00e4digt. Es wurden Reifen zerstochen, Fenster eingeschlagen und sie wurden mit Farbe beschmiert. \u201eSHARE NOW hei\u00dft das neue Carsharing-Unternehmen, das car2go und DriveNow unter einem Dach vereint. 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