{"id":11325,"date":"2019-12-02T00:00:06","date_gmt":"2019-12-01T22:00:06","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=11325"},"modified":"2019-12-02T00:00:06","modified_gmt":"2019-12-01T22:00:06","slug":"drei-thyssen-krupp-lkw-abgefackelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=11325","title":{"rendered":"Drei Thyssen Krupp-LKW abgefackelt"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/12\/tk1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-11326\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/12\/tk1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"><\/a>Berlin<\/strong>, 2. Dezember 2019<\/p>\n<blockquote><p>Krieg beginnt hier &#8211; R\u00fcstungskonzerne angreifen<br \/>\nIn der Nacht von Sonntag auf Montag sind wir in Berlin Tempelhof auf das Gel\u00e4nde von Thyssen Krupp eingedrungen und haben drei LKWs abgefackelt.<\/p>\n<p>Thyssen Krupp ist als Unternehmen haupts\u00e4chlich in der Stahlproduktion t\u00e4tig. Mit der Tochterfirma \u201eThyssen Krupp Marine Systems\u201c beteiligt sich die Firma auch im gro\u00dfen Stil an der Kriegsindustrie. Mit dem Bau von Kriegsschiffen, verdient das Unternehmen j\u00e4hrlich mehrere Milliarden Euro. Die Schiffe und U-Boote werden in die ganze Welt exportiert, einer der gr\u00f6\u00dften Kunden ist die t\u00fcrkische Armee.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDeutschland und die T\u00fcrkei sind bereits langj\u00e4hrige Gesch\u00e4ftspartner im Waffenhandel. Die Exporte an die T\u00fcrkei sind so hoch wie seit \u00fcber einem Jahrzehnt nicht mehr, 1\/3 aller deutschen R\u00fcstungslieferungen gehen bereits an die T\u00fcrkei. Da hilft dann auch der R\u00fcstungsexportstopp, den die Bundesregierung im Oktober verh\u00e4ngt hat nicht mehr viel. Alle bereits genehmigten Exporte d\u00fcrfen weiterhin erfolgen und so wird die Armee noch bis Ende des Jahren weiter mit Waffen versorgt.<\/p>\n<p>Wir begr\u00fc\u00dfen den Anstieg an antimilitaristischen Aktionen, seitdem der T\u00fcrkische Staat mit deutschen Waffen gegen Rojava Krieg f\u00fchrt. Es l\u00e4sst sich jedoch auch beobachten, dass mit dem Abflauen der medialen Pr\u00e4senz \u00fcber den Krieg gegen Rojava die Aktionsdichte hier gleicherma\u00dfen abflaut.<\/p>\n<p>Zum einen m\u00f6chten wir dem hinzuf\u00fcgen, dass Deutschland auch in anderen Regionen seit Jahren Krieg f\u00fchrt und die deutsche R\u00fcstungsindustrie, Regime auf der ganzen Welt unterst\u00fctzt. Der vermeintliche Stopp deutscher R\u00fcstungsexporte ist f\u00fcr uns nur eine weitere Nebelkerze, die uns nicht den Weg leuchten wird. Im Jemenkrieg beispielsweise werden alle Konfliktparteien, trotz des seit Jahren andauerndem Leiden der Bev\u00f6lkerung, weiterhin mit Waffen versorgt und so der Krieg aufrecht erhalten. Saudi Arabien, gegen die ein vermeintlicher R\u00fcstungsstopp bereits vorliegt, erh\u00e4lt ebenfalls Waffen aus deutscher Industrie. R\u00fcstungsstopps werden ignoriert oder einfach umgangen, in dem hier vor Ort \u201enur\u201c Einzelteile gebaut werden und dann an europ\u00e4ische Partner verschickt werden, um dort die komplexen Waffensysteme fertig zu stellen.<\/p>\n<p>Zum anderen entscheidet der T\u00fcrkische Staat und andere Nationalstaaten wann die n\u00e4chste Eskalation, wann der n\u00e4chste Krieg, wann eine ethnische S\u00e4uberung auf der m\u00f6rderischen Agenda steht, wann es opportun erscheint zwecks Inszenierung Wahlen zu gewinnen und wann die mediale Berichterstattung auch hier ihren Fokus auf den Krieg in Syrien und Rojava lenken soll. Eine radikale antimilitaristische Perspektive sollte sich jedoch nicht von diesen Entscheidungen abh\u00e4ngig machen. Sonst bleiben wir in der Reaktion verhaftet und degradieren uns zu den Verteidigern der bestehenden Verh\u00e4ltnisse. Militarismus, Kapitalismus, Patriarchat, Rassismus sind Verh\u00e4ltnisse, die es jederzeit anzugreifen gilt.<\/p>\n<p>Die Abr\u00fcstung m\u00fcssen wir selber in die Hand nehmen, was wir hier zerst\u00f6ren, kann auch woanders keinen Schaden mehr anrichten. Waffenhersteller und -lieferer d\u00fcrfen sich hier nicht in Sicherheit wiegen. Die M\u00f6glichkeiten sie anzugreifen sind vielf\u00e4ltig. Wir begr\u00fc\u00dfen ein vielf\u00e4ltiges Zusammenspiel an Aktionen. Sei es direkte Sabotage, die Blockaden von R\u00fcstungskonzernen, die in den letzten Monaten statt gefunden haben oder auch Gegeninformations- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit, wie es die Kampagne \u201eRheinmetall entwaffnen\u201c bereits seit l\u00e4ngerer Zeit tut.<\/p>\n<p>Wir schicken solidarische Gr\u00fc\u00dfe an die drei von der Parkbank, deren Prozess h\u00f6chstwahrscheinlich noch dieses Jahr beginnen wird, sowie an Loic, der bereits seit \u00fcber einem Jahr in Untersuchungshaft in Hamburg einsitzt.<\/p>\n<p>Feuer und Flamme den Kn\u00e4sten und Waffenherstellern.<\/p>\n<p>Abr\u00fcstung selber machen<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/51324\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Here be dragons but no images. -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 2. 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